17.12.2007 11:48 | von High Noon | 43 Kommentare
Auf Studi-Vz wird alles anders- was tun?
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Allgemein
Viele von euch haben ein Studi-VZ Profil. Seit Anfang des Jahres gehört Studi- Vz zur Holzbrinck- Gruppe, zu der u.a. der Tagesspiegel, Die Zeit, Die Lausitzer Rundschau uvm. gehören.
Wer ein Studi-VZ Profil hat, der hat auch die neuen AGBs schon zugeschickt bekommen. Viel neues steht drin. Nix gutes möchte ich mal sagen. Ich habe sie heute morgen in meinem Postfach gefunden und erst mal nicht schlecht gestaunt.
Unter anderem finden sich folgende Zeilen in den neuen Geschäftsbedingungen:
Ich willige ein, dass studiVZ die von mir bei der Registrierung mitgeteilten Daten (z.B. Geschlecht und besuchte Hochschule etc.), die von mir freiwillig innerhalb meines eigenen Profils ("Meine Seite") eingetragenen Daten (z.B. Studiengang/-richtung, Interessen, Clubs/Vereine, Musikrichtung/Bands, Lieblingsbücher/-filme etc.) sowie meine Mitgliedschaft in Gruppen ("Meine Gruppen") dazu nutzt, um mir gezielt personalisierte Werbung und/oder besondere Angebote und Services über das studiVZ-Netzwerk zu präsentieren bzw. präsentieren zu lassen (z.B. eine auf meine(n) Studiengang/-richtung ausgerichtete Buch-empfehlung; Produktwerbung, die auf meinen Interessen beruht
etc.).
Zudem erkläre ich mich einverstanden, dass studiVZ meine personenbezogenen Daten nutzt, um mir Marketing-Mitteilungen unter Verwendung elektronischer Post zuzusenden (z.B. zum Versand von E-Mails an die von mir für die Nutzung des StudiVZ-Netzwerkes verwendete E-Mail-Adresse, SMS-Werbung an die von mir hinterlegte Mobilfunk-Rufnummer sowie von Nachrichten mit werbendem Charakter über den Nachrichtendienst von studiVZ oder einen von mir angegebenen Instant-Messenger)
´
Alles, was ihr also bei Studi-Vz stehen habt, oder euren Freunden schreibt, in welchen Gruppen ihr seid, an welcher Uni ihr was studiert............einfach alles wird am dem 9. Januar zu Werbezwecken gebraucht.
Oder ihr könnt euer Profil abmelden. Das ist die einzige Alternative.
Was werdet ihr machen? 0331 70 97 110 - boykottieren, oder akzeptieren? Was gibt es für Alternativen zu Studi-Vz? Ruft mich an und sprecht mit mir darüber. Oder, wenn kein Telefon zu finden ist, bloggt hier.
Bis gleich
Stephanie


Kommentare (43)
komochti meinte am 17.12.2007 12:10 Permalink
so ist das halt. wenn man ein dienst in anspruch nimmt muss man dafür sowas in kauf nehmen. ist noch besser als bezahlen :D . ich würde jetz aber trozdem zur sicherheit meine emailadresse ändern um mich gegen spam zu schützen ^^
ansonsten kann ja nicht viel passieren.... oder???
Fabian meinte am 17.12.2007 12:11 Permalink
Grundsätzlich habe ich kein Problem mit Werbung oder personalisierter Werbung. Irgendwie muss ja die ganze Sache finanziert werden. Jeder will das Netzwerk nutzen, aber nicht dafür bezahlen. Wie soll das anders funktionieren als über Werbung. Übrigens wurde die Klausel mit der SMS-Werbung und der Instant-Message-Werbung schon wieder entfernt. Zudem kann man wohl lt. AGBs die Werbung auch über die Einstellungen ausschalten.
Ich habe kein Problem damit, solange die Daten nicht an Dritte weitergereicht werden.
Henriette meinte am 17.12.2007 12:12 Permalink
Es gibt ein Hintertürchen, auf der Seite vier der AGBs kann man irgendwo ein kleines Kästchen mit einem Haken versehen und dann bleibt alles wie beim Alten.
Man muss sich halt nur bis auf Seite vier durchwühlen, und wer macht das schon?!
mehr dazu auf der folgenden Seite:
http://www.ksta.de/html/artikel/1197586866515.shtml
alex meinte am 17.12.2007 12:14 Permalink
die sache ist nur die wenn ihr unter studivz.de euch einloggt und im menü auf der linken seite auf neue agbs klickt steht dort, zitat:"...studiVZ hat noch nie Nutzerdaten an Dritte verkauft und wird dies auch niemals tun...."
ist alles etwas ... sagen wir verwirrend
Thomas meinte am 17.12.2007 12:15 Permalink
Also für all die die nicht ohne studi vz leben können, können sich auch ein free mail account zulegen für spam gibt ja genug, gmx empfiehlt sich da die spam einen schon mit eigener werbung zu da kann sich studi vz sich ja anschließen.
ansonsten bleibt nur eins studi vz byby zumindest heißt es das jetzt für mich.
christin meinte am 17.12.2007 12:18 Permalink
ich mein man wird sonst ja auch schon so zugespamt...
hab mich sowieso schon gewundert das die lieben menschen von Studivz noch nicht drauf gekommen sind....von daher...wenn ich jetzt da auch noch vollgespamt werde macht das das kraut auch nicht mehr fett und ich bleibe trotzdem weiterhin mitglied...weil ne wirkliche alternative hab ich nicht
gruß
Christin
alex meinte am 17.12.2007 12:19 Permalink
"...Ich habe kein Problem damit, solange die Daten nicht an Dritte weitergereicht werden...." genau das ist das problem fabian, hab aus unbestätigten quellen gehört das studivz den besitzer gewechselt hat, für ein "kleines" sümmchen.
dieser neue besitzer will dieses sümmchen natürlich auch wieder einfahren und soll wohl diese unsere daten an dritte weiter verkaufen um daraus profiet zu ziehen ...
und wer sagt dir das deine daten nicht wirklich weiter verkauft werden ... auch wenns verneint wird in den agb´s ...
Tino meinte am 17.12.2007 12:22 Permalink
Ist halt ne Unternehmen wie jedes andere und somit legitim, wenn man es soweit ich weis für personalisierte Werbung die AGB ändert. Bringt ja vielleicht auch Vorteile für die nutzer, wenn nicht Blödsinwerbung sondern benutzerdeferenzierte Werbung, kann ja manches interessante dabei sein:-). Wenn die Unternehmen wollen können Sie wieso alles, über jeden Nutzer des Netzes rausfinden. Trotzdem Datenschutz und privatsfähre AD.
Lena meinte am 17.12.2007 12:24 Permalink
Ich habe gerade meinen Account gelöscht, weil Studivz datenschutztechnisch schon immer etwas zweifelhalft war und wenn jetzt personenbezogene Werbung verschickt wird, gibt es noch viel mehr Möglichkeiten, studivz zu missbrauchen. Selbst wenn die Leute es nicht selber weitergeben, hacken kann man immer. Und man kriegt schon genug Spam.
komochti meinte am 17.12.2007 12:28 Permalink
StudyVZ ist ein riesen freundeskreiß. darauf kann mann nich mehr verzichten.
carsten meinte am 17.12.2007 12:29 Permalink
Es ist ja wohl vollkommen klar, dass eine Website, die beim Aufbau Millionen verschlungen hat, das Geld irgendwie wieder einspielen muß. Und dafür gibt es eigentlich nur die Möglichkeit von Premium-Mitgliedschaften und somit Einschränkungen für normale Nutzer oder Werbung. Will man auf bezahlte Mitgliedschaften verzichten, ist personalisierte Werbung die einzige Lösung. Und diese wirkt für meine Begriffe auch weniger störend als nicht personalisierte Werbung. Ich denke auch nicht, dass man die Postfächer wirklich zugebombt bekommt. Ich persönlich empfinde personalisierte Werbung jedenfalls nicht als sonderlich störend.
Weitergegeben werden müssen die Daten dafür übrigens nicht. Die Personalisierung der Werbung kann natürlich direkt bei StudiVZ erfolgen. Man braucht ja nur Werbepartnerschaften und schaltet dann die passende Werbung zu den Profilen.
Ich denke, man muß sich einfach mit dem Gedanken anfreunden, dass auch Dienste im Internet Geld kosten.
SaburoSakai meinte am 17.12.2007 12:32 Permalink
Hallo,
ich greife mal kurz die Frage nach der Werbung auf. Jeder geht davon aus, dass die persönlichen Daten weitergegeben werden. Laut Datenschutz kann Studivz das ja eigentlich nicht. Und zum anderen - die Software, welche die Daten der Nutzer verwaltet, wird wohl eher die Werbung aus dem Werbepool nach den jeweiligen Einträgen generieren. ich glaube kaum, dass bei studivz jemand sitzt und bei den Login-Vorgängen die Werbung zusammensucht.
Gruß
Schekfey meinte am 17.12.2007 12:32 Permalink
ich finde benutzerbezogene werbung auch gut, ich weiß gar nicht warum sich alle aufregen und wer bei myspace ist, da ist benutzerbezogene werbung gang und gebe...und für all diejenigen die angst vor "spammails" haben..ist euch schon mal der gedanke gekommen für solche foren einen werbmailaccount einzurichten!?
naja, wem die werbung zuwider ist, kann ja wieder aufs gute alte briefe schreiben zurückgreifen um mit alten freunden in kontakt zu bleiben :oD
Kevin meinte am 17.12.2007 12:33 Permalink
Das Problem ist nicht der SPAM, dafür gibts SPAM-Filter. Problematisch ist vielmehr, dass der Datenschutz mit Füßen getreten wird. Inzwischen rudert StudiVZ ja schon zurück und will die Daten auch löschen, wenn man sich abmeldet. Wer's glaubt...
Viele Nutzer sind sich nicht im klaren darüber, dass sich all die preisgegebenen Infos miteinander verknüpfen lassen und dadurch ein detailliertes Persönlichkeitsprofil erstellt werden kann. Auch nicht zu vergessen: Das Netz vergisst nichts, niemals! Was einmal öffentlich gemacht wurde, wird es auf ewig bleiben, siehe das Beispiel mit dem Personalchef, der sich vor dem Bewerbungsgespräch erstmal die StudiVZ-Party-Bildchen des Bewerbers durchsieht - auch nach 10 Jahren noch.
Alles im allem sind soziale Netzwerke gleich welcher Art immer ein Datenschutz-GAU.Der Nutzer muss dafür sensibilisiert werden und verantwortungsvoll mit den eigenen Daten umgehen, sonst rächt sich das irgendwann.
Grüße aus Tübingen,
Kevin (der im StudiVZ nur unter Pseudonym und ohne verlinkte Bildchen vertreten ist)
P.S.: Das die Daten nicht an Werbetreibende weitergegeben werden, ist ganz leicht erklärbar: Die Werbetreibenden bekommen die Daten nicht, sondern wählen Kriterien aus, nach denen ihre Werbung bei den Benutzern angezeigt wird. Also Alter, Wohn-/Uni-Standort, Interessen, etc.
Robert meinte am 17.12.2007 12:33 Permalink
Hab schon vor längerer Zeit meinen echten Namen bei StudiVZ in einen Spaß-Namen geändert. Über meinen Freundeskreis werde ich immer noch von "verschollenen" Bekannten gefunden und ich hab erstmal ein besseres Profil dabei. Obwohl weiss man, ob StudiVZ sich nicht auch angucken kann wie ich früher mal hiess?
Alternativen sind auf jeden Fall: studylounge.de und vielleicht auch noch lokalisten.de
Ich denke ich werde die neuen AGBs NICHT akzeptieren. Wird mir langsam zu heiss der Laden.
gruss,
Robert
anna meinte am 17.12.2007 12:33 Permalink
Ich stimme Lena voll und ganz zu. Bin auch gerade dabei meinen Account zu löschen, aber ob es wirklich alternativen hat ist fraglich.
Man muss allerdings auch das Positive sehen - man hat wieder mehr Zeit sich seinem Studium zu widmen.
anja meinte am 17.12.2007 12:34 Permalink
meine alternative. persönliches bloggen zB. auf www.blogger.de und allen die man kennt die adresse für seinen blog geben. Kontakten geht dann halt nur über kommentare oder email schreiben. jedenfalls bekomme ich seit einem jahr keine werbung oder ähnliches.
liebe grüße von anja
Fabian meinte am 17.12.2007 12:37 Permalink
Personenbezogene Werbung finde ich auf alle Fälle besser als irgend eine Streuwerbung. Wenn ich Werbung für Kameras bekomme, weil das mein Hobby ist, ist das besser als Werbung für Tampons, die mich eh nicht interessieren.
In der Tat ist allerdings die Datenweitergabe ein Problem. Aber das ist doch ein grundsätzliches Problem der heutigen Zeit. Wer will schon auf Handy oder Internet verzichten, wenn jetzt die "Vorratsdatenspeicherung" in Kraft tritt. Die Schwelle zum Missbrauch ist fast überall schnell erreicht. Vielleicht verkauft ja der Staat zum Schuldenabbau bald auch unsere Telefondaten.
thomas meinte am 17.12.2007 12:39 Permalink
Wenn man sich mal die Werbetexte der Anbieter von Software für soziale Netzwerke ansieht, dann erkennt man, dass die umfangreichen Möglichkeiten für indiviualisierte Werbung das Hauptargument für Anbieter solcher Netzwerke sind.
Ömer meinte am 17.12.2007 12:39 Permalink
Hi, eine gute alternative ist freenet Community.
Linda meinte am 17.12.2007 12:40 Permalink
facebook.com das gleiche wie Studivz, obwohl ich meinen Account jetzt auch nicht löschen werde. Daten werden doch schon ewig weitergegeben, ob wir da nun zustimmen oder nicht!! ;-)
Micha meinte am 17.12.2007 12:40 Permalink
Es gibt ne Alternative: bloomstreet.net!
ist noch etwas unbekannter, aber bietet ne menge mehr features, muss man sich halt nur erstmal reinfuchsen!
Raphael meinte am 17.12.2007 12:42 Permalink
Hi
Also ich versteh das ganze nicht. Ich meine die Daten von einem sind wahrscheinlich eh irgendwo schon im Netz. Außerdem das kostet doch nur ein Klick das ganze wegzuklicken.
Also keine Panikmache.
studi vz ist endlich mal ne gute alternative um leute kennenzulernen.
bitte keine verteufelung.
eine alternative meinte am 17.12.2007 12:43 Permalink
wie wärs mit www.xing.com
die Diskussion, liebe Stephanie, ist wieder mal hetzerisch.
wer bei myspace.com ein account erstellt hat, braucht sich wegen fehlendem datenschutz bei studivz nicht beschweren.
Micha meinte am 17.12.2007 12:44 Permalink
nochmal zu www.bloomstreet.net
bisher hab ich da ein Profil auf eine email laufen, die sonst keiner weiter kennt, und hab bisher noch keine spams bekommen..! toi toi toi
renozeross meinte am 17.12.2007 12:44 Permalink
Werbung ist nicht das Problem, solange diese im Rahmen von StudiVZ kommt. Wenn auf einmal Werbung von Anbietern kommt die man garnicht selber kennt, dann muss das nicht sein.
Auch ist der Aufhänger ja, das StudiVZ erst auch die Handynummer und Messenger-Adressen weitergeben wollte. Das ist Zweckentfremdung.
blablabla meinte am 17.12.2007 12:45 Permalink
Datenschutzbestimmung
7.
Ich willige ein, dass studiVZ Bestandsdaten und/oder Nutzungsdaten von
mir an Ermittlungs-, Strafverfolgungs- und Aufsichtsbehörden weitergibt,
wenn und soweit dies erforderlich ist zur Abwehr von Gefahren für die
staatliche und öffentliche Sicherheit sowie zur Verfolgung von
Straftaten.
Eine Weitergabe der Daten an Dritte zu kommerziellen und/oder
gewerblichen Zwecken findet nicht statt.
jjöff meinte am 17.12.2007 12:45 Permalink
ich werd mein acc nicht löschen.
mein name hab ich auch in ein spass namen geändert. alle persönlichen infos gelöscht oder ins absurde geändert. hab mir eine extra email schon vornem jahr fürs VZ eingerichtet, sodas ich gleich merke, ob VZ's mail lists gehackt wurden oder studiVz zum spammer wird.
Benachrichtigung email's können abgeschaltet werden!
mein firefox hat ein ADD blocker, sodas ich mir jede nervende werbung in einer seite einfach wegklicke und damit aufewig blokiere..
geht doch alles :•|
cheene sendung, interessantes thema
(is mein empfang schlecht oder klingt Diana verzerrt ?)
Joram meinte am 17.12.2007 12:45 Permalink
Ich denke, dass mit der neuen AGB sich nicht viel ändern wird. Schon jetzt ist eine Menge Werbung auf der Startseite, und ich kriege Spam vom StudiVz.
Außerdem ist es bei Google, Web.de und gmx.de (sowie den anderen Free Anbietern) schon gang und gebe.
Wenn ich meine Daten nicht weitergeben möchte, schreibe ich enfach keine sensiblen Daten in mein Profil, lösche Links zu unvorteilhaften Fotos, und füge Sonderzeichen in meinen Namen ein, sodass man mich nicht mehr findet.
Das widerspricht zwar dem Sinn des StudiVZ, allerdings will ich suchen und nicht gefunden werden.
Und bei mir funktioniert das ganz gut :D
Wer sich über Datenklau beschwert, soll sich nicht bei StudiVZ anmelden.
Was für alle vermutlich das Beste wäre.
Raphael meinte am 17.12.2007 12:46 Permalink
Hat denn jemand was zu verbergen?
Ich nicht.
Durch Payback Punkte oder ähnliches werden eh so viele Daten über uns gesammelt da kommt es auf das bissl eh nicht mehr an.
Außerdem so bekomm wir doch maßgeschneiderte Angebote, denn Nachfrage gleich Angebot etc.
Ingo meinte am 17.12.2007 12:48 Permalink
Hallo liebe studieVZs,
ich bin selbst studieVZ- Nutzer und finde nichts verwerfliches an den neuen AGBs. Mit Freunden kommunizieren kann ich auch, ohne unangenehme Bilder und intime Informationen
Die Werbung bei studiVZ war zu erwarten. Die Betreiber solcher Webseiten / Portale wollen natürlich Geld mit der Plattform verdienen und dabei geht es sicher nicht nur um Betriebskosten. Ich denke, es ist so durchaus legitim.
Sollte sich nach einem massiven Nutzerverlust bei studieVZ eine Alternative durchsetzen, wird auch diese früher oder später nicht nur die mit der Mitgliederzahl ansteigenden Kosten decken wollen, sondern auch Geld verdienen!
Vielleicht wäre eine Idee, den Nutzern beides anzubieten: Geld zahlen oder Emails kriegen
Wer das alles nicht will, sollte doch mal so ein Portal betreiben, ohne eine Einnahmequelle.
Alex meinte am 17.12.2007 12:48 Permalink
Das ist doch der Gedanke des Web 2.0
Man gibt persönliche Daten von sich Preis. Man tut dies ja wissentlich. Die Herausgabe von Sozialdaten wird ja schon beinah trivial behandelt.
Werbung hin oder her. Finanziert werden muss es. Lieber per Werbung als per Gebühr.
Ich werde mir ebenfall anschauen, wie Studi dann aussieht und dann werde ich entscheiden, ob ich da bleibe oder nicht. Wenn Studi Kunden damit vergrault, dass wird sich über kurz oder lang eine neue ähnliche Plattform bilden, auf der man die gleichen/mehr Features zur Verfügung hat.
So verliert Studi dann seine Nutzer und ende.
Die zeit wird zeigen, wie es sich entwickelt.
Knut meinte am 17.12.2007 12:54 Permalink
Unter http://www.10minutemail.com kann man sich für 10 Minuten eine E-Mailadresse erstellen lassen.
Sehr gut!
Micha meinte am 17.12.2007 12:54 Permalink
ich unterstreiche, einfach mal angucken: www.bloomstreet.net
Micha meinte am 17.12.2007 12:56 Permalink
da kann fritz auch gerne mal wieder drüber berichten!
85.176.24.237 meinte am 17.12.2007 13:01 Permalink
Moinsen, es ist nen großer unterschied ob der Staat sich ermächtigt persönliche Daten auszuspionieren oder man sie wissentlich preisgibt. Generalverdacht gab es schon mal, da hieß der Staat aber DDR;)...Wenn das "VZ" Portal wegen der angekündigten Werbung keinen spaß mehr macht kann jeder "eigenverantwortlich" konsquenzen ziehen...mfg
Lars meinte am 17.12.2007 13:04 Permalink
Moin, mich wundert es schon ein wenig, daß sich Leute im großen Stil in Foren, Communities und Freemail-Accounts anmelden und jetzt Angst vor der großen Werbeflut haben, weil StudiVZ den Weg zur personenbezogenen Werbung freimacht.
Will sagen: Überall, wo wir uns im Internet für einen kostenlosen Service registrieren, werden unsere Daten auch in irgendeiner Form für Werbezwecke verwendet.
Ich halte auch den Glauben, StudiVZ sei bisher eine dichte Festung gewesen für naiv. StudiVZ hat seit jeher mit massiven Phishing-Attacken zu kämpfen und ich kann mir kaum vorstellen, daß da nie persönliche Daten durchgesickert sind. Dann ist es mir doch lieber, wenn ausgewählte Daten von StudiVZ offiziell weitergegeben werden, als wenn sich irgendwelche Bots an meine Daten ranmachen.
Ich bin bisher StudiVZ-Nutzer und werde es auch bleiben, wenn die Werbeflut wirklich überhand nehmen sollte, kann ich mich immernoch abmelden. Jetzt zu überlegen, wie sich StudiVZ zukünftig gstaltet, ist reine Spekulation und daraus Konsequenzen zu ziehen, wie ich meine, auf jeden Fall voreilig. Kostenlose Services müssen sich über Werbung finanzieren, so gesehen gibt es keine sinnvolle Alternative. Wenn ich meine Privatsphäre sicher verbergen wollte, müßte ich mich nicht nur bei StudiVZ abmelden, sondern auch sämtliche weiteren Aktivitäten im Netz, für die ich einen Account angemeldet habe, aufgeben - das ist aber sicherlich nicht nur für mich inzwischen unvorstellbar.
Ingo meinte am 17.12.2007 13:06 Permalink
Ich bin vor ca. 13 Monaten ins StudiVZ gegangen, weil ich einerseits neue Leute kennenlernen wollte, andererseits auch das Vertrauen hatte, dass meine Daten nicht durch StudiVZ weitergegeben werden.
Die neuen AGBs und Datenschutzbestimmungen sind für mich wie ein Schlag ins Gesicht, so dass ich dort wohl vor dem 9. Januar austreten werde. Vorher werd ich mir von den Leuten, die ich dort kennengelernt habe, noch ihre alternativen Kontaktadressen geben lassen.
Thomas meinte am 17.12.2007 13:17 Permalink
An alle Leute, die die 10-Minuten-Emails/Fantasienamen etc. als Lösung anpreisen:
1. Verstößt das wiederum direkt gegen die AGB von StudiVZ (AGB: 2.3 / 7.6)
2. Bringt das absolut gar nix, denn:
2.1. Per Email bekommt man sowieso keine Werbung
2.2. Die eigene Adresse wird überhaupt nicht weitergegeben (und so groß wie StudiVZ ist, wird das auch nicht "heimlich" geschehen können)
2.3. Die "personalisierte Werbung" bezieht sich auf die Angaben im Profil (Geschlecht, Alter, Hochschule)
d.h. Eine Frau wird in Zukunft keine Rasierklingen-Werbung bekommen, sondern halt Hautcreme, oder was weiß ich für Werbung
Zum Ablauf, wie diese Werbung durch StudiVZ "verkauft" wird.
Es wird dem Werbenden einfach angeboten, dass er Werbung für z.B. 200.000 Frauen, zwischen 18-25, die Publizistik studiert haben, schalten kann. Da wird nicht ein einziger Datensatz eines Nutzers weitergeben, oder überhaupt irgendetwas persönliches an den Werbenden kommuniziert.
Diese Ängste sind also vollkommen überzogen - wenn man so ängstlich ist, sollte man sich lieber fragen, warum man seine Daten auf so einem Protal überhaupt veröffentlicht.
Also bitte keine übertriebenen Ängste schüren.
Anmerkung: Ich arbeite nicht bei StudiVZ, aber in der Branche.
Bernd meinte am 18.12.2007 12:27 Permalink
nun ganz so unproblematisch ist das trotz nichtweitergabe der daten an den werbetreibenden dann doch nicht, denn spätestens wenn ein user dann dieser werbung auf die seite des werbetreibenden folgt, registriert dieser, dass der betreffende User genau seinen vorgegebenen kriterien entspricht, kauft der betreffende dann etwas ein, oder medet sich dort irgendwie an, sind seine persönlichen daten mit den Auswahlkriterien unfreiwillig zusammengeführt.
ich meine aber, wer für solche fragen sensibilisiert ist, umgeht die brücke von der werbebotschaft zur homepage und verhindert somit das tracking.
ich finde dass die viel gefährlicheren änderungen der agb ohnehin in dem zu gummi mutierten teil der weitergabe der daten an dritte zu finden sind.
wer zustimmt dass seine daten an diejenigen weitergegeben werden können, die ein (wie auch immer) begründetes interesse, aber keinen gerichtsbeschluss haben, ist blauäugig genug für dieses neue schöne reich der gläsernen menschen.
ich hatte mich schon früher wegen erheblicher datenschutzzweifel nicht hier angemeldet - so eine community ist ebend eine wahnsinnige datensammlung die verschiedentlich interessierte Seiten auch zu deren missbrauch regelrecht einlädt.
ich verzichte auf gezielte werbung - werde mein geld auch so gut monat für monat los und ich habe nicht das gefühl irgend einen konsumhöhepunkt verpasst zu haben.
Thomas meinte am 18.12.2007 13:20 Permalink
Das ist sicherlich richtig, dass Klicks auf Werbebanner verfolgt werden - hat aber rein gar nichts mit der jetzigen Änderung zu tun, denn das ist sowieso überall so üblich. D.h. der Werbetreibende konnte bisher auch schon nachschauen, was derjenige denn für ein Profil hat. (wenn überhaupt die genaue Profil-Id überbeben wird, das weiß ich nicht)
Was du mit der Weitergabe bei "begründetem Interesse" meinst, ist mir nicht klar. Der Passus in den AGBs besagt lediglich, dass dies nur bei Zustimmung oder rechtlicher Verpflichtung geschieht.
Siehe AGB: 5.3
Stephanie meinte am 18.12.2007 18:41 Permalink
Ich bin der Meinung, auch wenn man sich woanders anmeldet, ist es doch nur´ne Frage der Zeit, bis es dort auch um´s liebe Geld geht.
Ich muß zugeben, ich habe mit dem Gedanken gespielt, mich abzumelden, aber mal ehrlich, meint ihr nicht, daß wir sowieso schon fast "durchsichtig" sind?! Wir werden doch auch im alltäglichen Leben mit Werbung "beballert"...
Soll nicht heißen, daß ich die ganze Sache unterstütze...
Wir werden sehen, was schlimmsten Falls passieren kann.
LG die Stephanie
Ingo meinte am 19.12.2007 12:02 Permalink
Es ist zwar richtig, dass wir inzwischen so gut wie überall mit Werbung, teilweise auch schon personalisierter/angepasster Werbung, zugemüllt werden.
Aber: Irgendwann muss man unserer lieben Wirtschaft mal mitteilen, dass wir nicht gläsern sein wollen. StudiVZ hat uns durch seine AGBs aufgeweckt und noch mehr Leute für den Schutz ihrer persönlichen Daten sensibilisiert.
Jeder der also austritt und protestiert, sagt StudiVZ eindeutig: "Nein, ich will das nicht, dass ihr meine Nutzerdaten analysiert". Jeder, der drinbleibt, sagt ausdrücklich und eindeutig: "Ja, ich will dass ihr meine Daten weiterverarbeitet und ich immer mehr zum gläsernen Menschen werden.".
Ich denke also, dass solch ein Austritt auch Symbolwirkung haben kann.