03.07.2010 23:08 | von Ulrich Reimann
Jetzt sind wir im Halbfinale! Die hochgelobten Argentinier waren in Kapstadt chancenlos
in
Deutsche Nationalmannschaft

Wer hätte bei diesem Gruppenbild vor dem Anpfiff den hohen Sieg der Deutschen vorausgeahnt? Argentinien und Deutschland "Sagen Nein zu Rassismus", eine Aktion der FIFA vor jedem der vier Viertelfinalspiele.
Enttäuschung und Frust bei den argentinischen Fans schon nach drei
Minuten: Den Auftakt hatten sie sich anders vorgestellt, Thomas Müller
hat gerade den Führungstreffer erzielt.
Glückwünsche auf der Ehrentribüne nach dem Schlußpfiff: Südafrikas Präsident Jacob Zuma gratuliert Fußballfan Angela Merkel. Die Bundeskanzlerin war extra für das Spiel gegen Argentinien nach Kapstadt geflogen.

Und dann ein Wiedersehen mit alten Bekannten: Familie Falbe aus Kapstadt habe ich in Bloemfontein vor dem Spiel gegen England kennengelernt, da haben sie beim Antenne-WM-Tipp mit einem Sieg gegen England richtig gelegen. Falbes haben einfach Glück: Schon wieder vier Tore der Deutschen und sie waren dabei! Max (r.) hat so langsam genug vom WM-Fußball, Vater Jörn, Bruder Felix (l.) und Mutter Cordula sind aber total begeistert:
Der Schuldirektor von Janik und Timo hat beide Augen zugedrückt, die zwei hatten Glück und konnten vor Ferienbeginn in NRW mit ihren Eltern nach Südafrika zur WM reisen. Völkerverständigung, Vuvuzelas und südafrikanische Fußballkultur im Stadion als Unterrichtsfach, der Einsatz hat sich für die Neumanns aus Köln gelohnt, Laurenz, die Söhne und Susanne sind nach dem Spiel beeindruckt:

Während für die einen jetzt in Kapstadt eine lange Nacht beginnt,

Maika und ihr Freund Björn aus Namibia zur Party weiterziehen....
braucht Argentiniens Trainer Maradona ein Bier zum runterspülen des Frusts nach der deprimierenden Niederlage.
Nicht alle Gauchos haben das Lachen verlernt, auch wenn an diesem Abend....

bei den meisten Argentiniern die Stimmung auf dem Nullpunkt ist.
Das Schlußwort hat der Bundestrainer: Einen Spieler besonders
herausheben und ihn mit Lobeshymen überschütten, das ist eigentlich
nicht die Art von Joachim Löw. Doch Miroslav Klose, den viele Experten
gar nicht mit zur WM genommen hätten, hat gegen Argentinien gleich zwei
Mal getroffen, ist jetzt mit 14 Toren hinter dem Brasilianer Ronaldo
zusammen mit Gerd Müller der zweitbeste WM-Torschütze und kann im
Halbfinale gegen Spanien diese Bilanz weiter ausbauen:
