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Einträge zum Schlagwort protest


Plattform für Chaoten

Habe ich den "Chaoten", "Typen", Linksextremen, "Sympathisanten des Gewaltmobs" "den Sender überlassen"? Die heftige Diskussion um den Beitrag "Squat Tempelhof" zeigt, dass es augenblicklich wild durcheinander geht, was die journalistische Aufarbeitung einer neuen Qualität des Protests angeht. Ich habe den Organisatoren der symbolischen Besetzung des Tempelhofer Flughafens, den Kritikern des Luxus-Wohnprojekts Carloft und den Aktivisten von "Mediaspree versenken" keine Plattform gegeben, sondern sie kritisch befragt. Es ist doch spannend, Einblicke in eine Welt zu vermitteln, deren Motive offenbar viele Berliner so sehr provozieren, dass sie nicht einmal mehr eine Berichterstattung darüber tolerieren.

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Squat Tempelhof - Friedliches Happening oder gewaltsamer Protest?

Squat Tempelhof! Besetzt Tempelhof! So heißt das Aktionsbündnis, das am 20. Juni zur symbolischen Besetzung des Flugfelds Tempelhof aufruft. Das Ziel ist zu zeigen, dass das riesige Flughafengelände so schnell wie möglich für alle geöffnet werden muss. Weg mit dem Zaun und keine teuren Stadtvillen, die den Kiez verändern und die Mieten teurer machen - so ist die Argumentation der Aktivisten. Aber bleibt die Aktion friedlich?

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Unser Nazi soll schöner werden

Die 53.000 Einwohner der Norwegischen Hafenstadt Tromsö, die nach Angaben der Stadtbroschüre im Sommer friedlich "frische Krabben pulen", auf ihr Nordlichtplanetarium und die Eismeerkathedrale stolz sind - sie haben vermutlich keine Ahnung, dass ein Laden gleichen Namens in Berlin heute mal wieder für ein Riesenpolizeiaufgebot sorgt. Dort werden Klamotten der unter Neonazis beliebten Marke Thor Steinar verkauft. Die Pullis und Jacken spielen mit Nazisymbolen und sind deshalb bei Rechten so beliebt. Aber weil Linke, Antifa, Sozialdemokraten, Grüne und Anwohner was dagegen haben, dass "Tromsö" unwidersprochen Kasse macht mit Neonazi-Schick, läuft der Protest auf Hochtouren. Mehrere Hundert Menschen haben sich am Nachmittag vom S-Bahnhof Warschauer Straße aufgemacht, um gegen das Geschäft im Friedrichshain zu demonstrieren.     

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Polizeischutz zur Neu-Eröffnung

Einhundertvierzig Polizisten stehen rund zweihundert überwiegend jungen Leute gegenüber, die am Vormittag gegen den neuen "Thor-Steinar"-Laden in Friedrichshain demonstrieren. Unter den Demonstranten auch Bezirksbürgermeister Franz Schulz, der Bundestagsabgeordnete Christian Ströbele und die Organisatorinnen Clara Hermann (alle B'90/Grüne), Canan Bayram und Björn Böhning (beide SPD). Zeitweise ist die Petersburger Straße zwischen Bersarinplatz und Frankfurter Tor gesperrt, auch die Strassenbahn kommt nicht mehr durch und muss umkehren.   _mehr

Protest gegen geplante Vorratsdatenspeicherung

Der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung und weitere knapp 50 zivilgesellschaftliche Organisationen, Initiativen und Parteien rufen am frühen Nachmittag zu einer Demonstration am Brandenburger Tor gegen eine "ausufernde Überwachung durch Wirtschaft und Staat" auf.  Die Initiatoren lehnen das geplante Gesetz zur Einführung der Vorratsdatenspeicherung ab. Das breite Bündnis vom Deutschen Presserat über den Chaos Computer Club bis hin zum Deutscher Journalisten-Verband hält die Pflicht zur verdachtslosen Speicherung von Kommunikationsdaten für verfassungswidrig. Die Bundesregierung plant, dass Telekommunikationsunternehmen alle Verbindungsdaten für ein halbes Jahr aufbewahren sollen.

 

Update: Gegen 17 Uhr spricht die Polizei von rund 8000 Demo-Teilnehmern. Am Rande kam es bei Vorkontrollen mit einigen Mitgliedern des sog. "Schwarzen Blocks" zu leichten Rangeleien. Die  angespannte Situation konnte jedoch von den Veranstaltern und der Polizei deeskaliert werden.  Bis zum Nachmittag habe es keine Festnahmen gegeben. _mehr

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