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KontrasteBlog

Ausgrenzung - Keine freie Schulwahl für behinderte Kinder

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Behinderte Kinder (C) rbb 2008Eine Schule in Baden-Württemberg darf keine Behinderten mehr aufnehmen. Die Landesregierung hat den Unterricht, in dem Behinderte integriert werden,  für die  Schulanfänger verboten. Das Schulprojekt war bislang geduldet worden. Müssen die Kinder jetzt in eine Sonderschule? Das würde gegen Völkerrecht verstoßen, denn in der UN-Konvention für die Rechte Behinderter ist ein freier Schulzugang festgelegt.

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Kommentare (338)

Ich explodiere vor Wut über diese tollen Politker. Gerade CDU können sich solche Fehler !!!!!!!!! eigentlich nicht erlauben

grrrrrrrrrrrrr

meine Unterstützung habt ihr

Da zeigt sich mal wieder, das die Ignoranz in diesem Land sehr tief verankert ist.

Mir wird schlecht, wenn ich den Typen von der CDU höre. Solche Arroganz menschenverachtend.

Unmöglich, dieser Minister. Ich bin in Hannover auf eine Waldorfschule gegangen. Das ist 20 Jahre her und wir hatten damals schon behinderte Mitschüler. Über alle Klassen hinweg. Sie waren unsere Freunde. Wir haben mit ihnen gespielt und sie sind viel weiter gekommen als in einem Behinderten-Gulack, wie es sich scheinbar manche Politiker vorstellen. Heute kann ich mit behinderten Menschen normal umgehen und bin sehr glücklich, dass meine Tochter das von mir aufgeschnappt hat und auch tut.

Eltern: Wehrt euch!!!!

Nicht nur die Politik will keine Menschen mit Behinderungen. Auch die Eltern der vermeintlich nichtbehinderten wollen keinen kinder ,mit Behinderung

Es kann doch nicht sein, dass mann den Eltern nicht die freie Wahl läßt, wo sie Ihre Kinder einschulen wollen. Wieso mischt sich der Staat eigentlich immer soviel in den Alltag von uns allen ein. Der Staat sollte sich auf seine wesentlichen Aufgaben konzetrieren und nicht uns bevormunden.
Jan Kreßner, Berlin

Wer hat eigentlich diesen arroganten Bastard von Wacker gewählt?

Wir kommen aus Deutschland, leben aber in Österreich, wo unser geistig schwer behinderter Sohn Lorenz geboren ist. Hier in der Steiermark gehen fast 90 Prozent aller behinderten Kinder, auch solche, die nur ganz basale Funktionen haben, in ganz normale Schulen!. Unser Sohn ist jetzt 14, kann etwa 20 Wörter sprechen und muss Windeln tragen. Er geht seit dem 1. Schuljahr in eine ganz normale Schule. Es hat immer hervorragend geklappt! Alle Beteiligten, Lehrer, Mitschüler und deren Eltern, haben mitgespielt. Wenn ich diesen Kultusminister von BaWü sehe, denke ich mir: Dieses Land ist Jahrzehnte zurück!

Sowas kann irgendwo nicht war sein!!! Aber da sieht man mal wieder wie der STAAT sich für DEUTSCHE STAATSBÜRGER einsetzt.
Ob sie nun behindert oder "normal" sind, dass Spielt doch keine Rolle!!!

Man man man da fällt ein nichts mehr ein!

Hatten wir das nicht schonmal so ähnlich in Deutschland? Hoffentlich geht es nicht so weiter wie damals.

soviel zu Antidiskriminierungsgesetz!

Ich bin der Ansicht, dass es sinnvoll sein kann, sowohl für die gesunden als auch für die behinderten Kinder von einer zu lernen. Allerdings ist für die behinderten Kinder ein speziell für sie, ihre Behinderung ausgerichter geförderter Unterricht effektiver. Man kann auch in anderer Form integrieren, beispielsweise mit gemeinsamen Projekten, Ausflügen, Patenschaften etc., die zeitlich begrenzt sind.

muss nicht sein

Naja, ein Minister war der Mann ja nicht. Aber schön in die enge gedrängt habt ihr ihn trotzdem.

ich bin unglaublich wütend und frstiert über die Ignoranz der Politiker

wählt Sie ab; alle! Wer solch beschränkte Bildungspolitik betreibt hat in der politschen Verantwortung nichts verloren.

Ich finde es immer wieder interessant, wie eine Partei, die sich als christlich-demokratisch bezeichnet, immer noch eine Selektion der Behinderten betreibt.Dieses Thema muss noch viel intensiver in der Öffentlichkeit diskutiert werden, weil die meisten Wä
hler gar nicht merken, was für eine Partei die CDU eigentlich ist.

Beeindruckend bedrückende Darstellung eines äusserst peinlichen Zustand in diesem Land.

Aber wir sollten uns beruhigen: im nächsten Schritt wird deutlich werden, dass es nur eine finanzielles Problem sein wird.

Seit 1985 gibt es in Borken, NRW die Integrative Montessori-Grundschule und seit 1989 die Weiterführung in der Integrativen Motnessori-Grundschule. Hier lernen behinderte und nicht behinderte Kinder gemeinsam.
In NRW haben alle Eltern einen Anspruch auf gemeinsamen Unterricht in der Grundschule und es gibt verschiedene Schulen die auch ind er Sekundarstufe I Integration anbieten

Die Eltern, die sich bewußt für ein behindertes Kind entschieden haben, müssen auch für die Mehrkosten der Schule aufkommen.

hallo kontraste-team
ich finde das dumm das die behindertetn kinder nicht in eine normle schule gehen können.
ich gehe in ein gymnasium und gleih neben an ist eine förderschule,das gymnasuim und die förderschule machen immer verschiedene projekte zusammen.das finde ich sehr gut,nur es ist unfair den behiderten gegenüber das sie einfach net in eine normale schule gehen können.Traurig

Diese naive Sozialromantik, die Ihre Sendung verbreitet, erstaunt mich immer wieder.

"Behinderte nicht diskrimieren" - schön und gut. Behinderte an allgemeinbildende Schulen lassen? Nein!

Behinderte brauchen eine individuelle Betreuung, Nichtbehinderte müssen gezielt gefördert und GEFORDERT werden. Das geht nicht mit Waldorf-Kuschel-Pädagogik, und das geht auch nicht, wenn der Unterricht ständig durch irgendwelche Klötze am Bein (Behinderte oder leistungsschwache Schüler) ausgebremst wird.

Die einzige Lösung KANN nur ein dreigliedriges Schulsystem sein!

Offenkundig sind nicht die "Behinderten" geistig behindert.
Es sind die Kultus-Politiker und -Beamten, die man nicht auf die Kinder loslassen darf.
Diese Leute sind einfach gefährlich, weil asozial.

Im TV-Beitrag hieß es, dass auch in NRW behinderte Kinder zwangsweise aus dem normalen Schulsystem ausgegliedert werden.

Das heißt also, da mein Down-Enkelkind jetzt drei Jahre alt ist und in NRW wohnt, dass sich seine Eltern jetzt schon einmal an die UNO wenden müssen, damit sich in den kommenden drei Jahren bis zu seiner Einschulung etwas bewegt.

Ich habe gerade Ihren Beitrag gesehen. Ihre Betrichterstattung finde ich sehr einseitig. Zum einen haben sie als einziges und 'allgemeingültiges' Beispiel die Walldorfschule gezeigt. Kleinere Klassen und noch dazu Unterstützung durch Pädagogen und/oder Therapeuten haben nichts mit dem überwiegenden Schulmodell zu tun! Noch dazu bin ich der Meinung, dass Kindern mit besonderen Bedürfnissen auch besondere Zuwendung zukommen sollte! Wenn ich an meine Schulzeit -die erst in diesem Jahr endete- zurückdenke, scheint dies unvorstellbar. Den Fakt, dass zunächst das Schulsystem GRUNDLEGEND reformiert werden müsste, haben Sie leider nur angeschnitten.
Ich habe absolutes Verständnis für die Wut der Eltern. Dennoch hätte ich mit objektivere Berichterstattung gewünscht.

Hallo liebe Kontraste Redaktion,

garade habe ich den Beitrag über die Ausgrenzung und damit auch die Diskriminierung von behinderten Kindern und Menschen.
Ich finde es ungeheuerlich, dass unsere Politiker damit durchkommen so weiter zu machen.

Ich bin sicher, dass die Mehrheit der deutschen Befölkerung hier eine Änderung begrüssen würde.

Was kann man denn hier als einzelner machtloser Bürger tun um hier auf die Politiker und Machthaber Druck auszuüben?

VG

Lukas

Es ist unglaublich, dass die Menschenrechte mitten in Europa
verletzt werden. Lasst alle an alle Schulen!!!

Henning (Mitglied der Linken im Bergischen Land>NRW)

Ich kann Darkdevil nur beipflichten.
In einem Land wie Deutschland darf so etwas nicht passieren.
Sind wir es doch die in jedem anderen Land darauf achten, dass die Menschenrechte eingehalten werden!!!!!!!
Ist ja auch richtig aber dann dürfen wir bei UNSEREN KINDERN nicht damit aufhören!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Nach Ihrem erschütternden Bericht werde ich morgen eine Anzeige bei der UNO einreichen. Es ist ein Skandal wie die BRD das eigene Grundgesetz laufend bricht durch Ausnahmeregelungen und sich jetzt auch noch gegen Völkerrecht stellt. Ich habe gerade eine Anzeige in Arbeit wegen der Zwangshaftregelung trotz Feststellung der Zahlungsunfähigkeit in der BRD und werde dieses Thema anfügen.

wenn ich das so höre, erinnere ich mich zum einen an meine Zeit in der Landes Schülervertretung hier in NRW. Man tra seinerzeit auf nichts anderes als verbeamtete Betonköpfe. Es hat sich im Allgemeinen NICHTS geändert. Wenn ich DAS hier höre, komme ich zu der Überzeugung dass es sich in den betreffenden Bundesländern um REAKTIONÄRE handelt. Ich vermeide das Wort N.... aber so leicht braun ist es schon. Hoffentlich mischt die UN diese Knalltüten mächtig auf ! Ich befürchte allerdings, dass die soeben gezeigten Kinder bis zu einer Entscheidung volljährig sind ......

NRW rulez!

Mir als Atheist fällt auf, dass insbesondere CDU-regierte Bundesländer lieber unchristlich ausgrenzen, als völkerrechtlichen Vorgaben zu folgen, die erstens human und zweitens auch edukatorisch vorteilhaft sind. In Nachkriegsdeutschland hat sich eine Mentalität entwickelt, die unangenehmes lieber aus dem öffentlichen Leben ausgrenzt als es zu integrieren. Behinderte sind da ebenso zu nennen wie Alte und Kranke. Ist dies nur Unbeholfenheit oder Vorsatz? Jetzt, da offen über die Verbrechen des Naziregimes gesprochen wird und auch Themen wie RAF-Terror und SED-Verbrechen thematisiert werden, sollten wir uns umso mehr Tabus des Alltags widmen und sie offen benennen. Danke Kontraste

Als langjähriges Vorstandsmitglied der Landeselterngemeinschaft Gemeinsam Leben - Gemeinsam Lernen. Eltern gegen Aussonderung Sachsen e.V. kann ich ergänzen, dass auch in Sachsen die Situation vergleichbar mit der von Baden-Württemberg ist. Hier ist zwar durch eine Verordnung geregelt, dass Kinder mit geistiger Behinderung die integrative Grundschule besuchen können, doch weil die Integration nach der 4. Klasse nicht weitergeführt werden darf, gibt es auch für den Grundschulbereich sehr großen Widerstand der Schulbehörden. Einige Schulen in Freier Trägerschaft haben sich die Integration von geistig Behinderten "ertrotzt". Viele Eltern sind verzweifelt und gehen "ins Exil" in andere Bundesländer! Jetzt, wo Sachsen auch noch ein gutes PISA-Ergebnis bescheinigt wird, wird sich erst recht nichts ändern!!

Es ist ja interessant, dass Deutschland die Konvention samt Zusatzprotokoll zwar unterzeichnet, aber bis heute noch nicht endgültig ratifiziert hat.

Quellen: http://www.un.org/disabilities/countries.asp?navid=12&pid=166#G
http://www.un.org/disabilities/default.asp?id=257

Hab gerade per Zufall die Sendung geschaut...Das kann ja echt nicht wahr sein. Da muss doch umgehend was geändert werden. Die Eltern haben doch vollkommen Recht.

... ansich war ich bislang ziemlich stolz auf unser "Spätzle-Bundesland"....

... als ich den Beitrag von Ihnen sah überkam mich Scham und Trauer...

... und der Wunsch, dass sich dieser Zustand ändert!

Ich hoffe unseren politisch Verantwortlichen geht es ganauso!!

sparen wir uns die sonderschulen und schon sind die fachpaedagogen an den allgemeinbildenden schulen vorhanden und finanzierbar.

Ich wünsche es mir sehr für meine beiden nicht behinderten Söhne, dass sie mit wie auch immer behinderten Kindern zusammen aufwachsen und natürlich mit miteinander umgehen können. sie sollen christliches Miteinander erleben können, indem sie erfahren, dass kein Leben mehr oder weniger wert ist als ein anderes und Menschen nicht an wirtschaftlichem Erfolg bewertet werden können.

wie sollen da unsere kinder noch vernünftig lernen können,wenn schon jetzt die halbe klasse gebrochen deutsch spricht und die andere hälfte unkontrollierte laute von sich geben.
mein vorschlag:behinderte schüler in sogenannte eliteschulen aufnehmen,damit unseren nächsten führungskräfte erfahrungen
sammeln können.

Die Probleme in BW sind weitreichender, es werden hier Kinder gezielt in Sonderschulen abgeschoben die kein Handikap haben sondern nur eine Erkrankung. Dies ist System und die Arroganz des Kultusministeriums in BW ist in der Frage von Kindern die nicht in die DIN Norm des Herrn Rau passen. Diese Situation machen sehr viel Kinder durch. Wer bietet hier einhalt?

Meine Forderung: Keine Aussortierung von Menschen. Dies wurde vor über 60 Jahren schon einmal durchgeführt.

Die Idee der Integration ist natürlich nachvollziehbar, aber sie funktioniert nicht in der Realität. Ich habe eine Reihe solcher Fälle aus nächster Nähe miterlebt. Alle sind gescheitert. Die Kinder mit Behinderung blieben Fremdkörper in den Klassen, da diese eine Reihe von Aktivitäten nicht durchführen konnten, die üblicherweise in einer Klasse stattfinden: Radtouren, Klettergarten, Wanderungen usw. In allen Fällen atmeten die Klassen auf, wenn die bedauernswerten Kinder wieder an andere Schulen wechselten, oft unter deutlichem Druck von Eltern der gesunden Kinder.
Die Kollegien wurden ebenfalls überfordert, da die betroffenen Kollegen entlastet wurden und der Rest des Kollegiums die Entlastung zu kompensieren hatte.
Gleichzeitig kämpften in der näheren und weiteren Umgebung die Förderschulen als qualifizierte Bildungsstätten um ihre Klientel und damit auch um ihre Planstellen.
Gemeinsamer Unterricht ist mehr als dreimal so teuer wie der wesentlich effizientere Unterricht in Förderschulen. Er verhindert Förderung von Kindern mit Behinderung, und gleichzeitig bremst er die gesunden, leistungsfähigen und leistungswilligen Kinder ohne Behinderung geistig, sozial und physisch aus.

ich finde die idee gut aber denken sie an die kinder was sie durch machen müssen

Hallo Kontraste-Team,
ich habe gerade den Beitrag zur Ausgrenzung behinderter Kinder in Regelschulen gesehen.

Es ist ziemlich unerhört, dass Kultusministerien einer Integration von behinderten Kindern ablehnend gegenüberstehen. Aber meiner Meinung nach sehen die Bundesländer, insbesodere Bayern und Baden-Württemberg, ihre Achtungserfolge in der Pisa-Studie gefährdet. Was zählen da schon noch Charaktereigenschaften, wie z.B. ein soziales Miteinander und Hilfsbereitschaft. Letztendlich wird Kindern mit einem Handicap keine Chance gegeben, ihren Platz außerhalb von Sonderschulen zu finden.

Aber dafür sind ja die beiden südlichen Bundesländer in der Bildung führend und wollen möglichst viele Eliten herausbilden, ohne Rücksicht auf Verluste.

Ich würde mir von Mitarbeitern in Ministerien mehr Menschlichkeit und vor allem ein größeres Maß an gesundem Menschenverstand wünschen.

die Politiker haben wohl noch nicht bemerkt, dass dies die Zukunft ist. Ich arbeite selbst als Gruppenleiter in einer Werkstatt für behinderte Menschen und unser Ziel soll eigentlich sein, die Menschen mit Behinderung in normale Arbeitsplätze zu integrieren. Deswegen gibt es ja auch integrative Werkstätten, wo Behinderte und nicht Behinderte zusammenarbeiten. Wäre eigentlich nur logisch, mit der Integration schon in der Schule anzufgangen!

mfg

R.Klöeber

Wir wohnen in Düsseldorf und ich würde gerne meine Tochter auf eine Grundschule mit Integration von Behinderten schicken. Meine Tante hatte Down-Syndrom und auch ein Kind auf unserer Straße, die mittlerweile in eine "Sonderschule" geht und ich merke jetzt schon wie sie den Kontakt zu unseren "normalen" Kinder verliert und das finde ich schade und auch traurig. Auch das meine Tochter nicht die Chance bekommt normal auch mit behinderten Kindern umgehen zu können.
Was kann man tun?

Schwarz-weiß und anders geht es nicht? Es gibt auch viele Eltern und Jugendliche mit Behinderung, die wollen gar nicht an die "Regelschule". Die wollen die Sonderschule. Warum will man das nicht auch einmal wahrnehmen? Der Bericht in "Kontraste" war schlicht, platt, plakativ und ging nicht in die Tiefe. Aber so lassen sich fein Emotionen abfischen. Auch wenn man suggeriert, dass die UN für die Abschaffung der Sonderschulen ist - so stimmt es nicht. Und wenn auch unterstellt wird, dass die genannten Bundesländer allein auf der Welt sind: Sonderschulen gibt es sogar in einem der "Mutterländer" der Integration und Inklusion - in Dänemark. Dort allerdings stellt sie niemand in Zweifel. Etwas differenzierter hätte der Bericht gerne sein können.

Wenn Völkerrecht Landesrecht ersetzt, dann gibt es gar nichts zu debattieren, auf zum BGH.

Denn nur wenn dort etwas beschlossen und bestätigt wird, wird sich auch die Politik langfristig darum kümmern. Leider!

Auch wenn Ich kein behindertes Kind habe so würde ich meine Kinder immer in eine Klasse schicken in der auch behinderte Kinder sind. Dies kann nur gut sein für unser Land und seine Menschen , denn es ist die natürlichste Art Toleranz zu lernen.

MfG R.Lehmeier

Niemand darf wegen einer Behinderung benachteiligt werden, so stehts im Art. 3 des Grundgesetzes. Wer das nicht befolgt, hat auch keine Skrupel, bei der nächsten Gelegenheit das Grundgesetz gänzlich außer acht zu lassen. Als ich dieses arrogante Politikergesicht, glattrasiert wie die Finanzhassadeure sah, kriegte ich eine Riesenwut. Eltern zieht vor dass Bundesverfassungsgericht oder die UN und verpasst denen bei der nächsten Wahl eine Klatsche!

schon hart, wie man mit behinderten umgeht. Ich für meinen Teil bin dafür, das es gemischte Klassen und Gruppen ob in der Schule oder Kindergarten gibt.

Die, die oben sitzen und der Meinung sind das Beste zu wollen, doch manchmal Meilen dran vorbei schießen, typisch Deutschland.

Da wo es Sinn macht alle Menschen miteinander zu schulen - ja.

Aber mal ernsthaft, niemand würde jetzt fordern, dass Menschen, seien sie normal aber nicht in der Lage oder gehandicapt, Mathematik an einer an Uni zwangsweise studieren zu lassen.

Was die UN angeht - vielleicht ist es mindestens genauso wichtig, die Schulpflicht überhaupt durchzusetzen.

P.S. die kleine Mathe Frage unten diskriminiert bereits Menschen mit Handicaps. Nur so am Rande.

Die Politker könne nur Mist bau

Sehr schade, dass einige Länder da nicht mitmachen wollen. - und Bayern ist natürlich auch wieder dabei (ich komme aus Bayern) - ganz klar.

Es wird soviel von sozialer Kompetenz gesprochen, und wer vermittelt sie?

· Eltern, die oft dem harten Lebenskampf nicht mehr gewachsen sind? (Arbeitslosigkeit, ALG II usw....
· Lehrer, die häufig überfordert sind?
· oder wer?

Meiner Meinung nach erwerben die Kinder eine ganze Menge soziale Kompetenz, wenn sie von klein auf es als normal betrachten, dass es gesunde und nicht so gesunde Menschen gibt.

Das Helfen bei den verschiedenen Tätigkeiten des Alltags ist eine gute Schule für das Leben. Aufeinander Rücksicht nehmen, einander helfen, das sind Tugenden, die nicht mehr häufig vorkommen. Mit der Hilfe für behinderte Kinder lernen es die heranwachsenden Menschen so ganz nebenbei.

Und für die behinderten Kinder ist es doch ein Riesenschritt vorwärts, wenn sie nicht mehr ausgegrenzt werden. Wenn sie in einer Gemeinschaft aufgenommen sind.

Viele Grüße
Hannelore Walter

Ich selbst wurde von einer Haubt in die Sonderschule überwiesen.
Und das nur weil ich hatte zuerst eine liebe lehrerin.Aber da wurde diese lehrerin versetzt und eine Lehrerin aus dem ruhestand wurde zurückgeholt.
Die lehrerin setzte mich und meine tischnachbarin von der ersten in die letzte reihe hatte gut gelernt aber danach gings bergab.
Ich finde es eine riiiiiiiesen sauerei.
Sonderschule heut förderschule genannt muss abgeschaft werden.
Meine stimme habt ihr.

Ich beschäftige mich ehrenamtlich in einer Selbsthilfe-Gruppe für PAS-Eltern & Kinder (PAS - zu deutsch - entfremdet). Täglich erlebe ich das Leid, das vor allem Kindern angetan wird von Politikern / Politikerinnen, Juristen und JugendamtsmitarbeiterInnen, die sich seit nahezu 19 Jahren weigern, die Auflagen der UN-Kinderrechtskonvention aus dem Jahr 1989 auch in Deutschland umzusetzebn und die Kinderrechte im Grundgesetzt zu verankern. Ich schäme mich, und sehe meine Pflicht, über diese Missstände zu informieren.
Viele Grüße
Gerhard

Diese Unflexibiltät unseres Landes macht mich sehr traurig. Diese schwachsinnige Gesetzestreue auf Biegen und Brechen ist einfach unfassbar. Wann wir eigentlich mal an die Menschen gedacht, die es betrifft? Hoffentlich setzt sich die UN in dieser Sache durch. Das wünsche ich mir zu Weihnachten dieses Jahr.

nur durch Integration funktioniert ein sozial normales Leben. Wir müssen nicht nur die Behinderten mit in unser Leben integrieren sondern auch alles andere fremdartige (Ausländische Mitbürger) das klappt nicht durch ein dreigliedriges Schulsystem!
Pro Integrierte Gesamtschule!
Wer an so eine veraltete schulform denkt hat die Zeit verpasst!

Tja, egal wie "behindert" ob geistig oder lernbehindert... von Integration will man in manchen Bundesländern immer noch nichts hören. Man sortiert lieber aus... Aber es wäre doch richtig "geil", wenn entweder eine Elterninitiative oder ein Behindertenverband vor der UN klagen würde. Denn dann würde man vielleicht die Arroganz mancher Politiker eindämmen.

Da staunt man nicht schlecht, es gibt also tatsächlich Bundesländer in denen man von der Inklusiven Schule noch weiter entfernt ist als in Berlin.
Doch nach fünf Jahren als "Sonderschul"lehrerin an einer Gesamtschule in Berlin muss ich leider sagen, dass die Umsetzung des Inklusionsgedankens auch hier noch in den Sternen steht. Zwar hat Berlin im Schulgesetz der gemeinsamen Erziehung eindeutig den Vorrang vor der Sonderbeschulung eingeräumt und damit die UN-menschenrechte formal umgesetzt. Aber das Land Berlin lässt die Schulen, und damit die Kinder buchstäblich am langen Arm verhungern.
Obwohl die Gemeinsame Beschulung günstiger ist als die Sonderbeschulung, gibt es jedes Jahr weniger Stunden für die Förderung. Ein Sparmodell in dem sich immer mehr Eltern und Lehrer fragen, ob das den Kindern noch gut tut.
Also kann auch ich nur sagen: Eltern wehrt euch. Denn Eltern haben Macht. Ihr seid die Wähler und wir Lehrer brauchen dringend eure Unterstützung wenn es darum geht, die Inklusive Schule in Deutschland zu verwirklichen!

Ich lerne grade Heilerziehungspflegerin und bin über so etwas zu tiefst erschüttert. Daran sieht man das Menschen mit Behinderung noch lange nicht in unserer Gesellschaft akzeptiert sind (leider)Um so mehr Regelschulen es geben, die Kinder mit Behinderungen einschulen umso besser wir diese Integration. Es muss in Zukunft mehr Schulen geben in der eine Integrative Beschulung möglich ist.

Sehr geehrtes Kontraste-Team,
unser 8-jähriger Sohn ist als sog. "Regelschüler" in einer Intergrationsklasse mit behinderten Mitschülern in Hamburg. Wir wollten unserem Sohn die Möglichkeit geben mit Kindern mit Behinderungen aufzuwachsen und zusammen zu lernen damit Vorurteile gar nicht erst entstehen können. Die in ihrem Beitrag geschilderte bewußte Ausgrenzung behinderter Kinder und die unglaubliche Ignoranz der Verantwortlichen in den CDU/CSU-regierten Bundesländern NRW und Bayern treibt mir die Zornesröte ins Gesicht.

Ich war selbst auf einer Hauptschule (Saarland) an der 2/3 behinderte Kinder in Parallelklassen waren. Leider habe ich damals erfahren, das diese Kinder oft gehänselt wurden und von Lehrern wenig Unterstützung fanden. Trotzdem oder gerade deswegen bin ich für eine Integration zwischen behinderten und nichtbehinderten Menschen, damit unsere Gesellschaft endlich lernen kann mit schwächeren Menschen umzugehen, sie zu akzeptieren und zu respektieren.
Und der Weg muss noch weiter gehen, sehe man sich nur mal unsere Behindertenwohnheime an, aber nicht die Vorzeigemodelle!

Was erwarten Sie von dieser CDU ? Zum KomMentar von Michael Eder (bestimmt mit CDU Parteibuch): wenn man Sie als behindert bezeichnen würde, wäre dies eine Beleidigung für diese Menschen.
Ich schäme mich für diese CDU Regierung des Landes BW

ich bin für die Sonderschule! Die Reportage war total daneben. Die Gesetzestexte wurden bewusst nur zum Teil vorgetragen!

Weiterhin liegt nicht eine einzige Studie vor aus der Integration wirklich als gewinnbringend hervorgeht. Darüber spricht niemand!

Integration wird in dieser Gesellschaft nur als zwei gliedrige Theorie verstanden, als eine Unterscheidung zwischen behindert - nicht behindert. Unterschiedliche Nationalitäten, ethnische Minderheiten werden nicht ansatzweise auch nur mitgedacht.

Gerade habe ich den Bericht gesehen und mir ist ganz schlecht von der Ignoranz und der Aroganz unserer Politiker. Ich selber habe zugegebener Weise auch kaum Kontakt zu behinderten Menschen. Ich habe aber selbst Kinder und hätte keinerlei Bedenken, bei einem Schulsystem das behinderte und nicht behinderte Kinder unterrichtet. Ich unterstütze ebenfalls die Meinung, dass eine größere Akzeptanz und auch ein besseres Verständnis entsteht, wenn schon in frühen Jahren der Umgang mit Andersartigkeit sowohl für nichtbehinderte, als auch für Behinderte statt findet.
Ich für meinen Teil würde eine Änderung des Schulsystems absolut unterstützen.

leider habe ich nur in den letzten Minuten zugeschaltet.

Wir haben neben 3 gesunden Kindern ein weiteres mit DownSyndrom.
Es gibt in BaWü doch die Möglichkeit der Integration.
Unser Sohn war in einem Regelkindergarten. Der Kindergarten musste einverstanden sein und wir haben uns um finanzielle Unterstützung im Rahmen der Eingliederungshilfe bemüht. Die Gelder wurden bewilligt und unser Sohn konnte dann durch einen Zivildienstleistenden begleitet werden. Hat super funktioniert.
2 Jahre vor der Einschulung in eine Schule für Geistig behinderte hatte ich mit der Schule und mit dem Schulamt Kontakt aufgenommen. So wurde eine Außenklasse gegründet. Unser Sohn war mit 5 anderen Behinderten Kindern in einer Regelschule untergebracht. Die Lehrer der Behindertenschule waren dann in der Regelschule zum Unterrichten.
Dies ist mittlerweile auch auf die Hauptschule übertragen worden, wo er die 6 Klasse besucht.
Wir sind mit der Situation absolut zufrieden.

Wenn man diesen Bericht gesehen hat, dann kann einem nur noch die Galle überkochen. Diese Ignoranz des Vertreters des Ministeriums ist fast nicht mehr zu toppen. Vielleicht sollten wir auch einmal solche Leute nicht mehr zur Kenntnis nehmen. Das Traurige ist aber, dass solche Leute in Positionen sind, wo sie etwas zu sagen haben und anderen Menschen das Leben zur Hölle machen. Wie lange wollen wir uns das alles noch gefallen lassen?! An Stelle der betroffenen Eltern würde ich mich zusammenschließen und gemeinsam bei der UN Klagen und gegen unfähige Politik und Politiker vorgehen. Ich drücke ihnen die Daumen.

Selbst wenn die UN Konvention 1:1 umgesetz werden würde, so gibt es genügend andere Möglichkeiten die Behinderten wieder zu separieren.
Denn weiterführende Schulen haben Aufnahme Kriterien die an der Leistung der Schüler gekoppelt sind. So wird auf diese Art und Weise eine entsprechende Selektion stattfinden. Ob mit UN Konvention oder ohne werden die Geistig behinderten wieder genau dort in der Sonderschule zu finden sein wo man Sie vielleicht von vorn herein zugeordnet hätte.
Keine Frage im Vorschulalter ist eine Trennung von Geistig Behinderten und "normalen" Schülern nicht sinnvoll. Aber sobald ein gewisser Leistungsdruck auf den Schülern lastet ist dies in der Praxis nicht mehr durchführbar. Ein geistig behinderter wird dann (wie im Beitrag auch zu sehen war) die Lehrinhalte kaum wahrnehmen und wird schon nach kurzer Zeit Lerninhalte nicht mehr aufnehmen. In Sonderschulen kann das Tempo gemäß den Lernfortschritt angepasst werden - in den anderen Schulen besteht heute schon das Problem, dass der Lehrstoff am Ende des Schuljahres noch nicht abgearbeitet wurde.

Somit müssten erstmal andere Probleme wie Lehrermangel und Stundenausfälle behoben werden bevor man über die Umsetzung einer UN Konvention nachdenkt.

Hier werden tatsächlich immer wieder Dinge diskutiert, die in vielen anderen Ländern längst selbstverständlich sind. Es macht mich unendlich traurig, dass Anderssein in diesem Land nicht als Bereicherung betrachtet wird. Dabei ist es egal, ob es um behinderte Menschen oder Menschen mit Migrationshintergrund geht. So bringen wir uns um viele spannende, alle bereichernde Erfahrungen.
Liebe Eltern, kämpft weiter!!!!

Wenn Herr Wacker vom KuMi tatsächlich noch keine Elternstimmen bezüglich deren Integrationswunsch wahrgenommen hat, war er wohl schon lange nicht mehr im Südwesten seines Landes - oder aber er hat eine Wahrnehmungsstörung!

Wenn ich schon sehe wie hochnäsig dieser sogenannte Kultusminister daherredet dann ist er meiner Meinung nach schon deshalb in seiner Position Fehl am Platze.

Denn ein Kultusminister sollte sich mit den Sorgen der Eltern auseinandersetzen und verständnisvoll damit umgehen.

Gott sei Dank gibt es solche Sendungen wie Kontraste die Druck auf solche Personen ausüben können.

Ich wünsche mir dass die Eingliederung Behinderter Kinder schnellstmöglich umgesetzt wird.

Im Übrigen finde ich es bemerkenswert ja geradezu paradox dass die Universitäten Behinderten Studienplätze anbieten sie aber in "Sonderschulen" ausgebildet werden sollen.

Wie sollen sie denn einen Studienplatz bekommen wenn sie auf einer Sonderschule waren.

In Deutschland wird leider alles was neu ist ersteinmal verteufelt.
Dabei hat das Projekt in BaWü eindeutig die positiven Auswirkungen gezeigt??

Deshalb hätte man hier die Vorreiterrolle einnehmen können.
Diese Chance wurde leider vertan.

Wohne in Bayern und musste feststellen, dass nicht nur behinderte Kinder von Schulen abgeschoben werden, sondern auch "normale" Kinder die auch nur ein wenig aus der Norm fallen, weil sie nicht so leicht händelbar sind!!!
Sofort wird ein IQ Test empfohlen, um diese Kinder mit "gutem Gewissen?" in eine Sonderschule abschieben zu können!!!
Lehrer haben meist "trotz kleiner Klassen" keine Lust sich mit schwierigen Kindern auseinanderzusetzen!!
Aber die Einstellung der meisten Eltern ist die gleiche.
Deutschland wird vom eigenen Egoismus zerfressen!!!

Hallo
Was dieser Minister von sich gegeben hat zeigt welche Ignoranz unsere Politiker an den Tag legen.Geht es nicht so,wie sie es wünschen wird der Bürger zum...abgestempelt.Schickt sie doch alle in die Wüste!!!

hallo kontraste team,
danke für den beitrag.
star care stuttgart wird sich im kommenden jahr dieser integrativen aufgabe noch staerker stellen. wir werden kindergaerten und schulen die sich dieser integratin stellen unterstuetzen. www.starcare.de

Hier wird wieder einmal Polemik betrieben mit einem sehr sensiblen Thema. So einfach wie Kontraste berichtet ist die Sache leider nicht.
Behinderte Kinder brauchen eine auf sie zugeschnittene Betreuung. Wie kurz in dem Beitrag angesprochen schaffen sie das normale Lernpesum im herkömmlichen Unterricht nicht.
Daher müssen besonders ausgebildete Fachkräfte für sie zur Verfügung stehen.
Im normalen Unterricht müssen die Lehrkräfte für diese Kinder viel Zeit aufwenden. Diese Zeit fehlt dann den anderen Kindern.
Das Lehrnpensum kann dann kaum noch geschafft werden.
PISA läßt dann Grüßen.

Also liebe Leute von Kontraste, nicht immer nur Polemik betreiben, sondern auch mal die Hintergründe beleuchten.

Ich wünsche den behinderten Kindernalle Förderung der Welt,daß ihre Betreuer Zeit für sie haben und ihre lernmöglichkeiten voll ausgeschöpft werden, damit sie als Erwachsene ein weitgehend selbstständiges Leben führen können. Ich glaube aber nicht daran, daß bei der heutigen Klassenstärke in einer normalen Schule diese Zuwendung möglich ist. Ich wünsche gleichzeitig aber auch, daß jedes Kind, auch das hochbegabte, seinen Fähigkeiten entsprechend gefördert wird. Dabei denke ich auch daran, daß diese Kinder später das Geld erwirtschaften müssen, um den Behinderten, den Kranken, den Alten ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen

Ich denke, es sollte definitiv den Eltern überlassen sein, ob ihre Kinder auf Schulen mit geistig Behinderten gehen sollen.
Ich meine, überlegt doch einmal. Ich arbeite mit solchen Kindern zusammen und klar, es ist schön und erfahrungsreich für beide Seiten, aber doch nicht an jeder Schule.
Geistig behinderte Kinder sind meist auch lernbehindert und bedürfen so einer speziellen Unterstützung.
An normalen Schulen ist das Lehrpersonal nicht entsprechend ausgebildet. Geistig behinderte Kinder brauchen mehr Aufmerksamkeit und wer möchte dann, dass sein Kind benachteiligt wird?
Es gibt spezielle Förderschulen, in denen das Personal ausgebildet ist und die Klassengröße gering ist. In diesen Schulen gibt es solche zusammenschlüsse und das ist auch gut. Aber in Regelschulen leiden meist die behinderten Kinder, da sie überfordert sind und die anderen Kinder, da sie weniger Aufmerksamkeit bekommen und das Lehrntempo vermindert ist. Und weitere Lehrkräfte will auch niemand einstellen.

Aber auch, wenn es sich jetzt vielleicht anders anhört, bin ich für mehr Zusammenführung. Man sollte dabei jedoch vielleicht ehr darüber nachdenken, dies erst einmal auf Fächer wie Kunst oder Musik zu beschrenken, da dies keine Lernfächer sind.

Ja, da kann ich nur aufrufen, sondert diese Politiker bei der nächsten Wahl aus!

Ich glaubte nicht richtig zu lesen und zuhören ???
Wer wird denn als nächstes "ausgegliedert " und darf nicht am regulären Schulunterricht teilnehmen ?
Dunkelhäutige Kinder - oder Brillenträger ( überspitzt ausgedrückt natürlich ) ? Warum setzt man diese , völlig inkompitenten sowie völlig gefühllosen Politiker nicht einfach ab ??? D as kann doch alles gar nicht war sein - ich platze gleich vor Wut !!
Steht nicht im Grundgesetz - alle Menschen sind gleich ?
Ich bin ausser mir vor Wut !
Dann muss eben jetzt die UNO ran um dieses schnellsten zu beenden !!!!!

Ich finde, es wäre eine tolle Sache wenn an möglichst vielen Schulen auch behinderte Kinder mit nicht-behinderten zusammen unterreichtet würden. Beide könnten davon profitieren, die Nicht-Behinderten z.B. in Form von Übernahme von Verantwortung. Sie d würden sich auch bewußt, wie viel leichter sie es im Leben haben. Vielleicht wäre die Null-Bock-Stimmung sogar dadurch weg. Die Behinderten Kinder hätten ein normaleres Leben und könnten von den anderen lernen. Auf jeden Fall müssen diese Kinder die Möglichkeit der Wahl bekommen. Der Bericht macht wütend auf diese Politik.

Hallo, Anfang der 90er Jahre gab es in NRW (Bsp. Dülmen) integrative Schulkassen. Ich kann nicht glauben, dass diese wieder abgeschafft wurden. Wenn ja, warum? - Übrigens finde ich, dass man in Deutschland wesentlich häufiger mit Behinderten in Berührung kommt als z. B. in Frankreich. Das ist auch gut so und darf natürlich auch gerne noch besser werden.

Nachdem ich den Bericht gesehen habe,möchte ich mich auf die Seite der Integrationsgegner stellen.
Ich bin Mutter eines hochbegabten Kindes und sehe, dass Integration für alle Beteiligten nicht immer nur die beste Lösung ist. Wenn ich die Möglichkeit hätte, mein Kind auf einer entsprechenden Schule fördern zu lassen, ich würde sofort zugreifen!

Da ich nicht betroffen bin, tue mich ein bisschen schwer, mit der Vorstellung wie "normale" und behinderte Kinder miteinander einem Unterricht folgen und der Schulstoff vermittelt wird. Mein Bauchgefühl sagt mir aber ganz klar, dass diese Methode auf der sozialen Ebene für beide Gruppen nur von Vorteil ist. Es ist doch wunderbar, wenn Kinder es als selbstverständlich empfinden, mit behinderten Menschen leben zu dürfen.

Ein wunderbar kritischer Beitrag. Es wird ein grundlegender Wertewandel an den allgemeinen Schulen nötig sein. Der jahrzehnte lange Glaube, man könne Kinder nur dann optimal fördern, wenn sie annähernd gleiche Voraussetzungen mitbringen, ist die Grundidee des gegliederten Schulsystems. Das Förderschulsystem ist nur die logische Konsequenz dessen. Mit dieser Begründung werden auch Kinder mit Behinderungen aus dem allgemeinen Schulsystem herausgesondert. Es wird ihnen die Möglichkeit genommen, von den mitreißenden Impulsen der anderen Kinder zu profitieren. Und Kindern ohne Behinderungen (vermeintlich ohne Behinderungen) wird die Begegnung mit anderen Formen des Lebens und des Lernens vorenthalten. Dabei könnten beide - Kinder mit und Kinder ohne Behinderungen - dabei gewinnen. Vielfalt ist ein gute Voraussetzung auch für Lernerfolg. Nötig sind aber viele verschiedene Professionen an den allgemeinen Schulen: Heil- und SonderpädagogInnen, SchulsozialarbeiterInnen, PsychologInnen. Mit Vielfalt umzugehen, und zwar produktiv umzugehen, das ist eine große pädagogische Voraussetzung. In den Ländern wird sie sehr sehr unterschiedlich bewältigt. Ein Anfang wäre das gemeinsame Lernen in der Grundschule. Längeres gemeinsames Lernen - das wäre dann die Zukunft. Man kann den Betroffenen und ihren FreundInnen und Eltern nur Mut machen. Schulreformen dürfen nicht der Bildungsadministration überlassen bleiben. Eltern, FreundInnen, Wohlfahrtsverbände, WissenschaftlerInnen sind gefragt. Nur Mut! Es gibt übrigens auch in anderen Ländern gute Erfahrungen und viel Engagement - zum Beispiel an der IGS in Halle und in Reinsdorf bei Wittenberg - beides in Sachsen-Anhalt. B.B.

Ich stimme fuer die integrierte Schule sowie fuer die freie Schulwahl für behinderte Kinder. Bitte sagen Sie mir was ich tun kann damit Deutschland die Schulen dazu verpflichtet behinderte Kinder aufzunehmen.

Als ehemaliger Waldorfschüler in der Schweiz der wenig Probleme an der Schule hatte, kann ich nur bestätigen, dass es auch für mich eine sehr gute Erfahrung war schwächeren Mitschülern zu helfen. Oft habe ich beim Erklären vieles noch besser und nachhaltiger verstanden als es mir sonst möglich gewesen währe.
Später habe in Berlin ein Gymnasium besucht im dierekten Vergleich gibt es an deutschen Schulen noch sehr viel zu verbessern. Vorallem wenn man unter Algemeinbildung nicht nur Auswendiglernen und Vergessen versteht.
Mitlerweile bin ich in der Berufsausbildung tätig, und bin oft entsetzt welche Vorraussetzungen auch Schulabgänger vom Gymnasium mitbringen. Das dreiteilige Schulsystem ist vollkommen überholt.

Sind die drei genannten Länder, die sich der Umsetzung von Völkerecht verweigern nicht alle von C-Parteien regiert? Unwählbares Pack. Ich freue mich darauf Berichte zu verfolgen, wie sie sich den UN-Inspekteuren beugen müssen. Hoffentlich wird das öffentlich schön breit getreten. Presse Achtung.

Leid tun mir nur die Eltern, die offensichtlich nicht schnell und unkompliziert von dieser offensichtlich belegbar sinnstiftenden Regelung profitieren können.

Ich kann die Wut einiger Eltern verstehen auch unser Kind hatte eine Behinderung und sollte auf die Förderschule. Wir haben es damals, hier in Thüringen geschafft, dass es die Grund- und später die Realschule besuchen konnte. Doch beim Besuch des Gym. waren sie wieder da,- die kleinen Behinderungen. Der Wechsel auf die Walldorfschule war hier der richtige Weg. Für Kinder, die wie in diesem Beitrag gezeigt, finde ich es besser wenn sie nicht dem Druck der "normalen Schule" ausgesetzt werden. Sie brauchen für bestimmte Lernerfolge etwas länger und mehr Aufmerksamkeit. Dies bieten bestimmte Schulen und später spezielle Fördereinrichtungen für die Berufsausbildung. Ich prüfe dort regelmäßig Auszubildende für den Fachabschluss. Ich kann bestätigen das diese Menschen nie in einem "normalen Ausbildungsverhältniss" soviel gelernt hätten.

Hallo zusammmen,
es ist in Deutschland scheinbar nicht möglich die Stigmatisierung Behinderter abzulegen. Als betroffene Eltern eines behinderten und autistischen 2-Jährigen können wir dem Beitrag nur Recht geben, das es für betroffene Eltern in Deutschland nicht leicht ist ihre "besonderen Kinder" so "normal" wie möglich zu erziehen. Gehört es da denn nicht dazu, die Kinder auch in der Schule mit gesunden Kindern zusammen zu bringen, um sowohl für die besonderen Kinder den Umgang mit den normalen Dingen zu ermöglichen und für die gesunden Kinder die Akzeptanz Behinderter zu fördern. Bei Kindergärten geht es doch auch mit der Integrativform und viele Eltern befürworten diese Form der Kindertagesstätte vor allem für das Sozialverhalten ihrer gesunden Kinder. Besondere Kinder "behindern" gesunde Kinder doch nicht am Schulabschluss. Wir würden uns wünschen, das die UN-Konvention mehr befolgt würde.
Ein schönes Weihnachtsfest von den 5 B´s

Blogger Karl Schoberling scheint mir in ganz klaren Linien zu denken:
1. gibt es die Behinderten -> hinein in die Sonderschule
2. gibt es die Mittelbegabten -> hinein in die Hauptschule
3. gibt es die Höherbegabten -> hinein in die Realschule
4. gibt es die Hochbegabten -> hinein in das Gymnasium
Dabei übersieht er zum Beispiel, dass - auch im täglichen Lernen - jede Gruppe von der anderen profitieren kann; dass Menschen nicht in Schubladen passen (und wenn sie das tun, dann ist immer Gewalt mit im Spiel); dass Menschen sich entwickeln, und zwar in unterschiedlichem Entwicklungstempo.
Ich war Lehrer am Gymnasium, meine Frau arbeitet an der Hauptschule, unsere älteste Tochter ist hochbegabt, unser Sohn ist geistig behindert, ich kenne also die ganze Bandbreite und weiß wovon ich rede.

Schade ---- daß die Politik immer erst eine empirische Untersuchung braucht, statt uns zu fragen, die wir vor-Ort arbeiten. Wir erleben diese Kinder in den Kitas und den Schrei der Ekltern um Hilfe.
Laßt uns doch endlich diese "Behindertenghettos" auflösen.
Es läßt die Betroffenen ion jedem Falle verzweifeln. Übliche, typische Ghetto-Situation------ Subkultur, und ein "hausgemachtes" nicht zurechtfinden in der Gesellschaft verbunden mit Entmündigung und anderen kleinen und großen Fiesemöpsigkeiten

ich wünsche niemand ein behindertes kind aber diese Politiker müssten selber behinderte kinder bekommen damit sie sehen wie das ist man hat es schon schwer genug und solche möchte gern Politiker versperren diesen kindern auch noch den weg die sollten sich alle schämen da kommt man sich vor wie in den nazi zeiten aus sortieren und weg mit man da kann man sich für unser Deutschland nur schämen

Diese Partei nennt sich nun christlich - demokratisch. Ich frage mich ernsthaft, was an dieser Politik christlich oder demokratisch sein soll !!
Ich bin kein Christ im politischen Sinne und war auch in keinem Relegionsunterricht. Aber ich weiß ziemlich genau, daß Jesus sich um alle gekümmert hat und nicht nur um die Gesunden und Starken !! Die Politiker, die eine Ausgrenzung von Menschen jeglicher Art zulassen, sollten sich in Grund und Boden schämen !! Es hat in der deutschen Geschichte schon zu viel davon gegeben, hört endlich auf Euer Gewissen und nicht immer auf den Ruf des Geldes !!

Danke für diesen Beitrag ,bestärkt mich in meinem Bemühen ,meinen Sohn (eingeschult Gb-Schule in diesem Jahr)in eine "normale Grundschule" zu integrieren .Wir leben in Sachsen-Anhalt,weiss jemand Rat?

Ich finde diese Trennung sehr vernünftig. Die auf Behinderte spezialisierten Schulen können viel besser und intensiver auf die Belange dieser Schüler eingehen.

Unser Sohn Felix ist inzwischen 16 Jahre alt. Als Kind mit Down-Syndrom hatte er hier in NRW leider keine Chance auf integrative Beschulung. Wirklich sehr schade - zumal wir die Vorteile für alle (!) sehr gut während seiner Zeit im Kindergarten erfahren konnten.
Dieser Kommentar soll keineswegs die oft guten Leistungen der "Sonderschulen" für die Behinderten verkennen; es ist einfach nur schade, dass die "AUSGRENZUNG" das Normale ist, was von uns Eltern nicht einmal mit viel Engagement überwunden werden kann!

Wir haben auch ein besonderes Kind, dass dieses Jahr eingeschult wurde. Eine Aussenklasse ist schier nicht umsetzbar, da einem nur Steine in den Weg seitens der Schulen in den Weg gelegt werden. Wir entschieden uns dann für eine Förderschule die natürlich nicht für jeden um die Ecke liegt. Die Lehrer sind sehr engagiert und wir sind sehr zufrieden, aber wo wäre das Problem diese Lehrer in die Regelschulen zu integrieren mit den Schülern.

Auch die Klassen in den Förderschulen werden immmer grösser und wo bleibt das Personal? Es ist schlichtweg zum heulen.

Es ist ein schreinendes Unrecht, dass gewisse angebl. hochentwickelnde Länder wie Deutschland mit ihren Bundesländern nicht in der Lage sind Behinderte zu integrieren, wenn noch nicht einmal die Politik Behinderte integrieren will was für ein armes Land sind wir dann. Eine Integration kann nur in der Gemeinschaft mit nicht behinderten stattfinden

Die meisten Betroffenen Eltern versuchen ihrerseits ihr Kind zu integrieren einer der Wege wäre ein Regelschule aber wie. Danke Deutschland wenn wir UN Konvetionen nicht Folge leisten, dann bitte zeigt nicht mit dem Finger auf andere Staaten.

Integration heisst einbeziehen und nicht ausgrenzen.

Ich bin Förderschullehrer an einer intergrativen Gesamtschule in Hessen. Leider kann die geschilderte Situation sehr gut nachvollziehen, vor allem die Reaktionen der Eltern. Doch bei allem Unmut über Kürzungen und mangelnde Plätze (Trotz steigendem Interesse seitens der Eltern am gemeinsamen Unterricht!) sollten wir eins ab heute berücksichtigen: Es gibt einen Rechtsanspruch auf einen gemeinsamen Unterricht behinderter und nichtbehinderter Kinder und Jugendlicher an Regelschulen! Einziger Vermutstropfen: Natürlich liegt es wieder einmal bei den betroffenen Eltern diesen Rechtsanspruch geltend zu machen. Als hätten diese nicht schon genug Bürokratie zu bewältigen.

Nachtrag: Die Konsequenz kann nur sein, mit der sozialromantischen Ideologie aufzuräumen und die Diskriminierung der Förderschulen in der Politik zu beenden.
Die Schreier in der langen Reihe der Kommentare sollten sich einmal fragen, woran es liegt, dass ihre Grammatik und Rechtschreibung so - na, sagen wir mal: rustikal ist.
Und die Waldorfschulen kann man doch nur denjenigen als seriöse Bildungsanstalten verkaufen, die sich die Hose mit der Kneifzange anziehen.

Es ist in allem eine Heuchelei und die Beamtenschaft macht was sie will. Ob banal am Muttertag von oben der Blumenverkauf verboten wird, oder Behinderte diskriminiert werden. Am liebsten würde man sich der Behinderten doch entsorgen, nicht war? Aber so etwas darf ja nicht ausgesprochen werden. Singt man doch lieber Lobeshymnen am Grab eines ehemaligen Ministerpräsidenten, auch wenn der ein Naziverbrecher war. Aber abwarten. Die nächsten Wahlen kommen bestimmt, und dann wird mit der Arroganz der CDU abgerechnet.Und wenn jede, wie ich als Mutter eines Behinderten nur 10 Stimmen gegen die CDU findet, hat diese Arroganz hoffentlich bald ein Ende.
Die Bilanz der gesamten heutigen Sendung: Badet Euch im Öl der kleinen Leute. Aber passt auf, dass daraus kein Fettnapf wird. Die Zeit war nie so nah wie im Moment. Wir brauchen keine Volksvertreter, die Volkszerteter sind, keine Banker die Volkes Geld vernichten, Beamte und Funktionäre, die sich von Pharma- und anderen Lobbyisten schmieren lassen und noch weniger solche, die sich über UN-Konventionen hinwegsetzen, weil in ihr "perfektes" Gesellschaftsziel nun mal Behinderte nicht passen. Ekel beginnt sich zu regen, und das ist meist der erste Schritt für Protest.

Ich finde es sehr logisch, behinderte Kinder in "normale" Schulen zu integrieren. Die Argumentation der Eltern rief bei mir ein "Ja" hervor. Man lernt voneinander, lernt Sozialkompetenz und Mißverständnisse, die "Andersartigkeit" betreffend,kommen gar nicht erst auf. Die Frage, die ich mir allerdings stelle ist, wie die behinderten Kinder über zwölf Jahre am Stoff bleiben können. Ich denke, dass es eine große Herausforderung ist, aber das dies das bessere Model zu "Sonderschulen" ist. Die starken Emotionen von Chiaras(?) Mutter waren sehr deutlich auf meinem Sofa zu spüren, die Arroganz des Herren am Schreibtisch war unerträglich. Liebe Walldorschule: weiter so, ich drücke die Daumen für eine erfolgreiche Illegalität.

Für Schule und Bildung wird hier in diesem gottverdammten Drecksland kein Cent locker gemacht. Aber wenn inkompetente (und inkonsequente!) Manager ihre Unternehmen in die Pleite wirtschaften, dann macht der Staat mal so eben ein paar Milliarden (!!!!) locker. Dazu fällt mir nur ein Wort ein, das ich hier nicht erwähnen werde...
Und wer behauptet, dass Eltern von behinderten Kindern mehr für die Bildungseinrichtungen zahlen sollen (man schaue weiter oben!), ist in meinen Augen genau das selbe!

Erst mal Gratulation zu diesem qualifizierten Beitrag.

Wir Eltern von Kindern mit Behinderung sind gut beraten, eine sehr gute Rechtsschutzversicherung abzuschließen.

Obwohl heute im Bundestag die Ratifizierung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung zur Ratifizierung ansteht, ist nicht zu erwarten, dass in den Ländern diese systematischen Verstößen gegen Menschenrechte schnell ein Ende finden.
Leider können wir nicht noch Jahre lang warten, weil unsere Kinder jetzt zur Schule gehen.

Wir werden weiter um das Recht unser Kinder kämpfen.

Unsere Tochter ist in der Schweiz (!) in ein Waldorfinternat gegangen und hat ganz selbstverständlich mit Kindern, die körperliche und/oder seelische/geistige Einschränkungen hatten zusammen gelebt und gelernt.
Die (Ganztags-)Schule ist ein Paradies und um jedes Kind wird sich individuell gekümmert. Großartig! ABER: Aus ihrer Klasse ist unsere Tochter die einzige, die ein Abitur geschafft hat. Das sollte zu denken geben. In einem solch betreuungsintensiven Umfeld ist es für schwächere Kinder schwer, sich ausreichend auf die schulischen Leistungen, die ein höherer Abschluss nunmal erfordert, zu konzentrieren.
Um es ganz klar zu sagen: Es spricht nichts gegen einen gemeinsamen Schulalltag von sog. Behinderten und Nichtbehinderten. Aber ohne ein sorgfältig ausgearbeitetes Konzept, ohne Ganztagsschule und ohne etwa doppelt so viel Personal (auch medizinisches und therapeutisches!) ist ein solches Modell in Deutschland garnicht realisierbar.
Die Moralisierung dieser Angelegenheit finde ich übrigens in hohem Maße geschmacklos: Eine kontroverse Diskussion dieser Frage ist berechtigt und hat mit Moral, Ausgrenzung oder Nazi-Ungeist nichts zu tun.

Grundsaetzlich bin ich natuerlich fuer die Integration behinderter Kinder in der Schule. Es gibt aber leider auch Nachteile... Ich unterrichte an einer staatlichen Schule in Italien (Mittelschule, 11-14 Jahre). Hier gehen die behinderten Kinder an die normale staatliche Schule. Fuer -einige Stunden / Woche steht ein zweiter Lehrer zur Verfuegung (ich unterstreiche: einige Stunden!), der diesen Kindern im Unterricht hilft. Programme und zu erreichende Ergebnisse werden dem Schueler angepasst. Dennoch ist es oft sehr schwer fuer die Kinder. Sie werden staendig mit ihren begrenzten Faehigkeiten konfrontiert, denn die Klasse nimmt den "normalen" Lehrstoff durch. Natuerlich bemuehen die Lehrer sich, die behinderten Kinder Erfolgserlebnisse erleben zu lassen, sie staendig zu motivieren. Aber oft sind es gerade die Mitschueler, die die behinderten Kinder leiden lassen. In dem Beitrag ging es hauptsaechlich um Grundschueler. Natuerlich ist das Problem geringer in dieser Altersklasse. Aber spaeter...?! Nicht leicht..

@Bolko: Also während meiner Schulzeit waren die in Deinem/Ihren Beitrag genannten Aktivitäten die seltene Ausnahme. Als es mal Skifahren ging, gab es als Alternative den Wandertag (eher sehr leichte Tour), und da wäre mir nix abgebrochen, wenn ich jemand im Rolli noch geschoben hätte, ggf. im Wechsel mit anderen. Und auch heute gibt's ja genug Zeit, wo einfach normaler Unterricht stattfindet.

Ich denke, integrativer Unterricht wird/würde entsprechend intensiv betreut, je nachdem, wieviele Kinder mit welcher Art und wie starken Behinderungen/Beeinträchtigungen dabei sind. Zumindest wenn man das vernünftig durchführt.

Wenn irgendwo das falsch gemacht wird, z.B. mehrere stark lernbehinderte Kinder in eine Klasse stecken, wo die Lehrerin keinerlei Ahnung hat, wie man da spezifisch unterrichtet/fördert, und am "besten" noch weiterhin Klassenteiler 35, dann geht das natürlich auch nicht.

Und Zustimmung dazu, dass auch die "Mathefrage" unten letztlich eine Zugänglichkeitshürde ist - nebenbei auch technisch (ohne Javascript tut sie nicht, und das ohne klare Fehlermeldung, sie wird einfach nicht eingeblendet, und das, obwohl es einfach als normales Formularfeld realisierbar wäre).

Das Saarland wurde leider hier nicht genannt, denn hier sind die Umstände genauso!!! Die Herre und Damen CDU Politiker sollten sich schämen, denn sie wollen keine Integration von behinderten Kindern. Vor was sie Angst haben, das wissen sie wohl selbst nicht. Dieses Aussortieren von Menschen die man nicht haben will ist skandalös!!!!!! Aber leider werden diese Politiker immer noch gewählt!!!!!
Ich kann die Angst mancher Eltern von nichtbehinderten Kindern verstehen, sie bekommen ja jahrzehntelang gepredigt das behinderte Kinder nicht in Regelschulen gehören!!!!
Diese Eltern müssen mal über den Tellerand schauen und nicht nur auf das dumme Gespräche dieser Politiker hören. Jeder soll seine eigenen Erfahrungen machen!
Hier im saarland kämpfen viele Menschen gegen diese Auskrenzung und hoffen auf ein Politikwechsel im nächsten Jahr!!!!

Vergessen zu nerwähnen - Heilpädagogin - Schwerpunkt arbeit mit Kindern im Elementarbereich

ZItat von : "Behinderte brauchen eine individuelle Betreuung, Nichtbehinderte müssen gezielt gefördert und GEFORDERT werden. Das geht nicht mit Waldorf-Kuschel-Pädagogik, und das geht auch nicht, wenn der Unterricht ständig durch irgendwelche Klötze am Bein (Behinderte oder leistungsschwache Schüler) ausgebremst wird.
Tja, dazu muß ich sagen: Null Ahnung. Bei der ganzen Aussortierung wird vergessen, dass die Schüler untereinander / voneinander am meisten lernen. Und ein guter intergrativer Unterricht ist möglich (Projektschulen gibt es genug). Warum sollte in den Klassen nicht die "gaussche Verteilungskurve" die Gesellschaft abbilden???? Wenn wir weiterhin aussortieren, abschulen, dann werden die "Verlierer" immer unten sein... Förderschüler, egal welcher Art. Und wer meint, dass eine Förerschule so toll wäre (Extra Förderung) der soll mal den Wockenbericht diesbezüglich lesen...

Mein (nicht behinderter) Sohn war in einem integrativen Kindergarten. Alle Kinder dort, behinderte und nicht behinderte, haben dort voneinander gelernt. Das müsste doch auch in der Schule funktionieren. Optimal fördern - das geht per Integration besser als per Aussonderung. Und das Schöne ist: Auch die anderen profitieren davon, ist doch das soziale Lernen heute sowieso wichtiger als das Einbimsen von Stoff. Also eine echte Win-Win-Situation!

Und wie sieht es dann nach der Schule aus? Muss dann auch jeder in jedem Beruf arbeiten können, damit er nicht diskriminiert wird?

Hallo Malte Sesemann
Deinen Beitrag finde ich gut. Es sind auch meine Erfahrungen.

Die Sendung finde ich sehr gut, zeigt sie doch, wie weit sich Deutschland von PISA entfernt.

Das Soziale ist ein Aspekt, aber die Wissensvermittlung wird durch die Mehrfachbelastung der Lehrer und Lehrerinnen stark abgembremt. Wird die Zusammenlegung der geistig Behinderten mit den "leistungskonformen" Schülern und Schülerinnen z.B. im Gymnasium zusammengelegt, werden die Gymnasialschüler(-innen), und nicht die geistig Behinderten, in vehementer Weise diskriminiert, denn es hat sich an verschiedenen ähnlichen Modellen gezeigt, dass es ein völlig irriger Gedanke ist, einerseits u.U. auch mit Hilfe von Sonderschullehrerinnen und -lehrern einen z.B. gymnasialen Unterricht zu gewährleiten.

Tolle Aussichten für Deutschland, die Nummer 1 im PISA-Vergleich zu werden. Ich kenne kein Land der Welt, das derartig kranke Gedanken entwickelt. Die Sonderschulen sind i.d.R. bestens ausgestattet und können wesentlich differenzierter auf die Befdürfnisse der Schüler und Schülerinnen eingehen, als es jede andere Schule leisten kann. Die Probleme auf nicht ausgebildete Lehrer und Lehrerinnen abzuschieben, zeugt von der Unverantwortlichkeit der Ministerien und Schulbehörden, die damit den schwer geprüften und leistungswilligen Regelschulenschüler(-in) noch mehr zu belasten. Hier werden nicht die geistig behinderten Schüler diskriminiert, sonder in eklatanter Weise die Schüler und Schülerinnen der Regelschule, die ihre Leistungsansprüche zwangsweise zurückstellen müssen.

Man darf die Schulbehörden und Ministerien in keiner Weise auf diese Art aus ihrer Verantwortung entlassen und muss darauf drängen, dass die bestehenden Sonderschulen wesentlich besser ausgestattet werden. Die Politiker machen es sich einfach, auf diese Weise Probleme in unverantwortlicher Weise auf dem Rücken der bestehenden Schülerklientel abzuwälzen.

wenn ich die deutschen politiker so höre, vor allem solche wie den wacker, frage ich mich allen ernstes ob wir noch in mittelalter leben wo kranke menschen ausgegrenzt wurden, es ist ganz einfach eine schande, wenn man durch gespräche mit behinderten, ich habe selbst zwei freunde die behindert sind, höre mit welchen fadenscheinigen argumenten ämter und behörden, durch die miesen machenschaften der politiker, agieren, wenn brüssel hustet bekommen unsere politiker schnupfen, aber international verbindliche richtlinien ignorieren sie einfach, da kann ich leider nur sagen ein armutszeugnis sonders gleichen, behinderte sind auch menschen die ein recht auf achtung haben, aber was verlangen wir schon von den politikern, sehen wir uns doch mal die so genanten volksparteien an cdu,csu und spd, was steht da in deren namen christlich-demokratisch, christlich-sozial und sozial-demokratisch, eine glatte lachnummer, ganz einfach nur weg mit den heinis.

...ich lebe in Baden Würtemberg, meine Tochter besucht den Kindergarten in einem ev. Diakonissenhaus, in dem behinderte Kinder zum Alltag gehören, wie ein Frühstück am Morgen!!!!!!!
Eines dieser Kinder sollte in diesem Jahr eingeschult werden, es ging mit meinem Sohn 3 Jahre in den Kindergarten und durfte in der hiesigen Grundschule keine liebevolle Aufnahme erleben, so wie mein Sohn.

Es war für die Mutter ein sehr schwerer Weg überhaupt eine Schule zu finden, in der Ihr Kind den nächsten großen Schritt seines Lebens gehen durfte.

Schande über unsere Politiker, die nicht wie wir in der realen Welt leben.

Ich habe einen behinderten Bruder und würde mir, selbst wenn er seine Schulzeit seit langem absolviert hat, ein bißchen mehr Integration ins "normale" Leben wünschen.

Ich denke aber, das dies nicht alleine der Fehler einer einzelnen Partei ist,
sondern auch an der Politik eines jeden Einzelnen von uns, in unserem täglichen Miteinander.

Hallo,

Meine Unterstützung habt ihr nicht! Als Lehrer weiß ich, was es heißt, Kinder mit Behinderungen, v.a. Kinder mit Verhaltensauffälligkeiten im Schulbetrieb zu integrieren und im Gegensatz zu Ihrem einseitigen pro-Beitrag kenne ich auch das Contra.

So ist es bei aller Liebe zur Vielfalt der Kinder im Unterricht häufig schwierig bis unmöglich, einen vernünftigen, bildungsorientierten Unterricht durchzuführen, wenn verhaltensauffällige, hoch aggressive Kinder den Unterricht so massiv stören, dass Kinder, Eltern und Lehrer bedroht und angegriffen werden und Leib und Leben gefährdet ist! Ja, Verhaltensauffälligkeiten und Aggressionen sind AUCH Behinderungen!

Diskriminieren heißt unterscheiden und das ist auch notwendig, denn Kinder sind nicht alle gleich und daher brauchen Kinder auch unterschiedlichen Unterricht, um ihnen gerecht zu werden! Verhaltensauffällige brauchen ANDEREN Unterricht als Hochbegabte!

Ich frage mich, wie so einige Eltern reagieren würden, wenn sie hören, dass man verhaltensauffällige, hoch aggressive Kinder nicht diskriminieren dürfte, nicht in die Sonderschule bzw. in eine Einrichtung schicken sollte, in denen diese Kinder ihre gerechte und sinnvolle Hilfe bekommen! Die Frage ist doch: Warum sollen diese Kinder nicht in eine Sonderschule? Weil Sonderschulen SCHLECHT ausgestattet sind und eben auch nicht gefördert werden!

Viel wichtiger, als alle Kinder in einer Schule gleichschalten zu lassen, sollten wir die Vielfalt der Kinder ernst nehmen und vielfältige Schulen für vielfältige Kinder bauen! Statt alle Kinder zwanghaft in einer Schule zu unterrichten, sollte eher die Durchlässigkeit zwischen den Schulformen mal reformiert werden und die Sonderschulen sollten qualitativ verbessert werden!

Merkwürdig, dass eine Berliner Sendung so in die Ferne schweifen muss:
in Berlin sind unter der Verantwortung der Koalition aus SPD und LINKE im Rahmen der Schulreform die Integrativklassen abgeschafft worden. Seither haben in Berlin noch nicht einmal Kinder mit Lernbehinderungen, von jenen mit geistigen Behinderungen sprechen wir erst gar nicht, eine Chance, in einer normalen Schule aufgenommen zu werden. Sie werden in die "sonderpädagogische Betreuung" abgedrängt. Auch dort gibt es noch Stufen des Abstiegs.
Wer glaubt, diese Art des Umgangs sei eine Spezialität unionsgeführter Landesregierungen irrt gewaltig. Die anderen sind kein Deut besser.

Hallo Kontraste Team,

ich komme aus Südhessen und war dort auf einer integrierten Gesamtschule auf der es auch behinderte und behindertengerechte Toiletten und einen Behinderten-Aufzug gab.
Nachdem das Behinderten-Zentrum gebaut wurde und in einem benachbarten ca 10-15 km entfernten Ort auch noch eine Behinderten-Werksatt und ein weiteres Zentrum errichtet wurde gab es auch bei uns auf der schule keine neuen behinderten Jugendlichen mehr auf dieser Schule ! Die Jugendlichen wurden Stattdessen jeden Tag an einer speziellen Bushaltestelle abgeholt und werden es meines Wissens nach heute noch. Das ist jetzt ca. 10 Jahre her !!
Allerdings muss man auch dazusagen, daß in diesen Einrichtungen behindertengerechte Ausbildung betrieben wird/wurde.
Und trotzdem bin ich persönlich der Meinung, daß Kinder und Jugendliche, die zwar körperlich aber nicht geistig behindert sind auf den normalen Schulen zu integrieren sind, da es auch für die "normalen" Jugendlichen (mal mehr mal weniger) gut ist ein gewisses soziales Umfeld kennenzulernen und so vielleicht auch wieder respekt vor anderen Menschen und deren Schicksalen/Problemen zu bekommen. Und um zumindest den körperlich Behinderten ein halbwegs normales Leben zu ermöglichen. Wenn die Ausbildung und Berufsvorbereitung bei Querschnittslähmung oder ähnlich schwerwiegendem dann wieder spezieller wird, um sie auf die gesonderten beruflichen Bedingungen vorzubereiten, ist das nicht verkehrt aber vorher sollten Sie schon auch ein Leben mit normalen Jugendlichen führen dürfen, wenn sie das möchten. Bei geistiger Behinderung ist das wieder anders, hier sind fachgerechte Einrichtungen unumgänglich.

Mfg
Michael H.

Ich bin 40 Jahre alt, körperlich schwerbehindert und dank des unermüdlichen Einsatzes meiner Eltern einst an "normalen" Schulen ausgebildet worden. Ich habe persönlich erfahren, dass solche Integration uneingeschränkt funktioniert und zu einem gesunden, natürlichen Miteinander behinderter und nichtbehinderter Menschen führt:

Was mich betrifft: Ich bin ein vollwertiges, selbstbewusstes, verantwortungsvolles Mitglied dieser Gesellschaft geworden.

Und was meine ehemaligen Mitschüler (nichtbehindert!) betrifft: Keiner von ihnen hat im Leben Schwierigkeiten im Umgang mit behinderten Menschen.

Selbstverständlich gibt es behinderte Menschen, für die Sondereinrichtungen der geeignetere Weg sind. Aber Behinderte pauschal in Sondereinrichtungen zu zwängen (und zu zwingen), bedeutet nicht nur Diskriminierung und Ghettoisierung, sondern eine menschenunwürdige Praxis dunkelster Couleur, die einer "modernen Gesellschaft" spottet.

Behinderte sind keine "Klötze am Bein", wie hier geäußert wurde, sondern gleichwertige Mitmenschen, die nicht nur von Nichtbehinderten lernen, sondern auch anderen etwas beibringen - über das Leben und das Menschsein als solches. Gibt es Wichtigeres?

Meine Idee ist schon lange folgende, es sollte Zentralschulen geben in denen ALLE Kinder vom Kindergarten bis zum Hochbegabten Schulabgänger lernen. Es sollte Leistungsgruppen geben, unabhängig von Alter, sondern abhängig von der Begabung der Kindes. Dafür spricht das die konkurrenz die lernfähigkeit fördert und das nicht nur bei den Kindern sondern auch bei Erwachsenen. Um so mehr Menschen auf einem Platz zusammenkommen um so mehr Ideen oder Gruppen entstehen die manchmal unabhängig von Ihrem Elternhaus erstaunliche Leistungen erbringen können. Natürlich müsste dies auch finanziert werden, aber wenn man bedenkt was ein Betreungsplatz für ein Behindertes Kind kostet erübrigt sich die Frage ob sich dies Finanziell lohnt. Das Ende vom Lied wird nur leider sein das es wie meistens die oberen 10.000 sind die solche Dinge entscheiden und diese Menschen haben meistens wenig Herz bzw. gar keinen Bezug zu solchen Themen haben und diesen aus Scharm auch gar nicht wollen. Die gehen doch lieber auf Charity Partys und besaufen sich sinnlos nachdem Sie Ihr Gesicht in die Kamera gehalten haben. Es muss sich der "kleine" Mann engagieren, nur dieser hat dafür keine Zeit weil er Arbeiten muss um die Steuern zu verdienen damit sich die sowieso schon besser gestellten gegenseitig zuschieben können.

Ich finde jeder Steuerzahler hat das Recht eine von Ihm finazierte Institution auch zu besuchen.
Was heißt das im umkehrschluss?

was würde passieren wenn man keine Steuer mehr bezahlt weil das Kind nicht auf die öffentliche Schule darf?
Der Staat bzw. das Land nimmt das Recht auf eine Leistung die bezahlt wurde also könnte man im gegenzug die Steuer nicht mehr erbringen weil die Leistung verwehrt wird.
Was wären wir den ohne den Staat? Was wäre den der Staat ohne uns?

Eltern geistig behinderter Kinder was denkt ihr eigentlich?

In speziellen Förderschulen werden eure Kinder optimal betreut. Sie bekommen Aufmerksamkeit und Lernmethoden, die an das Kind angepasst sind. Warum sollen sie auf eine Schule gehen, in der sie kaum etwas verstehen?
Sind sie schwer geistig behindert, verstehen sie den Lehrinhalt nicht und wenn sie leicht geistig behindert sind, kommen sie leider meistens nicht mit und das kann zu Depressionen führen.

Zusammenführung ja, aber zu welchem Preis?

seit fast 5 jahren kämpfen wir für unser behindertes kind um integration an einer normalen schule.man glaubt nicht wieviel steine in den weg gelegt werden,zumal unser sohn(asperger syndrom) in keine der vorgesehenen förderschulen passt.ich weiß auch nicht was schlimmer ist,die umwelt ,einschließlich die eltern der so genannten normalen kinder,oder der sture apparat der sich schule nennt.es ist für diese kinder einfach kein platz vorgesehen.
man sollte nicht vergessen:NICHT BEHINDERT ZU SEIN IST EIN GESCHENK,DAS EINEM JEDERZEIT GENOMMEN WERDEN KANN !!!!!!!

ich finde es schrecklich zu hören, dass behinderte menschen als "klotz am bein" empfunden werden. natürlich ist es ohne zusätzliches, speziell ausgebildetes Personal nicht möglich, behinderte wie nicht behinderte individuell und optimal zu fördern. darum sollten sich politiker endlich kümmern. der umgang mit behinderten menschen im alltag kann kindern sozialkompetenzen vermitteln, wie kein lehrer es könnte. umgekehrt können behinderte nur ein annähernd normales leben führen wenn sie in alle sozialen bereiche integriert und nicht isoliert werden.

Dass solche Zustaende in hochentwickelten Bundeslaendern wie Baden-Wuerttemberg, Bayern und NRW bestehen ist sehr traurig.
Wie Kontraste aber deutlich machte : Voelkerrecht steht ueber Landesrecht. Inklusion fuer ganz Deutschland, bitte.

Ich bin zwar selbst kinderlos, leider ...da meine Exfrau ohne meine Zustimmung in den Nederlanden abgetrieben hat. Aber Kind ob behindert oder nicht bleibt Kind und somit förderungswürdig.
KHV

Grundsätzlich finde ich eine Inklusion oder die Integration behinderter in normale Schulen sehr positiv. Hierbei sollte jedoch auch bedacht werden, dass pädagogische Zielsetzung für behinderte Menschen sehr individuell zu betrachten ist. Es ist für einen Teil behinderter Menschen sinnvoll eine spezielle Förderschule zu besuchen, die sehr individuell auf ihre Bedürfnisse eingehen kann. Auch aus finanziellen Gesichtspunkten ist dies an einer Regelschule eher eingeschränkt. Wichtig ist mir an dieser Stelle die Förderschulen nicht zu verteufeln. Inklusion oder Integration an Regelschulen funktioniert nicht immer und für jeden Schüler reibungslos und mit der individuell, optimalen Förderung. Auch in Förderschulen ist Integration ein Ziel und es wird aus dem Klassenverband in die Umwelt getreten. Das Ziel der Integration ist ein Ziel vor allem für die "Normalen". Normalisierung wird vor allem im Verbund der allgemeinen Schulen erreicht, jedoch auch die optimale Förderung Behiinderter mit individuellen Bedürfnissen?

Ich bewundere die Geduld Ihres Reporters. Spätestens nach dem Satz: er nehme die einwände der Eltern nicht zur Kenntnis, wäre ich über den Tisch gesprungen und hätten den Breitarsch-Schmalkopf Bürokraten aus dem Fenster geworfen. Die Ignoranz dieser selbstgerechten, ignoranten Bürokraten ist nicht mehr zu ertragen. Wo ist denn das vielzitierte "c" in dieser Partei.

Ich bin Leiterin eines Kindergartens in NRW, in dem Kinder mit Behinderung, oder die von Behinderung bedroht sind, integrativ betreut werden. Diese Möglichkeit der Integration ist gesetzlich verankert. Umso wütender macht mich die Tatsache, dass auch in NRW die UN Konvention bei der Schulwahl außer acht gelassen wird. So wird sinnvolle und erfolgreiche Integration verhindert, anstatt sie weiter fortzuführen. Neben vielen bürokratischen Hürden, die auch im Vorschulbereich - trotz des Gesetzes - bestehen, verhärtet sich mein Verdacht, dass es wieder mal nur um Geld geht. Denn damit Integration gelingen kann, sind qualifizierte Zusatzkräfte notwendig.
Ich kenne aus meinem persölichen Umfeld einen Fall, in dem die Eltern eines Kindes mit Down-Synrom erst nach Mobilmachen der Presse und viel öffentlichem Druck für ihre Tochter einen Platz in einer Regelschule gefunden haben.
Viele Entscheidungen der Politiker für den sozialen Bereich sind nicht nachvollziehbar, damit kämpfen wir jeden Tag. Dass es aber immer die Schwächsten besonders trifft, anstatt für diese eine Lobby zu bilden, ist in höchstem Maße unchristlich und menschenverachtend!!!

An und für sich befürworte ich die Integration an sich. Ich selber wohne mit meinen Eltern (beide behindert) zusammen und sie sind selber mit "normalen" Kindern in die Schule gegangen. Für meine Eltern fällt die Integration ins normale Leben dadurch leichter (denk ich mal da ich es auch nicht unbedingt vergleichen kann mit anderen Situationen wo jemand ohne Integration ins normale Leben einsteigt). Jedoch muss man bedenken wie sich nicht-behinderte Schüler fühlen, wenn sie mit behinderten Kindern in einer Klasse sind. Ich kann mir gut vorstellen, dass es deutlich schwerer ist für Schüler sich zu konzentrieren, wenn stets Störungen entstehen, sei es durch Laute, durch mehrmaliges Wiederholen des Stoffes oder der zusätzlichen Leute im Klassenzimmer (Pädagogen etc.). Auch muss man sich vor Augen halten inwiefern es den Behinderten hilft in einer normalen Klasse mitzuarbeiten. Fühlen sie sich ständig überfordert oder wird immer auf sie eingegangen ? Natürlich hilft es die Kluft zwischen Behinderten und Nichtbehinderten zu schmälern. Das bestreit ich nicht, aber man kann dies auch auf anderen Wegen machen. In unserer Stadt gibt es z.B. öfters Kooperationen mit behinderten und nichtbehinderten Schülern. Dies könnte man auch zur Pflicht machen, so ähnlich wie Zivildienst nur in einem sehr geringem Umfang. (1 mal im Monat gemeinsame Aktionen lassen sich bewältigen) So kann auch Integratiion aussehen ! Sozusagen Sozialstunden im normalen Unterricht.
Jetzt springen mir vielleicht einige von euch an den Hals, aber ich bin letztendlich gegen eine Integration von behinderten Kindern in das Schulsystem.

Ich bin selbst Vater von drei Kindern und habe meine eigene Erfahrung machen müssen mit dem deutschen Schulsystem. In den Kindergarten meiner Tochter ging ein Mädchen mit Downsyndrom. Ich kann die Tatsache, die sie in ihrem Bericht schilderten, nur bestätigen, dass dieser Umstand eine Bereicherung , sowohl für die nicht behinderten Kinder war, als auch für die Eltern von gesunden Kindern. Natürlich profitierte auch das behinderte Mädchen in besoderem Maße. Unsere Kinder sind unsere Zukunft und da ist es egal, ob sie behindert sind oder nicht. Ich finde es traurig, wenn verantwortliche Volksvertreter keinerlei Mitgefühl mit solchen Menschenkindern zeigen. Scheinbar ist dies ein Ausdruck von Angst nichtbetroffener Verantwortlichen, sich diesen Aufgaben zu stellen. Ich möchte betroffenen Eltern Mut und Kraft zusprechen, für die Rechte ihrer behinderten Kinder einzustehen.
Mit freundlichen Grüßen
Rolf Schmieden

Ich bin hochgradig sehbehindert und bin in Baden-Württemberg zur Schule gegangen. Meine Mutter musste auch schon vor 17 Jahren dafür kämpfen, dass ich integrativ beschult wurde.
Es war mit Sicherheit nicht leicht für mich, nicht leicht für meine Mutter, nicht leicht für meine Lehrer und nicht leicht für meine Mitschüler mit einer Behinderten in einer Klasse zu sitzen. Es haben sich aber alle bemüht und das hat mir Kraft und Selbstbewusstsein gegeben. Ich kann - eben weil ich in einer "normalen Schule" war - sagen: ich kann wie jeder andere Deutsche auch eine ganz normale junge Erwachsene sein! Mit allen Erfahrungen, die jeder andere junge Erwachsene auch gemacht hat.
Als ich diese Reportage gesehen habe, hat sich in mir eine RIESEM-WUT entwickelt. Es kann ja wohl nicht sien, dass irgendwelche verstaubten Politiker sich ein Urteil erlauben darüber, was gut ist für ein behindertes Kind oder nicht (wäre interessant zu wissen was nseren Bundespräsidenten und seine sehbehinderte Tochter dazu sagen).
Wie soll denn die Gesellschaft mit behinderten Menschen umgehen, wenn es noch nicht einmal die vorbildtragenden Politiker können???
Man sollte sich mal überlegen, dass Mitschüler von behinderten später auch mal Kollegen oder Chefs von den jetzt noch weggeschobenen und ausgegrenzten Menschen sein könnten, aber wie sollen sie denn als Erwachsene miteinander umgehen können, wenn sie es als Kinder nicht schon gelernt haben, dass alle Menschen gleich sind und auch so zu behandeln sind!!!!!!!!!!!!!
Ich bin, erst recht nach diesem Beitrag, überglücklich ein annähernd normales Leben füren zu können - oder sollte ich lieber sagen, ich bin dankbar ein normales Leben führen zu DÜRFEN???

Bevor ich missverstanden werde: Ich achte die Menschenrechte und Grundgesetze der BRD. Aber ich verstehe nicht ganz, warum Behinderte, die nicht dem Leistungsstand eines entsprechenden Jahrgangs entsprechen, in einer gewöhnlichen Schule integriert werden sollen. Ein Kind mit Hauptschulempfehlung hat (wenn man der Empfehlung mal trauen mag) genauso wenig auf dem Gymnasium verloren wie ein Mensch mit mangelndem Leistungsvermögen (wie das bei geistigbehinderten Menschen nun einmal der Fall ist). Es geht mir nicht darum, dass Menschen mit körperlichen oder geistigen Einschränkungen nicht auf der Straße zu sehen sind oder der restlichen Gesellschaft vorenthalten werden. Ich bin mir sicher, dass vielen Menschen Kontakt zu Menschen verschiedenster Art gut tun würde. Und damit meine ich unterschiedliche geistige Bildungen, unterschiedliche ethnische Herkünfte, unterschiedliche Altergruppen usw.. Dass solche Erfahrungen positiv sind, kann man fast bei jedem ehemaligen Zivildienstleistenden aus Erzählungen heraus hören.

Ich glaube nicht, dass der Kontakt zu Menschen, die anders sind als man selbst, schlecht ist. Ganz im Gegenteil. Aber ich glaube auch, dass man sich - wenn man ein Ziel hat - in Interessensgruppen zusammenfinden muss. So spiele ich z.B. Fußball und bin mir sicher, dass ich nichts bei einem Training bei einem Bundesligisten verloren hätte. Ich hätte nicht deren Niveau, und sie hätten nicht mein Niveau. Was soll ich also dort? So geselle ich mich mit Menschen, die mir ähnlich sind in der Kreisliga.

Man kann immer das Argument bringen, dass Schule nicht nur Leistung fordern und Fähigkeiten fördern soll, sondern auch einen gesellschaftlichen Beitrag dazu leisten muss, dass Menschen "gesellschaftsfähig" werden. Dazu könnte gehören, dass man auch lernt, dass es Menschen gibt, die arm sind oder Menschen gibt, die die deutsche Sprache nicht perfekt beherrschen oder möglicherweise auch behindert sind. Klar, das ist sicherlich nicht so schlecht. Aber irgendwie wird mir bange bei dem Gedanken, dass man gerade deshalb behinderte Menschen in gewöhnliche Schule integriert. Als Anschauungsobjekt? Und in jeder Klasse einen Quotenausländer? Ich finde DAS wäre diskriminierend.

Irgendwie sehe ich keinen Vorteil davon, dass behinderte Menschen auf eine Schule geschickt werden. Schlimmer noch werden diese Menschen permanent überfordert. Ich finde das bisherigen Modell mit Schulen, die speziell auf Menschen mit Besonderheiten zugeschnitten sind, für deren potentielle Entwicklung ihrer Fähigkeiten deutlich produktiver.

Übrigens, die eine Frau in dem Beitrag sagte, dass sie noch nie ein Kind mit Down-Syndrom gesehen hatte, bis sie selbst eines hatte. Nun ja, wenn das das Argument ist, warum man behinderte Kinder in gewöhnliche Schulen schicken will, muss auch in jeder Klasse einer mit Lese- und Rechtschreibschwäche, einer mit Lepra, einer mit HIV und so weiter sein, damit man nicht irritiert ist, falls im weiteren Leben ein Mensch trifft, der nicht der Norm entspricht. (Und nein, ich habe gerade nicht eine Behinderung mit einer Krankheit verglichen!)

Es ist unglaublich; Damals hat man schon Behinderte separiert, im 3.Reich, und nun macht man das noch immer. Ja, man hat sie damals sogar liquidiert (z.B. Hadamar). Wäre es jetzt nicht endlich an der Zeit, mit den vorhandenen guten Erfahrungen mit der Integration und den zahlreichen wissenschaftlichen 'Begleitung, endlich zur Inklusion zu kommen? Kann sich Deutschland aufgrund o.g. Vergangenheit überhaupt noch so etwas leisten? Viele meiner Au-pair-Mädchen aus skandinawischen Ländern fragten mich, nachdem ich die zahlreichen Sonderschulen hier in Deutschland aufgezählt hatte, fragten mich, ob wir noch im 3. 'Reich lebten!

Es wäre interessant zu wissen, ob die Herrschaften in der Kontraste-Redaktion ihre gesunden Kinder bei Wahlfreiheit in eine integrative Schule schicken.

hhhhhhh

Allem Unmut zum trotz. Warum fragt man nicht mal die Eltern von "nicht-behinderten" Kinder, ob die das wollen??? Ich kenne geistig und körperlich Benachteiligte. Und weiss trotzdem nicht, ob ich das haben wollte.

Allen, die sich hier Sorgen machen um die leistungsstarken oder die Behinderten in den gemischten Gruppen sei folgendes Buch empfohlen:
Olga Graumann: Gemeinsamer Unterricht in heterogenen Gruppen, von lernbehindert bis hochbegabt.
Längst ist bewiesen, dass sowohl die Überflieger als auch die Behinderten - dass alle im gemeinsamen Unterricht mehr lernen - besonders im Sozialverhalten.
Die deutsche Politik hinkt der Wissenschaft Jahre hinter her und den Nachbarländern ebenfalls.
Es gibt noch viel zu tun:
Das ist deutsche Apartheid-Politik gegen
Behinderte.
In Amerika war es auch ein langer Weg- bis ein Farbiger Präsident sein durfte.
Bitte helft alle mit!
Schaut um Euch und ladet unsere behinderten Kinder in die Regelschule ein -
Ihr erkennt sie ganz leicht:
Sie stehen jetzt im Winter schon um 6.30 am Straßenrand und warten auf den Spzialbus, der sie in ihre Spezialschule bringt.
Sauerei!

N´Abend zusammen,

ich glaube man sollte diesen Gedanken des Miteinbeziehens der Behinderten in die "Normale Schule" auch bis zum Ende denken.

Innerhalb eines dreigliedrigen Schulsystemes ist dies doch eigentlich unmöglich. Ansonsten würde man doch auch wieder eine neue Diskriminierung von Menschen schaffen. Wie bitte soll man denn einem Abgänger der 4. Klasse mit der "Empfehlung: Hauptschule" erklären, dass sein geistig Behinderter Klassenkamerad (der bei weitem nicht die schulischen Leistungen wie er selbst erbracht hat) jetzt das Gymnasium besuchen darf, er jedoch nicht .... na toll ... das würde ja wirklich "Gerechtigkeit" schaffen. Man könnte ihm ja dann erklären: "Sorry, hättest halt auch geistig behindert sein müssen, dann hättest Du auch das Gymnasium besuchen dürfen, mit Deiner Intelligenz und Leistungsfähigkeit reicht es jedoch "nur" für die Hauptschule ... ich bin mir nicht sicher, ob dies einem 10 jähirgen Kind erklärbar wäre, oder?

Also kann solch eine Vollständige Integration von Behinderten nur Einhergehen mit einer Gesamtschule, d.h. mit einer Vollständigen Aufgabe des heutigen drei/zweigleidrigen Schulsystemes ... dies sollte jeder in seine hier mal schnell geäußerte "Empörung" miteinbeziehen, bitte.

Viele Grüße aus BW

Eltern sollten die Möglichkeit einer freien Schulwahl haben. Eine integrative Schule mag nicht für jedes Kind geeignet sein. Wer könnte dies aber besser beurteilen als die Eltern selber, die tagtäglich mit dem Kind zusammen sind. Herr Wacker arbeitet nicht mit Kindern, weiß aber was richtig ist.

Vor kurzem pensionierter stellvertr. Schulleiter einer GB-Schule: Integrative Beschulung unserer Kinder ist ein anzustrebendes Ziel. Nicht aber unter den Bedingungen, wie auch im Bericht zu sehen war, daß deren Förderung nicht von Sonderpädagogen durchgeführt wird, permanent. Es nützt unseren Kinder die bessere Sozialkompetenz durch integrative Beschulung nichts, wenn die individuelle Entwicklung in allen anderen Bereichen nicht gefördert wird. "Normalschulen " können das unter den jetzigen Bedingungen nicht leisten. Auch aus psychohygienischen Gründen ist ein Schonraum häufig angebracht. Die Komplexität dieser Problematik ist zu einfach dargestellt worden.

Zum Beitrag von Michael Eder:
Es gibt Eltern, die nicht wissen dass ihr Kind behindert ist, wenn es zur Welt kommt. Denn es gibt Behinderungen, die auf den ersten Blick (Ultraschall etc.) nicht zu erkennen sind, Behinderungen, die erst später festgestellt werden; Behinderungen, die durch Geburtsfehler entstehen (Sauerstofmangel), Behinderungen, die durch Unfälle entstehen usw. Warum um alles in der Welt sollen die Eltern für Mehrkosten für die Schule für ihre Kinder selbst aufkommen? Leben wir nun in einem Sozialstaat oder nicht? Ich wünsche ihnen jedenfalls, dass sie nie Vater eines behinderten Kindes werden. Das Kind tut mir jetzt schon leid!

SEHR GEEHRTE DAMEN UND HERREN !
DANKE FÜR DIESEN BERICHT !!
DER UNTERZEICHNER IST SELBST SEIT 20 JAHREN QUERSCHNITTGELÄHMT !!
WÄHREND MEINER SCHULZEIT VON 1963 -1970 WAR IN UNSERER SCHULE IN BABENHAUSEN/HESSEN EIN MÄCHEN MIT SCHWERER KINDERLÄHMUNG - IHR HABEN WIR IMMER GEHOLFEN VON EINER KLASSE IN DIE ANDERE ZU KOMMEN - MIR HAT ES NICHT GESCHADET !!! SONDERN DIE ERINNERUNG DARAN WAR FÜR MICH NACH MEINEM UNFALL (1988) IMMER EIN VORBILD DAFÜR DASS DAS LEBEN WEITERGEHT ! WIR HABEN AUCH HEUTE NOCH KONTAKT !!
IHRE MODARATORIN FRAGTE "HABEN SIE HEUTE SCHON GEISTIG BEHINDERTE GESEHEN??" - DARAUF KANN ICH AUFGRUND MEINER ERFAHRUNG NUR SAGEN -"JEDEN TAG SEHE ICH MEHR GEISTIGE BEHINDERTE AUF ZWEI BEINEN (POLITIKER-KRANKENKASSENVERTRETER-KOMMUNALMENSCHEN-"NORMALE MENSCHEN ETC!!" WIE MIR EIGENTLICH LIEB IST !! AUSGENOMMEN KINDER ALLER ALTERSGRUPPEN - DIESE GEHEN IMMER VORURTEILSLOS AUF MICH ZU UND FRAGEN WAS MIT MIR LOS IST UND WARUM ICH IN DEM "DING" RUMFAHRE UND NICHT AUFSTEHE UND LAUFE !! NACH EINER KURZEN INFO HEISST ES DANN "ACH SO" UND ES GEHT WEITER - ABER AUCH IMMER NUR SO LANGE BIS DIE ELTERN KOMMEN - NICHT BEI ALLEN - ABER BEI EINIGEN WERDEN DIE KINDER GEMASSREGELT UND WEITERGEZOGEN !!
DAHER MÜSSEN SOLCHE BERICHTE ÖFTERS GEZEIGT WERDEN - DEN KINDER KENNEN KEINE VORURTEILE - VORURTEILE HABEN NUR DIE ÜBER 155 CM !!

ZUM IHK BERICHT IST NICHTS HINZUZUFÜGEN SOLLTE JEDE WOCHE GEZEIGT WERDEN !!

MFG

BERNHARD LOBDOWSKI
RHÖNSTRASSE 28
63110 RODGAU - 06106-876423

Was maßt sich dieser Herr Wacker (CDU) eigentlich an? Die Aussage eine Integration muss nicht sein, da passende Alternativen vorhanden seien? Was ist heutzutage schon normal?
Herr Wacker sollte sich das mal fragen und jeden Menschen mit
gleichem Maß messen, dass ist das gerade nämlich nicht. Wer ist der Bessere Mensch, der Dicke, Straffällige oder einfach Menschen mit besonderen Bedürfnissen, nein alle sind gleich und
sollten demnach diesselben Chancen innerhalb der Gesellschaft haben, sonst gäbe es ja Schulen für o.g. Gruppen. Man kann Herrn
Wacker nur wünschen, dass in seiner Welt immer alles nach Norm
verläuft, jedoch, wie schnell kann sich das ändern.

Nun ist das Geschrei wieder mal sehr groß.... Verständlicherweise, aber bitte nicht immer nur so polemisch und agressiv. Wie wir halt in Deutschland so sind, diskutieren wir nun, bis keiner mehr das eigentliche Thema kennt, sind CDU oder sonstige Parteien an allem Schuld und es werden Kompromisse und Ausnahmen gesucht, damit es auch bestimmt jedem recht gemacht wird.
Hört auf Euch aufzuregen, fangt an zu handeln. Redet mit den Schulen, die Eure Kinder besuchen. Organisiert Treffen in kleinem Kreisv zwischen Euren und Behinderten Kindern aus Eurem Wohnort und zeigt das es funktioniert, denn nur so kann eine grandiose Sache auch den letzten Skeptiker überzeugen.

Liebe Kontraste-Macher,
ich kenne noch eine Steigerung: in Berlin gibt es das Gesetz, das "behinderten" Kindern den Zugang zu allen Schulen ermöglicht. Als wir unsere Tochter mit Trisomie 21 in einer wohnungsnahen integrativen Grundschule anmelden wollte, wurde uns schon die Anmeldung verweigert. Trisomie 21 - das sei der Schule doch zu schwierig, das könnten sie nicht leisten.
Dazu paßt auch das Resumée eines Integrations-Aktionisten, der einmal meinte: wissen Sie, auf dem Papier gibt es auch die Gleichstellung der Frau - und wie sieht es damit in der Realität aus?

Ich wollte Ihren Beitrag, finde aber nur den vom November.
Wann kann ich den kompletten Wortbeitrag nachlesen?

Was die IHK berifft, das glit auch für angebliche Landwirtschaftliche Berufsgenossenschaft, keine Genossenschaft ist, auch zwangsweise plündert, wie alle organisierten Gruppen dieses Staates der organisierten Gruppen.
Der hat uns nämlich portionsweise an seine organisierten Gruppen verkauft! Dieser Staat ist daher die Mafia auf deutschem Boden, meine ich.
Vor seinen Häschern sind wir kaum noch zu retten, wenn nicht von außerhalb Deutschands massiv eingegriffen wird!

Wir brauchen eine radikale Steuereform (einfache, niedrige Steuersätze, weitgehens ohne Ausnahme- und Sonderregelungen), um eine umfassende Bildungsreform finanzieren zu können.

Grundsätzlich sollte die Schülerzahl pro Lehrer limitiert werden, z.B. auf max. 20 Schüler (besser 15) pro Lehrer (das heißt bei 21 Schülern, 2 Klassen/ Kurse à 11 und 10 Schüler mit jeweils ausreichendem Lehr- und Betreuungspersonal).

Neben ausreichend Lehrern, die nicht nur fachlich sondern vor allem didaktisch und "lernpsychologisch" nach neuestem wissenschaftlichen Stand ausgebildet werden müssen, brauchen Schulen auch genügend entsprechend ausgebildetes Personal, das sich ausschließlich um das psychische (z.B. rechtzeitige Vermittlung von "Medienkompetenz") und physische (vor allem Bewegung, Ernährung, Entspannung, frühzeitige gesundheitliche Aufklärung und Anleitung in allen Lebensbereichen) Wohlergehen der Schüler kümmert und damit die Lehre entscheidend unterstützt.

NUR DANN wäre es sinnvoll, die Trennung der weiterführenden Schulen abzuschaffen und alle Kinder/ Jugendliche gemeinsam zu unterrichten. Das gilt auch schon für Kindergärten, deren Anzahl drastisch steigen muss, die deutlich mehr und vor allem qualifizierteres Personal brauchen und in die alle Kinder gehen sollten, vielleicht sogar müssten.

Davon würden alle Menschen, behindert oder nicht, enorm profitieren und nur so hat unser Land eine Zukunftschance!

Diese Trennung unterschiedlicher Menschen hat doch etwas davon, was in diesem Land schon einmal vor fast 70 Jahren passiert ist oder?
Man lässt sich viel gefallen aber irgendwann reicht es... und das bei unserem SUPER Bildungssystem! *Pisa*

Herr Udo Lihs!

Ich freue mich dass sich hier auch ein Lehrer dagegen stellt unsere Kinder integrieren zu wollen.

Ich sehe darin dass sie kein Betroffener sind und ihre Sicht schildern. Ja es ist zum Heulen wenn Pädagogen so denken. Wie soll man Behinderte integrieren wenn sie ausgegrenzt werden, wie sollen ihr Schüler den Umgang mit behinderten lernen, von Ihnen anscheinend ja nicht.

Zu Ihrem äußerst tendenziösen Beitrag (etwas anderes ist von kontraste kaum zu erwarten) stelle ich fest: Hier wurde weder der Behinderungsbegriff ausreichend differenziert (behinderte, geistig behinderte Kinder und Kinder mit Down-Syndrom wurden wild durcheinander geworfen), noch wurde auf wissenschaftliche Studien zum (Mehr-)Erfolg verschiedener Beschulungsformen Bezug genommen, was das alleinig entscheidende Argument darstellen sollte. Baden-Württemberg verbietet übrigens entgegegen Ihrer Falschbehauptung mitnichten grundsätzlich die Beschulung behinderter Kinder an der allgemeinen Schule. Die entsprechende Verwaltungvorschrift sieht ausdrücklich - und hier wird gerade dem Elternwunsch Rechnung gatragen - die Bildung von Außenklassen an allgemeinen Schulen vor, wobei der zahlenmäßig größte Teil der Schüler in Außenklassen solche mit einer geistigen Behinderung sind. Integrative Beschulung kann nicht wie wiederholt gefordert vorwiegend dazu dienen, Nicht-Behinderten den Umgang mit behinderten Menschen zu ermöglichen, sie muss zu beiderseitigem Nutzen erfolgen. Im Beitrag werden die Vorteile der Förderung behinderter Kinder in den bösen Sonderschulen und die qualifizierte Arbeit, die dort geleistet wird, außen vorgelassen (die übrigens das Bemühen um die reflexartige geforderte Integration keinesfalls ausschließt) - der Beifall des hier versammelten (Achtung, Kampfbegriff:) Gutmenschentums ist Ihnen dennoch sicher. Zum Abschluss noch ein kleines Beispiel aus persönlicher Erfahrung: Mir wurde aus einem südeuropäischen Land von der dortigen "Integration" eines Schülers mit schwerer geistiger Behinderung berichtet, die darin bestand, dass dieser ganztags weitestgehend allein in einem abgedunkelten Raum der allgemeinen Schule dahin vegetierte. Integration 100%. Glückwunsch.

Hallo nochmal!

@Sake: Du schreibst von einem hochbegabten Kind. Und jemand anders schreibt von dieser hier in Deutschland (vor allem im Süden) üblichen Einteilung, besonders lernbehindert -> Förderschule, usw. mit Hauptschule, Realschule, Gymnasium.

Also zum einen ist Begabung nicht so eindimensional. Man hat in manchem Stärken und in anderem Schwächen oder durchschnittliche Fähigkeiten. Hochbegabte vielleicht dann in manchen Gebieten eben *sehr* stark, in einigen anderen auch stark, sonstwo durchschnittlich, vielleicht sogar in einzelnen schwach. So war's bei mir. Soziale Probleme, solche Sensibilitäten eher sehr spät entwickelt. Mathematisch-naturwissenschaftlich und teils sprachlich und musikalisch sehr gut. Dann manches so zwischendrin. Sport, vergiß es.

Ich war letztlich im "normalen" Gymnasium. Mal war es in der Diskussion, nach Altensteig zu gehen. Aber das hätte nennenswert Geld gekostet, wäre auch mit Isolation von daheim verbunden gewesen. Ob das wirklich die Alternative gewesen wäre? Vielleicht wäre es im Sinne von der Begabtenförderung teils gut gewesen. Aber der Preis wäre eben das mit der sozialen Isolation vom Herkunfts-Umfeld gewesen, und eben auch die soziale Auslese (man hätte es sich daheim nur knapp oder gar nicht leisten können).

Evtl. wäre es noch besser gewesen, wenn man auch die Begabtenförderung "integrativ" ausbauen könnte, und so auch wohnortnäher.

Viele der hier zu lesenden Kommentare und auch der Sendebeitrag zeugt von höchster fachlichen Inkompetenz. Wieso ?
Ganz einfach: Zunächst einmal ist Behinderung nicht gleich Behinderung. Die Schwere der Behinderung ist sehr entscheidend bei der Beurteilung der Lernfähigkeit. Man nennt dies "Grad der Behinderung." Diese wird fachärztlich festgestellt und muß in gewissen Abständen überprüft werden.
Wenn ein Schüler an einer großen geistigen Behinderung leidet dann ist dieser nun mal in seiner Lernfähigkeit gegenüber normal entwickelten Kindern eingeschränkt. Je stärker nun der Grad der Behinderung ist, um so weniger ist das behinderte Kind in der Lage Wissen aufzunehmen, das geht leider bis zur völligen Lernunfähigkeit.
Behinderte Kinder nun auf Krampf und aus Prinzip in eine Klasse mit geistig gesunden Kindern zu stecken ist sowohl lernpädagogisch als auch aus psychischen Gründen Blödsinn. Die normen Kinder werden entweder unzureichend gefördert oder die behinderten Kinder werden überfordert und werden sich ihrer Einschränkung so bewußt, das diese Komplexe und psychische Störungen bekommen.
Dies gilt für hochbegabte Kinder ja ebenso ! Diese fühlen sich in einer normalen Klasse unterfordert, spielen dann häufig den Klassenclown oder werden wegen ihrer hohen Intelligenz von ihren Mitschülern gehänselt. Aus diesem Grund macht es sehr wohl Sinn darauf zu achten, das das geistige Niveau in einer Klasse in etwa gleich ist.

Wenn ein sehbehinderter Mensch wegen seiner schlechten Augen keine Führerschein bekommt ist das auch keine "Diskriminierung", im Gegenteil, dies ist praktizierte Verantwortung gegenüber anderen Straßenteilnehmern.

Bei behinderten Kindern ist der Besuch einer Sonderschule eher für beide Seiten von Vorteil als diese auf Krampf in eine normale Schule zu stecken. Sinn würde es machen, wenn man Tage der Begegnungen veranstalten würde, also wenn sich Behinderte und normale Schüler mal im Rahmen von Veranstaltungen kennenlernen.

UNO hin, UNO her, diese Menschen machen auch Fehler, so wie jede Kommission, jede Regierung und jeder Politiker.
Ich empfand den Sendebeitrag als eine Art Primitivjournalismus der von Unsinn nur so strotzte. Sachlichkeit und Kompetenz ist eben leider nicht jedermans Sache.

Kinder mit geistiger Behinderung und der damit verbundenen Lernschwäche sind auf einer speziell für sie zugeschnittenen Schule aus meiner Sicht besser aufgehoben. Hier haben sie beim Lernen auch einmal Erfolgserlebnisse. Ohne Erfolgserlebnisse auf einer normalen Schule verlieren Kinder sehr schell die Lust und Freude am Lernen.

Ich habe einen behinderten Sohn, der inzwischen 27 Jahre alt ist. Er ist nicht stark geistig behindert. Das ist schön für uns, aber schwierig für ihn, da er genau weiß, dass er "anders" ist. Ich hätte mir damals gewünscht, ihn in eine "normale" Schule geben zu können. Heute bin ich froh, dass es damals nicht möglich war. Dadurch, dass er sich so sieht, wie er ist, hätte es ihm sehr weh getan, immer der Letzte zu sein. Die Förderung in einer Schule für geisig Behinderte Menschen ist weitaus größer als in einer integrativen Schule. Wir leben hier in einer Kleinstadt in NRW. Dadurch, dass die Schule mit ihren Schützlingen täglich in der Stadt unterwegs ist, sind die Berührungsängste der Menschen in unserer Stadt bis auf wenige Ausnahmen nicht mehr vorhanden. Nicht das Schulsystem ist diskriminierend, sondern die Gesellschaft ansich. Eltern mit behinderten Kindern müssen stark sein und ihr Kind annehmen, so wie es ist. Wir haben festgestellt, dass durch diese Annahme unser Kind sich entwickeln konnte. Ich bin den diversen Sonderschulen, die mein Sohn in seiner Entwicklung durchlaufen hat, sehr dankbar, denn er hat viel gelernt. Das hätte er nicht lernen können, wenn er nur Mitläufer auf einer "normalen" Schule gewesen wäre. Auch wenn mehr Personal in diesen "normalen" Schulen für die behinderten Kinder eingesetzt wird, reicht es nie aus, das einzelne Kind nach seinen Bedürfnissen zu fördern. Dadurch, dass wir unseren Sohn so angenommen haben , wie er ist, geht auch unser gesamtes Umfeld ganz normal mit ihm um. Trotz seiner Behinderung ist er ein vollwertiger Mensch, als der er auch gesehen wird.

Ich bin selbst als Heilpädagogin mit der Lebens-und Bildungssituation dieser Kinder vertraut und empfinde sie als haarsträubend -- das "Ghetto Lebenshilfe" kann es nicht sein - es propagiert die Eingliederung in die Gesellschaft der Behinderten - das ist meiner Meinung nach völlig "panne".
Diese Menschen sind genauso teil unserer Gesellschaft wie ich hoffentlich -- auch.
Fortgeschrittene Stunde - bitte Rechtschreibfehler zu entschuldigen- trotzdem -ich wünsche mir mehr "alltagstaugliche Hilfen" für alle

Die Entscheidung, behinderte Kinder rigoros aus dem Unterricht an Regelschulen auszugrenzen und sie in Sonderschulen unterzubringen, ist meiner Meinung nach eine höchst diskriminierende und zudem für niemanden zuträgliche. Heterogene Lerngruppen ermöglichen allen beteiligten eine umfassendere Bildung. Es scheint, als ginge es in unseren Schulen nur noch um die Vermittlung von trägem Wissen. Der Stoff soll möglichst effektiv infiltriert werden, der Unterricht soll funktionieren und alle, die dieses starre Raster gefährden, werden aussortiert oder per Ritalin "entschärft", ob behindert, schwer erziehbar oder hyperaktiv - Kategorisierungen, die ohnehin allzu leicht gesetzt werden, und dem einzelnen Kind nicht gerecht werden. Ein System, das sich auf das Prinzip des bulimischen Lernenes stützt, führt wohl kaum zu echter Bildung. Bildung erwerben Kinder, indem sie sich mit komplexen Situationen auseinandersetzen. Es ist wichtig, dass sie lernen, die Vielfalt bewusst zu erleben und auszuhalten zu können, und diese für sich fruchtbar zu machen, und sich nicht auf starre Lebensmuster versteifen, die Schule durch das Ausgrenzen von Tabu - Themen oftmals vermittelt, und die mit dem Leben nichts tun haben. Dass behinderte Kinder aus dem Alltag ausgegrenzt werden, stellt sie in ein falsches Licht: Sie werden tabuisiert und werden zu Fremden, mit denen viele Menschen dann nicht umgehen können, weil ein Klischee von "Behindert-sein" sie beschränkt. Dies wird diesen
Kindern nicht gerecht. Sie sind für ihre Umwelt nicht einfach eine Last, sondern haben den anderen Kindern viel zu geben. Zudem wird ihnen die Chance genommen, ihre Fähigkeiten durch eine anregende Umwelt weiterzuentwickeln.
Wer einmal in eine integrative Klasse geht und bereit ist, mit Unwegsamkeiten umzugehen, und diese aufzugreifen, der sieht, wie fruchtbar dieses Miteinander ist.

Kontraste war mal wieder plakativ polemisch und unnötig!
Auf solche unqualifizierten Beiträge kann man meiner Meinung nach auch gerne verzichten!!!!

In anderen Ländern versucht man unser System zu kopieren. Sonderschulen, in denen Kinder explizit gefördert werden, wie die Sprachheilschule, sind nur sinnvoll!!!!

Wenn sie integriert werden, können sie auf einmal Logopäde pro Woche hoffen. Oder sind die Regelschullehrer jetzt auch noch Sprachtherapeuten???

ach leute, ´wieso muß man sich eigentlich mit geistig behinderten politikern rumärgern? abwählen diese .....

Hallo
Ich arbeite als Erzieherin in einer Einrichtung für erwachsene behinderte Menschen. Nebenbei bestreite ich eine weitere Ausbildung zur Heilpädagogin.

Ich finde es schade, dass in unserem Schulsystem nur wenig Platz für integrative Klassen ist. Ich mache täglich die Erfahrung, wie erwachsene behinderte Menschen, die ihr Leben lang "weggesperrt" werden, gar nicht wissen, wie es "in der richtigen Welt" aussieht. Ihr Weltbild stimmt überhaupt nicht mit dem realen überein. Wie auch. Sie werden versorgt, haben alles und wissen gar nicht, wie es anders sein könnte. Sie wünschen sich auch von Herzen ein "normales" Leben und fühlen sich regelrecht weggesperrt und nicht gewollt. Hirzu muss ich hinzufügen, dass das Klientel, welches ich betreue , in der Regel nur leichte Intelligenzminderungen haben. Sie besitzen also noch kognitive Fähigkeiten und können, wenn ich aus meinem Privatleben einzelne Situationen beschreibe, zwischen meiner und ihrer "Welt" Unterschiede feststellen. Sie stellen zum Beispiel fest, dass sie sich, im Unterschied zu mir, nicht frei bewegen können und wenn sie auffallen auch nicht überall gewollt werden.

Diese sowie viele weitere Erfahrungen bestätigen nur, dass es sinnvoller wäre, wenn behinderte Menschen in Regelschulen integriert werden würden. Sie würden auch eine realistischer Einschätzung ihrer Umwelt gewinnen. Durch meine Ausbildung zur Heilpädagogin erfahre ich auch, wie behinderte Kinder von Regelkindern lernen können. Entwicklungspotenziale werden positiv begünstigt. Nicht so in einer Sonderschule. Behinderte Kinder lernen weniger voneinander, Ich möchte nicht damit sagen, dass sie überhaupt nichts voneinander lernen. Dies soll auch nicht heißen, dass Sondrschulen schlecht sind. Mehr Integration wäre von Nöten...
Des weiteren kann auch ein Regelkind von einem behinderten Kind lernen. Vielleicht würde dann mal unsere Gesellschaft anders auf behinderte Kinder oder Erwachsene reagieren....

Liebe Grüße Nina

Hier offenbart sich eines der Grundübel unserer Demokratie:

Unsere politisch Verantwortlichen sind gut informiert und auskunftsfreudig zu Themen, die als Kampagne auf ihrer aktuellen Agenda stehen. Zu allem anderen in ihrem Verantwortungsbereich können sie nur das sagen, was ihnen ihr "Haus" als unterschritsreife Antwort zuarbeitet - und das sind in aller Regel eben jene Bürokraten, die die Fehler begangen haben.

Ob CDU oder SPD, macht keinen Unterschied. Wir wählen engagierte Demokraten und bekommen doch nur den immergleichen Beamtenapparat, der die konkreten Gesetze und Ausführungserlasse gestaltet.

Die Sendung kontrastiert treffsicher die ungeweinten Tränen der betroffenen Eltern mit der diebische Freude des verantwortlichen Ministerialbeamten, den Schaden, den er anderen zufügt, wegignorieren zu können.

Kompliment, weiter so!

Wie Integration behinderter Kinder in "normale" Klassen funktionieren kann?

Man schaue sich nur den Film "KlassenLeben" von Hubertus Siegert an:

DVD:

http://www.amazon.de/Klassenleben-Bernd-Friedmann/dp/B000FQ5F90/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=dvd&qid=1228428350&sr=8-1

Ich habe mich, ehemalige Waldorfschülerin, jetzt Lehrerin an einer deutschen Auslandsschule, sehr über den Bericht gefreut.
Er rückt u. A. ins Bewusstsein, dass es eine Schulbewegung gibt, die seit langem alternative Wege in der Schularbeit aufzeigt: Reformpädagogik, frühes Fremdsprachen lernen, Projektarbeit, keine Noten, kein Wiederholen, Integration , um nur einige zu nennen.
Viele dieser Ansätze wurden in der öffentlichen Schule immer erst bekämpft, dann zögernd aufgenommen (Und dann als eigene Idee verkauft!)
Deutschlands konservative (CDU) -Politiker hatten immer Schwierigkeiten, menschliche , soziale, "christliche" werte umzusetzen, warum? Darüber lohnt sich nachzudenken und das Kreuzchen auf dem Wahlzettel an eine ande Stelle zu setzen.
Schule in Baden- Württemberg ist eine Aneinanderreihung von Ausgrenzungen, alleine schon die Dreigliedrigkeit ist ein permanentes Verbrechen an Kindern.
MfG
Elke Zschorsch

Ich finde es für die Entwicklung eines jeden Menschen förderlich auch mit "kranken" Menschen lernen umzugehen, jedoch benötigen diese Kinder individuelle Betreuung und Zeit der Förderung, die sie Sonderschulen durch geschultes Personal eher bekommen als in Regelschulen.
In dieser ganzen Diskussion sollte man desweiteren bedenken, dass zusätzliche Lehrkräfte bzw. in erster Linie Sonderpädagogen in den Klassen sein müssen, damit sie sich um die behinderten Kinder in besonderem Maße kümmern können. Da jedoch schon in Klassen mit gesunden Kindern eine Lehrkraft oftmals zu wenig ist, ist es zu bezweifeln Klassen mit einer Lehrkraft, einem Sonderpädagogen und einem Sozialarbeiter zu realisieren.

Auch der Punkt, dass die Schüler irgendwann stofflich nicht mehr mitkommen birgt einige Schattenseiten. Ist es nicht diskriminierend zu merken, was andere Kinder können und ich hingegen nicht?! Ich glaube, dass diese negativen Erfahrungen nicht förderlich für Kinder sind.

Wir haben ein Grundgesetz wir haben ein Antidiskriminisierungsgesetz reicht das nicht aus, oder können und wollen ignorante Politiker nicht die Gesetze lesen.
Es kann natürlich sein das wieder einmal andere gleicher sind als andere.
Ich begrüße das die behinderten Kinder integriert werden.
Allerdings weiß ich aus eigner Erfahrung das dadurch auch Probleme entstehen können. Deshalb finde ich umso wichtiger das Projekte die funktionieren, wie im Beitrag, auch von Seiten der Politik unterstützt werden.
Entschuldigung ich vergaß, Behinderte haben keine Lobby und behinderte Kinder in Deutschland schon garnicht, aus den Augen, aus dem Sinn, wegsperren und gut.

Hallo zusammen,

Ausgrenzung durch die Politiker/innen (sowie auch Schulämter und Schulen) wird immer mit der Argumenation verschönert "wir möchten Lösungen zum Wohl des Kindes"
Wir als Eltern kämpfen schon seit 4 Jahren hier in Bayern das unser Sohn die Regelschule besuchen darf.
Unser Sohn besucht inzwischen die Regelschule, bekommt aber von dieser Schule keine weitere Unterstützung.

anbei ein Text bezüglich der rechtlichen Grundlage eines Integrationshelfers in der Schule. Der Text bezieht sich zwar auf Bayern, ich denke aber, dass er auch eine Allgemeingültigkeit hat.

Schule: Integrationshelfer in der Regelschule

Integrationshelfer in der Regelschule - wie geht das?

Unzureichende Rahmenbedingungen sind oft ein Grund, warum behinderte Kinder nicht in den allgemeinen Schulen unterrichtet werden. Eine Möglichkeit, zusätzliche personelle Unterstützung zu organisieren, bietet grundsätzlich das Bundessozialhilfegesetz. Aber auch hier gibt es öfters bürokratische Hürden zu überwinden.

Der Integrationshelfer als wichtiger Bestandteil einer Integration von Kindern mit besonderem Förderbedarf in der allgemeinen Schule rückte in den vergangenen Jahren immer mehr in den Mittelpunkt.

Dabei sind aber nicht nur die Eltern verunsichert wo man Anträge stellt, wer das finanzieren soll, wer denn als Integrationshelfer geeignet ist usw, auch die Bediensteten der zuständigen Behörden, die Sozialverwaltungen, zeigen sich bei dieser Thematik häufig überfordert, so dass manches Mal von einem Sozialamt zum anderen unterschiedliche Entscheidungen getroffen werden.

Wir wollen also versuchen, hier einige Tipps zu geben, damit die Möglichkeit des Integrationshelfers als wesentlicher Bestandteil einer guten Einzelintegration möglichst vielen Schülern zur Verfügung steht.

Kinder mit besonderem Förderbedarf in Bezug auf Integrationshelfer sind Kinder, die körperlich, geistig oder seelisch behindert sind oder von Behinderung bedroht sind, d.h. dass der Eintritt einer Behinderung nach allgemeiner ärztlicher oder sonstiger fachlicher Erkenntnis mit hoher Wahrscheinlichkeit zu erwarten ist.

Ein Integrationshelfer ist eine Person, die während eines Teils oder auch der gesamten Schulzeit (einschließlich des Schulwegs) beim Schüler ist, um Defizite zu kompensieren und Hilfestellung zu leisten. Meistens ist dies ein Zivildienstleistender oder eine junge Frau, die ein freiwilliges soziales Jahr ableistet. Im Einzelfall können es aber auch Kinderpflegerinnen, Erzieherinnen, Hausfrauen oder Hausmänner sein.

Der erste Schritt ist und bleibt die Schulwahl. Das zuständige Schulamt muss den Schulbesuch an der gewünschten Schule genehmigen, denn es gilt der Grundsatz, dass das Schulamt (möglichst im Einvernehmen mit den Eltern) die Schule bestimmt, in der das Kind die beste Förderung erfährt. Dies hat das Bundesverwaltungsgericht bereits 1986 (BVerwG 5 C 72.84) so entschieden und mit Urteil vom 02.09.93 (BVerwG 5 C 50/91) bestätigt.

Andere Urteile, die sehr gerne in Bezug auf die Schule vor. den Behörden zitiert werden, sind von der Sache falsch angewendet, oft beziehen sie sich auf die Heimunterbringung. Wenn mit der Schule verhandelt wird, ob ein behindertes Kind in die Regelschule darf, kann man erwähnen, dass gegebenenfalls auch ein Integrationshelfer zur Verfügung steht. In Einzelfällen wurde aber schon bekannt, dass bestimmte Sozialämter auf die Entscheidung der Schulbehörde Einfluss zu nehmen versuchen. Eine nachweisbare Beeinflussung der Schulbehörde seitens eines Sozialamtes mit dem Erfolg, dass das Kind nicht in die gewünschte Regelschule darf, stellt eine sachfremde Beeinflussung und damit auch einen rechtswidrigen Grundrechtseingriff dar.

In den Ausführungen zum Diskriminierungsschutz für Behinderte im Grundgesetz schreibt Prof. Dr. Herdegen: „Wenn Kinder wegen ihrer Behinderung nicht zu Regelschulen zugelassen, sondern auf die Sondereinrichtungen verwiesen werden, so liegt hierin eine Benachteiligung stets dann, wenn diese Ungleichbehandlung nicht dem Willen der Betroffenen (oder ihrer Erziehungsberechtigten) entspricht. Die Rechtfertigung durch das Wohl des Kindes (etwa im Hinblick auf spezielle Fördermöglichkeiten) schließt in diesen Fällen nicht das Vorliegen einer Benachteiligung im Sinne von Art. 3/III GG aus, sondern ist erst im Zusammenhang mit der Begründung für die Ungleichbehandlung von Interesse."

Ist die Hürde Schulamt genommen. stellt man bei dem zuständigen Sozialamt, Abteilung Eingliederungshilfe, einen Antrag auf die Übernahme der Kosten eines Integrationshelfers. Von Vorteil wäre, wenn man schon einen Integrationshelfer oder den Träger einer caritativen Einrichtung, die einen Integrationshelfer stellen, benennen kann. Für die Stadt Straubing und den Landkreis Straubing-Bogen hat z.B. der Malteser Hilfsdienst im Rahmen der Arbeitsgemeinschaft offene Behindertenarbeit die Trägerschaft für die bisherigen Integrationshelfer übernommen.

Die rechtlichen Grundlagen hierfür sind die §§ 39, 40 Bundessozialhilfegesetz (BSHG). Darin heißt es, dass Maßnahmen der Eingliederungshilfe vor allem "... Hilfe zu einer angemessenen Schulbildung, vor allem im Rahmen der allgemeinen Schulpflicht ..." sind. Die Hilfe hierzu umfasst heilpädagogische so wie sonstige Maßnahmen der Schulbildung zugunsten behinderter Kinder und Jugendlicher, wenn die Maßnahmen erforderlich und geeignet sind, dem behinderten Kind oder Jugendlichen eine im Rahmen der allgemeinen Schulpflicht üblicherweise erreichbare Bildung zu ermöglichen.

Der Nachweis, dass die Maßnahme erforderlich und geeignet ist, kann durch ein Attest des Hausarztes oder ein Schulgutachten erbracht werden, das möglichst schon zur Antragsstellung beigelegt werden sollte. Trotzdem kann das Sozialamt die Vorstellung beim Amtsarzt für erforderlich halten.

In der Regel verlangen die Sozialämter zunächst, dass das Einkommen der Eltern bzw. Erziehungsberechtigten offen dargelegt wird. Dies ist bei der Eingliederungshilfe u.a. als Hilfe zu einer angemessenen Schulbildung für Kinder und Jugendliche unter 21 Jahren nicht nötig und damit rechtswidrig! Zum einen würden Daten zu Unrecht erhoben und zum anderen bedeutet dies, dass die Bearbeitung des Antrags allein durch die Einkommensprüfung unnötig hinausgezögert würde.

Nach der Antragsstellung erhält man i.d.R. nach längstens 4 Wochen entweder eine Aufforderung zu einer weiteren ausführlichen Stellungnahme als Anhörung nach § 24 SGB X, bei der dann bereits der zu erwartende Entscheid angedeutet wird oder im Idealfall einen Bescheid. Die Anhörung sollte möglichst schnell beantwortet werden, damit ein Bescheid ergehen kann. Fällt der Bescheid negativ aus, beginnt ein Widerspruchs- und ggf. ein Klageverfahren. Spätestens ab diesen Zeitpunkt sollte man sich einen fachkundigen Beistand hinzuziehen. Rein rechtlich gesehen bleibt dem Sozialamt aber keine Möglichkeit, einen Integrationshelfer unter den genannten Punkten zu verweigern.

Probleme von selten der Behörde kann es beim Besuch von Privatschulen, wie z.B. den Montessorischulen geben. Nachdem diese Schulen aber in Bayern fast ausschließlich als staatlich genehmigte Regelschulen zugelassen und gefördert werden, besteht auch hier die Möglichkeit, Integrationshelfer einzusetzen.

Immer häufiger wird auch um die Möglichkeit eines Integrationshelfers in der Förderschule nachgefragt. Hier gilt aber, dass ein Integrationshelfer grundsätzlich nur zur Verfügung gestellt werden kann, wenn eine Betreuung des behinderten Schülers über das übliche Maß hin­aus erforderlich ist, so z.B. wenn ein Kind mit Glasknochenkrankheit eine zusätzliche Betreuung benötigt, weil sonst die Gefahr der Verletzung zu groß ist.

Die Problematik kann hier nur sehr kurz und allgemein abgehandelt werden, weil neben der Rechtslage die individuellen Gegebenheiten der Kinder zur Klärung mit herangezogen werden müssen. Für Detailfragen stehe ich Eltern weiterhin beratend zur Seite.

Am Freitag, den 30.03.2007, hat die Bundesregierung die UN-Konvention zum Schutz und zur Förderung der Rechte behinderter Menschen New York unterzeichnet. Damit verpflichtet sie sich, dass in Deutschland Kinder mit Behinderungen nicht wegen ihrer Behinderung von der freien und obligatorischen Primarbildung oder von der Sekundarbildung ausgeschlossen werden. Die Bundesregierung verpflichtet sich darüber hinaus, für diese Kinder den "Zugang zu einer inklusiven, guten und freien Primar- und Sekundarbildung zu gewährleisten" und für wirkungsvolle individualisierte Unterstützungsmaßnahmen in Einrichtungen zu sorgen, die "ihre Entwicklung in Übereinstimmung mit dem Ziel der vollen Inklusion" steigern

Grundsätzlich sollte es beide Möglichkeiten geben. Die spezielle Förderschule für geistig Behinderte, aber auch das Integrationsmodell.
Es gibt Eltern, die wollen Ihre Kinder in der Förderschule betreut haben. Es gibt aber auch Eltern die den anderen Weg gehen wollen.
Im Vordergrund sollte das Kind stehen.
Es muss abgewogen werden, welcher Schultyp das Kind am besten fördern kann.
Unser Sohn ist mit Sicherheit in seiner integrativen Schule am besten aufgehoben.
Es gibt aber auch Kinder die können in der Förderschule besser gefördert werden.
Es gibt kein Allheilmittel.
Es sollte die Wahlmöglichkeit geben.
Auch wenn es im ländlichen Bereich nich Flächendeckend umzusetzen ist, sollte es kein Problem sein.
Die Kids müssen auch in die Förderschule zum Teil einen langen Fahrtweg in Kauf nehmen.

Wahnsinn. Solche Schulen sollte es öfter geben. Die Kinder werden sogar ohne "Auftrag" des Landes unterrichtet.

Ich bin 25 Jahre alt und habe einen geistig behinderten Bruder. Die Zeit war früher nicht leicht, weder für meine Eltern noch für mich. Erst nach Jahren, in denen mein Bruder nicht mehr "nur" mit anderen behinderten Menschen zu tun hatte, lebte er auf. Heute ist er 23, tanzt (übrigens als Einziger in der Familie :-)), hat auch viele nicht behinderte Freunde und einige weitere Hobbys.

Wenn man nun solche Worte von einem Politiker hört, dessen Partei sich Christlich Demokratischen Union nennt (man beachte das erste Wort), kann man die Welt nicht mehr verstehen.

Aber dieser Umgang mit Behinderten scheint in der CSU/ CDU ja normal zu sein. Dies ist nicht nur in dieser Angelegenheit deutlich zu erkennen.

Dafür verdient die Berliner SPD-Politikerin meinen Respekt. An ihr sollten sich die Herren der angeblich Christlichen Partei ein Beispiel nehmen!

Ich muß bekennen, ich war entsetzt Ihren Bericht zu sehen und zu begreifen, daß es offensichtlich in NRW/Deutschland weiterhin möglich ist, Minderheiten dermaßen auszugrenzen und insbesondere Kinder ihre unveräußerlichen Rechte vorzuenthalten, gleichberechtigt und frei an unserer Gesellschaft teilzunehmen. Ministerpräsident Rüdgers bricht hier nicht nur international eingegangene Verpflichtungen, sondern auch seinen Amtseid zum Wohle aller Bürger zu arbeiten und Schaden von dem Lande abzuhalten. Der Unterschied zwischen dieser Handlungsweise und dem stetigen Gesülze von moralischer Verantwortung und christlich basierten Grundwerten kann nicht offensichtlicher werden. Ich hoffe, daß betroffene Eltern die Kraft finden die UN zu involvieren und darüber unsere parlamentarischen Vertreter, die Regierung und die Verwaltung zu zwingen, den moralischen Standard umzusetzen, den wir so oft von anderen Nationen einfordern.

Habe leider nur den halben Beitrag sehen können.
Diesem eiskalten , aroganten CDU Politiker Wacker muss das
Handwerk gelegt werden !!!!!!
Jetzt geht es unseren Kindern an den Kragen !!!!!

Es muss dringend gehandelt werden.

Eltern werhrt EUCH !!!

Hallo Herr Eder,
sagen Sie mal, wie viel wiegen Sie, rauchen Sie, sind Sie schon mal straffällig geworden? Nein, na dann haben Sie ja Glück gehabt und können schön brav Ihre Krankenversicherungsbeiträge zahlen, aber vielleicht haben Sie ja schlechte Zähne, uups bitte mehr bezahlen, oder soll ich das etwa für Sie tun?

Es wäre interessant zu wissen, ob Menschen die wissenschaftliche Erkenntnisse, Pisa Studien oder einfach nur das Grundgesetz ignorieren, blöde sind und in eine Sonderschule müssten!
Dies ist natürlich nur Satire, ein rhetorisches Mittel der Übertreibung, es tut mir leid aber ich übertreibe immer.

Als jemand, der die Problematik aus eigener Erfahrung kennt, möchte ich zu bedenken geben, dass für einen funktionierenden inklusiven Unterricht andere Bedingungen gegeben sein müssen als in dieser Schule: Kleinere Klassen, differenziertere Angebote und mehr Lehrpersonal. Und ich möchte darauf hinweisen, dass behinderte Kinder mit dem Älterwerden zunehmend isoliert sind von den "gesunden", weil das Interesse einseitig nachlässt und das ist umso schmerzhafter, die Erfahrung des Andersseins (in vielem erlebbar schwächer zu sein) trifft um so härter. Und sind wir doch ehrlich: Wer von uns Erwachsenen hat geistig Behinderte Menschen im echten Freundeskreis? Ich glaube, dass eine geschützter Rahmen der Sonderschule mehr Kontakte auf Augenhöhe unter den Schülern, mehr Gefühl der Zusammengehörigkeit ermöglicht als eine erzwungene Schülergemeinschaft und so dem Selbstbewußtsein der behinderten Schüler besser dient.

Ich denke, dass behinderte Kinder die auf eine ganz normale Schule gehen einen Lernvorteil gegenüber denjenigen Kindern haben, die auf eine Sonderschule gehen.
Ich halte es jedoch auch für sehr wahrscheinlich, dass "normale" Schüler die in einer gemischten Klasse sind langsamer vorankommen, da die Lehrer natürlich auf alle Schüler Rücksicht nehmen müssen.
Die Frage die sich mir gestellt hat ist, ob die sozialen Fähigkeiten die man bei dem Umgang mit behinderten Kindern von kleinauf erlernt, nicht vielleicht wichtiger sind als die Fächer als solches, selbst wenn Mathe&Co mehr oder weniger darunter leiden.

Auch der Punkt, dass die Schüler irgendwann stofflich nicht mehr mitkommen birgt einige Schattenseiten. Ist es nicht diskriminierend zu merken, was andere Kinder können und ich hingegen nicht?! Ich glaube, dass diese negativen Erfahrungen nicht förderlich für Kinder sind.

Mein Kommentar dazu:

Unsere Kinder können teilweise nciht laufen reden sitzen sehen oder srechen meinen sie tatsächlich dass sie es interessiert ob das "normale Kind" besser rechnen kann

Klaus, haben sie jemals gehört dass unsere regierung auch eingehalten hat, was sie unterschrieben hat, wohl kaum, sobald die was unterschreiben werden sonderkommisionen gebildet die ausnahmeregelungen erarbeiten, das wird dann 1 zu 1 umgesetzt, in diesem land ist es gang und gebe entweder alles abzulehnen oder so lange zu diskutieren bis nichts mehr da ist was umgesetzt werden kann, hier gild die devise aussitzen.

Solange Eltern nicht oder nicht ausreichend über Möglichkeiten gemeinsamen Unterrichts informiert und in ihren Vorhaben unterstützt werden, solange wird sich auch in der Bildungspolitik nur wenig ändern. In der Hoffnung, dass es weitere ähnliche Beiträge wie diesen geben wird, dass die UN-Konvention in die Ländergesetzgebung weitergetragen wird.

was heisst "behindert"?

man ist nicht behindert, sondern man wird behindert

Skandalös, wie ins Schul Ministerium reagiert! Aber die Erfahrungen von mir und anderen zeigen deutlich, dass Menschen mit Behinderungen (in unserem Fall körperliche) sehr oft mit dem Argument einer besseren Förderung auf Sonderschulen verwiesen werden. Schon seit längerer Zeit setzt sich die Interessenvertretung selbstbestimmt Leben unter anderem auch für eigene inklusive Schule ein. Insofern freut es mich außerordentlich, einen solchen Bericht im Fernsehen zu sehen und die empörten Stimmen aus allen Seiten zu hören (lesen).

Hallo wo Leben wir eigentlich!!!!
Ich bin in England geboren und da auch zu Schule gegangen. Wir hatten damals Behinderte in unsere Schule Intrigriert das war 1961 ja 1961 vor 47 Jahren. Wie wärs wenn diese Politiker "ha ha" mal DENKEN würden. Wäre zu abwechselung auch mal nett.

Verwandtenehe (C) rbb 2008

Die Heirat mit der eigenen Cousine ist in Deutschland zwar verpönt, aber nicht verboten. Unter Migranten ist sie Gang und Gäbe. Denn in einigen Kulturen ist die Verwandtenehe immer noch Tradition. In Städten wie zum Beispiel Duisburg, wird jede fünfte Ehe zwischen Cousin und Cousine abgeschlossen. Das ist riskant: Zeugen Cousin und Cousine ersten Grades ein Kind, ist die Wahrscheinlichkeit schwerster Anomalien und Krankheiten beim Kind doppelt so hoch, wie bei einer gewöhnlichen Ehe. Genetische Aufklärung: Fehlanzeige. Viele Schwangere wissen gar nichts über die Gefahr.

Die EU-Politikerin Hiltrud Breyer fordert jetzt mehr Aufklärung über die Risiken zu Missbildungen bei Kindern durch Inzucht. „Die Recherchen von Kontraste haben belegt, dass wir das Thema Aufklärung dringend anpacken müssen“, sagt die Abgeordnete des Europäischen Parlaments Hiltrud Breyer (Die Grünen).

Unter Wissenschaftlern und Ärzten ist die Gefahr offenbar bekannt. „Was ich sehr erschreckend fand hier in Duisburg war, dass wirklich 20 bis 30 Prozent der Migranten, auch in dritter und vierter Generation, immer noch untereinander heiraten“, sagt Yasemine Yadigarolu, Sozialwissenschaftlerin und Leiterin der Kampagne „Verwandten-Heirat? Nein, danke!“ in Duisburg.

„Normalerweise sehen wir circa 2-4 Prozent Fehlbildungen. Bei Verwandtenehen verdoppelt sich diese Zahl“, sagt Ömer Kilavuz, Arzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe in Berlin-Kreuzberg. Hier liege das Risiko bei 6-8 Prozent.

Viele junge Migranten hören in der Familie Argumente für eine Verwandtenheirat, wie zum Beispiel: So haben die Ehepartner denselben ethnischen Hintergrund, wissen, was sie haben und die Aussteuer bleibt auch direkt in der Familie. Doch häufig sieht die Realität eher unbequem aus.

Bloggen Sie mit uns!

Nochmal ganz deutlich!

In BaWü gibt es die Möglichkeit der Integration.

Einschulung in eine Förderschule, von dort dann mit 5-6 geistig Behinderten Kindern in eine Außenklasse an einer Regelschule.

Als Betroffener muss man sich eben auch darum kümmern.
Kontakt mit der Schule und dem Schulamt sind frühzeitig aufzunehmen.

Nebenbei: Der Beitrag von Michael Eder ist komplett unqualifiziert.
Bei unserem Sohn wurde erst 3 Tage nach der Geburt das DownSyndrom diagnostiziert.

Es ist nicht zu verstehen, dass man dem/der geistig behinderten Schüler(-in) die Zuneignung und das entsprechend abgestimmt Lernprogramm verweigern möchte, das nur von speziell ausgebildete Lehrer(-innen) in speziell dafür eingerichteten Schulen ausgeübt werden kann.

Es ist irrig und leistungsbezogen völlig abwegig zu glauben, dass eine Zentralschule den einzelnen Bedürfnissen der Schüler und Schülerinnen jemals gerecht werden kann.

Es wird immer intellektuelle Unterschiede geben - und das betrifft nicht nur die geistig Behinderten -, und man kann den lieben Gott dafür verantwortlich machen, dass es diese Unterschiede auch bei den sogen. "Normalen" in "ungerechter Weise" gibt. Aber es ist sicherlich gut, dass es das gibt, denn es zeigt uns, dass wir, jeder seiner Neigung entsprechend, ein Recht darauf hat, humanistisch behandelt zu werden, und uns sicherlich auch ein Spiegel vorgehalten wird.

Körperlich Behinderte sind bei der Integration kein Thema. Man sollte sie weitaus mehr als bisher in den "normalen" Schulalltag integrieren.

Mit der Erfüllung einer dominierende Stellung Deutschlands im PISA-Vergleich sehe ich allerdings unter den gegenwärtigen Vorstellungen der Politiker und zahlreicher Eltern keine Hoffnung mehr.

Ich zweifel allerdings mittlerweile am Verstand vieler Entscheidunsträger, die sich nicht nach Sachlage orientieren, sondern sich rein emotional äußern.

als Rektor einer Sonderschule in Baden-Württemberg beschäftigt mich díese Frage schon seit vielen Jahren. Die gemeinsame Beschulung behinderter und nichtbehinderter Kinder verlangt eine konsequentes Umdenken. Dazu gehört eine Veränderung auch der Lehrerausbildung. die Trennung findet zuerst in den Köpfen der verantwortlichen Menschen in den Schulbehörden, der Politiker statt. Wir haben noch zu sehr die Gleichmacherei in der Schule als Ziel. Es wäre schon ein großer Fortschritt, wenn alle Schüler im gleichen Schulhaus ein Platz finden würden, es muß ja nicht gleich gemeinsam in der gleichen Klasse sein.
Was tatsächlich das große Ärgernis ist, ist die sture Haltung der Schulpolitiker besonders in den Südländern der BRD. Warum wird vor Ort nicht den Schulen, den Eltern und den Kommunen die Freiheit gelassen einen Weg des gemeinsamen Unterrichtens zu finden.
Leider ist in den vergangen Jahren und Jahrzehnten die sonderpädagogik in Beton gegossen worden durch den (Neu-)Bau vieler Sonderschulen und so scheint mir, ist etwas Beton auch in die Köpfe eingedrungen.
Wer das Miteinander von Kindern mit und ohne Behinderung konkret erlebt hat und dies in verantwortungsvoller Begleitung von hoch engagierten Lehrkräften wird nachdenklich werden und alte Vorstellungen leichter über Bord werfen können.
Die Erfahrungen der vielen Jahre Sonderpädagogik könnten in die Regelschulen eingebracht werden. Auch die Lehrer an den Sonderschulen sollten sich von ihren alten Rollenvorstellungen (Besitzstandswahrung??) verabschieden und mehr auf die Regelschulen zu gehen.

Ich bin Mutter eines behinderten Kindes und gleichzeitig Lehrerin an einer Schule, an der keine Integration durchgeführt wird. In meinen Klassen muss ich immer wieder feststellen, dass die Leistungsunterschiede der Kinder immens sind. Für mich wäre es nur natürlich, die behinderten, also vermeintlich noch leistungsschwächeren Kinder, ebenfalls an diesem Unterricht teilhaben zu lassen. Hätte man als Lehrer dann noch den Vorteil, dass eine Zweitkraft in der Klasse ist, käme dies allen Schülern zugute.
Abgesehen davon, wer sagt denn, dass die Behinderten so viel mehr Aufmerksamkeit des Lehrers brauchen. Unerwünschte Verhaltensweisen entwickeln Behinderte oft nur dann, wenn sie nicht integriert sind. Wenn nichtbehinderte Schüler die Möglichkeit haben, den Lernstoff den behinderten Mitschülern zu erklären entwickeln sie übrigens nicht nur soziale Fähigkeiten, sondern wiederholen den Unterrichtsstoff auch für sich noch einmal auf einer anderen Ebene.

Seit einem Unfall bin ich Rollstuhlfahrer, habe einen 10 jährigen Sohn, der eine normale Regelschule besucht. Obwohl diese Schule im letzten Jahr sehr kostspielig modernisiert wurde, ist es mir nicht möglich an einem Elternabend teilzunehmen. Es wurden nämlich ganz einfach Rampen vergessen! Ich denke, dass dies die Situation in Baden-Württemberg sehr gut beschreibt. Wer nicht erwünscht ist, der wird ausgesperrt!

Die Familien mit behinderten Menschen haben nicht nur, mit der Einschulung den behinderten Kindern Probleme auch in tägliche Leben haben große Schwierigkeiten besonderes das es keine richtige Beratungsstellen für Sozialen, Gesellschaftlichen Rechte der behinderten Menschen gibt.
Noch schlimmer ist in Hessen unter dem Roland Koch Regierung Abschaffung der Unterstützung der behinderten Menschen von Wohlfahrt Verbände mit Sozialämtern zu gliedern, die Sozialämter keiner Erfahrung mit den behinderten Menschen haben. Macht noch schwieriger das Leben von betroffenen Familien

Diese Integartion gibt es tatsächlich allerdings kommt es auch auf den Einzelfall an. "Wir können ihr Kind leider nicht aufnehmen, da wir nicht ausgestattet sind." Dies war nach langem hin und her die Aussage und was willst du dann an einer Schule , wo du nicht willkommen bist.

Es ist eine bodenlose frechheit wie die Rechte behinderter Menschen von deutschen Politikern mit Füßen getreten werden.

Es kann nur für behinderte und nicht behinderte Kinder von vorteil sein gemeinsam lernen zu können. Die gesunden Kinder lernen so den ganz normalen umgang mit behinderten Menschen.

Ein sehr interessanter Beitrag, der verdeutlicht das Behindert Menschen in unserer Gesellschaft immer noch ausgegrenzt werden.
Da sollte man sich fragen in welchem Jahrhundert wir leben.
Ich denke, es darf nicht vergessen werden das auch die nicht Behinderten Kinder von den Behinderten lernen können und sie sich oft gut ergänzen.

Wo bleibt hier die Sozialkompetenz

Ich arbeite mit vielen kranken Kindern mit geistigen wie körperlichen Behinderungen. Leider ist in diesem Bericht nicht zur Sprache gekommen das körperbehinderte aber geistig völlig normale Kinder hier meist eine Sonderschule besuchen müssen! Traurig aber wahr! Solange unser Schulsystem nicht reformiert wird bin ich für eine gezielte Förderung von Behinderten durch geschulte Pädagogen. Regelschullehrer können das nicht leisten und die Schulen verfügen nicht über die Möglichkeiten.(Snoozelräume und Therapieräume).Wünschen würde ich mir aber eine Schule für alle, wo jedes Kind indivieduell gefördert wird.

Die Diskussion wird zu radikal geführt, es wird polarisiert und Schwarzweißmalerei betrieben.Dabei fällt das wohlverstandene Interesse der Betroffenen, nämlich der Behinderten selbst, unter den Tisch. Schluss mit der Profilierungssucht: nicht alles,was neu ist oder in einer Charta steht, ist automatisch gut und als Dogma durchzudrücken:
Wie so oft gilt: Die Mischung macht's. Warum nicht das eine tun und das andere nicht lassen? Es gibt nicht nur Behinderte mit Down Syndrom, die telegen ihre Freundschaften mit "Normalen" vorführen - und umgekehrt. Es gibt unendlich viele Varianten einer geistigen Behinderung, wie es eben viele behinderte Menschen gibt, und für alle muss angemessen gesorgt werden. Für manche ist die Regelschule das Richtige, für andere ist ein lebenswertes Leben nur mit spezieller Betreuung und in der Gemeinschaft Gleicher möglich.

Lasst die Diskussion nicht nur von Ideologen führen und die Entscheidungen nur am grünen Tisch nach Parteienkalkül treffen. Beteiligt auch die Betroffenen, außer den Behinderten auch Eltern, Angehörige, Betreuer. Deren Sachwissen und Erfahrung darf nicht "außen vor" bleiben, etwa, weil es gerade nicht in den politischen Trend passt. Hütet Euch und alle Betroffenen vor neuer Diskriminierung, z. B. durch Abschieben Schwerstbehinderter in die "Spielecke", weil es dort doch so kuschelig ist, während in Wirklichkeit die Kosten echter Förderung und Betreuung eingespart werden sollen.

Es gäbe noch viel zu sagen... Ich bin Vater einer 30-jährigen geistig behinderten Tochter,kenne viele behinderte Menschen und Ihre Lebensumstände;ich weiss, beginnend mit der "Frühförderung" bis hin zum "Wohnen Geistigbehinderter im Alter", wovon ich rede.

Ein sehr interessanter Beitrag, der verdeutlicht das Behindert Menschen in unserer Gesellschaft immer noch ausgegrenzt werden.
Da sollte man sich fragen in welchem Jahrhundert wir leben.
Ich denke, es darf nicht vergessen werden das auch die nicht Behinderten Kinder von den Behinderten lernen können und sie sich oft gut ergänzen.

Wo bleibt hier die Sozialkompetenz

ich bin seit der geburt behindert und bin mit nichtbehinderten zur schule gegangen.man lernt gerade in dieser zeit mit "den anderen "mit achtung und respekt umzugehen und rücksicht zu nehmen und einander zu helfen.in dieser zeit habe ich gelernt,daß auch behinderte nichtbehinderten helfen müssen um deren defizite zu beseitigen.der vorschlag von heinz ist genial.

Keine Ausgrenzung, vollkommen freie Schulwahl für behinderte Kinder?
Wie schön wäre es, wenn dies so wundervoll einfach und ohne Mehrkosten funktionieren könnte und es fällt wohl schwer diesen Gedanken überhaupt kritisch zu betrachten.

Bevor ich dies weiter kommentiere würde ich gerne alle (in der Sendung) nur kurz zitierten Studien zu diesem Thema gerne lesen! Kennt hier jemand einen entsprechenden Link?

Und noch eine Frage: Wie gehen wir mit Kindern "ohne Behinderung" um, die in einer Integrationsschule nicht ihr optimales Lernziel erreichen und deren Eltern sich keine Privatschule leisten können?

Liebe Redaktion,

danke für diesen Beitrag. Ich wusste überhaupt nicht, dass es diese UN-Konvention gibt.
Mein Sohn ist gerade vier Jahre alt geworden und geht, seit er 20 Monate alt ist, in einen integrativen Kindergarten. Er war damals bei uns im Kreis das erste Kind unter drei Jahren, das einen Integrationsplatz bewilligt bekommen hat. Das war ein schwerer Kampf, aber es hat sich gelohnt. Unser Sohn entwickelt sich seitdem ganz toll. Und außerdem konnten nun auch schon andere behinderte Kinder unter drei Jahren in den Kindergarten aufgenommen werden, weil wir den Präzedenzfall geschaffen und damit den Stein ins Rollen gebracht haben.
Es ist richtig - man kann nicht pauschal sagen, ob für das einzelne betroffene Kind eine Regelschule oder eine Sonderschule besser ist. Aber man sollte den Eltern, die ihr Kind besser kennen als ein Amtsarzt, die letztendliche Entscheidung darüber lassen. Und nicht per Zwangsanordnung Kinder auf eine Förderschule schicken. Allein nur für dieses Recht bin ich bereit, bis vor die UN zu ziehen. Oder vorher durch alle Instanzen der deutschen Gerichte.

Silke

Herr Wacker nimmt es so nicht wahr, dass Eltern integrative Beschulung für ihre behinderten Kinder fordern?
Wie kann das sein wo doch kürzlich 2200 Unterschriften "pro Integration" Herrn Kultusminister Rau persönlich übergeben wurden?
Wie kann es sein, wenn kürzlich eine Petition für die Enschulung von 4 behinderten Kinder in der IWS Emmendingen vom Schulausschuss (mehrheitlich CDU-Sitze) diskutiert und abgelehnt wurde?
Wie kann es sein, wenn Eltern bei Kundegebungen öffentlich die Integration fordern?
Ist man bei der CDU nur auf Eliten fixiert, die Gewinne in Milliardenhöhe scheffeln (wie die Banken) und dabei jede Menschlichkeit verloren geht?
Zu was das reine Elitedenken ohne soziale Kompetenz führt sieht man wohl an den Milliardenverlusten, die jetzt vom Steuerzahler aufzubringen sind! Wer früh soziale Kompetenz lernt, weiß im Berufsleben diese auch umzusetzen.

Zum Beitrag Petra B.

Ich kann Sie in Ihrer Meinung nur Unterstützen.
Meine Frau ist auch Lehrerin und wir haben einen Dwoni in einer Außenklasse.
Die nichtbehinderten lernen von den Behinderten.
Sie entwickeln auch eine deutlich höhere soziale Kompetenz.
Und die Behinderten Kinder lernen auch von den anderen.
Durch den Kontakt zur Stammschule sind wir immer wieder Überrascht, wie sich behinderungsbedingte Verhaltensmuster auf andere Kinder übertragen.
In den Außenklassen werden die behinderten Kids immer wieder ermahnt, wenn sie sich auffällig verhalten.

Es ist nicht zu verstehen, dass Regelschüler(-innen) durch die Zusammenlegung in der Form erhebliche Diskriminierung erleben, in dem ihr ursprünglich erreichbares Lernziel nur noch auf schwierigen Umwegen zu realisieren ist. Wer setzt sich für die leistungsfähigen Regelschüler(-innen) ein? Das ist auch Diskriminierung!

Ich erlebe die Deutschen nur als Menschen, die nicht das gemeinsame sehen, sondern nur das einzelne. Sie separieren überall, in der Schule im berufsleben überall. Da muss ich mich nicht wundern, das menschen mit besonderem bedarf ( so heißt das in meiner sprache) ausgegrenzt werden. Menschen mit besonderem Bedarf müssen selbstverständlich besonders unterstützt werden, aber doch zusammen mit den anderen. Ich fand die mutter zum schluss gut, die sagte, sie habe in ihrer Schule nicht gelernt, mit menschen mit besonderem Beadrf umzugehen. Dafür möchte sie es jetzt nachholen. Fein, gut! Ach Ulrich Martens, geht es dir nur um die Lesitung deines kindes? Was ist das überhaupt? Wenn er viel über Mathematik weiß aber nichts von menschen mit besonderem bedarf? wie arm an menschlichkeit ist er dann!!

@Martin Langkau

Die Schule ist seit ihrer Erfindung in der Zeit der Aufklärung eine Bildungseinrichtung und keine Sozialstation! Es ist nicht die Aufgabe einer Schule, Kinder mit Kindern, die eine Behinderung haben, zu konfrontieren, sondern ihnen langfristig einen qualifizierenden Abschluss für die spätere Berufswahl zu garantieren, sowie ihnen eine Allgemeinbildung zukommen zu lassen! Das funktioniert aber nur, wenn die Kinder entsprechende Leistungsfähigkeiten mitbringen, die v.a. geistig behinderte Kinder nicht mitbringen! Verhaltensauffällige, hochaggressive Kinder, die den Schulbetrieb massiv stören, gefährden den Schulbetrieb. Körperlich behinderte Kinder sollten natürlich jederzeit am Schulbetrieb teilnehmen können, soweit sie die Leistungen bringen können! Soweit zu den Realitäten!

Der Umgang mit Behinderten ist ein Spezialgebiet und gehört nicht zur Allgemeinbildung! Wenn SIE als Elternteil mit einem gesunden Kind, wollen, dass Ihr Kind Zugang zu Behinderten haben SOLL, dann haben Sie dazu jede Chance! Gehen Sie mit Ihrem Kind in Einrichtungen für Behinderte, treffen Sie Familien mit Kindern, die Behinderungen haben! Fördern Sie Freundschaften des Kindes mit behinderten Kindern! Warum soll die Schule etwas leisten, was Sie auch leisten können?

Ich empfinde es aus der Sicht eines Pädagogen als unverantwortlich, Kinder, v.a. mit geistigen Behinderungen, in Regelschulen, gar an Gymnasien zu schicken, die für diese Kinder nicht gebaut wurden und keine angemessene Bildung für diese Kinder bieten können! Dort erfahren die behinderten Kinder aufgrund des Schulkonzepts regelmäßig Misserfolge. Wollen wir das?

Natürlich kann aber, das gebe ich zu, jedes Gynmasium, jede Regelschule für alle Kinder geöffnet werden, die die erforderlichen Leistungen mitbringen, unabhängig von ihrer Herkunft oder Behinderung! Kinder mit Rollstuhl oder sonstiger körperlicher Behinderung können und sollten auch auf Regelschulen gehen können. Verhaltensauffällige oder geistig behinderte Kinder können aber die geforderten Leistungen nicht bringen und daher wäre es diskriminierend, diese Kinder an Regelschulen zu schicken und krampfhaft dabei die Behinderung des Kindes quasi nicht zu berücksichtigen!

Wichtig ist aber: Wenn die Kinder dann auf Sonderschulen gehen, sollten diese auch qualitativ hochwertig sein und nicht zu Kohorten werden. Wenn die Sonderschulen aufgewertet werden, fühlt sich auch niemand mehr ausgegrenzt, sondern eher am "richtigen Platz"!

Ich habe mich sehr über den Beitrag gewundert. Vor allem dass es Eltern gibt, die ihren geistig behinderten Kindern das antuen wollen. Außerdem wurde dem Zuschauer vermittelt es sei Diskriminierung, dass der Saat sie in einer Förderschule besser aufgehoben sieht. Eine solche "Sonderschule" ist mit einer teuren hervorragensden Tagesbetreunung durch Erzieher und speziell für geistig behinderte Kinder ausgebnildete Lehrer ausgestattet. In dem Beitrag habe ich diese Kinder mit den Armen in der Luft "wedeln" sehen und auf dem Schulhof rumtollen. Aber was machen sie, wenn Matheaufgabengerechnet werden? Wenn Diktate geschrieben werden? Wenn Texte gelesen werden? Sie werden sich nicht melden wenn sie nicht mitkommen und fragen ob der Lehrer das nochmal wiederholen kann. Deshalb können sie gar nicht in einen Klassenverband integriert werden! In einer Förderschule würde man in einer kleinen Gruppe zeigen wie lang ein Meter ist und wie lang ein Kilometer an einem Berg sein kann! Wohlgemerkt aber nicht in einer 1. Klasse sondern villeicht einer 8. Klasse einer Förderschule. Diese Kinder brauchen und wollen keine englischen Texte lesen, weil sie das auch schlichtweg nicht können wenn sie geistig behindert sind. Eine spezielle und liebevolle und zeitaufwendige Förderung, die sich so gar nicht mit dem Leistungsdruck in einer "normalen" Schule vereinbaren lässt, sollten sich auch die Eltern wünschen! Warum wollen diese Eltern nicht dass ihre Kinder überhaupt schreiben lernen? In einem "normalen" Klassenverband mit 25 Kindern können sie das nicht! Und wenn sie es dann vielleicht doch gelern haben gibt es in deer Klasse Probleme wie "... wenn ich in dieser Prüfung nicht gut genug bin, kann ich das Studium vergessen..." Alle gehen in die Schule um zu lernen. So viel wie möglich, um überhaupt zu bestehen. Das wurde in dem Beitrag mit einer 12. Klasse im Kreis sitzend gezeigt, was mich so gar nicht an meine Schulzeit erinnern will. Wer schon mal in einer Förderschule und das sind sogenannte Sonderschulen, weiß wie wohl sich die Kinder dort fühlen! Sie fühlen sich nicht diskriminiert! Die Eltern vielleicht! Aber die denken nicht an das Wohl ihres Kindes! Die wollen ihr behindertes Kind vielleicht in diese Schule stecken, weil sie sich auf der Straße diskriminiert fühlen. Das ist krotesk. Man kann Kindern auch ohne geistig behindertes Kind in dessen Klasse beibringen, was eine Behinderung bedeutet. Wir sollten froh sein, dass es jetzt solche tollen Einrichtungen, Erzieher und Lehrer gibt. in einer 12. Kalsse eines Gymsasiums vor wo über den Naturalismus gesprochen wird und Ableitungen gebildet werden müssen. Ich frage mich was wie hervorragend in diesen Schulen auf die Kinder eingegangen wird. sie teure mit hervorragender Tagesbetreuung ausgestattete, weil es doch bekannt sein sollte dass eine Sonderschule vor allem eine Förderschule ist, in der geistig behinderte Kinder nach ihren eigenen Fähigkeiten speziell gefördert werden.

Wir haben es per Elterninitiative geschafft, 4 Kinder einer Sonderschule für Körperbehinderte gemeinsam in die fünfte Klasse einer Hauptschule zu bringen. Zwei Jahre Anstrengungen in Niedersachsen. Es gab schon Erfahrungen mit Integration während der Kindergartenzeit. Diese und die jetzigen in der Hauptschule sind überaus ermutigend. Für alle Beteiligten. Dennoch bleibt das Gefühl, daß die Institution sich dem Druck einer Inititative zwar beugt, sich aber nicht verändert. Es werden eben doch nicht selbstverständlich die nächsten integrativen Klassen gegründet, der Unterricht bleibt defizitorientiert, die zusätzlichen Anstrengungen, besonders in den Nebenfächern werden den Kindern mit Behinderung, und nicht der eigenen Unerfahrenheit zugerechnet, umgekehrt, da es in den Leistungen mit unseren Kindern überraschend gut läuft, wird gefragt, wozu eigentlich überhaupt der Aufwand…

Ohne den Initiativendruck passiert nichts, und die latente Erwartung der Institution bleibt, die Anforderung werde sich mittelfristig von selbst erledigen. Auch wir haben schon den Hebel übergreifender Gesetzgebung benutzt, da Niedersachsen Integration offiziell will (obgleich unglaubliche Hintertüren aufmacht, so hatten wir plötzlich mit dem Begriff der Integrationsfähigkeit zu kämpfen, so daß die normalen Gutachten der Sonderschule sozusagen zu Passierscheinen umfunktioniert wurden, oder es gab auf einmal Konstrukte, was die verkraftbare Zahl von Kinder pro Klasse anging, oder den Kindern mit Behinderung wurden die Kinder gegengerechnet, die sich insgesamt aus umliegenden Dörfern noch anmelden würden, und die man ja nicht deswegen abweisen könne, und dann die baulichen Voraussetzungen…) Und man muß schon deutlich signaliseiren, daß man gewillt ist, bis zu äußersten zu gehen. Ich mag solch schrille Töne nicht. Aber die Hegemonie bestimmter Mentalitäten über das was eine allgemeine Bildung/Ausbildung zu bringen hat, ist offenbar nur auf diese Weise einzudämmen. Daß sich überhaupt inzwischen übergreifende juristisch handhabbare Rahmen gebildet haben, ist für unserere Kinder, man könnte sagen ein Wunder, wenn nicht klar wäre, was ein Kampf im Einzelnen zu dieser Möglichkeit geführt hat.

Mit Grüßen und Hoffnung für eine integrierte Gesellschaft, ap
{Ohne Macke ist Kacke}

ja wenn ich mir unsere politiker so ansehe, frage ich mich allen ernstes, wer ist denn hier behindert, ihr seid es doch in der höchsten potenz, sonst würdet ihr einen anständigen job machen, wo handlungsbedarf ist schleift es bei euch, wenn es um euch geht oder wie z.b. die banken da seid ihr schnell, genau so bei bevölkerungsgruppen ausgrenzen, wenn es nicht gleich klappt werden sie solange difamiert und herab gewürdigt und gegen andere volksgruppen ausgespielt, das einzige was die politiker sehr gut können ist unruhe unter der bevölkerung schüren, aber entschuldigt bitte, das können wir selbst und brauchen dafür nicht solch polemiker und profilanten.

Hallo Herr Zeltmann,
halten Sie die Außenklassen wirklich für eine Form der Integration? In meinen Augen eher ein Angebot des Kultusministeriums, das wahre Integration verhindert. Ich möchte nicht, dass mein Sohn eventuell den Musikunterricht, Biologie und vielleicht noch einzelne andere Dinge mit den Nichtbehinderten gemeinsam erlebt, und nach dieser Einlage müssen die Behinderten wieder brav ins Nachbarzimmer trotten. Und am nächsten Tag heisst es dann wieder: "So, jetzt kommen die Mongos wieder!" (O-Ton eines nichtbehinderten Schülers in einer Klasse, die mit einer Außenklasse kooperiert). Ist das gelungene Integration?

Eltern! Laßt es euch bloß nicht gefallen denn auch in NRW ist es leider so das es auf dem Land kaum Integrationsklassen für die weiterführenden Schulen gibt. Ich habe einen 19 jährigen Sohn der seit 2005(ohne mein Wissen) als voll erwerbsgemindert gilt. Wer damit nicht einverstanden ist sollte sein Kind zur Stephen- Horking Schule in Neckergemünd schicken ,oder neben bei Klagen zum Beispiel EU Parlament(hab ich auch getan).Deutschland müßte Strafe zahlen aber dafür müssen wir Eltern uns zusammen tun .

In einer Klasse mit 20 "normalen" und 4 geistig behinderten Kindern herrscht ständige Unruhe, Konzentration fällt sehr schwer, Unterforderte flippen aus, Überforderte entwickeln Verhaltensstörungen, es ist unmöglich für den Lehrer, jedem Kind auf seinem Niveau zu begegnen. Intelligente, unterforderte, genervte Schüler wechseln auf die Staatsschulen, behinderte Kinder ebenso. Die freigewordenen Schulplätze werden aufgefüllt mit "Neuzugängen".....eine wunderbar erfolgreiches Schulmodell!!!!!
Seid doch ehrlich!

Was ein Glueck, das wir mit unserer Tochter und ihrem Down-Syndrom im schoenen Hessen leben und sie seit KiTA ueber Grundschule bis mittlerweile Sek I integriert ist. Wir sind ueberzeugt, das

a) unsere Tochter davon sehr profitiert hat und weiterhin profitiert

b) wir als Eltern davon sehr profitiert haben, denn die schulische Ausgrenzung (insbesondere in 1-Kind Familien) betrifft auch die Eltern

c) die Mitschueler davon profitiert haben, denn sie durften frueh lernen, was Ruecksichtnahme und Miteinander bedeuten, dass wir nicht alle gleich sind und doch Respekt verdienen und das Gesundheit ein sehr wertvolles Geschenk ist

d) "Integration" und "integrative Beschulung" grundsaetzlicher ausgedrueckt ein Merkmal fortgeschrittener Gesellschaften sind und in diesem Punkte Wahlfreiheit bestehen sollte.

@Michael Eder
" Die Eltern, die sich bewußt für ein behindertes Kind entschieden haben, müssen auch für die Mehrkosten der Schule aufkommen."
Ja nee, iss klar! Aber Hochbegabtenfoerderung muss ihrer Meinung nach wahrscheinlich zu Lasten aller gehen ?
Lieber Michael, ich glaube nicht, das Ihnen die Tragweite Ihrer Aeusserung bewusst ist.

Und dann noch ...
@ Karl Schoberling:
Man darf wohl davon ausgehen, das, haetten Sie vor etwa 110 Jahren gelebt, Sie die Forderung auf das allgemeine Wahlrecht fuer Frauen auch als "naive Sozialromantik" abgetan haetten ?
Mit dem Satz
""Behinderte nicht diskrimieren" - schön und gut. Behinderte an allgemeinbildende Schulen lassen? Nein!"
widersprechen Sie sich selbst und merken es nicht einmal !
"diskriminieren" bedeutet bekanntlich "einen Unterschied machen, unterscheiden" und das Wort "allgemein-bildend" ist wohl selbsterklaerend.

In was fuer einer Gesellschaft wollen wir leben ?

Hallo Petra,
es ist eine Form der Integration.
Ich denke es muss unterschieden werden, wie stark die Behinderung ist. Downis kann man ja auch von extrem geistig behindert bis minderbemittelt einstufen.
Einen extrem geistig behinderten voll zu integrieren halte ich für den falschen weg.
Ich meine es müssten verschieden Schulformen angbeboten werden.
Für uns ist die Außenklasse die richtige Schulform. Ob man das i
Integration, oder nur Teilintegration nennt bleibt dahingestellt.
Und die Schüler die die anderen Mongos nennen wird es immer geben. Es gibt aber auch sehr viele nichtbehinderte Schüler, welche die Außenklasse positiv finden.

Das deutsche Schulsystem ist in hohem Maße diskriminierend!
Ist vor der unterzeichneten Konvention denn überhaupt das gegliederte System zu halten?? Es führt zu massiver Benachteiligung z.B. der lernschwächeren oder derer, die von ADS betroffen sind - von den Kindern mit den im Beitrag gezeigten Behinderungen ganz zu schweigen.

Danke für den Bericht. Tut gut nicht alleine zu sein. Besonders auf dem Dorf. Vermisse das Gesetz jedes Kind hat ein Anspruch auf einen Kindergartenplatz? Gibt es tipps für Alleinerziehende? Wie organisiert man Geld verdienen/Haushalt/Bürokratie/Kinder fördern ? Meine Energie geht zu neige!
-Thanks-

Was die Emmendinger Kollegen leisten, ist großartig - vielleicht kann das nicht jeder Lehrer. Daher sind Sonderschulen, die nicht integrativ unterrichten sicher weiterhin nötig. Aber wenn es schon mal so ein Modell gibt, das erfolgreich ist, dann darf man doch so eine Schule nicht einfach "abwürgen". Da regt sich in der Tat eine Wut im Bauch. Das Ergebnis müsste heißen: Anerkennen Sie, liebe regierende Fraktion im Ländle, diese Schule als Ersatzschule, fördern Sie sie wie eine Sonderschule und lassen Sie diese Schule beweisen, ob sie weiterhin so gute Leistungen zeigt, und zwar bis in die Oberstufe hinein. Geben Sie ihr diese Chance! Die Vielfalt der Schularten und zugleich die freie Elternwahl für die ihnen richtig erscheinende Schule müsste doch in Baden-Württemberg, diesem liberalen Land, möglich sein. Daher sollten wir auch den Herrn Wacker nicht beschimpfen, sondern ihn ermutigen, eine für alle verträgliche Lösung anzupeilen, und die heißt für mich: Verlängerung des Schulversuchs für weitere 10 Jahre. Dann werden wir sehen, ob diese Schule so gut bleiben kann, wie es jetzt ist (ich kenne sie von innen und weiß, wovon ich rede), und ob sie diese permanente Überforderung nachhaltig leisten kann. Vermutlich wird das nur möglich sein, wenn man diese Schule mit besseren finanziellen Mitteln ausstattet und sie nicht schleichend totspart.
Herzliche Grüße an den sonst immer wieder mal so vernünftigen Herrn Rau! Hier in Emmendingen könnte er mal wieder zu seinen früheren Qualitäten zurückkehren! Welch eine Chance für ihn, wir würden sie ihm nie vergessen - s.b.

Wir wohnen in Niedersachsen (Kreis Leer)
Vor einigen Jahren wollten wir gerne das unsere Tochter intergrativ beschult wird auch heute noch .(Sie ist ein Down-Kind) Ich wurde von Politiker beschimpft ,beleidigt und bedroht in der Tageszeitung. Weil ich in der Schulausschußsitzung nach Intergration gefragt habe.
Ich bin heute noch der Meinung das Kinder mit DownSyndrom nicht aus gesperrt werden dürfen. Wie sollen andere Menschen lernen mit diese um zugehn??? Dort wo unsere Tochter in Vereine ist wird sie gut und gerne auf genommen. Doch in anderen Kreisen gibt es Probleme. Weil die Menschen einfach nur Angst haben wie sie sich verhalten sollen. Ich frag mich immer wieder
warum das in der HEUTIGEN Zeit noch sein muss. Die Poliker sparen wie immer am falschen Ende!!! Es ist uns als Eltern nicht möglich diese Intergrationen durch zu setzen ,weil uns zu wenig Zeit und Wissen fehlt. ZU viele Eltern lassen sich einschüchtern und ziehen zurück.

"Lernen heißt, eine Phase

des Nichtkönnens zu bewältigen."

dies richtet sich an die Pädagogen die gegen eine Integration von Behinderten in der Regelschule sind.

Denken Sie mal drüber nach!!!

Ich bin Mutter von zwei "gesunden" Kindern, die in HH auf eine christliche Grund-/ Gesamtschule (13 Jg.) mit Integration gehen/gingen. Dort gibt es immer ein offenes Ohr für Eltern und Kinder. Probleme werden aktiv gelöst. Die Schüler gehen, auch in den höheren Klassen, sehr gerne zur Schule. Dort besteht ein Lehrerteam immer aus 3 Personen auf 24 Kinder.

Wir haben unsere Grosse jetzt in die 5. Klasse eines staatliches Gymnasium eingeschult, auf Grund der aktuellen Schulreform (Profil-Oberstufe) und ihren Neigungen.
Täglich kommt unsere Grosse geschockt nach Hause, weil sie so einen schlechten sozialen Umgang überhaupt nicht gewöhnt ist. (und wir wohnen in einem Stadtteil mit vielen Besserverdienern; in anderen Stadtteilen, soll es noch viel schlimmer zugehen.)
Dort läuft vieles nach dem Motto:"Und mir das Meiste." Kinder werden zu "Einzelkämpfern" ausgebildet. Viele Lehrer interessieren sich nicht oder haben resigniert. Eine persönliche Beziehung zu den Schülern fehlt oft. Ja, können aus Zeitmangel und hoher Schülerzahl innerhalb einer Klasse auch gar nicht geleistert werden. Und die Lehrer/innen, die wirklich noch bemüht sind, kämpfen gegen Windmühlen.

Unsere Kleine (3.Klasse) hat uns bereits jetzt schon mitgeteilt, dass sie an der Integrationsschule bleiben möchte und auf gar keinen Fall, wie ihre Schwester, auf das Gymnasium.

Fazit: Auf Integrationsschulen ist das Sozialverhalten weit höher und es gibt ein Miteinander!!!!!!!!!!!!
Folge: mehr Akzeptanz, weniger Gewalt und Kinder die bis zur 13. Klasse gerne und glücklich zur Schule gehen!!!

Viele betroffene Eltern haben das Problem, mit der geistigen Behinderung ihres Kindes nicht klarzukommen. Das kann uns aber allen passieren und entsprechend muss man sich auch verhalten. Das ist selbstverständlich!

Aber muss man deshalb seinen Kindern täglich in der Regelschule zeigen, dass es "Schlauere" gibt, die ständig Dinge machen, von denen man nichts versteht?

Später bei dem Abitur wird von diesen Eltern vielleicht auch noch gefordert, es ihren Kindern anzuerkennen, da hier dann auch Diskriminierung vorliegen würde.

Wo fängt die Diskriminierung an und wo hört sie auf? Letztlich liegt es an uns allen, im Sinne des "Kaukasischen Kreidekreises" vorzugehen und jedes Kind vor weiterem Seelenleid zu schützen.

Ich unterstütze jeden, der eine Klage gegen die Landesregierung Baden-Württemberg anstrengt, um geltendes Völkerrecht umzusetzen!

Das arrogante Verhalten des mit dem Thema konfrontierten CDU Landespolitikers zeigt nur seine ganze Unsicherheit und Angst sich ernsthaft und mit gesundem Menschenverstand mit dem Beispiel der Walddorfschule Emmendingen auseinanderzusetzen. Offensichtlich fehlt ihm die nötige Lebenserfahrung, um dem Thema gerecht zu werden.
Stattdessen gibt er sich ganz politisch und preist zur Beruhigung seines eigenen (scheinbar wenig ausgeprägten) Gewissens veraltete Integrationsmodelle, die aber in Wirklichkeit nichts anderes bedeuten, als staatlich legitimierte Separation und Ausgrenzung von behinderten Menschen!

Womit haben wir nur solch ignorante Politiker verdient?

Um der Landes CDU weitere peinliche Statements zu ersparen, hätte schon ein Blick in Wikipedia ausgereicht:
http://de.wikipedia.org/wiki/Inklusive_P%C3%A4dagogik

Mit den besten Genesungswünschen!

Dr. Markus Weidenbach

Wer denkt an die Regelschüler(-innen)? Warum werde sie nicht nach ihrer Meinung befragt? Sie sind ja auch die Leid Tragenden des Integrationsmodells.

Es müsste aber eine breit angelegte Studie sein, da sie die eigtentlichen Nutzer der Regelschulen sind.

Ermutigend, dass es viele Menschen gibt, die sich über den allgemein Umgang mit Behinderten an deutschen Schulen echauffieren.
Aber auch erschreckend, dass es Meinungen in diesem Forum gibt, wenn auch zum Glück nur wenige, deren pädagogische Gesinnung in den 70-er Jahren steckengeblieben ist. Behinderte Menschen als irgendwelche Klötze am Bein der "normalen" Schüler zu bezeichnen spiegelt eine Gesinnungshaltung wieder, die mich zum einen an unrühmliche Zeiten in unserer deutschen Geschichte erinnert, zum anderen Ausdruck einen rücksichtslosen Leistungorientierung ist. Und ein untrügliches Zeichen, dass eine Schullaufbahn absolviert wurde, in der behinderte Menschen nie eine Rolle gespielt haben.

Gewiss gibt es Kinder, die sich aufgrund Ihrer Behinderung schwer in ein "normales" Schulsystem integrieren lassen. Derzeit zeigt sich jedoch, dass das "normale" Schulsystem resistent gegen die Integration jeglicher Form von behinderten Menschen.

Unsere Tochter geht in eine Integrationsschule mit Schwerpunkt Autismus. Eine durchaus nicht immer telegene Behinderung. Es ist beeindruckend, wie Sie und andere nichtbehinderte Schüler Integrationskinder als vollwertiges Mitglied der Klassengemeinschaft von Beginn Ihrer schulischen Laufbahn an wahrnehmen. Was in meinem Schulleben der siebziger und achtziger Jahre immer außen vor blieb, lernt Sie von Beginn an.

Wir leben seit 26 Jahren im Ausland (Mallorca). Unsere Tochtr Lara (22) ist nach einer Gehirnhautentzündung Geistigbehindert (76%). Wir sind es gewohnt das sie und alle anderen Behinderten ganz normal in unserem Dorf integriert ist. Es ist für uns unmöglich nach Deutschland zurückzukommen, da wir die letzten 21 Jahre Deutschland und Spanien genau unter diesen, in ihrem heutigen Beitrag genannten Gesichtspunkten miteinander vergleichen und leider keinerlei Veränderung in so langer Zeit feststellen konnten. In Deutschland wird den meschen das Recht auf ein gemeisames Leben mit Geistigbehinderten vorenthalten. Lara spricht drei Sprachen - hat in diesem Jahr Gold und Silber im Schwimmen bei der SPECIAL OLYMPICS gewonnen und wird im kommenden Jahr für den schwarzen Gürtel im Judo vorbereitet und das alles durch Integration im "ganz - normalem - Leben"
Gruss Bettina L. W.-Schulte

Wundert mich gar nicht !

Deutschland will PISA-Land Nr. 1 werden! Das sagen Spitzenpolitiker aller Parteien! Ohne Leistungswillen ist das nicht erreichbar.

Die CDU ist doch diejenige Partei, die am liebsten alle behinderten Kinder ins Heim schicken und alle Ausländer aus diesem Land rausschmeißen würde.
Die wollen es doch nur ihrem konstervativen Zielpublikum, welches der "Elite" in diesem Land angehört rechtmachen. Für diese Leute sind Behinderte doch nur ein Dorn im Auge, Menschen, die keine "Werte" schaffen, sondern nur Kosten verursachen. Der eigene Nachwuchs soll doch bitte vor/von diesen "schlechten Einflüssen" verschont bleiben. Daher gibt es für die CDU nur eine Konsequenz - Aussondern!

Ein Problem von vielen in in unserem Sozialstaat. Hier wäre doch die Möglichkeit, für vernünftig denkende Verantwortliche bzw. Politiker (nicht wie im Beitrag gesehen), positives für das kommende Jahr zu bewirken.
Oder bewegt sich erst etwas, bis ein Herr aus diesen Reihen oder ein Prominenter selber von diesem Schicksal betroffen ist.
Wir sind nicht davon betroffen und wünschen es auch niemanden und können nur hoffen, das es in unserem Land auch noch Entscheidungsträger gibt, die Entscheidungen treffen und nicht nur Pressewirksam zum passenden Zeitpunkt Versprechen machen.

@Heilmann und alle. die Angst vor der deprimierenden "Leistungskluft" haben

Oh ja, wir sind alle betroffen, denn immer gibt es jemanden, der schlauer, schneller und vor allem mächtiger ist, als man selbst. Ich fühle mich allerdings nicht unbedingt gedemütigt durch die Tatsache. Außer vielleicht: Es gibt schon Verletzungen aus meiner Schulzeit vor 35 Jahren, wo das Besserkönnen derart Norm war, daß Häme zog.

Nun sind wir ja erwachsen geworden, und keine unreifen Kinder mehr, moralisch gefestigt und wissen, daß man den Besserwisser besser nicht gibt, sondern sich aufbauend verhält. Schon gar nicht dulden wir latende Drohungen, wie schlecht bei Integration – andere natürlich, sicher eben die bösen anderen – es den Kindern mit Behinderung es schon zeigen werden … Nein, daß tun wir erwachsenen moralischen Menschen nicht. Nicht wahr? Zumal wir ja wissen können, daß genau das im integrativen Unterricht eben nicht passiert. Tatsächlich, es passiert nicht. Und wenn, haben die Kinder selbst klasse und sehr moralische Antworten parat, weil eben Gefühl für Fairnis.

Wir Eltern behinderter Kinder müssen, so wir das nicht vorher schon irgendwie geschafft hatten, eine Neuorieantierung unseres Lebens hinbekommen, die uns in vielem zu den gängigen Normen der hiesigen Karrieregesellschaft quer setzt. Nicht, daß wir uns eine derartige Reifung gewünscht hätten, nicht, daß wir sie heroisieren wollten, sie ist einfach nötig. Und sie ist ein Potential, dessen wir uns mit der Zeit immer selbst bewußter bedienen. Tatsächlich eine tolle Sache. Daß wir Integration wollen, liegt sicherlich nicht daran, daß wir die Behinderung unserer Kinder verleugnen wollen – ich kann Ihnen versichern: GANZ BESTIMMT NICHT.

IN der größeren Szene von Eltern behinderter KInder, in der ich stecke, wird allerdings sehr ernsthaft diskutiert, welche Art der Förderung gut für das jeweilige Kind ist. Und oft ist die Wahl tatsächlich auch die Förderschule. Ich bin nicht für deren Abschaffung. Ich bin für einen Lernprozess des Systems, das auch die Möglichkeiten der Förderschulen mit zu integrieren hat: zugunsten aller Schüler. Es zeigt sich nämlich, daß alle Schüler von diesen Kompetenzen auch fachlich profitieren können. Wie so oft zeigt sich, umgekehrt wird ein Schuh draus.

mit gruß, ap

Deutschland muss sich entscheiden, was es will. Entweder die Vorstellung auch der SPD, dass es PISA-Land nur 1 werden möchte, oder aber auf stärkere Integration setzt, und damit in Kauf nimmt, dass diese Vorstellung nicht erfüllt werden kann.

Beides ist akzeptabel. Ich verstehe aber nicht, dass in Deutschland vor Allem von den LINKEN andere Meinungen in Richtung "extremer Ansichten" intolerant und verletzend kommentiert werden. Ist das demokratisches Verhalten, was hier so vehement hervorgehoben wird?

Was in Hamburg möglich ist, sollte doch auch in Bayern machbar sein! Wollen die etwa ewig in der Spitzengruppe bei PISA bleiben!?

Der Beitrag von "Heilmann meinte am 04.12.2008 23:52" trifft es auf den Punkt. Würde mich interessieren ob die Andersdenkenden wie z.B. Herr Dr. Markus Weidenbach auch praxisrelevante Erlebnisse -Schule, Behindertenheim etc - hatten. PS: Hat schon jemand die Kinder gefragt ?

Moralische Entrüstung und "Diskriminierung" der Gegner einer integrativen Beschulung ist m.E. einfach unangebracht angesichts dessen, dass er derzeit bereits vielfach unmöglich ist, geistig und körperlich nicht eingeschränkte Kinde einigermaßen vernünftig zu beschulen.
Unsere Lehrer sind - aus nachvollziehbaren Gründen - resigniert angesichts der täglichen Konfrontation mit dem zunehmenden Versagen häuslicher Erziehung. Und mangels entsprechender Ausbildung sind sie häufig schlicht damit überfordert, Kinder mit z.T. völlig fehlender sozialer Kompetenz zu unterrichten.
Da muss im Kontext einer Integration geistig und körperlich eingeschränkter SchülerInnen doch die Frage nach dem "Wie" erlaubt sein, ohne dass man gleich als minderheitenfeindlich oder gar als Verfechter brauner Gesinnung angeprangert wird.

Es ist schier unglaublich mit welcher Selbstgerechtigkeit und mit wieviel Trotz dieser Herr eine solche fast schon reaktionär anmutende Haltung vertritt.
Wer wählt oder beruft bitteschön solche Menschen-Exemplare in derart wichtige Staatsämter?

Danksagungen bitte an Herrn Georg Wacker, seines Amtes
Staatssekretär des Kultusministeriums Baden-Württembergs

http://www.georg-wacker.de/Home

Salam und Hallo

Ich glaube nicht das , das für und wieder so einfach abzuwiegen ist wie betroffene Eltern und Pädagogen sich es vorstellen.
Politiker sind da in besonderer Weise behindert. (Interessenkonflikt?!)

Jasmin, ein Kind aus einer Inzuchtehe, hat Microzephalie in schwerer Ausprägung.

Ohne eine Sonderschule/einrichtung hätte sie nicht die geringste Aussicht ihr eingeschränktes Potenzial zu entwickeln.

Ihr Bruder, mit kaum wahrnehmbaren Lernbehinderungen, ist aber ein klassischer Fall von Ausgrenzung zum Nachteil des Kindes.

Der Versuch den Junngen in der Grundschule auf ein Leben in dieser Gesellschaft vorzubereiten ist gescheitert.

Nicht an dem Jungen sondern am Unwillen der zuständigen Pädagogen.

Angesicht riesiger Klassen (20-22 Kinder) könnten sie sich nicht auch noch um Lernbehinderte kümmern.

Wenn ich mich an meine Einschulung erinnere ( 32 Schüler) hätte ich Lust diese Leute ohne Pensionsansprüche in die Wüste zu schicken.

Kein Mitgefühl für Kinder sonder Selbstmitleid wegen Überarbeitung!?

Sehr traurig, sehr dumm!

Salam

Mudjahed

Gefunden in der Betriebsanleitung eines Gerätes der Firma "Alaska":

7. Lassen Sie dieses Gerät nie von Kindern und von geistig behinderten Menschen benutzen.

20. Stellen Sie das Gerät nicht auf .... und außerhalb der Reichweite von Kindern und geistig behinderten Personen.

Zur Information:
Es handelt sich um einen sehr einfach zu bedienenden Dörrautomaten ....

Leider spiegelt diese Betriebsanleitung viel zu sehr wieder, wie viel zu viele scheinbar geistig gesunde Menschen über Menschen mit geistiger Behinderung denken ....
Möge sich jeder selber seinen Teil dazu denken ....

Liebe Maria,

Du schriebst:
In einer Klasse mit 20 "normalen" und 4 geistig behinderten Kindern herrscht ständige Unruhe, Konzentration fällt sehr schwer, Unterforderte flippen aus, Überforderte entwickeln Verhaltensstörungen, es ist unmöglich für den Lehrer, jedem Kind auf seinem Niveau zu begegnen. Intelligente, unterforderte, genervte Schüler wechseln auf die Staatsschulen, behinderte Kinder ebenso. Die freigewordenen Schulplätze werden aufgefüllt mit "Neuzugängen".....eine wunderbar erfolgreiches Schulmodell!!!!!
Seid doch ehrlich!

Ich weiss nicht, ob Du Schülerin, Lehrerin oder Mutter bist, und um welche Schule es sich handelt, aber 8 Kommentar unter Dir (um 23:51) steht meiner, lies den mal.
Ich sehe das anders, denn auf genau so eine Schule gehen/ gingen meine Kinder!!! Ich sehe dort nur glückliche Kinder, und wenn Eltern mal ein Problem haben, findet man bei den Lehrerteams immer sofort ein offens Ohr und sucht nach Lösungen.
Das was Du beschreibst, mag in Einzelfällen so sein, ist aber auf gar keinen Fall die Regel.
Der Wechsel aufs Gymnasium hat häufig mit dem Ehrgeiz der Eltern zu tun und ihrer Unflexibilität sich auf Neues einzulassen. Oft ist es ihnen für die Grundschulzeit recht, später dann aber nicht mehr, weil sie es sind, die die hohen Anforderungen stellen.
Das Problem ist doch das Auffüllen, Eltern die garantieren, dass ihr Kind vollkommen unkomplieziert ist, entpuppen sich später als völlig frustierte Jugendliche, die gar nicht mehr in der Lage sind sich zu integrieren, weil sie in den Jahren zuvor gebrochen wurden. Ein Kind mag dann ein Lehrerteam noch auffangen können, aber bei mehreren hilft auch das beste Team nichts.

Sehe ich im übrigen gerade am staatlichen Gymnasium, in der Klasse, in der meine Grosse ist sind 8 Chaoten, die täglich alles aufmischen, meine Tochter sagt es sei in dieser Klasse deutlich lauter als in ihrer ehemaligen (1-4 Klasse) Integrationsklasse.

Wenn mehr Integrationsschulen bis zum Abitur führen, werden sich mehr und mehr Eltern entscheiden ihr Kind dort zu lassen. Je mehr Kinder bleiben, desto weniger "Auffüller" gibt es.
Dies braucht, wie jedes neue Modell, Zeit!!!!!!!!!!

Ich bleib dabei:
Fazit: Auf Integrationsschulen ist das Sozialverhalten weit höher und es gibt ein Miteinander!!!!!!!!!!!!
Folge: mehr Akzeptanz, weniger Gewalt und Kinder die bis zur 13. Klasse gerne und glücklich zur Schule gehen!!!

@Heiko Schmidt

Ihre Ausführunge in dem Stil wie sie es schreiben sind diskriminierend für jeden, Behinderter oder sogar Hochbegabter.
In einem kleinen teil haben sie recht, dass man darauf achten muß wie stark die Behinderung/Handicap eine jeden ist. Ich sage hier ausdrücklich nicht Grad der Behinderung, denn hier muß man leider die Fachkompetenz eines begutachters in Rechnung ziehen(dies ist leider aus eigener Erfahrung selten gegeben , da oft Gutachter falsche Fachausbildungen begutachten sollen), so viel dazu. JEDES KIND soll ein Recht auf seine Fähigkeiten abgestimmte Förderung haben soll, aber dies geht in gemeinsamen Klassen und Schulen in denen max. 15 Kinder von nin. 2 Lehrern unterichtet werden. Die Unterichtseinheiten müssen auch so aufgelockert werden, dass viele Inhalte auch plastisch erklärt werden können. Dann müssen wir als logische Konsequenz uns endlich von den 8 jährigen Gym. verabschieden. Den diese schnelle, absolut überfordernde und krankmachende Produktion an Frischfleisch für den Arbeitmarkt verbessert nicht das Bildungsniveau in Deutschlande sondern wie produzieren wenige sehr gute (die unkomplizierten Hochbegabte) und die Madde bleibz dann nur Durchschnitt oder schlechter.

Ich z. B. habe eine begabte Tochter, die mit Behinderungen umgehen kann, denn ihre Mutter ist behindert, sie hat verstanden dass jeder Mansch individuell zu sehen ist, nach seinen Fähigkeiten. Dies nennt man Sozialkompetenz. Schon mal gehört???
Weniger Egoisten sollte wir in unserem Land haben, dann würde es uns ALLEN besser gehen.

ihr Vergleich mit einem Sehbehinderten ,der keinen Führerschein erhält, empfinde ich sehr provokativ. Es ist richtig das man im Einzelfall prüfen aber warum schreiben sie denn dann nicht so.

Die UNO macht Fehler?!?
Klar es sind ja alle anderen Länder blöd und haben keine Ahnung gell!!! Nur deutschland hat kompetenten Menschen, am besten mit einem CDU- Pateibuch gell

Schlimm genug, dass dieser drastische Beweis mehr dafür, dass die Politik längst nicht mehr für die Menschen da ist, sondern die Menschen für die Politik da zu sein haben, das Handeln der politisch Verantwortlichen prägt.
Darauf angesprochen, diese Abartigkeit dann auch noch als gerechtfertigt darzustellen, zeigt wie weit weg von jedem Ansatz der Besserung wir sind - welche Arroganz, Ignoranz und Unfähigkeit
dort besteht, wo die Weichen gestellt werden.
Aus menschlicher Kraft alleine wird keine Veränderung mehr möglich sein!

Wir leben in einer "Lifestylegesellschaft" und stylen alle fleißig mit. Wenn man allerdimgs irgendwann selbst betroffen ist dann......
Sind wir nicht alle irgendwo selbst daran Schuld. Selbst diese "aufklärenden" Sendungen wie Kontraste, Monitor, Panorama etc. reagieren nicht auf Email-Anfragen wie man sich gegen diese Mißstände wehren kann. Man denke nur an den vorangegangenen Bericht über die IHK. Also wie will man effektiv etwas ändern ? Ich habe keine Kinder und weiß warum.

@ Feuergold

Dient die Gerätebeschreibung zum Schutz oder Diskriminierung eines Personenkreises? Was meinen Sie denn?

Es ist schier unglaublich mit welcher Selbstgerechtigkeit und mit wieviel Trotz dieser Herr eine solche fast schon reaktionär anmutende Haltung vertritt.
Wer wählt oder beruft bitteschön solche Menschen-Exemplare in derart wichtige Staatsämter?

Danksagungen bitte an Herrn Georg Wacker, seines Amtes
Staatssekretär des Kultusministeriums Baden-Württembergs

http://www.georg-wacker.de/Home

@Heilmann

Dieses Gerät ist sehr einfach zu bedienen, erfordert keinerlei komplizierte und/oderkomplexe Einstellungen.

Diese Betriebsanleitung zeigt, auf welchem Niveau in den Köpfen mancher Leute ein geistig behindeter Mensch eingeordnet wird:
Auf dem absolut untersten Niveau!
Alle Stufen der geistigen Behinderungen werden auf eine Stufe reduziert, nämlich die, bei der man dem betroffenen Menschen nichts mehr zutraut.
Ich empfinde diese Anleitung als diskriminierend, und da ich die Betriebsanleitung just während des Beitrages von Kontraste las, war es mir einfach wichtig, diese gefundenen Zeilen einfach mal hier mitzuteilen.

Das habe ich noch hinzuzufügen:
Es ist schön so viele positive Kommentare zu diesem Thema zulesen. Unsere Tochter Lara hat das Glück zwischen beiden "WELTEN" zu pendeln. Denn ich kann aus Erfahrung auch all denen recht geben, die meinen , dass Behinderte in der ausschliesslich "normalen-Welt" ständig überfordert würden. Ja, sie haben ein auch ein Recht auf "IHRE-WELT" aber das rechtfertigt keine Ausgrenzung. Das Leben gemeinsam mit Behinderten ist eine Bereicherung. Sie öffenen uns die Sicht auf die wahren wichtigen Dinge im Leben - ja ich möchte soweit gehn und sagen - sie zeigen uns das LEBEN - reich ist jeder, der das Leben gemeinsam mit behinderten Menschen leben darf.
Bettina L.W.-Schulte

Hallo

Ich habe mir erlaubt, eine E-mail mit folgendem Inhalt an den Staatssekretär, Herrn Georg Wacker, zu senden.
Wenn sie auch "etwas persönlich" ausgefallen ist.
Nach seinem Redebeitrag erscheint sie mehr als angemessen und sie ist nicht derart ausgefallen, dass sie irgendwie rechtlich angreifbar wäre.

Herr Wacker

Ich habe gestern Abend in der ARD-Sendung Kontraste ihren Redebeitrag zum Thema "Ausgrenzung - Keine freie Schulwahlfür behinderte Kinder" gesehen und ich muss sagen, es hat mir dabei schier dier Sprache verschlagen mit welcher Selbstgerechtigkeit und mit wieviel infantilem Trotz sie eine derart fast schon reaktionär anmutende Haltung vertreten.

Was ich sie gerne einmal aus den Zusammenhang heraus fragen möchte, und erwarten sie bitte nicht, dass ich mich nach ihrem peinlichen Auftritt dafür noch entschuldige:

Hören sie eigentlich morgens das Glockengeläut der Kirche in ihrem Wohnort?

Was ich damit zum Ausdruck bringen möchte ist: Merken sie eigentlich noch irgendwas?

Seien sie nur dankbar dafür, dass ich nicht in ihrer Nachbarschaft wohne, ansonsten hätten sie mit mir ab heute einen streitbaren Nachbarn gefunden.

Mario Staller

PS: Einen lieben Gruß an ihre Frau Gemahlin

Sollten sich nicht die Eltern zusammentun, und UN Kontrolleure auf diese Misstände in unserem Land aufmerksam machen, auf dass die Länder kontrolliert werden und diese Menschenrechtsverletzungen endlich ein Ende haben.

@ Markus

Was soll man denn noch alles "kontrollieren"
Vielleicht auch gleich noch den Geisteszustand solcher Politiker.

Wie sind solche Statements den ansonsten heute noch zu erklären?

Schaut euch doch mal die schöne Website vom Herrn Georg Wacker an!

Es gibt nur dann Möglichkeiten ausgegrenzte Behinderte, Alte, Kranke usw. zu Integieren wenn auch die Frage nach dem Sein des Menschen sich nicht einzig um das Geld, Wirtschaft und ewige Jugend dreht, wie dies auch durch die Medien mit verursacht wird. Eine Schein und Illusionswelt gaugeln wir uns heute oft vor.
Den Wert und Sinn des Seins wollen wir diesen wirklich verstehen?
Der Wert eines Behinderten, eines Menschen kann erst dann erkannt werden wenn es gelingt uns auf den/ die Hilfebedeürftigen einzulassen. Es braucht Wege um die Seele eines Menschen zu erkennen und Behinderte geben den "Normalen" dafür wesentlich mehr Angebote, aber Sie werden wenig angenommen. Behinderte können zu einer Veränderung des "Normalen" beitragen. Sie lassen uns lernen Leiden Gemeinwohl und Gedankenaufbau besser zu begreifen. So ist dann die Integration von Behinderten - zu Wohle der Gemeinschaften.
Letztlich kann eine Gesellschaft nur heiler werden wenn sie sich
mit dem Heil, dem geistiges Bild, gesundem Bild des Menschen auseinandersetzt.
Diese geistige Bild kann uns helfen in den leeren Seelen unserer Zeit Wärme und Licht zu bringen. Ein wahrhaft geistige Bild wird uns helfen den eigenen Weg zu finden, über den anderen und mit dem anderen. Es gibt nicht nur ein wirtschaftliches Wachstum sondern auch ein geistiges, das auf die Seelen der Menschen wirkt, dies gilt es zu entwickeln und das ist im Sinne des Mensch seins. es wirkt heilend.

@ Hubert

Aber über solcherlei Fragen über den Sinn oder Unsinn des Menschseins sollte diese so "fortschrittliche" Gesellschaft doch schon drüber hinaus sein, oder?

Dazu fällt mir noch ein:

Technisch Raumpatrolli, ethisch Urknall!!

G

Ich meinte natürlich Raumpatrollie

Ich finde es gut das Kontraste das Thema aufgeriffen hat.
Unser Schulsystem verstößt ganz klar gegen die Menschenrechte.
Es zeigt wunderbar das wir nicht genug aus der Hitler Vergangenheit gelernt haben. Dort wurden auch Menschengruppen sortiert,ausgesondert,isoliert, die freiheit beraupt und abgeschoben etc.
Nichts anderes macht bis heute unser Schulsystem ein klarer Skandal das nichts verändert wurde.
Das Thema gehört zur politischen Tagesordnung Nr. 1. schließlich werden die Menschenrechte mit Füßen getreten.

Alle Sonderschulen gehören abgeschaft wie auch die angeblichen begaten Schulen.
Es kann nicht angehen das begate Kinder auf isolierte Schulen gehen müssen und so zu Sonderschüler werden.

Wenn ich sehe was schon ein der "normaler" nicht ellenbogenorientierter Schüler heutzutage in unserem dreigliedrigen Standardschulsystem an Mobbing und dirch die Hilflosigkeit der überforderten Lehrer erleiden muss, kann ich es mir absolut nicht vorstellen wieso wir dies auch noch vielen Behinderten schülern antun müssen. Eine ganzheitliche Lösung muss her. Ein neues integratives Schulsystem, so wie die Gesamtschule bei gleichzeitig im pädagogischen und psychologischen Bersich verbesserter ausbildung der Leherer wäre eine Lösung die allen gerecht wird ausser denjenigen die zu bequem sind ihren Hintern hochzubekommen und für neue Möglichkeiten offen sind. Konstruktive Kritik ist gut und wichtig.
Einseitige losgelöste plakative Angriffe wie dieser Kontraste-Bericht heizen nur die Stimmungauf und bringen nicht vorwärts.

Hallo,
Ich bin in Emmendingen aufgewachsen und die Schule ist in einem Dorf ausserhalb von Emmendingen im ortsteil "Wasser" ganz versteckt hinter Erdwällen. Es ist zwar eine sehr schöne einrichtung jedoch zu versteckt was darauf hinweist das da etwas versteckt werden muss !!!
Ein anderes Thema was nie angesprochen wird die Zwangssterilisation von Behinderten.

Die anderen Schulen, Gemeinden und Länder verstecken sich hinter den kosten für umbauten da sie nicht über behinderten gerechter ausstattung mit endlosen Treppen und WC´s ausgestattet sind.

Selber bin ich Ersatzpädagoge und Unterrichte an 2 Schulen Computer-Technik und weis wovon ich schreibe.

Es fehlt an Fördermittel für die Schulen da die jetzigen Einrichtungen noch aus meiner Kindheit stammen und es mangelt an Lehrkräften, so das ich in Gemeinnütziger Arbeit für 1€/Std mit 4 weiteren 1€ Jobbern an einer Schule schon tätig bin.

MFG

Da bekommt man wieder maL voll den Hass auf Politiker !!!

Ich selbst bin Schwerbehindert !!!

Ich habe meine Schule auch neben "Normalos" geschafft.
Die Politiker müssten mal selbst sehen was es heißt behindert zu sein!!!
Als Behinderter hatt man hier in Deutschland überall Probleme!!!
Überall wird ein "Behinderter" als nicht gleichwertig behandelt, ist man z.B. : aus der Schule raus, bekommt man im Arbeitsleben nicht mal die Chance für eine anständige Stelle.
Man gibt einem dabei dann nicht mal die Chance , zeigen zu können, dass man die gleichen Fähigkeiten hatt wie jeder "Ottonormalbürger" hier in Deutschland !!!

Hier wird nicht nur das "Völkerecht der UN-Konvention" ,
sondern auch das "Deutsche Grundrecht" (hier steht, dass jeder Mensch Gesetz gleich ist)
mit den Füssen getreten.

Ich dachte wir leben hier in einer Demokratie ???
Davon merkt man aber nichts !!!
Vielmehr sind das schon die gleichen Methoden die Deutschland unter der NAZI-Regierung gehabt hatt !!!!

Schade, dass man nicht die Möglichkeit in einem offenen Gespräch mit den zuständigen Politikern vor laufender Kamera zu reden bekommt !!!

Ich würde sehr gern mal mit diesen Politikern ein kontroverses Streitgespräch führen !!!

Man sollte den Politikern einfach mal den Geldhahn zudrehen, damit sie sich mal wieder auf ihre Arbeit konzentrieren können und nicht auf Ihr Vergnügen !!!

Was heißt hier z.B. Diätenerhöhung ???

Das ist zum Beispiel "Volksverarsche" Nummer 1 !!!

Wenn man eine Diät macht dann bekommt man weniger !!!

Und nicht immer mehr und mehr in den Rachen hinein geschoben !!!!

Sicherlich wird Dieser Kommentar wieder von der Deutschen Bundesregierung wie mein letzer Beitrag über das Thema gelöscht.
Soviel zum Thema : Deutsche Redefreiheit !!!

Mit freundlichen Grüßen
Jürgen Hackenberg

P.S.
Ich hoffe dass die Politik ihre Meinungen endlich mal ändert !!!
Denn , wenn das so weiter geht , und "der Deutsche Michel"
mal aufsteht, dann möcht ich kein Politiker sein !!!

Welche Arroganz strahlte dieser Politiker des Ministeriums aus!!!!!!
Haben solche Leute vergessen, für wen sie da sind?
Es ist eine Bereicherung für alle Beteiligten, wenn Behinderte mit Nichtbehinderten zusammen aufwachsen und auch zusammen lernen. Natürlich muss immer auch gewährleistet sein, dass ein solcher Unterricht mit genügend Personal durchgeführt wird. Jeder sollte sich einmal in die Lage der Eltern und der betroffenen Kinder hinein versetzen und dann seine Entscheidungen treffen. Aber genau daran scheitert ja insbesondere unsere Gesellschaft , nämlich an der fehlenden Empathie, dem Einfühlungsvermögen in die Gefühle anderer Menschen.
Wenn ich nicht schon so sehr angewidert wäre von dieser menschenverachtenden Politik in diesem Land (siehe Zustand von Schulen und Kindergärten, Menschen, die mit der eigenen Arbeit finanziell nicht mehr überleben können, Milliarden für die Lobbymacher usw. usw., würde ich mich auch noch einmal politisch engagieren, um solche Zustände anzuprangern und evtl. zu verändern. Ich hoffe unsere Kinder werden diese Kraft finden.
Alles gute den Eltern und Kinder, die hier einen Kampf aufgenommen haben, der sie noch oft vor Betonwände führen wird.

liebes kontraste-team!!

HERZLICHEN DANK FÜR DIESEN TOLLEN BEITRAG !!

ich hoffte immer, daß ein politiker "betroffen" sein würde, um die eltern zu verstehen, die mit solch einer arroganz zurückgewiesen werden - aber nein, jetzt weiß ich, es wäre für ein "behindertes" kind nicht zumutbar!
ich hoffe, der christlich demokratische herr wird heut nicht mehr in den spiegel schauen können! solch ein verhalten ist a-sozial!

Liebe Redaktion, der Beitrag war Spitze und sollte den nächsten Grimme-Preis erhalten! Ich hoffe, Sie können in der nächsten Sendung berichten, dass das Land Baden-Württemberg eine Wende vollzogen hat und aus der 19. Jahrhundert-Schulpolitik aussteigt. Wer Integration verbietet und Inclusion verweigert, kann am Ende nicht nur nicht alles sondern nur noch schwäbisch! J. Kopp

Liebe Leser und Leserinnen

Ich bin erschüttert, wie viel Menschenverachtung, Ignoranz und Unwissen uns seitens des in Ihrer Sendung gezeigten Politikers entgegenschlägt. Ob Eltern ihr Kind im Schutz einer Sonderschule oder in der Gesellschaft aufwachsen lassen wollen, ist allein ihre Entscheidung. Sie betreuen ihr Kind meist ein Leben lang und müssen letztendlich auch die Verantwortung für eine gelungene oder unpassende Schulwahl übernehmen.
Mein Sohn mit Behinderung besucht seit bald 3 Jahren eine ganz normale Schule, obwohl er dauernde Betreuung durch Schulbegleiterinnen benötigt. Vorher war er 3 Jahre an einer Sonderschule und wir dürfen heute sagen, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Kinder mit einer Behinderung müssen von der Allgemeinheit (so oder so!) getragen werden. Die Tragfähigkeit ist aber in der offenen Gesellschaft meist besser, da in einer Sonderschule zu viel Behinderung zusammen kommt um sich gegenseitig zu tragen/unterstützen.
Daher plädiere ich für Wahlfreiheit in Sachen Schule. Integration sollte aber immer der erste Weg sein, der beschritten wird. Kostet weniger Geld, klappt fast immer und macht unsere Welt wirklich besser!
Es ist mir unklar, vor was sich Politiker, die sich gegen Integration aussprechen fürchten und daher rate ich den betroffenen Eltern die Rechte ihrer Kinder bis zur letzten Instanz einzufordern. Es lohnt sich.
Grüsse aus der Schweiz, wo auch noch nicht alle Kantone die riesigen Vorteile der Integration von Behinderten Menschen verstanden haben!

Nicole Ulrich

Liebe Leser und Leserinnen

Ich bin erschüttert, wie viel Menschenverachtung, Ignoranz und Unwissen uns seitens des in Ihrer Sendung gezeigten Politikers entgegenschlägt. Ob Eltern ihr Kind im Schutz einer Sonderschule oder in der Gesellschaft aufwachsen lassen wollen, ist allein ihre Entscheidung. Sie betreuen ihr Kind meist ein Leben lang und müssen letztendlich auch die Verantwortung für eine gelungene oder unpassende Schulwahl übernehmen.
Mein Sohn mit Behinderung besucht seit bald 3 Jahren eine ganz normale Schule, obwohl er dauernde Betreuung durch Schulbegleiterinnen benötigt. Vorher war er 3 Jahre an einer Sonderschule und wir dürfen heute sagen, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Kinder mit einer Behinderung müssen von der Allgemeinheit (so oder so!) getragen werden. Die Tragfähigkeit ist aber in der offenen Gesellschaft meist besser, da in einer Sonderschule zu viel Behinderung zusammen kommt um sich gegenseitig zu tragen/unterstützen.
Daher plädiere ich für Wahlfreiheit in Sachen Schule. Integration sollte aber immer der erste Weg sein, der beschritten wird. Kostet weniger Geld, klappt fast immer und macht unsere Welt wirklich besser!
Es ist mir unklar, vor was sich Politiker, die sich gegen Integration aussprechen fürchten und daher rate ich den betroffenen Eltern, die Rechte ihrer Kinder bis zur letzten Instanz einzufordern. Es lohnt sich.
Grüsse aus der Schweiz, wo auch noch nicht alle Kantone die riesigen Vorteile der Integration von behinderten Menschen verstanden haben!

Nicole Ulrich

Lange schon fehlt mir im Alltagsgesicht das, der Behinderten. Als Kind auf dem Land gab es sie noch. Doch wo sind all die Behinderten hin? Wo sind sie geblieben? Es ist doch unglaublich, wie diskriminierend und blind unsere Politiker handeln. Das darf nicht sein. Es ist an der Zeit etwas zu tun und für die Inklusion zu kämpfen. Ich tue es und es tut gut!

Liebes Kontrasteteam, ich bin euch unendlich dankbar für euren Betrag und hoffe auf eine bessere Welt in Freiheit für Menschen mit Behinderungen und deren Eltern. Es möge der Kampf um die Rechte und deren Umsetztung am 1.1.2009 enden. Ich setzte auf die Un-Konvention und deren Umsetztung ÜBERALL

wer ist denn in diesem land noch so naiv und glaubt den politikern, dass sind doch notorische lügner die nur darauf bedacht sind ihr eigenen pfründe zu sichern, die lauthalsen versprechungen die sie vor den wahlen abgeben, sind getreu dem motto "was interessiert mich mein geschwätz von gestern" nach den wahlen nur noch makulatur, weder die behinderten noch andere bevölkerungsgruppen interessieren die, ihre politik heißt ausgrenzung und somit verschiebung an den rand der gesellschaft, am liebsten währe es ihnen wenn sie gethos schaffen könnten, wohin sie alle die, die nicht in ihr konzept passen abschieben können, hatten wir ja schon mal alles, es bewahrheitet sich wider mal das sprichwort, "altbewehrtes setzt sich durch", politik wird doch nur noch für die gemacht die in deren konzept passen.

Leider beschreibt der Beitrag keine Einzelsituation. In Deutschland müssen (!) ca. 90% der Kinder und Jugendlichen mit sonderpädagogischen Förderbedarfen in Förderschulen. Eltern haben kein Recht, die passende Schule zu wählen. Das gilt leider auch für NRW: dort entscheidet die Schulaufsicht - und für Gemeinsamen Unterricht müssen erst die personellen und sächlichen Voraussetzungen gegeben sein (und weil die Geld kosten heißt das im Klartext: wenn genug Geld da ist).
Der Staatssekretär behauptet im Beitrag, dass Kinder und Jugendliche mit sonderpädagogischen Förderbedarfen in Förderschulen optimal gefördert würden. Hans Wocken zeigt, dass die schulischen Leistungen und der IQ immer schlechter werden, je länger die Kinder und Jugendlichen auf der Förderschule "Lernen" bleiben müssen.
So, jetzt darf jeder selbst entscheiden, wen er wählen möchte...

Ich habe Ihren Bericht mit Interesse verfolgt, da unser Sohn Patrick(Möbius-Syndrom) ebenfalls in eine Integrationsklasse mit weiteren 5 behinderten Mitschülern geht. Die Klasse wird permanent von zwei Lehrern betreut. Alle zwei Wochen kommt eine Lehrkraft einer Förderschule aus dem 60km entfernten Paderborn, speziell um Patrick zu betreuen.
Der Erfolg gibt dem Konzept recht: An der Schule sind Behinderte keine Aussenseiter und Patrick hat gelernt, seine Defizite nahezu vollständig zu kompensieren. Aufgrund seiner ausgesprochen guten schulischen Leistungen haben wir bereits am örtlichen Gymnasium nachgefragt, ob dort auch weiterhin eine integrative Betreuung möglich ist. Und dies ist nicht nur möglich, sondern wird dort gegewärtig auch praktiziert.
Insofern ist es taurig, dass dieses Konzept in Baden-Württemberg und Bayern nicht verfolgt werden soll. Für Nordrhein-Westfalen kann ich ihre Berichterstattung nicht bestätigen: Wir wohnen in NRW!

Liebes Kontraste Team,

ich bin erschüttert wie einseitig Ihre Berichterstattung ist und wie Sie versuchen die Menschen zu beeinflussen.
Eine objektive Berichterstattung hätte zumindest aufgezeigt unter welchen Druck die schüler in weiterführenden Klassen stehen wenn Sie als Psychologenersatz sich um die Behinderten kümmern müssen/sollen. Auch welche folgen es auf die Leistungsfähigkeit der nicht behidnerten Mitschüler haben könnte ist nicht angesprochen worden bzw. ist sicherlich auch nicht erforscht.
Tut mir Leid sehr geehrtes Kontraste Team mit solchen Beiträgen (Stammtischaussagen) können Sie vielleicht Gruppierungen der "Linken" mobilisieren aber realitätsnahe Bürger dürften Sie hoffentlich nicht ansprechen.
Oder wollen Sie, dass die Leistungsfähigkeit usnerer Schüler auf das Niveau der USA Schulen fällt? Warum haben BW und Bayern ein besseren Leistungsschnitt als der Rest der BRD? Vielleicht weil sie nicht alles mitmachen was die UN oder EU vorschlägt?

www.parteidervernunft.de

Ich muss mich nochmal zu Wort melden, denn ich fasse es einfach nicht!!! da gibt es echt noch Menschen, die glauben, dass wir behinderte Menschen kein Recht auf die Gesellschaft haben???? Denen rate ich: stellt euch vor ihr habt einen Unfall und werdet blind, oder könnt danach nicht mehr laufen. Wolltet ihr dann auch abgeschoben werden? Wolltet ihr dann auch aus der Gesellschaft ausgegrenzt werden?
Ich meine, es ist eigentlich kein Wunder, dass immernoch so viele Leute Vorurteile gegenüber behinderten Menschen haben, aber eben weil sie ausgegrenzt werden. Ich kann es auch nur noch mal betonen: wie soll man als Erwachsene im Arbeitsleben, oder in der Öffentlichkeit miteinander umgehen könne, wenn man es als Kind nicht schon gelernt hat? BERÜHRUNGSÄNGSTE SIND DIE WURZELN DIESES PROBLEMS! Also, lass uns endlich miteinander umgehen!

Ich habe mich nach meinem Fachabitur auch in der freien Wirtschaft beworben, aber bekam nur Absagen, komisch bei einem Durchschnitt von 2,1 oder?
Nun habe ich eine Ausbildungsstelle, an der Fachhochschule Gießen-Friedberg, denn hier wird was für Integration getan! Es ist, leider, die einzige deutsche Hochschule mit einem Zentrum für behinderte Studierende - dem BliZ. Wir helfen den Studenten, weil es die Professoren nicht in diesem Ausmaß können, damit auch sie die gleichen Voraussetzungen haben, wie nichtbehinderte Studierende. Denn wenn man blind ist und in einer Klausur nur gedruckte Blätter vorgelegt bekommt, ist das keine Gleichbehandlung! Man muss sich halt auf die Bedürfnisse einstellen und individuell die Materialien aufbereiten, so, dass sie zugänglich wreden UND ZWAR FÜR JEDEN!!!
Also, seit nicht so egoistisch und denkt auch mal an eure Mitmenschen und macht euch mal Gedanken darüber, wie es unseren Mitmenschen in unserer Gesellschaft geht!!!!!!! Es ist nicht Ausgrenzung, was unsere Gesellschaft stark machen würde, es ist die Tolleranz, der Weitblick und das Mitgefühl, das unserer Gesellschaft helfen würde, übrigens meiner Meinung nach würde es uns auch wirtschaftlich gesehen weiterbringen (um den Befürchtungen so mancher hier entgegen zu treten)!
VIELFALT IST UNSERE CHANCE!

Danke noch an das Redaktionsteam von Kontraste, dass sie hier diesen Blog eingerichtet haben. Ich freue mich über die vielen Beiträge, auch wenn fast die Hälfte der Beiträge vor rund 70 Jahren schon aktuell waren.... das ist echt erschreckend!

Lieber Frank, Vernunft hat für mich auch etwas mit Information zu tun. Die schulischen Leistungen der Schüler ohne sonderpädagogischen Förderbedarf sind in Integrationklassen statistisch mindestens genauso gut wie in den Kontrollklassen. Tendenzen, die allerdings nicht signifikant sind, zeigen in Richtung besserer schulischer Leistungen in den Integrationsklassen. Das kann man zum Beispiel (!) bei Haeberlin et al.: Die Integration von Lernbehinderten. Bern 1999 nachlesen. Also erst einmal informieren und dann schreiben.
So hat der Blog bestenfalls "Stammtischniveau".

Lieber Frank

von www.parteidervernunft.de

"Wahlversprechen, man kann sich ja mal versprechen"

Ihre Argumente sprechen eindeutig für soziale Unkopetenz und
Ingnoranz.

Klaus Fachkraft für Integration in Bayern

@m. eder: Nun, da wird nicht viel Geld zusammenkommen. NIEMAND wird sich eine Behinderung für sein Kind wünschen. Es gibt aber erfreulicherweise Menchen, die eine Selektion, wie sie Ihnen wohl vorschwebt, ablehnen.

Eltern aus allen Bundesländern fordern seit geraumer Zeit die freie Schulwahl im Sinne der Gleichstellung und die Inklusion, allein Gehör finden sie nicht, wie man bei Herrn Wacker hören konnte. Die Wahrnehmungsstörung scheint in der Politik sehr weit verbreitet zu sein.

Lieber Frank

von www.parteidervernunft.de

hier noch ein link von frontal21

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/content/Ausgrenzen_statt_integrieren/61268

"vielleicht wieder eine Stammtischaussage"?

Klaus Fachkraft für Integration in Bayern

sorry hier der richtige link von frontal21

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/content/Ausgrenzen_statt_integrieren/61268?inPopup=true

Klaus Fachkraft für Integration in Bayern

Der Integrationsgedanke ist ja gut und schön und auch sehr förderungswürdig - aber nicht um jeden Preis! So ist z.B. hier in Köln die Integration vollkommen aus dem Ruder gelaufen. Alle behinderten Kinder werden auf Teufel komm raus integriert, aber was für einige behinderte Kinder sinnvoll und richtig ist, ist nicht für alle gut. So gibt es in Köln nur noch einen einzigen heilpädagogischen Kindergarten, der dementsprechend natürlich vollkommen ausgelastet ist. Aber gerade so ein Kindergarten und auch hinterher eine entsprechende Sonderschule wäre für den Sohn einer Freundin sehr wichtig. Dieser besitzt auf Grund seiner Behinderung nach wie vor - trotz Einzelförderung und Bemühen seiner Eltern - ein Sozialverhalten, was nicht kompatibel ist mit anderen Kindern. Der Kleine geht in dem integrativen Kindergarten unter und wird jetzt von allen Kindern ausgegrenzt, schlicht deswegen, da diese Angst vor ihm haben. Hier wäre es sehr viel sinnvoller, ihn in eine heilpädagogische Einrichtung zu geben, denn erstens sind die Gruppengrößen kleiner, die Erzieher, bzw. Sonderpädagogen sind speziell geschult und hier könnte er zum ersten Mal erfahren, nicht ausgegrenzt zu werden. Also bitte bei dem Integration nicht immer in scharz und weiß denken, sondern immer den einzelnen Menschen im Blickfeld haben!

Dieser Blog hat nun fast 270 Beiträge.
Jede erdenkliche Meinung zum Thema ist da zu lesen.
Und jetzt?
Wohin führt dieses Online-Durcheinandergerede?
Wer liest denn alles?
Strukturiert irgend jemand die Argumente?
Gibt es eine Zusammenfassung?
Eine Moderation?
Kann aus all den Monologen überhaupt ein Dialog werden?

Hat es irgendeinen Sinn, hier etwas zu schreiben?
(Ja, ich habe gestern abend auch zweimal etwas beigetragen.)

Oder werden wir nur in die Medienmühle INTEGRIERT?
Es fühlt sich so gut an, mitzumachen - es führt nur zu nichts.

Engagement ist da draußen in der realen Welt gefragt.
Das hier ist Placebo-Engagement, fürchte ich.

ANMERKUNG:

ES MUSS MÖGLICH WERDEN DASS THERAPEUTEN

(ORTSANSÄSSIG/SCHULINTERN) VOR ORT ARBEITEN DÜRFEN IN

SCHULEN, WO FÖRDERUNGSBEDÜRFTIGE KINDER BESCHULT

WERDEN (KÖNNEN!).

DAMIT GEMEINSAM KINDSEIN AUCH IN DER FREIZEIT GREIFT !!!

!!! W E I T E R S O !!! ; *

Eigentlich schliesse ich mich K.Fischer an.
Wer liest eigentlich das, was wir zu sagen haben, oder geht es auch hier, wie überall um die Quote?
Ich habe einen behinderten Mann, der nach einem Schlaganfall nicht mehr sprechen kann und auch immer mehr geistige Defizite zeigt.
Zu dem Schulthema kann ich aus meiner Erfahrung mit diesem behinderten Menschen sagen:
Normalität überfordert ! Die Kinder werden jeden Tag damit konfrontiert, dass andere mit Leichtigkeit können, was ihnen unmöglich ist.
Für die menschliche Entwicklung von gesunden Kindern, mag dieses Projekt wohl sinnvoll sein, für die Eltern der behinderten Kindern eine gewisse Genugtuung bedeuten, aber ganz sicher für die in ihrer Entwicklung gestörten Kindern und Jugendlichen nicht.
Im Gegenteil, sie leiden!
Man müsste andere Möglichkeiten finden, Behinderte, gleich welchen Alters, in entsprechenden, mit Therapeuten ausgestatteten, Begegnungsstätten integrieren zu können.

K. Fischer meinte am 05.12.2008 11:47 Permalink:
"Es fühlt sich so gut an, mitzumachen - es führt nur zu nichts.

Engagement ist da draußen in der realen Welt gefragt.
Das hier ist Placebo-Engagement, fürchte ich."

Lieber Herr Fischer!
Sie haben recht, es fühlt sich wirklich gut an, hier mal seine Meinung kund zu tun! Vor allem, wenn man in der realen Welt oft nur auf taube Ohren stößt...
Und ich muss Ihnen wohl leider auch recht geben, dass alleine das Geplänkel in diesem Blog wohl nichts bewirken wird (bestenfalls wird jemand, der gegen Integration ist, nach dem lesen einiger Beiträge seine Meinung nochmal überdenken).
Aber vor allem deshalb möchte ich die paar Leute, die diese Blog-Einträge lesen dazu auffordern, nicht nur im Blog auf dieser Website (monolog) zu diskutieren, sondern mit der Familie, Freunden, Kollegen und Betroffenen darüber zu sprechen! Und vor allem, geht den Betroffenen in eurem Alltag nicht aus dem Weg! Auch wenn sie in euren Augen "anders" sind, denkt ihr wirklich, ihr seid "normal"???

Damit das hier kein Placebo-Engagement bleibt: klärt auf, in der realen Welt! Und macht nicht die Augen vor Dingen zu, denen ihr euch nicht gewachsen fühlt!
Helft alle mit bei der Integration - denn Integration fängt im Alltag und im Bewusstsein der Menschen an!

Hallo,
ich arbeite in der nähe in einer einrichtung- wir wollen inklusiver arbeiten- gibts den beitrag irgendwo als podcast oder auf youtube???
wäre klasse!
hagen
ps cool dass das ganze jetzt so hohe wellen schlägt- ist dringend notwendig!!!
gerade in bawü

Im laufe des Tages ist der Beitrag als Video unter: http://www.rbb-online.de/_/kontraste/sendung_jsp.html
zu sehen.

An Hagen: Den Beitrag finden Sie unter www.kontraste.de (letzte Sendung).

Was ist zu tun?
Am besten Emails oder Brief an Minister Rau (Kultusminister vo Ba-Wü) und/oder Landtag senden und die Wünsche und Erwartungen formulieren. Selbst Kopf-in-den-Sand-Politik hat da keine Chance mehr...
Die Zeit ist reif, endlich Eltern ihre freie Wahl zu gewähren! So kann jeder die richtige Schule für seine Kinder wählen. In der sich ergänzenden Vielfalt liegt die Chance, nicht in der Ausbildung eines einzigen "richtigen" Schulsystems!
Wir freuen uns übrigens über Besuche unserer Website:
http://www.waldorfschule-emmeningen.de

Wie war das mit dem GG das alle Menschen gleich sind und keiner aufgrund seiner Behinderung benachteiligt werden darf? Wie ist das mit Art. 26,Abs.1 und Abs.2 der Allgemeinen Menschenrechtserklärung in dem festgelegt ist das Bildung zur vollständigen Persönlichkeitsenfaltung beitragen muß? Wie ist das mit den UN Pakten über wirtschaftliche,kulturelle, politische und soziale Grundrechte in Deutschland? Wie ist das mit der Europäischen Menschenrechtscharta und der Europäischen Sozialcharta in Deutschland. Ich hab zwar den Bericht nicht gesehen aber als Mitglied von den zwei weltgrößten Menschenrechtsorganisationen musste ich als Deutscher ins Ausland flüchten da man über 5oo mal die Menschenrechte brach und das bis in den Bayerischen Landtag und Bundestag bekannt war und nichts dagegen unternommen wurde. Fazit: Wenn Behörden in Deutschland nichts von Menschenrechten und GG wissen wollen können die beruhigt treiben was sie wollen, da keiner von den Aufsichtsbehörden was dagegen unternimmt. Fazit2: Die alte Nazizeit ist noch immer nicht ganz ausgemerzt.

Wie war das mit dem GG das alle Menschen gleich sind und keiner aufgrund seiner Behinderung benachteiligt werden darf? Wie ist das mit Art. 26,Abs.1 und Abs.2 der Allgemeinen Menschenrechtserklärung in dem festgelegt ist das Bildung zur vollständigen Persönlichkeitsenfaltung beitragen muß? Wie ist das mit den UN Pakten über wirtschaftliche,kulturelle, politische und soziale Grundrechte in Deutschland? Wie ist das mit der Europäischen Menschenrechtscharta und der Europäischen Sozialcharta in Deutschland. Ich hab zwar den Bericht nicht gesehen aber als Mitglied von den zwei weltgrößten Menschenrechtsorganisationen musste ich als Deutscher ins Ausland flüchten da man über 5oo mal die Menschenrechte brach und das bis in den Bayerischen Landtag und Bundestag bekannt war und nichts dagegen unternommen wurde. Fazit: Wenn Behörden in Deutschland nichts von Menschenrechten und GG wissen wollen können die beruhigt treiben was sie wollen, da keiner von den Aufsichtsbehörden was dagegen unternimmt. Fazit2: Die alte Nazizeit ist noch immer nicht ganz ausgemerzt.

Seit 2,5 Jahren arbeite ich an einer integrativen Grundschule in NRW.
Ich wollte einfach keine Kinder mehr "wegsortieren" und habe mich ganz bewusst an eine Schule mit Gemeinsamem Unterricht (GU) versetzen lassen.
Sicher sind die äußeren Bedingungen nicht optimal. In meiner jahrgangsgemischten Eingangsklasse sind 26 Kinder, davon 6 mit einem besonderen Förderschwerpunkt (geistige Behinderung, körperl. Behinderung, Sprachbehinderung, Lernbehinderung, Autismus). Unser Klassenraum ist zu klein; wir haben zu wenig Unterrichszeit; etwa die Hälfte unserer Kinder hat Deutsch nicht als Muttersprache.
Und trotzdem: Alle Kinder profitieren von der großen Heterogenität und wir Lehrerinnen können uns einfach nicht vorstellen anders zu arbeiten. So bemühen wir uns, jedem Kind individuelle Lernwege in einer starken Gemeinschaft zu ermöglichen. Und so anstrengend das zuweilen auch ist, so beglückend und auch erfolgreich ist es für uns alle.
Immer wieder spannend ist die Frage zahlreicher Besucher (Studierende, Kolleginnen, Eltern) NACHDEM sie im Unterricht hospitert haben: wer sind denn nun genau die "behinderten" Kinder?

Unsere Schule hat übrigens bei der jährlichen VERA-Testerei überdurchschnittliche Ergebnisse; ein hoher Anteil der Kinder wechselt nach Klasse 4 auf ein Gymnasium bzw. mit einer Gymnasialempfehlung auf eine Gesamtschule.
Traurig sind allerdings die Chancen für die Kinder mit einem besonderen Förderschwerpunkt: die Mittel für den gemeinsamen Unterricht in den weiterführenden Schulen wurden im Reg.bez. Arnsberg drastisch gekürzt. Und die noch oft vorherrschende frontale Unterrichtsorganisation in vielen Schulen lässt die Integration sehr, sehr schwer werden - ist aber im Grunde leistungs- und entwicklungshemmend für alle Kinder, ob nun "normal" (was immer das ist) oder nicht.

Integration ist ein Menschenrecht. Die UN-Konvention ist hier durchaus eindeutig.
Es gibt auch wissenschaftliche Untersuchungen z.B. von Prof. Wocken, die die Überlegenheit der Integration gegenüber der Sackgasse Förderschule belegen.
Ob eine flächendeckende Integration tatsächlich teurer wäre, als die vielen verschiedenen Förderschulen - das kann ich mir kaum vorstellen.

Und so streite ich in Gremien und Veranstaltungen für die "Eine-Schule-für-alle" und will und kann aber mit der Integration nicht warten, bis größerer Räume und kleinere Klassenstärken oder gar der einhellige politische Wille dazu da sind.
Seit ich integrativ arbeiten darf, weiß ich zumindest in diesem Punkt: Ja, genau darum bin ich Lehrerin geworden.
Es ist normal, verschieden zu sein.

Hallo

Zu der Frage, inwieweit es denn überhaupt Sinn macht, sich über einen Weblog wie diesem in dieser Art und Weise zu äußern, kann ich nur für mich schreiben, dass ich mit großem Interesse viele der Beiträge hier durchgelesen habe
Wenn auch meine gestrige Wut verflogen ist, meine Empörung ist es nicht.
Ich selbt bin derzeit weder persönlich noch ist jemand innnerhalb meiner Familie von einer starken körperlich oder geistigen Behinderung betroffen. Gestern Abend ist mir aber sehr stark bewußt geworden, welche Geduld und Kraft da von den Betroffenen selbst und deren Familien abverlangt wird, nicht nur mit der eigentlichen Behinderung, sondern vielmehr mit den alltäglichen gesellschaftlichen Hürden und Barrieren umzugehen.

Deshalb ist es mir auch ein persönliches Bedürfnis, hier einmal allen direkt und indirekt betroffenen Menschen, meinen tiefen Respekt auszuprechen.

Außerdem habe ich entschlossen, mich in Zukunft gesellschaftlichlich oder politisch zu engagieren.

Damit hat dieser Sendebeitrag und dieser Weblog allein für mich ganz persönlich zu einer Bewußtseinsveränderung und Motivation gesorgt.

Ich wünsche allen hier ein schönes Wochenende.

Mario Staller

@ANNE

zu: "Seit 2,5 Jahren arbeite ich an einer integrativen Grundschule in NRW"

Welche Argumente werden den konkret gegen ein intergratives Schulsystem vorgebracht bzw. von welcher Seite aus sperrt man sich am am stärksten gegen eine veränderung?

G

Mario

@Mario
die häufigsten Argumente sind:
- die anderen Kinder lernen dann nicht mehr genug
- die behinderten Kinder werden nicht passend gefördert
- zu teuer
- die Elite kommt zu kurz
(- dass sie Berührungsängste im Umgang mit behinderten Menschen haben, geben die wenigsten zu)
All diese Argumente sind ja auch in einigen Beiträgen zu dieser Sendung zu lesen.
Aber: All diese Vorwürfe kann ich aus meiner Praxis heraus nicht bestätigen, eher widerlegen.

Tja, wer sind die Gegner?
Vielleicht Menschen, die sich einfach nicht vorstellen können, wie man einen Unterricht organisiert, in dem jedes Kind / jeder Jugendliche an seinen Sachen, auf seinem Niveau arbeitet?
Menschen, die gerne andere einsortieren und bewerten / abwerten?
Die vielleicht den Wert oder gar die Berechtigung eines Menschenlebens nach seiner späteren Wirtschaftsleistung berechnen?
Menschen, die unter Bildung recht einseitig Fachwissen verstehen?
Menschen, denen der Bau einer Straße o.ä. wichtiger ist als die Sanierung und Umgestaltung der Schulgebäude?
Menschen, die schlechte Erfahrungen mit misslungener Integration gemacht haben? (Wie viele Menschen haben eigentlich schlechte Erfahrungen mit unserem üblichen vielgliedrigen Schulsystem gemacht ohne dass es deshalb in Frage gestelt wird?!?)

Sie sitzen ... in Schulämtern und Lehrerkollegien, ( interessanterweise insbesondere der Gymnasien und der Förderschulen), in Schulauschüssen, an Stammtischen, in Parteien und politischen Ämtern.
Ist jetzt alles sehr pauschal, aber vielleicht ist genau das ein Teil des Problems: es ist so schwer personell oder auch strukturell zu fassen. Jeder schiebt dem anderen den schwarzen Peter zu.
EIn Beispiel: Letztes Jahr wurden die Mittel für die integrative Beschulung in der Sek.I bei uns stark gekürzt. In unserem Landkreis gab es einige aufgeregte Veranstaltungen deswegen: die Schulen klagen das Schulamt an, das Schulamt wiederum behauptet, von der Bez.reg. neue Vorgaben bekommen zu haben; dort bekommt man lange keine Auskunft und auch Düsseldorf schweigt still. Verantwortung wird hin und hergeschoben, bis alles im Sande verläuft. Schulen, die sich auf den Weg machen und erste zaghafte Schritte in Richtung Integration tun, werden ausgehungert und noch nicht mal nach den gesetzlichen Vorgaben unterstützt. Angeblich weil keine Lehrer dafür vorhanden sind.

In diesen Mühlen habe ich schon viel Kraft gelassen...

Grüße
Anne

P.S. in Köln gibt es einen sehr aktiven Elternverein. Googeln unter eine-schule-fuer-alle

Ich bin empört über diese vorgehensweise und die Arroganz dieses Herrn Wacker! Da wollen Teile der CDU das Grundgesetz ändern, um die deutsche Sprache zu verankern, aber für eine Änderung des Landesschulgesetzes um diese wichtige Integration, sie ist für alle dienlich, Behinderten und Nichtbehinderten, zu "legalisieren", ist kein Wille vorhanden! Es ist unfassbar und schockierend. Ein sozialer Rechtsstaat sieht anders aus.

Ich habe gestern diesen Beitrag gesehen und war vollkommen entsetzt. Ich habe in meinem Bekanntenkreis einen behinderten Menschen, der das Down-Syndrom hat. Er hat vor vielen Jahren an einem der ersten Projekte dieser Art in Baden-Württemberg teilgenommen. Es war genial. Er hat Lesen gelernt und Rechnen. Das Projekt war ein voller Erfolg. Mich entsetzt aber vor allem die Tatsache, dass man in Baden-Württemberg nichts von all dem gehört hat. Das wird gar nicht diskutiert. Vielleicht kam mal was kleines im Fernsehen oder so, aber so wenig, dass ich es verpasst habe. Also erst mal danke an die Leute, die diesen Beitrag zusammengestellt haben.
Wo muss man sich hinwenden, damit man etwas machen kann?

Mein Sohn ist 6 Jahre alt und geht auf eine Förderschule für geistige Entwicklung. Als wir die Schule besichtigten, waren wir sehr schockiert. Seit ein paar Wochen haben wir uns einer Elterninitiative "Gemeinsamer Unterricht" angeschlossen. Wir wollten für unseren Sohn für das kommende Schuljahr einen Förderortwechsel und GU beantragen. Allerdings stellte sich jetzt heraus, daß die Schulklassen im nächsten Jahr durchweg 30 Schüler groß sein werden, was für eine intergrative Klasse nicht förderlich ist. Darum werden wir die ganze Aktion um ein Jahr verschieben, da die betreffende vorgesehene Schule jetzt gerade mit GU anfängt. Die Schulrätin des zuständigen Kreises war bei einem Treffen mit dem Schulleiter und den entsprechenden Eltern anwesend und stand Rede und Antwort. Bereits im vergangenen Jahr wurde für eine Schule in unserem Ort GU bewilligt. Allerdings war die Zahl der integrativ zu fördernden Kindern so gering, daß insgesamt eine wöchentliche Stundenzahl für einen Sonderpädagogen von nur 9 Std. dabei herauskamen. Die Schule hat bis heute das Problem, daß sich auf die Stellenausschreibung niemand bewirbt. Wer Sonderpädagoge ist, ist das schon mit Leib und Seele und hat natürlich nicht das Interesse mehr Stunden im Auto zu verbringen, weil er von einer Schule zur nächsten fahren muß, als im Unterricht. Was Anderes bliebe ihm/Ihr aber nicht übrig um auf eine normale Arbeitszeit zu kommen. Wie kann es sein, daß Kinder in Förderschulen den ganzen Tag gefördert werden, aber beim GU nur auf maximal 3 Std. pro Woche pro Kind kommen? Das Ziel unserer Schule hier am Ort ist es einen Sonderpädagogen für die ganze Woche und nur für diesen einen Förderort einzustellen. Mal sehen, wie weit die Schulpolitik das unterstützt. Desweiteren sehe ich behinderte Kinder auf Förderschulen im sozialen Abseits, da sie keine Kontakte und Integration in die Gesellschaft erfahren. Bei der Geschichte unseres Landes ist es schon verwunderlich, daß immer nur von Wiedergutmachung an den Juden gesprochen wird. Was ist mit den Behinderten? Da ist es schon nicht verwunderlich, daß mehr als dreiviertel aller Förderschulen in Deutschland nicht staatlich sondern nur caritativ oder anders organisatorisch getragen werden. Meine persönliche Feststellung durch eingene Erfahrung lautet: Behinderte werden in Deutschland in allen Bereichen diskrimieniert und abgeschoben. "Aus den Augen, aus dem Sinn." Und nur wer in diesem Land als Erwachsener, wenn auch nur ganz geringfühgig, Produktivität leiset, wird so gerade tolleriert. Gerade mittlere bis schwerwiegende Fälle von geistig Behinderten haben einen ganz schweren Stand. Darum mein Fazit: Eltern aller behinderten Kinder in Deutschland vereinigt euch und fordert das schließen der Förderschulen. Wir sind eine Gesellschaft und eine Gesellschaft muß alles tragen können, egal ob weiß, schwarz, welche Nation oder behindert! In anderen Ländern geht es auch. Es müßten noch nicht einmal Arbeitsplätze entfallen. Die Sonderpädagogen könnten in den normalen Schulen untergebracht werden und baumaßnahmliche Veränderungen würden sogar die Wirtschaft ankurbeln.

Sollte es wirklich so sein, daß ausgerechnet die sogenannten CHRISTLICHEN Parteien sich sooooo unchristlich darstellen?
Diese ehemalige Musterland BW versinkt langsam im Chaos, Dank auch diesem (dümmsten Ministerpräsident Deutschlands) Öttinger.

...oder man mailt seine Meinung direkt an die Adresse, wo sie hingehört....
georg.wacker@km.kv.bwl.de

Gruß Rainer Wahl.

Bitte schauen Sie mal nach Niedersachen!
Hier gibt es an vielen Schulen Koop-Klassen. Das heißt die beeinträchtigten Schüler bleiben weiterhin Schüler der Lebenshilfe (Schule, Tagesbildungsstätte für Geistigbehinderte). Die Lebenshilfe kooperiert dann mit z.B einer Grundschule, mietet einen zusätzlichen Raum dort an und die 5-8 beeinträchtigten Schüler gehen dann gemeinsam mit 20 "Regelschülern" 4 Jahre in eine gemeinsame Klasse. Weiterhin werden die behinderten Schüler von Fachpädagoginnen und Zivildienstleistende oder Praktikantinnen (Personal der Lebenshilfe) in ihrem Schulalltag begleitet, unterstützt, unterrichtet, gefördert und gefordert. Diese Koop-Klassen sind in Buxtehude, Verden, Stade Walsrode usw zu finden, der Träger bleibt weiterhin die Lebenshilfe aber die beeinträchtigten Kinder erleben den normalen Schulalltag nicht nur in der Pause auch in, Kunst, Musik, Sport, Sachkunde....

Ich muss sagen, ich finde es einfach unglaublich, wie Dank politischer Ignoranz mal wieder ein Stück normales menschliches Miteinander zerstört wird. Wer gibt jemandem das Recht, solche Entscheidungen zu treffen, wenn ein Integrationsprogramm in einer Schule gut läuft und von allen Beteiligten für gut befunden wird?
Gerade wir Deutschen sollten doch gelernt haben, wie falsch es ist, Menschen aufgrund von Behinderungen, Glaubenssätzen oder Abstammung auszugrenzen.

@ ANNE

Hallo Anne

Ich verstehe. Die meisten Argumente sind dann weniger sachlich und fundiert sondern eher Ausdruck versteckter Ängste und Vorbehalte behinderten Menschen gegenüber, besonders von Seiten der sogenannte "Elite"- Elite deshalb, weil sie sich viel leisten, aber nicht weil sie "viel" leisten.

Ich kann dieser Sorte von Mensch keine positiven Gefühle entgegenbringen, weil viele von ihnen bewusst und zum Teil boshaft positive Veränderungen boykottieren und sabotieren.

Ich wünsche dir jedenfalls, dass du in deinem weiterem Berufsweg den Mut und die Kraft nicht verlierst und in deinem Umfeld immer mehr tatkräftige Mitstreiter findest.

Ich habe ja die "Frechheit" gehabt und diesem Staatssekretär eine Email gesendet.
Ich hoffe nur, andere haben auch den Mut und machen sich die Mühe.

Hier nochmal der Link seiner Website:

http://www.georg-wacker.de/Home

Nach besuch der Website dieses "Schreibtischtäters" kann man sich schon ein ungefähres Bild von seiner Persönlichkeit machen.

LG UND SCHÖNES WE AN ANNE UND ALLE

Mario

...und warum wählt Ihr immer wieder CDU?

Lieber Frank (von der Vernunftpartei?)
ich möchte den Reformpädagogen Otto Herz zitieren (22.11.08, Freiburg, www.bildung-neu-denken.de):
Ich war vor drei Wochen in Finnland, zehn Tage, und Finnland ist ja der Weltmeister in der Qualität des Bildungswesens, und in Finnland gibt es keine Sonderschulen und trotzdem werden die Weltmeister. Also die Frage auch der der inhaltlichen Qualität ist nicht gebunden an die Aussonderung, die frühe Aussonderung. Sondern es ist gerade umgekehrt. So wie es hier auch schon gesagt worden ist. Das fruchtbare pädagogische Milieu ist das, wo alle mit allen zusammen sind, weil alle von allen lernen können. Und je unterschiedlicher die Menschen sind, desto größer ist der Anregungsreichtum und je mehr man versucht, gleiche zu gleichen zu stecken, desto so weniger ist der Anregungsreichtum. Und deswegen wird man in homogenen Gruppen eher langweiliger und schlechter und in heterogenen eher individueller und besser.
Dem ist nichts hinzuzufügen.

Die Frage : wann haben Sie das letzte Mal einen "geistig behinderten Menschen" gesehen ist phantastisch. Sie konfrontiert uns mit unserer Bequemlichkeit. Denn ebenso könnte man fragen: wann saßen Sie zuletzt bei einen Sterbenden, wann halfen Sie zuletzt einer alten Frau, welches Gespräch führten Sie mit einem Obdachlosen.
Und deshalb kommt es mir manchmal vor, als sei es hilfreich, daß Politiker solche Fehler machen. Dadurch sammelt sich solidarische Kraft, ich hoffe so fest ich kann, daß die Kraft auch ausreicht. Peter

Liebe Anne,

ich wünschte es gäbe mehr Leher wie Dich!!!

Niemand schreibt Frontalunterricht vor, aber es wird nach wie vor die Schule des 18.jh. in unserem Land gelebt!!! Die Gesellschaft wird immer heterogener und alle müssen sich längst Anforderungen stellen, die die Schule nicht mehr spiegeln kann. Nicht nur in BW oder Bayern werden Kinder mit speziellen Bedürfnissen ausgegrenzt, auch hier in Sachsen ignoriert der Kultusminister (auch CDU!!!) die nachweislich positiven Wege der Integration. Förderschulen sind längst auch soziele Brennpunkte geworden, denn es wird alles "weg- gefördert" was nicht mehr in die Uniformität der Regelschulen paßt. ... So kommt man auch zu besseren Pisa- Ergebnissen!!!
Ich stelle mir die Fragen, wo nehmen die Kultusminister die Arroganz her? Wen schützen sie? Haben die einen Menschen mit geistiger Behinderung mal getroffen???

Aber für alle zum Mut machen und in tiefer Gewißheit: Mein Sohn ist heute 1 3/4 Jahr. Er hat das Etikett Down Syndrom und ER WIRD Abitur machen! Wenn nicht in D, dann eben in einem unserer Nachbarländer, denn dort ist es normal anders zu sein und man wird nicht in eine Parallelwelt abgeschoben!

Ein Kultusminister mit einer derartigen mittelalterlichen Denke gehört seinem Rechtsverständnis entsprechend an den Pranger gestellt. Danke, dass Sie mit Ihrer Sendung einen Schritt in diese Richtung getan haben. Dieser Minister ist in einer Partei, die sich mit einem "C" identifiziert. Dann wird diese Regierung wissen, dass sie sich eines Tages zu verantworten hat.

Placebo - Effekt?
Nein, hier braut sich gerade etwas zusammen - die Wut, die teilweise im Film zu sehen war, ist ziemlich akut.
Gott sei Dank dürfen wir Sie in diesem Land auch äußern.
Die Aufgabe wird sein, die Energien, die sich anstauen (und sie sind inzwischen breit vorhanden, davon bin ich überzeugt - wir selber haben auch einiges davon...), zu bündeln und zu kanalisieren.
Die zunehmenden Demos auf den Straßen, auch gegenüber der allgemeinen Arroganz in der Schulpolitik, zeigt, dass sich sehr wohl etwas tut.
Erste Erfolge, zum Beispiel das Kippen des Zwang-Französisch in der badischen Rheinschiene in allen Grundschulen, zeigen, dass Solidarität wirkt.
Diese Foren, dieser Blog, der Film, viele Veranstaltungen, Berichte, etc. führen jeder dazu, weiter Aufmerksamkeit und ein Aufhorchen zu generieren. Irgendwann platzt es dann heraus.
Ich bin überzeugt, dass diese Bewegung sich immer mehr zusammenfinden wird und politisch irgendwann gewaltig Druck erzeugen wird!
Was ich dabei immer denken muss: Was wäre, wenn wir die Energie, die in vielen von uns steckt, nicht GEGEN, sondern FÜR etwas einsetzen würden? Dann würde in diesem Land wahrscheinlich vieles anders aussehen.

Haben wir denn immer noch nicht begriffen, daß auch Behinderte Menschen sind mit allen Rechten und Pflichten im Rahmen ihrer Möglichkeiten??? Wenn wir sie ernst nehmen wollen, dann können wir gar nicht anders, als sie in unser tägliches Leben mit einschließen, sie ernst nehmen in ihren Grenzen, sie aber auch in ihren Fähigkeiten annehmen und fördern. Gerade Behinderte haben oft singuläre Fähigkeiten und Begabungen, die es zu entdecken und zu fördern gilt. Bekommt er eine Aufgabe, die seinen Möglichkeiten entspricht und wird er anerkannt, so können wir an vielen Beispielen sehen, daß er diese zuverlässig und pünktlich erfüllt zur Freude seines Chefs und seiner Angehörigen.
Nehmen wir diese Menschen ernst, gehen wir freundlich auf sie zu, teilen wir unser Leben mit ihnen - wer das tut, wird allein schon durch ihre Dankbarkeit reich belohnt werden!
Jesus Christus hat es uns vorgelebt!

Durch die Sendung wurde meine Vermutung bestätigt, dass die Feststellung eines erhöhten Förderbedarfes, insbesondere mit vorgesehem Förderort in einer Schule für Geistigbehinderte, der Aussonderung dient. Hinter dem Begriff "erhöhter Förderbedarf" verbirgt sich versteckt der zu geringe IQ. Die Höhe des IQs ist aber wiederum ausschlaggebend wie förderungswürdig ein Mensch in unserer Leistungsgesellschaft ist. Kinder, die eine Schule für Geistigbehinderte besuchen, haben weder eine Chance auf Bildung noch eine Perspektive für die Zukunft. Sie werden frühzeitig ausgegrenzt, werden einmal kein selbstbestimmtes Leben führen und nie mehr als 2600 Euro besitzen dürfen. Würde sich hinter dem Begriff "erhöhter Förderbedarf" das verbergen, was man darunter versteht, wenn man den Begriff wörtlich nimmt, müsste man keine Bedenken haben. Das was ich die letzten 4 Schuljahre zusammen mit meinem Sohn im Rahmen von Sonderbeschulung und im Kampf um schulische Inklusion in BaWü erlebt habe, fühlte sich wie Diskriminierung an, obwohl ich nicht glauben konnte, dass es so etwas im Jahr 2008 in einem von einer christlichen Partei regierten Land geben kann.
Hoffnung macht, dass das Völkerrecht theoretisch das Landesrecht bricht. Ich wünsche mir eine Abschaffung der Pflicht zur Sonderbeschulung und die Einführung des Rechtes auf eine inklusive Beschulung. Das wäre doch ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Gilt hier nicht auch das Antidiskriminierungsgesetz?
Alle Betroffenen sollten zusammenhalten und gemeinsam versuchen bestehendes Unrecht abzuschaffen. Herr Wacker sollte die Chance bekommen in Zukunft die Beschwerden in größerem Umfang wahrzunehmen. Vergesst nicht! Die Politiker werden von uns gewählt!!!!

Da Herr Walter "Beschwerden nicht wahrnimmt" habe ich gerade eine Nachricht an ihn geschickt (weiter unten). Wie wäre es denn, wenn er mehr davon bekäme? Die Adresse: georg.wacker@km.kv.bwl.de

Sehr geehrter Herr Wacker,
soeben habe ich Ihren Kommentar zu den Beschwerden der Eltern behinderter Kinder in der ARD Sendung "Kontraste" gehört: "Diese Beschwerden nehme ich nicht wahr." Ich gehe einmal davon aus, dass dies hoffentlich keine Absichtserklärung oder eine Beschreibung Ihrer mangelnden Hörverstehensfähigkeiten ist.
Dann nehmen Sie doch bitte zur Kenntnis: Ich bin Vater zweier Töchter und eines autistischen Sohnes, für den man uns seitens der Behörden den Besuch einer Gehörlosenschule vorschlug (Verstehen Sie das unter "...wir fördern sie optimal"?) und möchte mich hiermit in aller Form darüber beschweren, dass Sie und Ihre Partei Behinderte diskriminieren und zudem meinen Töchtern die Chance vorenthalten, Schulalltag mit Behinderten zu erleben.
Eine Partei, die eine solche Diskriminierung planvoll betreibt und damit gegen geltende internationale Konventionen verstößt, ist natürlich nicht wählbar.

... auf der website georg-wacker.de werden WIR vom musiker zur nächsten

Bürgersprechstunde am 12.12.2008, 18:00 Uhr
ins Café Wolf, Tannenstraße 1, Weinheim

eingeladen!

wie wäre es, wenn WIR ihm alle unsere beschwerden persönlich vortragen??

Für alle mit Halbwissen und Ängsten, dass Kinder nicht genug gefördert werden:
An der integrativen Waldorfschule werden die Schüler in jeder Klasse durchgängig im Team unterrichtet! Das Team besteht aus einem ausgebildeten Waldorfklassenlehrer oder einem Fachlehrer (für die Fachunterrichte)und einem Heil- bzw. Sonderpädagogen. D.h. , jede Klasse ist fachlich kompetent besetzt. Zusätzlich gibt es in jeder Klasse einen Integrationshelfer, das sind junge Menschen, die ein freiwilliges soziales Jahr absolvieren und die für sogenannte Assistensdienstleitungen zuständig sind ( z.B. Kinder an- und ausziehen helfen, Toilettengänge, Begleitung im Unterricht,...).
Wenn man jetzt mal rechnet, kommt auf vier Schüler mit Behinderung ein ausgebildete Lehrkraft im Bereich Sonderschule G und auf 24 nichtbehinderte Schüler eine Lehrkraft im Bereich Waldorfschule (die natürlich im Team unterrichten!).
Wenn man den Klassenteiler an einer Sonderschule G bedenkt, der bei 6 liegt und an einer Regelschule bei über 30, ist die Lehrer- Schüler Relation doch gar nicht so schlecht. Hier kann tatsächlich differenziert auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der einzelnen Kinder eingegangen werden.
Also: Es ist normal verschieden zu sein!
Und wenn ihr mehr über die Schule wissen wollt, geht auf die Webseite der Schule, da steht ganz viel vom Konzept, es gibt schöne Bilder, Veranstaltungshinweise,...
waldorfschule-emmendingen.de

Für Eltern eines behinderten Kindes ist es zum Teil erschreckend die Berichte zu lesen. Haben manche Menschen eigentlich eine Ahnung wie schwer einem das Leben mit einem behinderten Kind zum Teil gemacht wird ??
Wieso ist es in anderen Ländern, die in der Pisa-Studie weit über Deutschland stehen, möglich, dass Behinderte mit Nichtbehinderten in die Schule gehen ??
Vielleicht sollten sich unsere Politiker mal einiges bei anderen Ländern abgucken und schnellstens in die Tat umsetzen, anstatt die Nase immer so hoch zu tragen und zu denken in Deutschland ist alles besser als anderstwo.

Liebes Kontraste Team,
seit 20 Jahren bin ich nun in Sachen Integration im Kindergarten, Schule und Beruf in Baden- Württemberg engagiert. Herr Wacker ist mir dabei allerdings noch nie untergekommen. Vielleicht ist er zu neu im Amt? Wen ich aber schon wiederholt von meinem Integrationswillen informiert habe ist Herr Minister Rau als Kultusminister oder Herrn Hillebrand zuständig für Arbeit und Soziales und für die Belange der Behinderten tätig. Vielleicht hätten Sie besser das Interview mit einem von denen geführt. Die kennen sich aus. Oder noch besser mit Herrn Ministerpräsident Oettinger selbst.

An Hagen:
Ich weiß nicht, an welcher Einrichtung du arbeitest. Du schreibst, ihr wollt inklusiver arbeiten.
Ist euch der "Index für Inklusion" bekannt?
Dieser "stellt mit seinen ausgearbeiteten Materialien einen Fundus dar, aus dem Schulen schöpfen können, die sich als >Schule für alle Kinder<, integrative oder inklusive Schulen verstehen, wenn sie vor der verordneten oder selbst gestellten Aufgabe der Selbstevaluation stehen. So muss nicht jede Schule das Rad der Schulentwicklung wieder neu erfinden." (aus dem Vorwort) - Wirklich hochinterssant und mit vielen Hinweisen auf weiterführende Literatur.
Zu beziehen ist der "Index" bei Prof. Dr. Andreas Hinz, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, D-06099 Halle (Saale).
Liebe Grüße und viel Erfolg. Petra

ich frage mich, wie z.b. ein blinder an einer grundschule die blindenschrift erlernen soll.wie soll ein gehörloser am unterricht einer regelschule teilnehmen.bauen wir alle schulen zu barrierefreien häusern um,damit auch der rollstuhlfahrer alle räume erreichen kann?
Sollte nicht jeder ein recht haben ,die einrichtung zu besuchen, in der er am besten gefördert werden kann?

Ich habe jahrelang ehrenamtlich in einer Einrichtung für geistig behinderte Menschen gearbeitet. Eine optimale Förderung dieser Menschen ist m.E. in einer regulären Schulklasse auch mit zusätzlchem Lehrpersonal nicht möglich (die Waldorfschule mag hier eine Ausnahme sein). Wie würden wir uns bei dem heutigen Leistungsdruck als ständiges Schlusslicht fühlen? Ein geistig behinderter Mensch ist überdies wohl kaum in der Lage, eine Wahl der für ihn richrigen Schulform selbst zu treffen - dazu fehlt ihm das dafür notwendige entsprechende Vorstellungsvermögen.
Sigrid Fuchs

Hallo,

hier taucht öfter mal auf, dass man einen Rechtsanspruch auf GU hat, das ist so nicht richtig. Man hat lediglich ein Antragsrecht, denn bei ca. 526 Lehrerstellen für GU z.B. in Hessen können nicht alle beantragte Maßnahmen umgesetzt werden. Diese Stellen gehen laut Landesarbeitgemeinschaft GU übrigens kontinuierlich nach unten.
Ich pers. bin für die Abschaffung der Sonderschulen. Dann gibt es für alle Schüler kleinere Klassen und mehr Lehrer. In anderen europäischen Ländern ist Sonderbeschulung die absolute Ausnahme. Hier in BRD muss man als Eltern nachweisen, dass das Kind für den GU geeignet ist, in anderen Ländern geht man davon aus und erst wenn es wirklich nicht machbar ist, kommt eine Sonderschule ins Spiel.
Es ist echt erbärmlich, wie in diesem Land mit behinderten Menschen umgegangen wird. Wir halten uns für dermaßen zivilisiert und anderen Ländern z.B. der Türkei und Griechenland überlegen. In diesen Ländern gibt es aber z.B. kaum Sonderbeschulung, sondern echte Integration.

Hallo,
wer Herrn Wackers Wahrnehmungsdefizit ausgleichen möchte hat jetzt die Möglichkeit auf www.bildung-neu-denken.de eine passende Wahrnehmungshilfe (Postkarte) herunterzuladen.

Wie geht man damit um, wenn Politiker sich etwas in den Kopf gesetzt haben und stur daran festhalten? Man geht auf die Barrikaden, man kann sich nicht alles gefallen lassen. Beim Zuschauen der Sendung hatte ich den Gedanken auszuwandern, denn in England und Holland geht man humaner mit Behinderten um.
Ich bin behindert und habe mehrere Regelschulen besucht. Mir hat das nicht geschadet und meinen Mitschülern auch nicht. Ich denke, den Politikern in den von Kontraste genannten Ländern geht es hauptsächlich ums Geld; denn solche Maßnahmen kosten Geld. Trotzdem gibt es keine überzeugenden Gründe, Behinderten den Besuch der Regelschule zu verwehren. Für alle Probleme die im Schulbesuch für Behinderte entstehen, gibt es Lösungen.
Nach der Menschenrectskonvention ist ein Ausgrenzen Behinderter nicht statthaft.
Es kann nicht sein, dass Deutschland zu einen behindertenfeindlichen Land wird!

Hallo!
Ich habe den Bericht leider selbst nich gesehen, aber mein Vater hat mir davon erzählt. Bin echt entsetzt, wie einfach so über Menschen entschieden wird.
Ich bin absolut für eine Integration von behinderten Kindern in die Regelschule. Nur so werden von vornherein Vorurteile abgebaut und es gibt keine 2 Klassen-Welt.
Mein Sohn kam als sogenanntes Frühchen zur Welt und ich bin seither am Kämpfen, daß er ein normales Leben führen kann. Er hat zwar zum Glück nur eine Entwicklungsverzögerung und ist nur von Behinderung bedroht, aber er wird auch immer gleich abgestempelt und alle würden ihn am liebsten in einen Förderkindergarten abschieben. Wir haben im normalen Kindergarten jetzt eine Integrationshilfe bekommen und ich werde natürlich auch versuchen, daß er in die Regelschule gehen kann. Sehe jetzt, daß ihm der Umgang mit "normalen" Kindern sehr gut tut. Er ist bei allen beliebt und wird von den Kindern akzeptiert so wie er ist.
Finde es echt traurig, daß solche Unterschiede gemacht werden und man Menschen, nur weil sie behindert sind nicht die gleichen Rechte zukommen läßt wie nichtbehinderten Menschen.
Kann doch nicht sein, daß nur nichtbehinderte Menschen das Recht auf freie Schulwahl haben.
Solche Berichte machen mich immer ganz traurig und ängstlich. Wie geht es weiter, was kommt als nächstes, wer wird als nächster ausgegrenzt??!! Hatten wir sowas nicht schonmal??!!

Hallo Bauer, Hallo Sigrid Fuchs,

ich kann Eure Fragen und Bedenken so gut verstehen, denn wir tragen alle ein Schulbild in uns, dass den heutigen Anforderungen längst nicht mehr gewachsen ist. Aber ein Blinder ist doch nicht dumm, nur weil er nicht oder schlecht sehen kann. Er gehört wohnortnah in die für ihn vorgesehene Grundschule und nicht in eine Förderschule 50km oder weiter entfernt, nur weil man dort auch Brailleschrift lernen kann. So etwas muß auch anders organisiert werden. Auch Gehörlose können Computer nutzen und lernen nicht nur über Gebärden. Ich denke es ist Zeit, dass wir alle auch neue Ideen im Kopf zulassen und von Schulen lernen, die es schon erfolgreich praktizieren.
Ich denke auch, dass ALLE Kinder (auch z.B. welche im Wachkoma) in die Schule und damit Mitten ins Leben gehören. Es gibt schon so viele Länder, die dies umsetzten (die meisten unserer Nachbarländer, USA, allen voran Canada aber auch Südafrika, u.v.m.). Schaun wir doch einfach mal über den Tellerrand und zeigen uns lernbereit, Ideen dafür gibt es bereits genug - wir müssen sie nur pfücken und umsetzen.
Außerdem sollten wir immer den Menschen als Maß aller Dinge sehen und Ausgrenzung von Behinderten und Abschieben in eine Parallelwelt sowie die existierende Ordnung sind nicht oaky nur weil es bisher so ist!

Hallo!
Ich habe diesen Beitrag gesehen, und konnte gleich Verbindungen zu meinem eigenen Leben ziehen. Ich bin 1978 in Rostock geboren und habe seit 1988 Epilepsie. Während meiner Schulausbildung haben uns Ärzte gesagt das wir diesen Sachverhalt der Schule nicht mitteilen breauchen. Wir haben es trotzdem getan und haben dadurch verschiedene Reaktionen erlebt. In der 5. Klasse, ich war auf einem Gymnasium, traten die Anfälle häufiger auf, so das meine Eltern den Klassenlehrer Hr. G. informierten. Dieser hat sich gleich selbst bemittleidet, lt. meiner Eltern. Ab der 10.Klasse bin ich auf eine Gesamtschule gegangen. Hier sind Lehrer, Klassenlehrer und Direktor, mit dem Thema offensiv umgegangen. Es wurde auch den Mitschülern mitgeteilt. So hat man gemerkt das die Mitschüler mit meiner Behinderung während eines Anfalls umgehen konnten. Es haben sich Freundschaften gebildet. Ab dieser Erfahrung teile ich in jeder Bildungseinrichtung; beim Ausbildungsbetrieb, in der Fachhochschule Flensburg, beim Arbeitgeber; die Behinderung mit. Ich sehe das ich mit der Offenlegung viel weiter komme als mit dem Verbergen einer Behinderung. Ich habe dadurch nichtbehinderte Freunde gewonnen die zu mir stehen und die wissen das ich zu ihnen stehe. Diese Erfahrung sollten geistig und körperlich behinderte Menschen machen. Ich finde das sollche Erfahrungen für den Zusammenhalt einer Gesellschaft sehr wichtig sind.
Aus diesem Grund bin ich für einen gemeinschaftlichen Untericht zwischen behinderten und nicht behinderten Menschen sowie dem System der Gesamtschule.

Nachdem ich all die vielen Reaktionen gelesen habe, will ich mich als eine der betroffenen Mütter doch mal zu Wort melden. Es wird immer wieder der Vorwurf an uns Eltern erhoben, wir würden unsere Kinder überfordern, zwangsintegrieren, adäquate Förderung nicht zulassen, ihre Behinderung nicht akzeptieren oder ihnen ständige Misserfolge zumuten.

Die Schulentscheidung für unseren Sohn Henrik haben wir über ein Jahr vorbereitet. Nach fünf Jahren sehr erfolgreicher Integration im Kindergarten haben wir uns für eine Integrative Beschulung entschieden, weil wir erlebt haben, wie viel er dadurch lernt, dass er sich abschaut, was die anderen Kinder so machen. Wir wurden in dieser Entscheidung von seinem Kinderarzt, den ihn seit Jahren betreuenden Therapeuten, dem Sozialpädiatrischen Zentrum der Uni-Kinderklinik Freiburg und den Erzieherinnen der Kita unterstützt. Mit der Waldorfschule Emmendingen haben wir dann eine Schule gefunden, die es schafft, sowohl optzimal zu fördern (wiederholt vom Regierungspräsidium Freiburg bestätigt) als auch die Integration überzeugend zu leisten. Und dann kommen die 'Fachleute' vom Schulamt und vom Kultusministerium, die unser Kind nie gesehen haben und die sich in den letzten zwanzig Jahren nicht mehr mit den ERgebnissen der Wissenschaft auseinandergesetzt haben und erklären uns, dass unser Kind der Sonderschule zugeordnet wird und dass wir in diesem Fall kein Recht auf freie Schulwahl haben.

Gleichzeitig sind viele Soinderschulen überfüllt, findet optimale Förderung auch dort nur im Idealfall statt oder eben auch nicht, wie im Fall einer Bekannten, deren körperbehinderte Tochter zu den fitteren Kindern ihrer Klasse gehört und vor allem dazu abgestellt wird, ihre stärker beeinträchtigten Mitschuüler im Rollstuhl die Gegend zu Schieben...

Was wir wollen, ist die Wahlfreiheit. Wir wollen entscheiden können, gemeinsam mit allen wirklichen Fachleuten, was für unser Kind am besten ist. Und das wird uns verwehrt. Wir sind aber nicht mehr bereit uns als freie und mündige Bürger dieses Landes so behandeln zu lassen. Nachdem was ich hier lese, haben wir eine reale Chance, jetzt wirklich etwas zu bewegen.

Vernetzt euch! Eine Plattform ist "bildung-neu-denken.de"

Gemeinsam haben wir eine Chance!

Ich wundere mich: Eine Mutter eines Behinderten Kindes findet in obigem Kommentar11 die Sonderschulen überfüllt (wissen sie wieviele Kinder dort in einer KLasse sind????im Gegensatz zur Waldorfschule???) und beklagt, dass eine Schülerin dort zur Hilfe für ihre Mitschüler "abgestellt" wird. Was denken Sie, was von den gesunden SchülerInnen in einer integrativen Klasse erwartet wird? Es entsteht ein unheimlicher Druck auf die "Normalen" im Laufe der Schuljahre, sie sind es oft leid, immer und immer Rücksicht zu nehmen, zu warten, zu tolerieren, Geräuschpegel und Störungen zu ertragen....und haben einfach keine Lust mehr darauf, wenn sie ins Pubertätsalter kommen. Glauben Sie mir, ich weiß auch wovon ich rede.
Die Folge davon ist, dass die "Starken" Schüler in den höheren Klassen abwandern und die Klassen zunehmend mit "Problemfällen", die in Staatsschulen nicht zurechtkommen oder versteckte Förderschulkinder sind, aufgefüllt werden. Fragen Sie doch mal nach, wieviel Schüler noch in den oberen Klassen sind...und fragen Sie doch mal, wieviele davon von Anfang an an dieser Schule waren!!!!!
Wie kann dieses Modell erfolgreich genannt werden, wenn keiner fragt, warum so viele Schüler diese Schule verlassen???? Übrigens auch viele behinderte Schüler, die nach ihrerm Wechsel auf die Sonderschule oftmals erstaunliche Fortschritte machten!! Warum fragt denn danach keiner?????

Hallo,

ich habe den Bericht auch gesehen und war über die Ignoranz der Politiker sehr erschrocken. Ich freue mich über die rege Beteiligung im Blog.
Das Recht zu wählen sollte jeder haben
Ich komme aus der Nähe von Mainz und bekomme hier die gerade laufende Diskussion um die Integrative Beschulung mit. Mainz hat schon sehr gute Fortschritte gemacht und es laufen Bestrebungen, die Förderschulen ganz aufzulösen.
Das ist für mich das andere Extrem. Ich bin der Meinung, dass es für die Eltern behinderter Kinder die Wahlmöglichkeit zwischen beiden Schulformen geben sollte.
Es bringt nichts, wenn auf „Teufel komm raus“ integriert wird und das Kind fühlt sich nicht wohl.
Es muss gewährleistet sein, dass jeder die Hilfsmittel und Unterstützung bekommt, die er braucht. Damit meine ich besonders die sehbehinderten und blinden Kinder. Die Punktschrift (Braille) ist ihre „Kulturschrift“ und diese müssen sie lernen können und das geht nicht einfach so nebenher. Das weiß ich aus eigener Erfahrung. Außerdem müssen sie Techniken erlernen um sich Materialien zugänglich zu machen. Das gleiche gilt für den Unterricht. Die Unterlagen für den Unterricht „begreifbar“ sein. Und das sehe ich noch nicht gegeben. Was die Zugänglichkeit der Materialien betrifft ist es noch ein langer Weg. Ein Rollstuhlfahrer hat’s da einfacher, was den Unterrichtsstoff betrifft.

An Ines
Auch ich bin eine betroffene Mutter in diesem Fall und wundere mich über Ihre Reaktion. Hatten Sie ein Kind an der IWS oder haben Sie einen politischen Grund die Integration dort derart in Frage zu stellen?
Ich für mich weiß ganz sicher, daß Integration für beide Seiten eine Bereicherung ist, und ich hätte mir gewünscht in meiner Schulzeit so eine Schule besuchen zu können. Otto Herz sprach auf unserer Kundgebung von dem Reichtum des Lebens. Was für eine Chance für die Kinder,soviel Vielfalt früh und selbstverständlich zu lernen. Die kommen aus der Schule mit einem Riesenhorizont und das ist so wertvoll für sie, für die ganze Gesellschaft entgegen allem rein am Ego orientierten Leistungsbewußtsein. Natürlich ist es wichtig für eine Schule, immer auch die eigene Qualität zu überprüfen und den augenblicklichen Stand der Wissenschaft zu kennen.
Das Verhalten der Kultusbehörde in Stuttgart und des RP in Freiburg jedoch bleibt für mich menschenverachtend, unchristlich und schwer bedenklich.

es ist einfach schön, dass durch den Beitrag von Kontraste Bewegung in die Frage der Integration bzw. Inklusion von Kindern mit einer Behinderung gekommen ist. Natürlich gab es Zuschriften, die mich tief durchatmen ließen und andere, die mein "Integrationsherz" mit frischem Sauerstoff bereichert haben. So auch die Zuschrift von Franz Gitschier.
Integration ist möglich. Sie von "oben" herab zu befehlen ist genau so schlecht wie sie von " oben" herab zu verbieten. Menschen, die sich dafür einsetzen gibt es an der Zahl genug und ihnen muss es, nicht nur weil es ein Gesetz dafür gibt, erlaubt sein es im Alltag umzusetzen. Schlimm genug für eine Gesellschaft, die dafür überhaupt ein Gesetz benötigt.

Seit über 20 Jahren unterrichte ich Kinder mit und ohne Behinderung (zum Teil "illegal") und habe noch kein Kind mit oder ohne Behinderung erlebt, das sich unglücklich über diese "Beschulung" gezeigt oder geäußert hätte. Zuvor hatte ich auch noch mehrere Jahre im Sonderschulwesen gearbeitet und schätze auch nach wie vor die Arbeit der Kollegen, die dort arbeiten.

Es ist nur schwer nachvollziehbar, wenn engagierte Eltern und Lehrer eine integrative Beschulung wünschen und dies von einer Regierung beendet wird, die mit dem "C" im Parteinamen auf Stimmenfang geht.
Es geht vor allem um eine freie Schulwahl für alle Menschen oder sind Menschen mit Behinderung "minderwertig" und deshalb mit weniger Rechten auszustatten? Die Liebenswürdigkeit dieser Mitmenschen, die die sogenannten "normalen" gar nicht mehr kennen, könnte ansteckend wirken, wenn wir dies auch zulassen würden. Leider ist Liebenswürdigkeit aber kein wirtschaftlicher Faktor.

Hallo Ines,
ich finde es absolut berechtigt, die betroffene Schule nicht gut zu finden. Gleíchsam bin ich der festen Überzeugung, dass es jedem selbst überlassen sein muss, die Entscheidung für oder gegen integrative Beschulung zu treffen. Genau wie die Entscheidung für oder gegen eine Waldorfschule berechtigt ist. Das ist der eigentliche Knackpunkt an der Sache.

Als Lehrerin kann ich übrigens über ganz normale Gymnasialklassen aus Erfahrung sagen, dass auch dort in der Pubertät die oben genannten Problem auftreten. Kinder, die als anders oder schwächer erfahren werden, nerven die vermeintlich Starken, werden teils bösartig gemobbt, oder es sind die Schwierigen, die die Leistungsstarken am lernen hindern, weil sie so ihre Schwächen zu überspielen versuchen und sich einen Platz in der 'Hackordnung' der Klasse sichern. Ungestörtes Lernen ist in meist großen Klassen auch nicht immer möglich...

Sollte es nicht in aller Interesse sein, Schule so zu verändern, dass Kinder und Jugendliche von Anfang an lernen, sich gegenseitig zu akzeptieren, dass die allgemeinen Bedingungen so sind, dass ALLE zu ihrem Recht kommen, satt zu separieren und auszusortieren und so am wirklichen Leben vorbei zu leben...?

Es kann doch nicht angehen, dass manche Politiker den Aufstand von betroffenen Eltern nicht hören wollen! Ich würde gerne Herrn Wacker fragen, ob er mit Behinderten in der Schule war oder ob er so eine integrative Schule Mal besucht hat? Wenn ich später wählen darf, werde ich auf jeden Fall NICHT die CDU wählen! Ich fände es gut wenn behinderte Schüler auch in meiner Klasse wären, weil man dann Behinderte anders kennenlernt als auf der Straße.

Ich bin eine betroffene Mutter und habe die Kontrastesendung eben mit meiner 7 jährigen "geistig behinderten Tochter" gesehen. Sie war völlig erschüttert, dass das Schulamt sie als geistig behindert bezeichnet und versteht nicht wieso sie so anders als andere Kinder sein soll und deshalb nicht in dieselbe Schule gehen darf.
Wieso müssen Kinder für das Schulamt in Schubladen nach IQ sortiert und stigmatisiert werden? Aus welchen Zeiten kommt denn dieser Sortierungswahn???
Aus meiner Erfahrung in der Arbeit in Sonderschulen und in integrativen Schulen ist die optimale Förderung nicht in der Sonderschule gewährleistet. "Geistig Behinderte" schaffen auch in der Sonderschule kein Abitur. Sie haben jedoch nie die Gelegenhit gehabt von "normalen" Kindern zu lernen und bewegen sich in einem weggeschlossenen Teil der Gesellschaft. Für eine Gesellschaft ist es doch das Wichtigste, förderbedürftige Kinder auf ein Leben in unserer Gesellschaft vorzubereiten. Genauso wie es für die "Normalen" wichtig ist, den Umgang mit Behinderten zu lernen

Schön, dass der Bericht so viele veranlasst, ihre Meinung hier zu veröffentlichen. In einer Demokratie ist es unerlässlich auch die Volksvertreter direkt anzusprechen.
Die Emailadresse des genannten Staatssekretärs ist georg.wacker@km.kv.bwl.de / georg.wacker@cdu.landtag-bw.de. Bitte formulieren möglichst freundlich.

(zitat aus der Homepage:)
"Zu seiner nächsten Bürgersprechstunde lädt der direkt gewählte Landtagsabgeordnete und Staatssekretär im Ministerium für Kultus, Jugend und Sport des Landes Baden-Württemberg, Georg Wacker (CDU), am Freitag, 12. Dezember 2008, von 18.00 - 19.00 Uhr ins Café Wolf, Tannenstraße 1, in Weinheim ein.
Rat suchende Bürgerinnen und Bürger können dort in einem persönlichen Gespräch mit ihrem Abgeordneten ihr Anliegen vortragen.
Aus organisatorischen Gründen ist eine Voranmeldung erforderlich. Interessenten werden daher gebeten, sich im Wahlkreisbüro bei Frau Hoffmann unter Telefonnummer: 06221/608075, Fax: 06221/608076 oder per Email: buero.wacker@web.de anzumelden."
Wohlan!

Die geballten Wutausbrüche hier verraten edle emotionen und politische Unreife. Die Landesregierung von BW besteht wohl nicht aus Bösewichten und dummköpfen, sondern sie kommen einfach mit ihren Budgets nicht mehr zurecht. In frankreich sollen in den kommenden Jahren 15.000 Lehrerstellen wegfallen. Wenn die Integration von Behinderten zusätzlichen Personalaufwand erfordert, zwei speziell ausgebildete sonderpädagogen für 4 oder 6 Schüler, steht der Staat vor einem Problem. Da muss man nach Lösungen suchen. Und um Lösungen zu suchen, muss man das Problem definieren. Ich hatte den eindruck, die Sendung betraf nur cognitiv Behinderte, und da scheinen Mut, Liebe und die einsicht, dass nicht alle Menschen das Abitur oder überhaupt ein Examen schaffen müssen, schon viel zu bewirken : Das geistig behinderte Kind läuft eben mit und wird im spontanen Austausch mit anderen, kecken, lieben, lustigen Kameraden auch aufblühen. Daneben gibt es die motorisch und die sensoriell behinderten Kinder, und für letztere gibt es technische Hilfen, die man eben wollen muss. Ich kann mich, als Betroffener, nur zur Sehbehinderung äußßern.

Die Erziehungsministerien und die Blindenverbände halten eisern an der vor 185 Jahren von einem 13-jährigen Genie entwickelten Blinden-, Punkt- oder Brailleschrift fest, als Bestandsbewahrung der zahlreichen förderschulen, Hör- und Braillebibliotheken und tausender sehender oder blinder sonderpädagogen. Alle heutigen Entscheider sind vor dem Aufkommen elektronischer alternativen zur Punktschrift geboren, und zwingen diese deshalb weiterhin den neu hinzu kommenden Kindern und deren ahnungslosen Eltern auf. Einfach ist sie nicht zu erlernen, von den 207.000 sehbehinderten bzW. 80.000 Blinden in Frankreich haben sie gerade 15.000 gelernt und 7.000 wenden sie tatsächlich an. Diese Geheimschrift, die der normale Lehrer und die Mitschüler nicht lesen können, grentzt das blinde Kind in der Regelschule aus, es sei denn, ein sonderpädagoge steht ihm als Übersetzer zur Seite. Dennoch will das französische arbeitsministerium bis 2011 alle Schulbücher für die etwa 4500 blinden Grund- und sekundarschüler in Punktschrift ausdrucken und zum Beginn des Schuljahres einlagern lassen, weil es, genau wie die Blindenverbände, die deutsche Konferenz der Kultusministerien und die Bundesbeauftragte für das Behindertenwesen nicht wissen ooder nicht wissen wollen, dass das elektronische Buch und die elektronische Tageszeitung nur ein einziges Original besitzen, das auf einem Server bereitsteht. Sie wissen auch nicht, dass selbst ein Kind, mit Hilfe des Scanners und einer entsprechenden software gedruckte in binäre Texte konvertieren kann ; in der Bayerischen Staatsbibliothek erledigen dies drei roboter.

Die seit 2000 perfektionierte Alternative ist der sogenannte Bildschirmleser oder Screenreader, eine mehrsprachige Mehrzwecksoftware, mit deren Hilfe der Blinde alles lesen kann, was im computer und im Internet steht, er kann schreiben, und er kann ohne sehende Hilfe elektronische Post empfangen, dh. Abhören, und absenden. Daneben gibt es reine Vorleseprogramme sowie Lesemaschinen, die mittels eines Scanners und einer OCR-software Ganze Bücher doppelseitenweise vorlesen. In der wikipedia finden Sie unter Screenreader, Jaws, Synthetische Stimmen alle Informationen. Diese aus den Usa, Großbritannien und Deutschland stammenden Programme sind wegen der aufwendigen Entwicklungsarbeit und der geringen Zahl der abnehmer berechtigterweise teuer, werden in deutschland aber von den Krankenkassen erstattet oder können mit dem allgemeinen Blindengeld erworben werden. Neuerdings gibt es die aus Australien stammende kostenlose software NVDA (GPL/Open source), die in Frankreich und deutschland von Freiwilligen lokalisiert wurde. Voraussetzungen für die Nutzung des Screenreaders sind die Kenntnis der Landessprache sowie die fähigkeit, eine Tastatur zu bediennen, die interne Struktur einer Textverarbeitung zu verstehen und sich etwa 50 Tastenkürzel zu merken, denn die Maus muss leider draußen vor bleiben. Die gängigen Programme haben zwischen vier und zehn sprachen bzw. Lautbibliotheken installiert, andere stimmen für Türkisch oder Arabisch oder solche mit schwäbischem oder sächsischem akzent können hinzugekauft werden.

Als ich 2005 erblindete, hat mir ein 16-jähriger Gymnasiast die Software installiert und mich darin unterwiesen. Da ich wie viele Männer 50 Jahre lang ständig auf die Tastatur geschaut hhatte, geriet ich in Panik, weil ich nunmehr echt blind immer die falschen Laute anschlug. Die theoretischen anleitungen kann ein dummer Greis nicht behalten. Der Junge entwickelte eine Profiltastatur, bei der man VOR dem anschlag spürt, welche Taste drunterliegt ; diese Clavier Poiraud wurde beim Concours Lépine 2007 mit einem Erfinderpreis ausgezeichnet.
Die Kosten für einen mobilen Schülerarbeitsplatz belaufen sich auf etwa 2200 Euro für einen einfachen Klapprechner mit CD-Laufwerk, externem Nummerblock (Mathematik), Kopfhörerund die gängigste Software, die ich nicht nennen will. Näheres finden Sie zB. bei www. baum. deDie
Die Schwierigkeiten und widerstände, auf die der Screenreader trifft, beruhen auf dem Wechsel der Wahrnehmung, die er verlangt. Bei Braille , das Sie auf einer Medikamentenpackung testen können, fühlt der Zeigefinger eine Zeile von Punktkombinationen und decodiert die orthographische Umschreibung in mentale Bilder, maximal 120 wörter pro Minute, "C l a v i e r P o i r a u d", während ich einfach höre, "kla wje poa ro", 250 wörter pro Minute. Die Verfechter von Braille stellen fest, dass man nur mit Braille rechtschreiben kann und dass ein Blinder den Sinn eines Textes akustisch nicht erfassen kann. Das mag stimmen, nur für mich nicht. Ich bekomme jeden Abend um 17 Uhr die Tageszeitung von Morgen, klicke unter den 50 Artikel die interessanten auf, höre (und verstehe !) sie, einige speichere ich oder versende sie par email. Dabei bin ich, späterblindet, meines jungen Helfers MSU, the Most Stupid User, an dem sich der pädagogische (oder gerontogogische) Aufwand orientiert. Fazit : es gibt ein erfülltes Leben nach der Erblindung. Die französische wikipedia hat gegen 700.000 Artikel, im Netz stehen tausende von Büchern, als Deutschlehrer habe ich auf einer CD alle vor 1938 verstorbenen autoren, 1300 romane, den ganzen Karl May, insgesamt 420.000 Druckseiten (www.abc.de). Zurück zum Thema : Eine Integration von sehbehinderten Schülern in den normalen Unterricht ist mit Hilfe des Screenreaders auf dem Klapprechner und einer gewissen rücksichtnahme der Lehrer und der Prüfungsbehörden möglich. In Frankreich haben wir Gymnasiasten und vor allem Studenten, die das system praktizieren, das sie im berufsleben weiterführen werden.

PS: Ich höre mit Vergnügen, dass Schulleiter fähig sind, ihrem Berufsverständnis zu folgen und behinderte Schüler stillschweigend und somit illegal auf zunehmen. "Wir sind das Volk". In Frankreich müssen wir uns laufend der Narreteien unseres Präsidenten und unseres Erziehungsministers erwehren. Ersterer wollte, das jedes der 10.700 während der dunklen Jahre deportierten "jüdischen" Kinder ein Schulkind als persönlichen Paten bekommen, und für die 9-10-Jährigen wird ein aufwendiges dokumentationsprogramm zu Shoa bereitgestellt. Sie können sich die einstimmigen Kommentare denken,alle Pädagogen befinden, davon verstünden der Präsident und sein Minister gar nichts. Ich erwähne es, weil eine interessante Taktik aufkommt : Lehrer richten an die regionalen Erziehungsbehörden (Académie) eine Lettre de Désobéissance", eine formgerechte Ungehorsamserklärung. Ex Gallia semper aliquid novi, um abzuwandeln

Max F. Dippold, professeur d'allemand, keyline@wanadoo.fr

Die geballten Wutausbrüche hier verraten edle emotionen und politische Unreife. Die Landesregierung von BW besteht wohl nicht aus Bösewichten und dummköpfen, sondern sie kommen einfach mit ihren Budgets nicht mehr zurecht. In frankreich sollen in den kommenden Jahren 15.000 Lehrerstellen wegfallen. Wenn die Integration von Behinderten zusätzlichen Personalaufwand erfordert, zwei speziell ausgebildete sonderpädagogen für 4 oder 6 Schüler, steht der Staat vor einem Problem. Da muss man nach Lösungen suchen. Und um Lösungen zu suchen, muss man das Problem definieren. Ich hatte den eindruck, die Sendung betraf nur cognitiv Behinderte, und da scheinen Mut, Liebe und die einsicht, dass nicht alle Menschen das Abitur oder überhaupt ein Examen schaffen müssen, schon viel zu bewirken : Das geistig behinderte Kind läuft eben mit und wird im spontanen Austausch mit anderen, kecken, lieben, lustigen Kameraden auch aufblühen. Daneben gibt es die motorisch und die sensoriell behinderten Kinder, und für letztere gibt es technische Hilfen, die man eben wollen muss. Ich kann mich, als Betroffener, nur zur Sehbehinderung äußßern.

Die Erziehungsministerien und die Blindenverbände halten eisern an der vor 185 Jahren von einem 13-jährigen Genie entwickelten Blinden-, Punkt- oder Brailleschrift fest, als Bestandsbewahrung der zahlreichen förderschulen, Hör- und Braillebibliotheken und tausender sehender oder blinder sonderpädagogen. Alle heutigen Entscheider sind vor dem Aufkommen elektronischer alternativen zur Punktschrift geboren, und zwingen diese deshalb weiterhin den neu hinzu kommenden Kindern und deren ahnungslosen Eltern auf. Einfach ist sie nicht zu erlernen, von den 207.000 sehbehinderten bzW. 80.000 Blinden in Frankreich haben sie gerade 15.000 gelernt und 7.000 wenden sie tatsächlich an. Diese Geheimschrift, die der normale Lehrer und die Mitschüler nicht lesen können, grentzt das blinde Kind in der Regelschule aus, es sei denn, ein sonderpädagoge steht ihm als Übersetzer zur Seite. Dennoch will das französische arbeitsministerium bis 2011 alle Schulbücher für die etwa 4500 blinden Grund- und sekundarschüler in Punktschrift ausdrucken und zum Beginn des Schuljahres einlagern lassen, weil es, genau wie die Blindenverbände, die deutsche Konferenz der Kultusministerien und die Bundesbeauftragte für das Behindertenwesen nicht wissen ooder nicht wissen wollen, dass das elektronische Buch und die elektronische Tageszeitung nur ein einziges Original besitzen, das auf einem Server bereitsteht. Sie wissen auch nicht, dass selbst ein Kind, mit Hilfe des Scanners und einer entsprechenden software gedruckte in binäre Texte konvertieren kann ; in der Bayerischen Staatsbibliothek erledigen dies drei roboter.

Die seit 2000 perfektionierte Alternative ist der sogenannte Bildschirmleser oder Screenreader, eine mehrsprachige Mehrzwecksoftware, mit deren Hilfe der Blinde alles lesen kann, was im computer und im Internet steht, er kann schreiben, und er kann ohne sehende Hilfe elektronische Post empfangen, dh. Abhören, und absenden. Daneben gibt es reine Vorleseprogramme sowie Lesemaschinen, die mittels eines Scanners und einer OCR-software Ganze Bücher doppelseitenweise vorlesen. In der wikipedia finden Sie unter Screenreader, Jaws, Synthetische Stimmen alle Informationen. Diese aus den Usa, Großbritannien und Deutschland stammenden Programme sind wegen der aufwendigen Entwicklungsarbeit und der geringen Zahl der abnehmer berechtigterweise teuer, werden in deutschland aber von den Krankenkassen erstattet oder können mit dem allgemeinen Blindengeld erworben werden. Neuerdings gibt es die aus Australien stammende kostenlose software NVDA (GPL/Open source), die in Frankreich und deutschland von Freiwilligen lokalisiert wurde. Voraussetzungen für die Nutzung des Screenreaders sind die Kenntnis der Landessprache sowie die fähigkeit, eine Tastatur zu bediennen, die interne Struktur einer Textverarbeitung zu verstehen und sich etwa 50 Tastenkürzel zu merken, denn die Maus muss leider draußen vor bleiben. Die gängigen Programme haben zwischen vier und zehn sprachen bzw. Lautbibliotheken installiert, andere stimmen für Türkisch oder Arabisch oder solche mit schwäbischem oder sächsischem akzent können hinzugekauft werden.

Als ich 2005 erblindete, hat mir ein 16-jähriger Gymnasiast die Software installiert und mich darin unterwiesen. Da ich wie viele Männer 50 Jahre lang ständig auf die Tastatur geschaut hhatte, geriet ich in Panik, weil ich nunmehr echt blind immer die falschen Laute anschlug. Die theoretischen anleitungen kann ein dummer Greis nicht behalten. Der Junge entwickelte eine Profiltastatur, bei der man VOR dem anschlag spürt, welche Taste drunterliegt ; diese Clavier Poiraud wurde beim Concours Lépine 2007 mit einem Erfinderpreis ausgezeichnet.
Die Kosten für einen mobilen Schülerarbeitsplatz belaufen sich auf etwa 2200 Euro für einen einfachen Klapprechner mit CD-Laufwerk, externem Nummerblock (Mathematik), Kopfhörerund die gängigste Software, die ich nicht nennen will. Näheres finden Sie zB. bei www. baum. deDie
Die Schwierigkeiten und widerstände, auf die der Screenreader trifft, beruhen auf dem Wechsel der Wahrnehmung, die er verlangt. Bei Braille , das Sie auf einer Medikamentenpackung testen können, fühlt der Zeigefinger eine Zeile von Punktkombinationen und decodiert die orthographische Umschreibung in mentale Bilder, maximal 120 wörter pro Minute, "C l a v i e r P o i r a u d", während ich einfach höre, "kla wje poa ro", 250 wörter pro Minute. Die Verfechter von Braille stellen fest, dass man nur mit Braille rechtschreiben kann und dass ein Blinder den Sinn eines Textes akustisch nicht erfassen kann. Das mag stimmen, nur für mich nicht. Ich bekomme jeden Abend um 17 Uhr die Tageszeitung von Morgen, klicke unter den 50 Artikel die interessanten auf, höre (und verstehe !) sie, einige speichere ich oder versende sie par email. Dabei bin ich, späterblindet, meines jungen Helfers MSU, the Most Stupid User, an dem sich der pädagogische (oder gerontogogische) Aufwand orientiert. Fazit : es gibt ein erfülltes Leben nach der Erblindung. Die französische wikipedia hat gegen 700.000 Artikel, im Netz stehen tausende von Büchern, als Deutschlehrer habe ich auf einer CD alle vor 1938 verstorbenen autoren, 1300 romane, den ganzen Karl May, insgesamt 420.000 Druckseiten (www.abc.de). Zurück zum Thema : Eine Integration von sehbehinderten Schülern in den normalen Unterricht ist mit Hilfe des Screenreaders auf dem Klapprechner und einer gewissen rücksichtnahme der Lehrer und der Prüfungsbehörden möglich. In Frankreich haben wir Gymnasiasten und vor allem Studenten, die das system praktizieren, das sie im berufsleben weiterführen werden.

PS: Ich höre mit Vergnügen, dass Schulleiter fähig sind, ihrem Berufsverständnis zu folgen und behinderte Schüler stillschweigend und somit illegal auf zunehmen. "Wir sind das Volk". In Frankreich müssen wir uns laufend der Narreteien unseres Präsidenten und unseres Erziehungsministers erwehren. Ersterer wollte, das jedes der 10.700 während der dunklen Jahre deportierten "jüdischen" Kinder ein Schulkind als persönlichen Paten bekommen, und für die 9-10-Jährigen wird ein aufwendiges dokumentationsprogramm zu Shoa bereitgestellt. Sie können sich die einstimmigen Kommentare denken,alle Pädagogen befinden, davon verstünden der Präsident und sein Minister gar nichts. Ich erwähne es, weil eine interessante Taktik aufkommt : Lehrer richten an die regionalen Erziehungsbehörden (Académie) eine Lettre de Désobéissance", eine formgerechte Ungehorsamserklärung. Ex Gallia semper aliquid novi, um abzuwandeln

Max F. Dippold, professeur d'allemand, keyline@wanadoo.fr

Ich gratuliere dem Kontraste-Magazin und der Emmendinger Schule zu diesem Beitrag!
Auf so etwas haben wir seit vielen Jahren gewartet.
„Wir“ sind eine „typische Pisa-Familie“, sarkastisch gemeint ist: wir haben den sozialen und finanziellen Hintergrund, um unseren Kindern eine in unseren Augen adäquate Bildung bieten zu können:
Ein Sohn hatte in der 4. Klasse eine Hauptschulempfehlung.
Wir haben die „Durchlässigkeit“ des Schulsystems nicht in Anspruch genommen, sondern ihm und der ganzen Familie 4 schulstressfreie Jahre an der Waldorfschule gegönnt. Danach hat er ohne wesentliche Probleme sein Abitur auf dem Gymnasium gemacht.
Die Tochter mit Down-Syndrom hat den örtlichen Kindergarten und in Einzelintegration, die später „ISEP“ =Integratives Schulentwicklungsprogramm genannt wurde, auch die Grund- und Hauptschule besucht.
Allerdings waren dazu immer Gerichtsurteile nötig, der Streit um die Sonderschulpflicht unserer Tochter ist bis heute nicht entschieden (sie ist jetzt 20 Jahre alt) und die Eingliederungshilfe haben wir mehrere Jahre selbst bezahlt, denn in Ba-Wü wird diese in der Schule nur dann bezahlt, wenn „das Kind dem jeweiligen Bildungsgang folgen kann“. Das heißt nur körper- oder sinnesbehinderte können (theoretisch!) in den Genuss einer „normalen“ Integration kommen.
Wir dachten anfangs, mit unserem Weg eine Art Bugwirkung zu erzielen. Das Gegenteil ist eingetreten: Der Staat hat sich „juristisch eingemauert“.
Die „Renommierprojekte“ der Außenklassen sind das, was juristisch als Mindeststandard vom Staat angeboten werden muss, und wenn ich etwas gelernt habe in all den Jahren, dann dass dieser Staat (der die Mehrheit der Bürger repräsentiert – das darf man nicht vergessen!) immer nur soviel tut in Sachen Inklusion Behinderter, wie er juristisch gezwungenermaßen tun muss.

Manchmal suchen Eltern Rat bei mir, weil wir die schulische Laufbahn vor Ort geschafft haben. Zunehmend sind es ausländische Eltern, aus Italien, Amerika, Kanada, die fassungslos erleben, wie hier mit Behinderten und Angehörigen umgegangen wird. Meist muss ich mich aufs Zuhören beschränken. Oft kann ich nur raten, in das Heimatland zurück zu gehen, und dann schäme ich mich richtig für mein Land!

Warum ist das so in Deutschland als einzigem Land der Welt, dass die Aussonderung so zur Kultur erhoben wird? Denn Aussonderung gibt es überall, wird es immer geben, ist sogar manchmal zu rechtfertigen oder gar von den Betroffenen als Schutz gewünscht.

Weil wir alle – von Politikern über Pädagogen jeden Alters bis zum heutigen Schüler, der mehr denn je auf „optimale“ Ausbildung angewiesen ist, seit vielen Generationen (nicht erst seit 70 Jahren!) genau dieses aussondernde Schulsystem durchlaufen haben und die Selbstverständlichkeit der Existenz Behinderter nie erlebt haben.
Wir sind alle groß geworden in dieser Kultur, wo zwar immer viel über soziales Miteinander, Menschlichkeit und Integration gesprochen und die christlichen Werte wie Nächstenliebe beschworen wurden.
Was die Kinder aber erleben und damit verinnerlichen und was wir ihnen vorleben, ist aber doch, dass ganz besonders im Schulbereich alles, was nicht ins Schema passt (IQ-test!), hinausgedrängt und weggeschafft werden darf aus dem eigenen Dunstkreis, und das auch noch unter dem Deckmäntelchen der Fürsorge.
Wer bitte von diesen ehemaligen SchülerInnen soll denn welche Werte unseren Kindern bei diesen Vorgaben vermitteln??
Wieder mal die Eltern??

Herr Wacker ist auch nur der arme Ministerialbeamte, der sich hinstellen muss, um die Wahrheiten unserer Gesellschaft, die von der Regierung als Vertreter der Mehrheit umgesetzt werden, zu verkünden und als Blitzableiter herhalten muss.

Mich wundert es nicht, dass türkischstämmige Bürger in der 2. und 3. Generation schlechter deutsch sprechen als ihre Großeltern..
Auch nicht, dass vor allem diese Eltern frühkindliche Fördermaßnahmen bis hin zum erforderlichen Arztbesuch verweigern, sogar ihre Landsleute anfeinden, die diese Angebote wahrnehmen. Sie haben Angst, dass ihre Kinder in der Sondereinrichtung landen, und die ist ja berechtigt. Dort sind ihre Kinder deutlich überrepräsentiert, im Gymnasium genau umgekehrt.

Aber es wird ja verbessert, nicht wahr..!? Z.B. mit dem neuen Orientierungsplan für die Kindergärten oder der Einschulungsuntersuchung schon mit 5 Jahren.
Der maßgebliche Satz in dieser Verordnung – bei allen sinnvollen Vorhaben – ist aber (sinngemäß): „Die Schulortfrage kann rechtzeitig geklärt werden“, was bedeutet: Die Dramen, die sich jetzt für alle Beteiligten in der Grundschule abspielen, wenn das Kind in die „richtige“ Schule soll, werden auf den vorschulischen Bereich verlagert.
Herr Minister Rau hat mir vor ein paar Wochen auf meine diesbezügliche Frage geantwortet: „In den letzten 2 Kindergartenjahren muss es auch mal erlaubt sein, die Frage nach dem Schulort zu stellen“.
Eine schwedische Lehrerin, die die Umstellung des dortigen Schulsystems miterlebt hat, sagte: „Erst als wir die Kinder alle haben mussten, haben wir angefangen uns um jedes einzelne zu kümmern.“
Wie viel Geld, Zeit und Energie stecken wir derzeit in Form von IQ-Tests, „runden Tischen“ etc. in die „Schubladisierung“ von Kindern und gegen widerspenstige Eltern und Pädagogen und was wäre zu erreichen, wenn dieser Aufwand direkt der Förderung der Kinder vor Ort zukommen würde?!

Hier klärt sich, um was es gesellschaftspolitisch wirklich geht: Um Macht, vielleicht noch um Geld, vor allem aber um den Erhalt von Strukturen.
Nicht etwa um die optimale Förderung der Kinder, sondern um die noch frühere "rechtzeitige" Weichenstellung, um die Schwachen, die Schlechten, die „Bremser“, allen voran die „Störer“ von den „Guten“ von den „Besseren“ fern zu halten.
Es geht nicht um die Kinder, denn gute Förderung ist nicht an einen Ort gebunden, sondern an die Bereitschaft und den Willen, aber auch die entsprechende Ausstattung derer, die es machen wollen. Diese Beispiele, wie z.B. in der Emmendinger Waldorfschule sollten gefördert und honoriert werden, müssen aber bisher bei uns am ausgestreckten Arm verhungern. Auch das ist System.

Der einzige Weg ist wohl der juristische und die Sache ist bei der UN sicher gut aufgehoben, Wenn nicht dort, wo dann.. ?
Besser wäre wahrscheinlich aber EU-Recht, denn das schlägt zunehmend Länderrecht und würde vielleicht direkter Abhilfe schaffen.

Alles Gute und viel Glück nach Emmendingen
A.Palzer

Studienzentrum Weikersheim, die Rede von Oettinger zur Filbinger-Trauerfeier, der Präsident der Wasserkraftvereininigung, das Wegschließen von Behinderten: Die "christlichen" Demokraten in BW pflegen eine Tradition, die keine Wünsche offen lässt. Schulgesetze und dergleichen anzuführen, um solches Verhalten zu rechtfertigen, kennen wir doch irgendwoher.
Jedem Einzelnen und der Gesellschaft kann der Umgang mit besonderen Menschen weiterbringen, vor allem vor Augen führen, dass die Bäume nicht in den Himmel wachsen.
In diesem Sinne bleibt nur zu hoffen, das die derzeitige Ausgrenzung als Irrweg erkannt wird und Schulen wie in Emmendingen Schule machen. Demokratie bedeutet ständige Auseinandersetzung, individuell, mit Individuen, mit Gruppen, mit der Gesellschaft und erst dann mit Politik.
Vor Christus sind alle Menschen gleich und haben die gleiche Chance. Vielleicht schlägt da das christliche Gewissen der "christlichen" Politikgrößen dieses Landes auch mal in politisch Taten um und rücken von ihrer bildungspolitischen Bleistiftspitzerpolitik ab.
Integration muss nicht teurer sein, wie andere Länder zeigen. Nur müssten völlig neue Strukturen und Denkmuster her, die mit einer langen, im dunkelsten Kapitel unserer Geschichte pervertierten Tradition bricht, Menschen mit Einschränkungen oder speziellen Talenten wegzuschließen.
Beschämend für den ach so fortschrittlichen Südwesten der Republik ist, sich von der UN sagen lassen zu müssen, wie weit man hinter dem Mond vor sich hinwurstelt. Umdenken und Veränderung tut Not. Danke an Kontraste, das Thema öffentlich zu machen. Davon brauchen wir viel mehr
K. Müller

Es ist beschämend, was sich unsere Politiker hier leisten. Mein Sohn ist vier Jahre alt und hat das Down-Syndrom. Er besucht den Regelkindergarten und die nichtbehinderten Kinder profitieren ebenso davon wie er selbst. Als Mutter eines behinderten Kindes lernt man zu kämpfen. Und ich kann alle nur ermutigen, sich für ihre Kinder einzusetzen und zu kämpfen, wenn ein Besuch der "normalen" Schule angestrebt wird. Unsere Kinder zeigen uns jeden Tag wie besonders sie sind und sie haben es verdient, dass wir sie vertreten. Und liebe Politiker, wie würde ihre Meinung sein, wenn sie plötzlich selbst betroffen wären? Ich wünsche jedem auf dieser Welt eine Begegnung mit einem behinderten Kind, dass einem das Herz öffnet und Lachen ins Leben bringt.

Mir war der Bericht zu einseitig.Da ich selbst einige Zeit mit geistig Behinderten gearbeitet habe,zeigte sich mir sehr deutlich,wie gelangweilt hier die GB Kinder waren.Bei einem Kind meinte ich sogar einen Hospitalismusschaden entdeckt zu haben.Ich habe in Bethel als auch in unserer Stadt gute Einrichtungen für GB Kinder erlebt.Sie fühlten sich sehr wohl,da es in kleinen Klassen mit zwei Lehrerinnen um ihre Lebensbedürfnisse geht,um ihr Leben wenn möglich ,selber im Alter gestalten zu können.
Da das Niveau einer Waldorfschule nicht unbedingt mit dem Leistungsanspruch von anderen Schulen verglichen werden kann,
muss der Bericht kritisch beurteilt werden.
Da ich jetzt Lerntherapeutin im Bereich Lese-Rechtschreib -förderung in eigener Praxis bin,kann ich nur die Hände über dem Kopf zusammenschlagen,welch Niveau 7 Klässler in der Waldorfschule haben.

Hallo Herr Michael Eder (4.12.08, 22.37 Uhr) :

Wenn ich Ihren Satz lese, wird mir schlecht!

Eigentlich sollte man ihnen wünschen, dass sie aus einem Verkehrsunfall behindert - aber lebend - herauskommen und dann an Ärzte / Krankenkassen geraten die sagen:
Soll er sich doch selbst helfen, schließlich hat ihn ja keiner gezwungen auto zu fahren...

Ich bin CDU-Mitglied und bin mit der Entscheidung der württembergischen Landesregierung ganz und gar nicht einverstanden, bin mir aber absolut sicher, dass diese Entscheidung nicht die Meinung der gesamten CDU widerspiegelt. Auch werde ich dieses Thema in unserem hiesigen Ortsverband zur Sprache bringen.

Leider sind wir auf eine sehr persönliche Politik angewiesen: Hätte Herr Wacker selbst ein behindertes Kind, sähe es in BW ganz anders aus. Aber dann wäre er wohl nicht in dieser politisch hohen Position (wer wählt schon einen Politiker, der nicht dem deutschen Familienbild entspricht (Vater, Mutter, 2 Kinder, blond?) ?? Alles schon einmal dagewesen - nur nichts draus gelernt.
Ich wünsche den Betroffenen weiterhin viel Mut und Durchsetzungs- und Durchaltevermögen!

Hoffentlich leitet die kontraste-Redaktion all diese Lesermeinungen an Hern Wacker weiter?

@ Frau Ruth-M. Hart

Sehr geehrte Frau Hart,

daß Sie innerhalb einer 3-Sekunden-Sequenz eine Diagnostik wie einen Hospitalismusschaden stellen, spricht für sich. Sie haben weder eines der Kinder gesehen, noch untersucht. Auch haben Sie die Schule nicht gesehen und erlebt. Dieses Verhalten zeugt davon, daß die Mauern in Ihrem Kopf viel höher sind als Sie es sich selbst zugestehen würden und man Ihnen hätte wünschen können, eine integrative Beschulung in Ihrer Kindheit zu durchleben, um Verständnis und Toleranz zu lernen. Sie sind Therapeutin und keine Psychologin, also sollten Sie therapieren und nicht diagnostizieren, das steht Ihnen in diesem Zusammenhang nicht zu und spricht für Ihre Unqualifiziertheit. Insgesamt an Ihrem Beitrag ärgert mich Ihre vorschnelle, fundamental negativ ausgerichtete Beurteilung der Waldorfschule und der gesamten Thematik.

Diese Ausgrenzung zieht sich leider durchgängig durch das Leben behinderter Menschen. Kinder und Schule sind nur der Anfang.
Ich bin Leiter einer integrativen Einrichtung für behinderte und nicht behinderte Menschen und erlebe dies täglich im Alltag

Lieber Herr Brischle,
Sie sehen ist noch viel zu tun. Auf gehts!

Mein Sohn mit dem Down-Syndrom ist erst 3 Jahre alt. Aber von mir bekannten Eltern von Schulkindern habe ich erfahren, dass sie in der Sonderschule viel zu wenig Mathe und Deutsch lernen. Sogar in der Schule für Körperbehinderte ist das so, dass man davon ausgeht, diese Kinder brauchen nicht rechnen zu können, sie gehen sowieso nach der Schule in die Werkstatt ...
Im Prinzip macht es dann die Mutter zu Hause mit dem Kind, wenn sie es fördern will. Das finde ich total verrückt. In der Schule "lernen" sie dafür laute Dinge, die sie in der Familie gut lernen können, wie z.B. einkaufen. Die Kinder werden von den Lehrern offensichtlich unterschätzt, denn wenn man sie integriert. ist man oft überrascht zu erfahren, was sie plötzlich alles lernen können. In Italien hat man die Sonderschulen abgeschafft. Leute, das geht wirklich!

Bei der ganzen Diskussion um die Integration kommt mir die Frage zu kurz, was die Schüler ohne Behinderung in einer solchen Schule lernen. Trotz mehrfach guter Bewertung durch die Schulaufsichtsbehörde bezüglich der Arbeit mit den Schülern mit Behinderung glaubt das Ministerium im Fall der Emmendinger Schule keinen Mehrwert erkennen zu können. Nicht untersucht wurde bisher der Mehrwert für die Klassenkameraden. Nach meiner Einschätzung als Lehrer an der Integrativen Waldorfschule ist dieser nicht hoch genut zu schätzen. Alle Stellenanzeigen für qualifiziertere Arbeitsplätze beinhalten soziale Anforderungen an den Bewerber/die Bewerberin. Manchmal sind die sozialen Schlüsselqualifikationen sogar selbst bei nicht sozialen Berufen dominant im Anforderungsprofil. Wie kann man solche Qualitäten in einem Schulsystem entwickeln, das als wesentliche Säule die Selektion hat? Schulabgänger aus integrativen Schulen haben, wenn die pädagogische Arbeit dort richtig gemacht wurde, im sozialen Bereich ein riesiges Lernfeld intensiv bearbeitet. Sie haben eine Zusatzqualifikation erworben, die in unserer heterogenen Gesellschaft nicht hoch genug einzuschätzen ist.

Im Folgenden meine ernstgemeinte Email an Herrn Wacker, auf die ich aber leider bisher noch keine Antwort erhalten habe:

Sehr geehrter Herr Wacker,

nur schwer auszuhalten waren Ihre Statements zur Integration in der Sendung "Kontraste" ( 4.12.08 ).
Ihrer biografischen Angaben entnehme ich, dass Sie ein begabter, intelligenter Mensch sind.

Vielleicht fehlen Ihnen einfach nur die Erfahrungen mit wirklicher Integration?
Oder Erfahrungen im Umgang mit (von der Gesellschaft) behinderten Menschen überhaupt?
Anders kann ich mir Ihre ablehnende Haltung nicht erklären.
Ich bin Klassenlehrerin einer integrativen Grundschulklasse - leider zu weit weg von BW, sonst würde ich Sie gerne in unsere Schule einladen, um Sie integrativen Unterricht und seine Chancen - trotz schwieriger Rahmenbedingungen - selbst erleben zu lassen.

Integration IST ein Menschenrecht. Die UN-Konverntion ist da ganz eindeutig und meint sehr wohl auch die konkrete Integration in der Schule vor Ort.
Gerade wir Deutschen mit unserer unheilvollen Geschichte stehen ganz besonders in der Pflicht, die Ausgrenzung von Menschen sensibel wahrzunehmen und dann entschieden dagegen vorzugehen.
Dass "C" Ihrer Partei passt m.E. überhaupt nicht zu den von Ihnen vertretenen Thesen.

Lesen Sie doch mal auf der Seite www.eine-schule-fuer-alle.info - da gibt es viele gute Gedankenanstöße.
Und nehmen Sie sich die Zeit, integrative Schulen zu besuchen.

Mit freundlichen Gruß

Ich bin angehende Heilerziehungspflegerin im 2.Ausbildungsjahr. Ich finde es alles andere als gut,dass Kinder mit Behinderung immer noch in die Sonderschule gehen sollen. Kinder und Menschen mit Behinderung gehören genauso in unsere Gesell- schaft ,wie jeder andere von uns auch.
Ausgrenzung ist ein Rückschritt in Inklusion & Integration.
In wichtigen Sachen wie Assistenz und Gemeinwesenarbeit hinken wir in der BRD immer noch ziemlich hinterher. Die BRD sollte sich ein Beispiel an den USA nehmen,die sind schon viel weiter.

ES IST NORMAL VERSCHIEDEN ZU SEIN

JEDE/R von uns hat das Anrecht auf Bildung,Behinderung oder nicht spielt dabei keine Rolle.Denn auch MmB sollen endlich(!!) die Chance bekommen,in vollem Umfang an ALLEN Aktivitäten,die wir machen, teilzunehmen und dazu gehört nun auch ein Schulbesuch !! Zudem fördert es die Klassengemeinschaft und das Sozialverhalten der Kinder,wenn sie Mitschüler mit Behinderung in der Klasse haben.

hallo Kontraste-Team :-)
leider ist der filmbeitrag noch nicht auf eurer web-seite verlinkt.
kommt der noch, oder wird es zu diesem thema keinen 'film im web' geben ?

mit freundlichen grüßen,
georg.

„In was für einer Gesellschaft wollen wir leben?“ ist der Titel einer langfristig angelegten Initiative der Aktion Mensch (nicht wie früher Aktion Sorgenkind!), die uns alle auffordert an der Entwicklung unseres Zusammenlebens mitzuarbeiten. Die Antwort kann nur lauten: demokratisch, pluralistisch und sozial so wie es uns die Menschenrechte und unsere Ver-fassung aufzeigen und als Rechte zugestehen! Ethisch und moralisch unglaubwürdig wird ein System, wenn diese Rechte vom Bürger gegenüber dem Staat eingefordert werden müssen! Die repräsentative Demokratie hat dafür zu sorgen, dass die Rechte der Bürger in Rahmenbedingungen umgesetzt werden, die den Menschenrechten, unseren Verfas-sungsgrundsätzen und Gesetzen entsprechen (GG Artikel 1: Grundrechtsbindung der staatlichen Gewalt)! Wir alle wissen, dass in der pluralistischen Gesellschaft vielfältige In-teressen berücksichtigt werden müssen und es dadurch zu Konfliktsituationen kommt, die in unserer Gesellschaft zum Wohle der Allgemeinheit von unseren politischen Vertretern gelöst werden müssen. Hier stellt sich die Frage, welche Interessen von den dafür Ver-antwortlichen vertreten werden? Ist es nicht vielleicht so, dass unsere Volksvertreter durch egoistische Eigeninteressen, Machtstreben, finanzielle Interessen und Einflüsse verschie-denster Lobbyisten den Blick dafür verloren haben, welche Aufgaben sie im Namen der Bürger zu erfüllen haben „Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus.“ (GG Artikel 20 Abs.2)

Das Bestreben einer maßlosen Akkumulation von Kapital führt zu den bekannten aktuellen Ereignissen. Diese Aufgeregtheit darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass eben diese fi-nanziellen Strukturen zu einer einseitigen Einflussnahme im Pluralismus führen und Lob-byismus nicht mehr solidarisch im Sinne des Allgemeinwohls und unseren gesellschaftli-chen Zielen entsprechend ausgeübt wird! Das Beharren an den bestehenden Strukturen - vor allem - im Sozial- und Bildungswesen führt zu den bekannten rein ökonomisch ge-wünschten aber gesellschaftlich unerwünschten Selektionsmechanismen. Wohin dies führt zeigen und die Entwicklungen in Nordrhein-Westfalen, wo ein großer Medienkonzern nicht nur die Finger nach der öffentlichen Verwaltung ausstreckt, sondern dieses auch im Bil-dungswesen tut, dort schon angekommen ist, Strukturen unterwandert hat und Inhalte von der Grundschule bis zur Universität beeinflusst. Wohin führt und das? Arbeitskräftepoten-tial, dass in diesem Sinne funktioniert ist geduldet, der Rest wird sorgfältig nach Kriterien wie ökonomisch verwertbar oder nicht, gesund oder behindert aussortiert. Diese werden dann entweder weit entfernt von unserem gesellschaftlichen Leben versorgt oder erhalten das Existenzminimum und werden als Tagelöhnerreserve für den Bedarf vorgehalten. Wenn dies - und so wollen uns unsere Volksvertreter es weismachen - nicht mehr über Transferleistungen finanzierbar ist - was sind die nächsten Schritte? Forcierte Sterbehilfe? Euthanasie? Genmanipulation?

Anscheinend können wir mit Behinderung nur umgehen, wenn darüber in Büchern ge-schrieben wird oder dies in Hollywoodstreifen umgesetzt wird (Erkenntnis: Ohh!! Wie inte-ressant und welch gesellschaftlicher Reichtum, aber nicht in der Realität bitte.) Diese en-gagierten Staatsbürger im Bericht fordern nur das ein, was ihnen rechtlich zusteht. Sie tun dies aber nicht deshalb, weil sie diese Rechte haben, sondern weil sie verstehen was Menschenrechte sind und dies aktiv leben wollen. Haarsträubend, dass wir in einer „Hoch-kultur“ nicht in der Lage sein können grundlegendste menschliche Werte zu leben. Erin-nern wir uns jetzt an die Eingangsfrage? Lasst uns jetzt dafür eintreten wie wir leben wol-len: in einer Gesellschaft, die im Interesse des Gemeinwohls eine Kultur der Solidarität, Toleranz und Nachhaltigkeit lebt. Lasst uns hier den Anfang machen: die - so genannten - Schwächsten schützen und zu ihrem Recht verhelfen und uns damit erst die Bezeichnung Gesellschaft verdienen. Hier erfolgreich zu sein würde für uns alle einen Fortschritt bedeu-ten. Denn er würde einerseits verhindern, dass nur noch Indivdualinteressen vertreten werden und es uns vor allem ermöglichte menschlich zu sein.

Zum Schluss: Meinungsfreiheit ist auch eines dieser Rechte! Was hier aber - Gott sei Dank in zahlenmäßig geringerem Ausmaß - in ignoranter und intoleranter Art und Weise zur Thematik geäußert wird, zeigt in erschreckender Weise wie weit diese negativen Ten-denzen schon in unserem Denken und Alltag verankert sind.
Nochmals Bravo an die engagierten Menschen aus dem Beitrag - Ich liebe euch!

Ich möchte mich nun auch noch äußern, da ich nicht weiss, wie lange diese Möglichkeit besteht.
Erst einmal dem Team von Kontraste vielen Dank, dass Sie es geschafft haben - ohne uns mehr als nötig zu belasten - diesen tollen Bericht zu drehen, der uns in dem was wir wollen und wofür wir uns stark machen so toll und realistisch darzustellen.
Viele Beiträge sind in diesem Block zusammen gekommen und es ist gelungen, eine Stimmung in diesem unserem Land zusammenzufassen.
Ich freue mich über jeden der Beiträge, da es mir sinnvoll erscheint, eine Sache grundsätzlich von verschiedenen Seiten zu betrachten.
Jede Angst, jedes Zögern und jede Kritik haben hier ihre Berechtigung, da jeder von uns seine eigenen Erfahrungen im Leben gemacht hat.
Das finde ich gut und richtig.
Das ist auch der Grund, weshalb ich das alles mache: Ich möchte, dass mein Sohn Nelson die Möglichkeit bekommt, so wie jeder von Ihnen, Erfahrungen mit den Menschen in ihren Höhen und Tiefen des Lebens zu sammeln.
Das steht ihm als Mensch zu .
Er soll sich sein Bild von allen Menschen machen, in ihrer Schönheit und Grausamkeit.
Sie könnten jetzt sagen, wie furchtbar ist diese Mutter. Aber ich sage Ihnen, das ist es, was wir jeden Tag tun und woraus wir uns und unser Menschsein bilden.
Ich sehe das so, dass es die Menschheit ausmacht, frei durch die Welt zu gehen und Erfahrungen zu sammeln, und dass uns im Leben Gutes und Schlechtes begegnet.
Aber wir immer die Möglichkeit haben, uns zu entscheiden und daraus unsere Schlüsse ziehen zu können.
Grundvoraussetzung dafür ist, dass wir dieses frei und gleichberechtigt gegenüber anderen tun können.
Das bedeutet dann aber auch, sich mit den Anderen und ohne Ängste um sich selbst auseinanderzusetzen.
Das ist es, was das Menschsein ausmacht. Durch die gesammelten Erfahrungen gibt es eine Soziale-Evolution, darum entwickelt sich die Menschheit weiter.
Es wäre das erste Mal in der Schul-Geschichte Deutschlands, dass es möglich wäre, das Andere uns fremde, das nicht der Norm entsprechende für uns zu akzeptieren, ihm tolerant zu begegnen.
Wollen Sie der Zukunft im Weg stehen, die Soziale-Evolution auf ihrem Weg hemmen, der nächsten Generation verwehren, was uns verwehrt wurde?
Das ist dann ignorant und dumm, da es uns nicht zusteht, der Zukunft im Weg zu stehen.
Wir, die wir doch selbst geprägt sind durch dieses System, das uns schon so viele Jahre begleitet und uns beigebracht hat, in verschiedenen Schichten und Sparten zu unterteilen.
Wir, die wir doch immer beigebracht bekommen haben, zu wissen, wer wo hingehört, wer was erreichen kann im Leben, und dass wir durch unser Ellenbogengesellschaft am weitesten kommen.
Ja, wir die wissen, dass Schwächen schlecht sind, könnten jetzt etwas ändern.
In den Grundsatzprogrammen aller Parteien steht, dass so früh wie möglich Integration betrieben werden muss.
Ja, habt Ihr die denn nicht gelesen, b