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Verbotene Pharma-Werbung

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Pharmawerbung

Das ARD-Politikmagazin KONTRASTE hat einen neuen Pharma-Werbeskandal aufgedeckt: Wie Recherchen der KONTRASTE-Redaktion ergaben, gibt es Pharmafirmen, die offenbar systematisch Artikel in renommierten Publikumszeitschriften lancieren, um ihre verschreibungspflichtigen Medikamente verdeckt zu bewerben. In diesen vermeintlich journalistischen Artikeln, die nicht als Werbung gekennzeichnet sind, werden die entsprechenden Medikamente mit ihrem Namen oder ihren Wirkstoffen positiv dargestellt und explizit empfohlen. Hierbei handelt es sich um einen Verstoß gegen das Schleichwerbeverbot. Die Praxis verstößt überdies gegen das Heilmittelwerbegesetz. Für verschreibungspflichtige Medikamente ist Werbung, die sich direkt an den Patienten richtet, in Deutschland grundsätzlich nicht erlaubt.

Professor Bernd Mühlbauer, Leiter des Instituts für Klinische Pharmakologie in Bremen, erklärt in KONTRASTE: «Solche Artikel sind schon fast als Täuschung des Lesers, des Patienten zu bezeichnen.» Er warnt: «Teilweise werden Nebenwirkungen nicht erwähnt, teilweise wird die erwartete Hauptwirkung, die nützliche Wirkung, völlig übertrieben, so dass letztendlich das Produkt über das gesprochen wird in einem viel zu günstigen Licht da steht.» Das, so Mühlbauer, sei «völlig inakzeptabel». Auch Stefan Etgeton, Referent für Gesundheit beim Bundesverband der Verbraucherzentralen in Berlin, spricht von gezielter Täuschung: «Wenn Redaktionen von Publikumszeitschriften Beiträge der Firma eins zu eins übernehmen, dann täuschen sie die Leser, weil der Leser erwartet objektive Informationen.»

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Kommentare (53)

verdammter kapitalismus!

Hallo!

Ich habe in einem eben solchen Fall meiner Mutter von einem Antitranspirant abgeraten, über das im Mittagsmagazin eines privaten Fernsehsenders berichtet wurde. Es soll 25 Euro für einen 50ml-Deoroller kosten! Dabei enthält es nur einen einzigen aber völlig handelsüblichen Wirkstoff. Auch die Website über das Produkt ist sehr fragwürdig gestaltet: Der Link zu den Medienberichten über das Produkt verweist auf eine völlig fremde Website...

Ich studiere Medizin im 10. Semester, und bin natürlich sehr ideel geprägt. Mich hat allerdings sehr geschockt wie Ärzte Werbung für ein Medikament machen. Es gibt die Berufsordnung für Ärzte, die sowas meines Wissens eindeutig untersagt. Ic,h als junger Mediziner in spe, frage mich ob der Arzt nicht mehr ist als ein Beruf. Jedoch sieht man, dass sich leider jeder kaufen lässt. Schade. Götter in weiss sehen anders aus!

Das ist ein Skandal! Kompliment an die kontraste-Redaktion, die das aufgedeckt hat. Alle, die Öffentlichkeitsarbeit und Journalismus betreiben, haben sich auch diversen PR-Kodizees unterworfen. Gerade Zeitungsverlage kennzeichnen in der Regel solche Beiträge mit dem Wort "Anzeige", damit solche Beiträge (mit Werbecharakter) nicht mit den Redaktionellen Teilen verwechselt werden. Fehlt dies, ist die gezielte und bewußt herbeigeführte Täuschung des Lesers. Dafür sollten m.M.n. empfindliche Geldbußen die Zeitungsverlage davon abschrecken, sich möglicherweise "kaufen" zu lassen.

Auf der anderen Seite vertraue ich aber auch darauf, daß mein Arzt ausreichend informiert ist, um mich über Risiken und Heilungschancen von Medikamenten aufzuklären, egal ob er mir welche verschreibt oder ich bestimmte verschrieben haben möchte.

Herzlichen Glückwunsch! Ein ausgezeichneter Bericht!

Seit ich erlebt habe, wie eine Agentur sogar in einem Webforum in 1:1 PR aktiv ist, habe ich sehnsüchtig darauf gewartet, daß eine seriöse Redaktion dieses Thema aufgreift.

Warum die Aufregung? Die gesamte Yellow Press lebt davon, versteckte Produktwerbung zu machen. Welcher Leser das heute noch nicht begriffen hat, ist blauäugig. Auch in der Tagespresse steht hinter (fast) jeder Beschreibung von z.B. bestimmten Finanzprodukten ein konkretes Verkaufsinteresse. Der Leser ist immer gehalten, sich vielseitig zu informieren.

Ist es nicht so, daß die Pharmaindustrie die Praxis der Ablasszahlung der Kirche in früheren Zeiten in unsere Zeit transferiert hat.
Uns wird mit Strafe, jetzt Krankheit, gedroht, wenn wir nicht bezahlen. Wie damals: Das Geschäft mit der Angst. Und wie damals keine objektiven Beweise für den zu erwartenden Erfolg. Gibt es überhaupt noch eine unabhängige Forschung. Und wer schult unsere Ärzte nach. Doch nicht etwa die Pharmaproduzenten? Für mich ist der Vergleich mit den Ablasszahlungen sehr zutreffend.
Saaid Droudiani, Aachen

Das Gefühl mit der verbotenen Werbung habe ich nicht nur bei den genannten Zeitschriften.
Hinweise, die mich stutzig machen sind meiner Meinung nach:
Nennung eines speziellen Medikaments (wie im Bericht),
fehlende Quellenangaben für die angeblichen Studien,
Im Internet stehen andere Informationen dazu

Habe schon zwei Zeitschriften seit einiger Zeit abbestellt, weil ich mich nicht mehr obektiv informiert fühlte (TV hören und sehen, Ökotest). Auch die Apotheken-Umschau scheint mir suspekt was dies angeht.
Selbst wenn die beworbenen Medikamente so toll wären, es gibt in fast allen Fällen eine bessere (bewiesene) Alternative, nämlich Bewegung, Ernährung, Entspannung siehe auch www.strunz.com

Nur ein weiterer trauriger Fall aus dem kriminellen Sumpf der Pharmaindustrie. Kontraste könnte wahrscheinlich jede Woche eine Sondersendung bringen, nur mit Themen dieser kriminellen Machenschaften.

Deswegen Danke an Kontraste, dass überhaupt über solche Fälle berichtet wird.

Hier entsteht nicht nur ein finanzieller Schaden. Durch die Propaganda und immer wieder kriminellen Vorgehensweisen (unterschlagene Studien, Nebenwirkungen, ...) entstehen jedes Jahr zig Tausende von Opfern: Menschen, die durch diese angepriesenen Medikamente ihrer Gesundheit mehr schaden als nutzen.

Und als einzelne Person ist man diesen Unternehmen einfach ausgeliefert. Aber solange die Politik weiterhin gut geschmiert ist, wird sich auch nichts ändern.

Man kann gar nicht so viel Essen wie man ko*** möchte. :(

Als Arzt weiss ich, der Bericht stimmt absolut, allerdings kaufen auch Krankenkassen ähnliche Werbung ein zur Kostendämpfung. Im ARD wurde uch ein Bericht mit Professor Sawicki veröffentlicht, der sich gg. die Analoginsulin aussprach und eine angebliche Patientin war wohl Mitarbeiterin von Prof. Sawicki, der das sog. IQWIG (Institut für Qualität im Gesundheitswesen) leitet, dessen wissenschaftliche Arbeit weltweit umstritten ist. Fazit: wir werden von allen Seiten manipuliert. Auch ARD Journalisten mischen hier munter mit.

Hallo!
Dass in Zeitschriften so massiv verdeckt für Medikamente geworben wird war mir nicht bewusst, da die Pharmindustrie sich doch ein eigenes Werbemagazin geschaffen hat. In Apotheken wird das "Apotheken Magazin" kostenlos verteilt und im Fernsehn wird auf diese Verteilung auch noch massiv hingewiesen. Dieses Blatt besteht nur aus Werbung für Medikamente, teilweise auch recht fragwürdige Medikamente. Dabei wollen Apotheker doch angeblich seriös über Arzneimittel informieren.

Bin begeistert daß endlich sich wieder einmal jemand gegen die kriminellen Machenschaften der Pharmaindustrie engagiert.
Erstaunlich finde ich doch daß ausgerechnet die "Öffentlich
Rechtlichen" sich über die Pharmawerbung aufregen.
Empfehle dringend sich die Pharma-Werbe-Sendung "Visite" auf NDR / 3. Programm jeden Dienstag um 20,15 Uhr anzusehen.
Eine Zeit zu der die öffentlich rechtlichen Sender ( da diese ja aus unseren Gebühren finanziert werden) eigentlich keine Werbung mehr senden dürften, werden da minutenlang die Verpackungen der ausdrücklich genannten Pharmamedikamente in sehr leserlichem Format angezeigt. Manchmal sogar mehrrmals !!
Ungeheuerlich finde ich . daß niemand der Verantwortlichen dagegen etwas unternimmt !!

Klar lebt die Regenbogenpresse davon: aber man muß sich auch vor Augen halten, wer zu den "bevorzugten" Lesern gehört, und wo sie überall ausliegt: Wartezimmer, Friseure, Krankenhäuser, Altenheime, (Lesezirkel) ... Ältere und Kranke Menschen sind in einer besonderen Situation, wenn sie im Wartezimmer ihres Arztes sitzen - und besonders empfänglich für solche redaktionell getarnten Berichte.

Und diese Leser schauen auch TV: und da geht eine solche Schleich-PR nicht, nicht mal auf den Teleshoppingkanälen. Wenn so etwas durchginge, was kommt dann als nächstes? Der Einzug von Schleich-PR ins TV?

Vielen Dank für den Bericht, bitte bleiben Sie am Thema dran, denn gekaufte Artikel sind nur ein Teil der Strategie der Konzerne.
Bei Krankheiten, deren medikamentöse Behandlung den Pharmakonzernen jährlich Milliardenumsätze bescheren, wie z.B. MS, Diabetes und Herz- Kreislauferkrankungen, ist es für Patienten und deren Angehörige oft kaum möglich, sich unabhängig von den Markt- und Marketinginteressen der Konzerne über die eigene Krankheit zu informieren. Das geht über die im angeblich redaktionellen Teil der Illustrierten platzierte Werbung noch weit hinaus. Patienten und Patientinnen erhalten nach Diagnosestellung oft direkt vom Arzt kostenlose Ratgeberliteratur, oft von bekannten Verlagen, in denen eiseitig das Hohe Lied teurer Medikamente gesungen wird. Z.B. bei MS werden die Anti-Depressiva zur Behandlung der Nebenwirkungen oft gleich mitbeworben.
Der Gang zur Selbshilfegruppe hilft oft auch nichts, denn die Selbshilfegruppen werden ihrerseits von der Pharmaindustrie großzügig unterstützt. Ohne Eigeninteresse versteht sich.

Sehr geehrte Damen und Herren,
Die Zeitung FREIZEIT REVUE hat jede Woche eine Extra-Beilage, die in den meisten Fällen gute Rezeptideen beinhaltet. In dieser Woche nun befand sich dort als Extra-Beilage "Schlank ohne Hunger", die ich sehr interessiert gelesen habe. Unter der Überschrift "Beweglich dank Glucosamin" werden zwei Medikamente beschrieben "Glucucosamin Naturell forte" und "Gelenk Duo" der Firma Pharma Nord. Ich habe direkt nachgeschaut, ob irgendwo auf dieser Extra-Beilage das Wort "Anzeige" gedruckt steht, woran man normalerweise sehr schnell erkennen kann, dass es sich in dem Fall ganz klar um die Werbung irgendeiner bestimmten Pharma-Firma handelt. Da ich nun dieses Wort "Anzeige" nirgendwo entdecken konnte, nahm ich an, dass es sich hier tatsächlich um eine journalistische Extra-Beilage handelt. Aufgrund Ihrer heutigen Sendung kommen mir nun erhebliche Zweifel, ob es sich hier nicht doch um eine versteckte Werbung der Firma Pharma Nord GmbH handelt.
Wissen Sie hier mehr?
Für eine kurze Antwort wäre ich sehr dankbar.
Mit freundlichen Grüßen
Gabriele Gregorovius

Pharmawerbung nur Zeitschriften ?
Ich wette mit Ihnen, dass solche verdeckte Werbung auch im Fernsehen stattfindet - und das nicht nur bei Privatsendern, sondern vor allem auch beim öffentlich rechtlichen Fernsehen-
Redakteure bzw. Journalisten sind eben käuflich und korrupt -
Es wäre sehr interessant, wenn Sie mal in Ihrer eigenen Anstalt recherchieren- oder verschliessen Sie lieber die Augen vor diesen Mißständen ?
Wie ich bloß auf sowas komme ?
Dann schauen sie sich mal die edlen "Gesundheitskampagnen" zusammen mit einem Arzt an - man muß schon sehr naiv sein, wenn man da keinen Verdacht schöpft.

Kontraste wird immer schlimmer, anstatt das sie gegen die Gesetze kämpfen die die Medikamente unbekannt halten wollen kämpfen sie gegen die Gesundheit um die Wünsche der unterdrückten Kassenpatienten nicht aufkommen zu lassen. Es gibt in Deutschland viel zu viele Gesetzte gegen die man was tun muss. Nicht die Werbung ist verkehrt unsere Gesetzesflut ist verkehrt und ist nur gegen das Volk gerichtet. Die reichen können alle Medikamente bekommen. Bloß wir nicht. Der schwarze Kanal war besser dort wusste mann das es Staatspropagande war.

Ihr Bericht hat einen kleinen Schönheitsfehler: Auch die Sender des ÖffRechtRundf. sind auf solche untergeschobene Beiträge und entsprechende Experten schon hereingefallen. Mir fällt dazu vor allem ein Herr ein, der bei HR und anderen Sendern Magnesium- und Zink-Präparate empfohlen hat, aber auch vom SWR als Lobbyist der Pharma-Industrie entlarvt wurde (Sendung 'betrifft - Der Diätkrieg', Sendedatum u.a. 14.03.2005).

Es wurde endlich mal Zeit das Tacheles geredet wird. Bei dem Naziregime wurden ja sogar ungefragt Menschen mit neuen Medikamenten und angeblichen Heilmethoden getestet. Warum glaubt niemand, das den heutigen Machenschaften der heutigen pharmazeutischen Industrie: also eigentlich "unlauterer Wettbewerb" mit gezielte Werbung in Zeitschriften, kein Einhalt geboten kann? Selbst die Bekämpfung der mächtigen Pharmabosse wird durch dass Internet geschickt manipuliert. Schaut mal bei www.Dr-Rath.com und bei www.Dr-Rath.de rein. Wer lacht dort zuletzt? Wir müssen das Volk entscheiden lassen!

Ich habe vor einiger Zeit mit einem freien Wissenschaftsjournalist für medizinische Themen gesprochen, der Ähnliches berichtete.
Da für wissenschaftliche Berichte bei renommierten Zeitschriften heute nur noch Bruchteile von dem bezahlt werden wie noch vor einigen Jahren (z.B. bild der wissenschaft), sind freie Journalisten auf zusätzliche Geldquellen angewiesen - und das kommt dann von der Pharmaindustrie für die sie entsprechende Berichte schreiben.

Fazit: Man kann keinem Bericht mehr trauen!!!

Die Qualität einst seriöser Zeitschriften hat erheblich abgenommen.

Sehr geehrter Kikumon,
über die von Ihnen beschriebene Beilage mit dem Artikel "Beweglich dank Glucosamin" können wir Ihnen leider nichts sagen. Wir werden uns die Beilage einmal anschauen und der Sache eventuell nachgehen. Besten Dank für den Hinweis!
Schönen Gruß aus der Kontraste-Redaktion

Nicht nur in den Zeitschriften treibt die Pharmaindustrie ihre Spielchen. Auch im Fernsehen, so geschehen, Mitte März in WISO.
Hier wurden in einem 4-Minuten Bericht Glykonährstoffe total verrissen. Dabei ist es wissenschaftlich erwiesen, dass diese großartige Wirkungen auf die Gesundheit haben. Weltweite Forschung, z. B. auch an der Charite in Berlin. Eine ausgewogene Darstellung sieht anders aus. Es wurde z.B. behauptet, dass der Körper diese gar nicht aufnehmen kann. Dabei merkt fast jeder einen positiven Unterschied. Menschen mit Schuppenflechte zeigen beispielsweise häufig zu Beginn einige Wochen lang eine starke Entgiftungsreaktion, anschließend setzt dann der Heilungsprozess ein. Ich selbst hatte seit meinem 7. Lebensmonat starke Neurodermitis, bin heute ein anderer Mensch. Wurde jahrzehntelang von der Pharmaindustrie zum Narren gehalten, so wie alle chronisch Kranken. Es geht einzig und allein ums Geschäft, das man möglichst lange an einem Patienten machen möchte. Deshalb wird nichts unversucht gelassen alternative Methoden zu verteufeln. Und die Leute fallen darauf herein. Medikamente kosten ja häufig nur den Eigenanteil. Den Rest zahlt die Krankenkasse, von horrenden Beiträgen - die man aber hier nicht zur Kenntnis nimmt. Unser Gesundheitssystem ist ein sehr ausgeklügeltes System, von dem sehr viele sehr gut davon leben.
Und das darf keinesfalls gestört werden. So nimmt die Pharmalobby auch Einfluss auf die Gesetzgebung. Bei Naturmitteln und Nahrungsergänzungen darf nicht mal behauptet werden, dass sie helfen. Deutschland hat auch eines der schärfsten Gesetze zur Wareneinfuhr von harmlosesten Naturpräparaten - wurde erst im August letzten Jahres verschärft. Alles zum Schutz der Industrie.
An Medikamentenskandale hat man sich gewöhnt, sie sind meist nur noch eine kleine Zeitungsnotiz wert. Gegen Naturmittel, die eine hilfreiche Wirkung zeigen, geht man dagegen mit aller Gewalt vor.

Manche sogenannte Infoabende zum Thema ADHS wirken wirken gesponserte
Werbeveranstaltungen für Ritalin von Novartis. Dabei sind die Nebenwirkungen wie Gefühlsabflachung, Herzprobleme etc.bekannt und selbst amerikanische Kardiologen warnen Eltern.
Eltern werden durch Reizüberflutung ihrer Kinder, eigene existenzielle Unsicherheiten etc. in große Nöte gebracht, sind manchmal zu nachgiebig, Mediengewalt und andere Einflüsse bringen Mobbing und Verrohung in Schulen und Familien.
Statt sozialtherapeutische Maßnahmen anzuwenden, entwicklungspsychologische Grundlaagen zu lehren empfiehltt man Eltern oft für ihre aktiven, anders seienden Kinder nach pathologisierender Diagnose ein Medikamnt, ein Suchtmittel
vergleicht es gar mit der Stütze wie bei einem Gripsverband u.ä,.
Welche Erkenntnisse gibt es zu dem Thema Ritalin und verkappte Werbung in Zeitschriften?

habe uchms. die aerzte versuchen mich seit ca 1 jahr fuer tysabri zu gewinnen. und es gibt nur positives zu berichte.

was verdienen aerzte, wenn sie ein bestimmtes medi empfehlen?

Seit längerer Zeit beobachte ich im kostenlosen Infoblatt unserer Verbandsgemeinde Werbung für rezeptfreie Medikamente. Es werden die Produkte namentlich genannt, jedoch kein Hersteller.
Es werden Ärzte und Profesorn nementlich genannt, die jedoch im Internet nicht auffindbar sind. Es fehlen sowohl der Name eines
Verantwortlichen Redakteurs als auch die gesetzlich vorgeschriebene Kennung als 'Anzeige'
Jüngstes Beispiel: CYDONIA - hilft natürlch bei Rheuma ....ganz erstaunliche Erfolge werden versprochen.
Niemand ist für den Inhalt verantwortlich.

Bei den Fragen nach Ritalin muß man immer die Untertöne auch der Fragen beachten. Vor allem muß man die Hintergründe der Fragenden beachten.

Hier ein Beispiel, das zeigt, daß die vermeintlich so harmlosen Fragen nicht harmlos und vor allem nicht ohne Hintergedanken sind:

http://www.transgallaxys.com/~kanzlerzwo/showtopic.php?threadid=3790

das die finanziell stark unter Druck stehenden print medien zu diesen Mitteln greifen ist sicher ärgerlich. Noch bedenklicher finde ich das sich gebührenfinanzierte Sender wie das ZDF, die gerade bei Sendungen wie "heute journal" ein hohen journalistischen Anspruch an sich stellen zu den gleichen Mittel greifen.
So geschehen bei einem Beitrag zur Einführung eines Osteoporosemittels mittels Infusion - obwohl es einen uralt Wirkstoff beinhaltet wurde es in dem heute journal Beitrag wie in einem Werbefilm angepriesen (mit Nennung des Präparatenamens). Der Beitrag war nach den Bedürfnissen des Herstellers zusammengeschnitten. Hierzu hätte ich auch gerne einen Kommentar der Kontraste Redaktion.
Anbei der link zum Beitrag aus der ZDF Mediathek.

das die finanziell stark unter Druck stehenden print medien zu diesen Mitteln greifen ist sicher ärgerlich. Noch bedenklicher finde ich das sich gebührenfinanzierte Sender wie das ZDF, die gerade bei Sendungen wie "heute journal" ein hohen journalistischen Anspruch an sich stellen zu den gleichen Mittel greifen.
So geschehen bei einem Beitrag zur Einführung eines Osteoporosemittels mittels Infusion - obwohl es einen uralt Wirkstoff beinhaltet wurde es in dem heute journal Beitrag wie in einem Werbefilm angepriesen (mit Nennung des Präparatenamens). Der Beitrag war nach den Bedürfnissen des Herstellers zusammengeschnitten. Hierzu hätte ich auch gerne einen Kommentar der Kontraste Redaktion.
Anbei der link zum Beitrag aus der ZDF Mediathek.

Sehr geehrte Damen und Herren,
Ich werde Ihre Sendung zum Anlaß nehmen, erneut nachzufragen was gegen die unlauteren Werbemaßnahmen des Pharmahandels unternommen wird. Ich hoffe, daß eine Nachfrage aus dem politischen Lager eher zu positiven Reaktionen im Ministerium führt als die 'nerviger' Journalisten.
Ich muß immer wieder feststellen, daß Mitteilungen der Erzeuger ungekennzeichnet als eigene Recherche bei ihren Kollegen erscheinen (Print- und DV-Medien). Ich wünsche, daß ich nicht der einzige Zuschauer war und daß Ihre Verantwortlichen endlich eine besseren Sendeplatz zu lassen.
Mit freundlichen Grüßen
Reinhold Nawratil
SPD Kreistagsabgeordneter

sorry - für mein technisches ungeschick bin heute zum ersten mal hier ;)
der Beitrag im heute journal war am 18.10.2007 und hier der link aus der Mediathek: http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/10/0,3672,7109226,00.html

Wenn Politiker per Dekret eine "Medizin" als wirksam deklarieren, obwohl nachgewiesen ist, daß diese Behauptung falsch ist, kommen wir in das große Reich der Korruption --- in Deutschland sogar auf allerhöchster Minister-Ebene.

Dieser Betrug an Kranken trifft Millionen Menschen, die nicht einmal ahnen, daß ihr Arzt keine Medizin, sondern Bioterrorismus und Sterbebegleitung betreibt.

Gratuliere für den Mut und für die ausgezeichnete Sendung!
Es gibt sie also doch noch, die Meinungs- und Pressefreiheit! Schade, dass sich manche Blätter so einfach kaufen lassen. Sie geben für mehr oder weniger Geld etwas weg, was einen viel größeren Wert hat und wofür viele bitter gekämpft haben und auch ihr Leben riskiert haben: die Freiheit und das Recht, die Wahrheit und die eigene Meinung sagen/schreiben zu dürfen!
Ich beobachte seit längerem das Treiben der Pharmakonzerne, ihre öffentliche und vor allem versteckte Werbung und ihren großen Einfluss überall.
Ich freue mich sehr, dass Jemand den Mut und den Rückgrat hatte, das alles zu sagen. Und ich hoffe, dass es endlich wirkt.

Sorry - aber wenn man sich die "redaktionellen Beiträge" aus der Lebensmittelindustrie angeschaut hat (in denen allerdings nie etwas über die Verwendung von möglicherweise krebserregenden Pestiziden berichtet wurde), die Frau Frohloff noch vor einigen Woche in "N24 Wissen" anmoderiert hat, kann man sich ein gewisses Schmunzeln nicht verkneifen - und man schmunzelt letztenendlich darüber, dass das tatsächlich überhaupt kein Problem ist und seine schönste Ordnung und Richtigkeit hat. There's a game behind the game - und das zu beklagen ist was für arme Tröpfe ...

So oder so freue ich mich als alter Parasozialer in schritthaltendem Opportunismus (den ich hier keineswegs der Person sondern vielmehr dem Betrieb in vollkommenster Gleichmut andichten möchte) über die zügige Rückkehr von Frau Frohloff auf meine Mattscheibe und möchte ihr hiermit - zugegebenermaßen etwas ab vom Thema, dessen sachliche Würdigung ich keineswegs geringschätze - alles Gute wünschen - in jeder Hinsicht!

"Einen Menschen kennt der allein, der ihn liebt ohne jede Hoffnung."

(So oder so ähnlich: Walter Benjamin in "Einbahnstraße")

Das Thema betrifft die verbotene Vermischung zwischen redaktionellem Pressebericht und bezahlter Werbung. Wenn Chefredakteure dies möglich machen, indem sie die "Hand aufhalten", nennt man das Korruptionsjournalismus. Den gibts nicht nur in der Pharmabranche. Auch anderswo werden Produkte "redaktionell" protegiert und Karrieren - sogar in Verwaltung u. Justiz - journalistisch befördert.

Och,das ist noch gar nichts gegen das was in manchen Internet-Foren abgeht...schauen sie mal nach unter www.dm-treff.de(Diabetes-Forum) ! Da wird zum Beispiel unverblümt Werbung für "Byetta" gemacht...Hauptaktivistin ,die Userin "Milka" - Realvorname Monika .Sie arbeitet im DDZ,Düsseldorf...das nur mal als Hinweis !
Da gäbe es noch mehr zu berichten...

Manchen Leuten kann man nur wünschen, nur mal für ein halbes Jahr Multiple Sklerose zu haben!!! Oder so.

Ich habe MS seit 2004 und letztes Jahr aufgrund von Tysabri und anderen Medikamenten die Hölle erlebt. Da ich eine seltenere Form der Schubreaktionen habe, reagiert mein Körper noch empfindlicher als bei anderen Betroffenen. Der Arzt, welcher mich behandelte, hatte mich in keiner Form vorher begutachtet, geschweige auf ein Gespräch eingelassen. Im Nachhinein habe ich erfahren, dass er Boni bekommt, dafür dass er Tysabri anpreist...
Tolle Pharmaindustrie...

Sie kritisieren zurecht die unlauteren Methoden einzelner Pharmaunternehmen. Gott sei Dank geht davon in Deutschland keine gesundheitliche Gefährdung für die Patienten aus, da verschreibungspflichtige Arzneimittel nur eine Zulassung durch das BfArM erhalten, wenn Wirksamkeit und Sicherheit (die im übrigen nach dem Contergan-Skandal durch Industrie und Behörden in Deutschland sehr engmaschig überwacht wird) nachgewiesen sind. Vor Abgabe des Arzneimittels stehen als "unabhängige Kontrollinstanzen" der letztendlich verantwortliche Arzt und der Apotheker, denn nur mit einem ärztlichen Rezept werden über die Apotheke verschreibungspflichtige Arzneimittel abgegeben. Viel gefährlicher erscheinen mir die ständigen Verstöße der Nahrungsergänzungsmittel- und Functional Food-Hersteller gegen das LMBG und die EU health claim Verordnung. Der Import und Vertrieb von Produkten mit unklarer Herkunft und Inhalt muss nur formal angemeldet werden. Über eine Arznei ähnliche Verpackung, PZN und das Kürzel apothekenexklusiv wird hier der Patient zur Eigenmedikation ohne ärztliche Überwachung mit teilweise völlig überteuerten Produkten angehalten. Im Internet finden sich Unmengen fragwürdiger Heilversprechen, die dazu führen können, dass Patienten wertvolle Zeit verlieren, ehe die wirksame Schulmedizin zum Einsatz kommen kann. Bei Google waren/sind sogar die Markennamen bestimmter Arzneimittel, für die in klinischen Studien Wirksamkeit und Sicherheit geprüft wurde und die in der Regel höher konzentriert, besser gereinigt und standardisiert sind, über den Adwords-Service irreführend mit den Anzeigen von Nahrungsergänzungmittelherstellern verlinkt. Es wäre schön, wenn Sie sich demnächst mal dieses Themas annehmen. Eine aktuellen Kommentar hierzu finden Sie z.B. bei der von der Pharmaindustrie "gesponsorten" Ärztezeitung (weswegen die Argumente aber nicht falsch sind), unter folgendem Link: http://www.aerztezeitung.de/extras/druckansicht/?sid=494079&pid=499833

Ich habe vor 1 1/2 Jahren (mit 50) die Diagnose MS bekommen und als erstes hat mich die "MS-Spezialisten-Praxis" auf eine solche Patienteninformationsveranstaltung aufmerksam gemacht. Als Neuling ging ich dort hin und erhoffte mir (neutrale) Infos über die Erkrankung. Und siehe da: der Arzt, bei dem ich in Behandlung war, referierte dort enthusiastisch über Tysabri, hatte mir jedoch ein anderes Medikament von der Konkurrenzfirma "empfohlen". Der vorgestellten Patient (im Rollstuhl), der so begeistert von Tysabri berichtete, wirkte so, als hätte er den Text auswendig gelernt. Die Fragen des Publikuns, die nach seinem Vortag gestellt wurden, beantwortete damals nur der Arzt, nicht der Patient. Ich hatte damals schon den Eindruck, dass es nur um Geld geht und war von der "Informationsveranstaltung" mehr als enttäuscht. Dafür gab es anschließend ein Riesenbuffet für die Gäste, natürlich kostenlos und "nebenbei" wurde das Infomaterial über die Medikamente der veranstaltenden Pharmafirma ausgeteilt. Bei dem Arzt bin ich inzwischen nicht mehr in Behandlung, ich fühlte mich dort nicht in meinem Sinne beraten. Ich hatte zwar eine Basistherapie begonnen, allerdings nach einigen Monaten abgebrochen, da die Nebenwirkungen so heftig waren und meine Leberwerte in beängstigende Höhe stiegen. Meine Lebensqualität war dadurch mehr eingeschränkt als durch die Krankheit an sich. Und ich hätte bereits drei weitere Medikamente einehmen müssen, um die Nebenwirkungen zu bekämpfen. Das wollte ich mir nicht antun.

Als ich dem Arzt meine Entscheidung mitteilte, hatte er kein Verständnis dafür und sagte nur: wir werden uns bald wieder sehen, der nächste Schub wird ein Hammer sein. Bis heute hatte ich Gott sei Dank keinen weiteren Schub mehr und ich hoffe, dass dies noch lange so bleibt.

Liebe Kontraste-Kollegen,
neu ist das wahrhaftig nicht. So arbeiten die Medien seit rund 40 Jahren und zwar alle: Die Fachpresse, die Publikumspresse, die elektronischen Medien, ja und gelegentlich haben es sogar die öffentlich-rechtlichen Rundfunksender versucht. Meist ist es hier jedoch beim Versuch geblieben und war schnell erfolglos.

Wundert mich, dass dieser Skandal 2008 von Ihnen aufgegriffen wird, zieht er sich doch (Berufsethik hin oder her) wie ein roter Faden durch die gesamte Medienlandschaft. Wie es funktioniert, berichtete 1984 bereits das Fachmagazin "journalist" in seiner Titelgeschichte "Lieber Porno als Storno". Dort ist nachzulesen, mit welchen "Marketing"-Tricks sich die milliardenschwere Pharmaindustrie die Verordner (sprich Ärzte) gefügig macht und sie manipuliert. Nicht umsonst gibt es die zahlreichen Presse-, Medien- und Journalistenagenturen, die sich mit ihrer Arbeit erfolgreich brüsten (wie Sie ja im Film gezeigt haben) und höchst erfolgreich Meinung manipulieren. Und die Verlage spielen da nur allzugern mit, kassieren sie doch als Anzeigenersatz satte "Druckkostenzuschüsse", die Sie in Ihrem Film ja ebenfalls genannt haben. Das funktionierte und funktioniert übrigens genauso effizient in der sogenannten Pharma- oder Medizin-Fachpresse. Nicht wenige Blätter dieser speziellen deutschen Branche hatten und haben ihre gesamte Existenz über diese Manipulationen gesichert.

Also: Nichts Neues aber doch gut, dass einmal mehr darauf hingewiesen wird. Den eigenen Berufsstand kritisch zu durchleuchten, wie Sie es in der Anmoderation angedeutet haben, ist dringend nötig. Sponsoring und Produkt-Placement ist ja schließlich auch in Ihren eigenen Häusern immer wieder ein Thema, das Lesern und Zuschauern angewidert den Atem stocken lassen müsste. Machen Sie weiter mit der selbstkritischen Berichterstattung und lassen Sie sich selbst nicht aus!

Man muß sich in diesem Zusammenhang vor Augen halten,
dass es insgesamt um einen 40 Milliarden EUR- Markt geht!
Neuerdings dringt man sogar in Selbsthilfegruppen vor.
Das nennt sich dann 'Below the Line Marketig'.
Es gibt einen bekannten Pharmakritiker (Prof. Schönhöfer),
der durfte unabgestraft (!) die Machenschaften der Pharmaindustrie (es ging dabei um ein Rheumapräparat)
als denen einer kriminellen Vereinigung äquivalent titulieren.
Wer etwas von der Materie versteht - und es pfeifen ja die Spatzen von den Dächern- weiß, dass ein Großteil der Pharmastudien manipuliert ist. Doch diese Tatsache intressiert
anscheinend kein Aas ; denn mit dem kritischen Wissenschaftsjournalismus sieht es bei uns mehr als bescheiden aus!!

Evers-Klinikum

In der Sendung wurde der Wunsch nach hilfreichen Tips zur Krankheit ausgesprochen. Unter unseren Verwandten gibt es einige MS-Patienten. Sie haben sehr gute Hilfe über das Evers-Klinikum in Sundern erhalten. Die Krankhheit ist bis hin zum Stillstand gekommen. Dabei hatten die Patienten den meisten Erfolg, die den Anweisungen der Ärzte am besten gefolgt sind. Das betrifft insbesondere die Diät!

Evers-Klinikum
Sundern

Tel. 02935/8070(000)

Sollten diese Aktivitäten im Sinne der Volksgesundheit nicht auch einmal hinterfragt werden (dürfen)?

http://www.dkcommunications.de/frameset.php3?entrypage=kunden bzw. http://www.jodmangel.de/intern/

http://www.ak-folsaeure.de/impressum.php

Es ist durchaus interessant, welches bzw. wessen "Material" die Gesundheitsredaktionen verwenden...

Pharmawerbung kann die vielfältigsten und subtilsten legalen und illegalen Formen annehmen:

Ein (mögliches) Beispiel wird in einschlägigen Patienten-Foren von Multiple-Sklerose-Erkrankten kontrovers diskutiert:

Eine MS-Patientin schreibt einen MS-Patientenratgeber und lässt sich dabei offenkundig von einer Pharmafirma (Merck/Serono), die u.a. ein MS-Medikament auf dem Markt hat, unter die Arme greifen, ohne dies explizit auszuweisen. Die inhaltlichen Aussagen des MS-Ratgebers sind dabei ganz auf der Pharmalinie zu verorten. Zufall?

Das Buch liegt in zwei Versionen als E-Book vor und soll im August im TRIAS-Verlag erscheinen:

Doris Friedrich: Multiple Sklerose. Das Leben meistern. Eine Patientin gibt Rat und Informationen

Als Einstieg in die Diskussion mag ein Blick in die Foren von DMSG und AMSEL genügen; z. B. unter:
http://www.amsel.de/foren/index.php?kategorie=msforen&kategorie2=forum&tnr=1&mnr=23709&beitragnr=23709&aktpos_nav=0&thread_aktpos_nav=0&thread_showtheme=&archiv_flag=2

Das Thema "Pharmawerbung" war auch dem SPIEGEL (17/2008) kürzlich erst ein Artikel wert: "Kranke Geschäfte".

Auch hierzu gibt es im DMSG-Forum Interessantes zu lesen:

Die Selbsthilfeorganisation soll kritische Forumsteilnehmer mittlerweile mit rechtlichen Schritten einzuschüchtern versuchen.

Siehe: http://www.dmsg.de/foren/index.php?kategorie=msforen&kategorie2=forum&tnr=8&mnr=48372&beitragnr=48372&thread_aktpos_nav=0&thread_showtheme=&archiv_flag=2

Hallo,
also ich habe gestern gezappt und bin hängen geblieben. Ich bekomme seit über einen Jahr TYSABRI! Wenn ich zurückblicke, würde ich selbst gerne Werbung für dieses Medikament machen!
Es hilft mir großartig. Ich bin einfach nur dankbar es zu bekommen! Es hat mir soviel Lebenqualität wieder gegeben.Viele Funktionen aus dem ZNS waren wieder da. Nicht alle aber damit muss man leben. Mir geht es so gut wie noch nie seit Beginn der MS! Ich denke aber, letztendlich ist es eine persönliche Entscheidung, welches Medikament oder ob überhapt eins nimmt. Als Asp. sollte der behandelde Arzt -des Vertrauns- da sein und man selbst sollte mit der Familie entscheiden. Ach und Frage: Kann mir jmd. ein Medikamet nennen, welches keinerlei Nebenweirkungen hat? Schon mal den Bepackzettel der Pille gelesen? Ich wollte nur sagen, dass ich es nicht schlimm finde. Wenn es erwiesener Maßen hilft! Natürlich ist es gegen das Gesetzt. Aber seit der Wiederzulassung von Natalizumab (Tysabri) vor knapp 2 Jahren ist doch nichts 'Lebensbedrohliches' mehr passiert. Man weiß jetzt ja wo der Fehler lag (Kombi Interferon+Natalizumab). Der Patient sollte einfach der Spezialist über seine Erkrankung sein, dann kann er sich auch seine eigene Werbung bilden!

Habe vor 8 Jahren etwas am Herzen gehabt. Wurde danach mit Statinen behandelt . 5 Jahre hatte ich Leberwerte eines starken Trinkers . Nachdem ich , nur ich , die Statine abgesetzt habe , waren meine Leberwerte sehr gut . Diese Cholesterinsaga ist ja eien Geldruckangelegenheit für die Pharmaindustrie . Nachdem ich mir ein Buch , im Fernsehen verschiedene Sendungen beim WDR3 und bei Wikepedia diesen Mythos erklärt habe , glaube ich ein sehr gute Entscheidung für meine Gesundheit getan zuhaben . Statine senken den Cholesterinwert , damit wird geworben , aber was für einen echten Nutzen habe ich als Patient , minimal, und die Nebenwirkungen.

Habe über eine (pharmafinanzierte) Webseite von dieser Diskussion erfahren und bin hier gelandet.
Im Großen und Ganzen stimmt es doch: Es geht letzlich nur um Gewinn. Wir leben nun mal im Kapitalismus!
Ich bin (durch Arztempfehlung) bei Avonex gelandet und habe trotz aller Diskusssionen über das Für und Wider die Hoffnung, dass es etwas bringt. Letztendlich kann mir niemand sagen, was denn tatsächlich das Beste für mich ist. Ich muss mich also an Aussagen/Empfehlungen von Menschen halten, die (zumindest jetzt) mein Vertrauen haben. Bei meinem Arzt ist dies nach anfänglich großer Skepsis meinerseits der Fall: Ich denke schon, dass er das für mich Richtige getan hat, denn ich fühlte mich nie gedrängt oder gar finanziell ausgenutzt (das merkt man als privat Versicherter nämlich schnell, wenns dem Arzt bloß um den Verdienst geht)
Meine Hoffnung als selbst Betroffener (MS) ist dabei aber, dass wenigstens ein Teil der Gewinne in Forschung fließt und so neue, bessere Wege, vielleicht sogar Heilung möglich wird.
Das ist das Einzige, woran ich mich noch festhalten kann!

ich möchte mal dazu sagen...wie gut oder schlecht werbung auch sein mag...ich bekomme seit 18 monaten tysabri.....seit dem kein einziger schub...vorher hatte ich 4 im jahr....ich bin froh das ich über die medien davon gehört habe...die anderen medis haben mir nicht geholfen nur nebenwirkungen....es gibt immer 2 seiten ....

Noch etwas zum Thema Werbung im Internet:

Auch da dürfen die Hersteller in Deutschland ja nicht offiziell für ihre Produkte werben. Was machen sie also ? Sie tarnen diese Seiten als verkaptte Informationsseiten. Beispiel: www.depression.de . Schnell merkt man, dass diese Seite den Antidepressiva sehr positiv gegenübersteht und selbst Fakten nennt, die schon lange nicht mehr haltbar sind. Durch ein bisschen Recherce sieht man schnell, dass diese Seite von Organon (Hersteller von einem Antidepressivum) "gesponsort" wird. Was man bei der angegeben Hotline erwarten kann, kann sich jeder denken.

Die wirkliche Ironie aber ist:
- Gehen sie mit wirklich kritischen und unabhängigen Informationen zu einem Arzt (hier als Beispiel mal Infos von www.adfd.org) und berichten davon einem Arzt, so erhalten sie oft die Antwort: "Man darf nicht alles glauben, was im Internet steht"!
- Gehen sie jedoch mit der Propaganda der Hersteller zu einem Arzt, so wird der in vielen Fällen mit ihnen übereinstimmen.

Da kann man nur sagen: Dran bleiben, Kontraste. Auch wenn ich wenig Hoffnung habe, dass dieser Sumpf jemals trocken gelegt wird. Die Pharmalobby ist einfach zu stark.

Hallo,
Ich bin selbst seit 20 Jahren MS-Betroffene, mit einem durch die 1. Gesundheitsreform betroffenen Verlauf.
Es ist sehr wichtig, daß man diese Diagnose akzeptiert, was es sehr schwer ist!
Ich wurde mit Imunglobulinen über 3 Jahre erfolgreich behandelt. Das sind natürliche Antikörper aus menschlichem Blut.
2003 kam heraus, IVIG sind für die MS nicht verschreibungsfähig. Daraufhin weigerte sich meine Krankenkasse die weitere Finanzierung zu übernehmen und drohte meinem behandelnden Neuro mit Praxisprüfung. Mein Zustand verschlechterte sich zusehens. mit EDSS wurde immer höher. Also entschloß ich mich zur Klage gegen die Krankenkasse zu erheben. Mit mir klagte ein Berliner Anwalt für seinen Sohn, der in 1. Instanz vor dem Bundessozialgericht gewann. Ich war inzwischen beim bayerischen Oberlandesgericht angelangt, und hier erfuhr ich, das in Karlsruhe dieser gewonnene Prozeß in Berufung verloren ging? Alle Hoffnungen der mir bekannten Neurologen war damit zunichte.

Ich frage mich, dürfen Politiker, Krankenkassen und Richter über mein Leben, das ICH SELBER MEISTERE, entscheiden und mich aus einer erfolgreichen MS-Behandlung wegen einer fehlenden und nicht beantragten Therapie zwingen?
Hierzu könnte ich Ihnen viel erzählen, über von mir selbst erlebten Nebenwirkungen mit einem "gelobten" Mittel.

Auch unsere Kanzlerin und Frau Schmidt bekamen von mir entsprechende Briefe, den ich selbst leite mit 2 weiteren MS-Betroffenen die MS-Gruppe Miesbach der DMSG Bayern. Aber mehr als die Auskünfte, daß ein weiterer Ausschuß -der wieder Steuergelder kostet- und auf dessen Entscheidungen ich seit einem Jahr warte......

Auf alle Fälle werde ich seit einem Jahr in der Marianne-Strauß-Klinik erfolgreich mit Natalizumap behandelt.
Hier muß ich sagen, die Verordnung kommt nur zustande, wenn man verschiedene Kriterien bzw. einen schubförmigen Krankheitsverlauf hat, der sehr viele aktive Herde aufweist, eine Gehstrecke vorgewiesen werden kann, man andere Mittel nicht verträgt.
Diese Entscheidungen sollte man in einer Akutklinik und auf Beratung mit den behandelden Ärzten machen, und nicht weil es in einem Artikel, in der Klatschpresse steht.

Mein Rat, seit mißtrauisch und macht nicht alles mit.
Rosmarie

Noch was zum Thema Pharmawerbung im Internet:

Einfach mal die entsprechenden Krankheitsbilder oder Medikamente in Google eingeben und schauen, welche Anzeigen geschaltet sind.

Beispiel:
Suche "Multiple Sklerose"
Anzeige (u.a.): www.ms-life.de (sponsored by Biogen Idec: Hersteller/Vertreiber der MS-Medikamente Avonex und Tysabri)

Danke für Ihren Beitrag.
In der MS-Community dürfte er mit Blick auf die einschlägigen Internet-Foren ziemlich eingeschlagen und manchem die Augen geöffnet haben.
Wenn Sie weiteres Material benötigen: recherchieren Sie doch mal in den entsprechenden Patienten-Foren: DMSG usw.

Bitte dran bleiben. Danke

Welch ein Beitrag! Die gut situierten Öffentlich-Rechtlichen regen sich über "korrupte" bzw. "unseriöse" Redaktionen auf. Tja, wäre ich öffentlich-rechtlich oder hätte einen echten Gutmenschen als Mäzen im Hintergrund, könnte ich mich auch auf die heeren Grundsätze der Zunft berufen und nur noch investigativ recherchierte Hintergrundbeiträge machen...

Doch wenn der Leser alles möglichst billig, am besten noch umsonst haben will, muss er eben damit leben, dass in den Medien das Lied dessen gesungen wird, der das Geld auf den Tisch des Hauses legt.

Ein Text auf den gängigen Presseportalen ist mit Bebilderung eben komplett kostenlos, d. h. es entstehen keine Mitarbeiterkosten und auch der Anzeigenkunde ist glücklich. Und wenn eine Firma kommt, die entsprechend zahlt, kommt es eben ins Blatt. Auch Journalisten haben Mäuler zu stopfen.

Wer nur bereit ist, 90 Cent für eine Zeitung zu bezahlen oder sie kostenlos abgreift ist selbst schuld. Wer letztendlich nicht bereit ist, beim Heimatfest den lächerlichen Preis von 10 € für ein professionelles Foto zu bezahlen oder wer meint, ein Anzeigenlayout kostenlos zu bekommen, muss eben mit Schleichwerbung rechnen.

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