28.01.2011 21:59 | von Stefan Lippeck | 22 Kommentare
Zurückbleiben bitte!
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Allgemeines
Die krisengeplagte S-Bahn Berlin will ihre Stammkunden in diesem Jahr mit Freifahrten für nur einen Monat entschädigen.
Das
teilte das Unternehmen am Freitag in Berlin mit. Außerdem sollen an den
Februar-Wochenenden die Einzelfahrscheine als Tageskarten gelten.
Besitzer von Abo-Jahreskarten dürfen im November umsonst fahren. Im November wohlbemerkt! Nicht im März, nicht im April, nicht im Mai, nicht im Juni, nicht im Juli, nicht im August, nicht im September, nicht im Oktober, im November!!!
Die
Bahn bucht die Kosten dann nicht vom Konto ab.
Neue Käufer von
Jahreskarten zahlen den Angaben zufolge von März an den um einen Monat
reduzierten Preis. Feste Monatskarten und das Sozialticket werden im Mai
um 15 Euro billiger, gleitende Monatstickets gelten eine Woche länger.
Das
Gesamtpaket hat nach Aussage von S-Bahn-Chef Peter Buchner ein Volumen
von 38,5 Millionen Euro. Das Angebot könne nur eine Geste der
Entschuldigung sein, eine Entschädigung stelle es gewiss nicht dar, so
Buchner.
Das ist schön, daß der S-Bahn-Chef das auch so sieht.
Für das, was die S-Bahn uns Kunden täglich bietet, kann ein Freifahrtschein im November(!!!!) uns wirklich nicht entschädigen.


"Die Kosten werden nicht abgebucht", soll das heißen, wir müssen uns das Geld bar abholen? Da lernt man dann sicher seine Mit-Abo-Kunden kennen.
Gesendet von Helen am 28.01.2011 22:06 #
Hallöchen.
Eine "Echte" Entschädigung würde alle Kostenlos fahren lassen. Es kann nicht sein, das nur die "ABO-Besitzer" wirklich entschädigt werden. Es gibt sehr viele, die Ihre Monatskarte am Schalter Monat für Monat holen.
Auch "Sozialticket" Besitzer fahren Täglich, die alle dürfen trotzdem wie immer noch zahlen.
Also kann da keiner von "Entschädigung" wirklich reden, wenn nur gewisse Kunden Entschädigt werden. Das ist eine Schweinerei. Aber wirklich. Habe den RBB des wegen aber schon angeschrieben, aber so etwas wird einfach nicht gesendet oder nachgefragt, warum nur "ABO"-Besitzer wirklich entschädigt werden und dann komplett kostenlos fahren dürfen und die Mehrheit eben noch zahlen muss.
Wir alle sind von diesem Chaos betroffen. Alle !!!
Peter Schwarz
Gesendet von Peter Schwarz am 29.01.2011 00:08 #
Hallo Peter Schwarz
Was soll die AS denn machen?
Sie berichtet so gut wie jeden Abend über die Mißstände, bezieht sogar Postion. Meiner Ansicht nach ist diese Art des Journalismus, ein Thema immer wieder anzufassen, es auseinanzuklamüsern, Senatorin, Fahrgastverband, Verkehrsexperten etc zu interviewen etc die einzige Methode, das Thema nicht zu verschweigen- wie es der Senat meiner Ansicht nach tun würde...und die DB AG erst recht.
Der gesamten Riege der Verantwortlichen wäre es am liebsten, man würde so tun, als wäre das Chaos nicht schlimm, "wir fahren nach Winterfahrplan" und "wir kürzen diesen Monat..." sind die einzigen Aussagen und (vermeintlichen) Konsequenzen die gezogen werden
Sämtliche Hinweise, betreffs Züge kaufen, Strecken ausschreiben etc verhallen im Nirwana wenn die AS nicht immer wieder den Finger drauf legt
Nach Monaten der Untätigkeit und offensichtlich zur Schau gestellten Interessenlosigkeit hat sich Wowereit mal 'eingeschaltet' (analog zu den Flugrouten genau in dem Moment, indem der Wahlkampf losging...Wäre dieses Jahr keine Wahl, hätte sich der Regierende nach Lichtenrade begeben? Ich sage: nee)
Nur Öffentlichkeit und auch da ist die AS die einzige
-bis auf winzige Erwähnungen in anderen Sendern- und mal im Ernst: in der Hauptstadt einer reichen Industrienation bricht seit JAHREN das S Bahn Netz immer weiter zusammen und wen kümmerts?-
die permanent Öffentlichkeit schafft.
Anstatt aber nur rumzumaulen, wie wir Berliner es nunmal gern tun, gäbe es Alternativen: die S Bahn meiden.
Das habe ich monatelang getan und tue es immer dann, wenn die Lage präkärer wird.
Nach einem AS Bericht, dass die S Bahn wieder 'nach Plan' fährt, stand ich an der Friedrichstr Richtung Osten...
Als die Bahn endlich kam, ich drin war, kamen Kontrolleure.
Die können zwar nix dafür, aber tickt die S Bahn Führung noch ganz richtig?
Übervolle Züge, wenn sie denn fahren und Kontrolle?
Wenn ich einen Fahrschein kaufe, tue ich das, weil auf dem Fahrplan steht, dass ich befördert werde.
Auf den Beförderungbedingungen wie Abfahrtzeit etc steht nicht, dass ich zwar zahlen aber nicht fahren kann...und wenn ich dann nach 1 Stunde einsteige, in einer Sardinenbüchse gequetscht werde, womöglich durch unabsichtliche Stösse etc Verletzungen davon trage, soll ich noch nachweisen, dass ich dafür zahle?
Gehts noch?
Eine Entschädigung im November (1 Monat), auch wenn sie nur Abos berücksichtigt, im November ist eine Verhöhnung des Senats (aber hat der es besser verdient) und- noch schlimmer- der Berliner.
Ich wette: im November, falls das Wetter mitspielt und es schneit...huch...Winter?....fährt die S Bahn wieder so wie 2010 im Dezember.
Ist das eigentlich Absicht? Die S Bahn Führung WEISS, was dann passiert. Berlin und der Senat lässt sich wunderbar verarschen und das Geld, was die Entschädigung kostet, holt sie wieder ein, indem sie die Misere (wieder) aufs Wetter schieben wird....
Uschi Kowalski
Gesendet von Kowalski am 29.01.2011 09:57 #
Die S - Bahn nicht benutzen ist ein guter Vorschlag aber es sind zu viele die wirklich darauf angewiesen sind, aber.....
Aber wie wäre es denn einmal mit "zivilen Ungehorsam"
Wenn viele es tun hat die Bahn keine Chance!
Gesendet von uwelein am 29.01.2011 15:14 #
Für die Zukunft hat die S-Bahn vorgesorgt! Diese Entschädigung wird wohl die Letzte sein, denn mit dem Winterfahrplan hat sich die S-Bahn rückversichert.
Sie schränkt den Verkehr vorsichtshalber ein, so kann sich kein Kunde beschweren, wenn die Bahn in bestimmten Richtungen nur alle 20 Minuten kommen tut. Die Bahn ist damit fein raus und muss keine kulanzbedingten Entschädigungen mehr leisten.
Das die Entschädigung nur ABO Kunden bekommen werden, ist nichts Neues! Denn die Abo-Kunden sind ja die Kundenklientel, die die finanziellen Rücklagen hat auf einen Schlag einige Hundert Euro abbuchen zu lassen. Die Kunden, die Monat für Monat zu Schlater gekrochen kommen und sich ihren Papierfetzen holen, verursachen mehr Arbeit und sind es daher nicht wert, das man sie auch noch belohnen tut.
Darf ich mal ganz ehrlich sein? Mich wundert es, das bei S-Ticketkäufern im Nov und Dez 2010 die reduzierten Ausgaben für das Ticket nicht mit dem Hartz IV Geld verrechnet wurden.
Gesendet von Nabiki am 29.01.2011 20:27 #
Es werden auch andere Kunden entschädigt, richtig lesen und auch zuhören.
Gesendet von Helen am 29.01.2011 20:53 #
Hallo Nabiki
keine Ahnung ob die Redaktion es durchlässt, aber hier die Erklärung zu dieser Tatsache
"Darf ich mal ganz ehrlich sein? Mich wundert es, das bei S-Ticketkäufern im Nov und Dez 2010 die reduzierten Ausgaben für das Ticket nicht mit dem Hartz IV Geld verrechnet wurden."
Im SGB II ist die Summe des ALG2 geregelt, nicht aber wofür der Leistungsbezieher es ausgeben MUSS.
Der Regelsatz setzt sich (wie das Bundesverfassungsgericht ja festegestellt hat) nicht nachvollziehbar zusammen aus Berechnungen, die auch nicht nachzuvollziehen sind.
Im ALG2 Satz werden Fahrkarten für Öffentliche Verkehrsmittel mit 22,78€ berechnet....
in sämtlichen Verkehrsnetzen des Landes zahlt also der ALG2 Bezieher bei einer Monatskarte IMMER drauf- heißt, er muss die Differenz zu dem was der Gesetgeber meint, was eine Monatskarte kostet (wenn dem ALG2 Bezieher eine zustünde...aber wie sonst soll er einen Job suchen?) aus einer anderen 'Position' des Regelsatzes zubuttern....
Der Berliner ALG2 Bezieher nimmt einfach die 15,55€ die der Gesetzgeber für Gesundheitspflege vorsieht und unterlässt diese, hat dann aber 'ne Fahrkarte. Prima! Oder....würg...
Uschi Kowalski
Gesendet von Kowalski am 29.01.2011 22:32 #
Mein Abo hatte ich schon letztes Jahr gekündigt.
Als der Bericht letzte Woche im rbb über den Hintergrund des triumphalen S-Bahn Chaos gesendet wurde, kam mir das kotzen.
Fahrscheine werden jetzt nur noch für die unmittelbare Benutzung gekauft und das ist bei dem jetzigen miesen Serviceangebot immer noch eine überteuerte "Angelegenheit".
Die "verbilligten" Angebote vom letzten Jahr wg. des S-Bahn Desasters waren bestenfalls der berühmte Tropfen auf dem heißen Stein, denn danach verpuffte wieder alles und nichts änderte sich.
Die site zugausfall.de mag ja ganz nett sein, ist aber auch nichts weiter als lächerlich. Der Bahn Konzern lacht sich dabei doch nur in die Hosen.
Hier wären längst Montagsdemos zum Konzern fällig; Stichwort S-21.
Man sollte ebenfalls einmal überlegen, ob S-Bahn fahren nicht krank macht und sich negativ auf die Berliner Wirtschaft schlägt.
Motto: Berlin macht krank
Der Gipfel der Verachtung des Bahn Konzern für ihre Kunden ist die erneute Entschädigung, diesmal NUR für einen Monat.
Zieht man die Anfang des Jahres eingetretene Erhöhung des Fahrpreises für BVG,S-Bahn mit in die Rechnung ein, versickert diese Entschädigung als glatte Lachnummer.
Wowereit kann für dieses Desaster zwar nur indirekt, aber die Erhöhung wurde vom Berliner Senat billigend in Kauf genommen. Wovon träumt Junge-Reyer eigentlich nachts.
http://www.bahnaktuell.net/BA2/wordpress/?p=57525
Und die Opposition des Berliner Abgeordnetenhaus, gibt es die eigentlich noch? Was sagt denn der sog. Spitzenkandidat der CDU Frank Henkel dazu, der sein Privatleben lieber "geheim" halten will. Aber das ist ein anderes Thema.
Der Berliner Filz funktioniert immer noch, zu Lasten der Bürger.
Gesendet von Abo-Kündiger am 30.01.2011 10:09 #
Sehr geehrte Frau Kowalski,
so sehr ich Ihre Beiträge aufgrund der Sachlichkeit schätze, so erstaunt bin ich über Ihre Argumentation: >>>Auf den Beförderungbedingungen wie Abfahrtzeit etc steht nicht, dass ich zwar zahlen aber nicht fahren kann...und wenn ich dann nach 1 Stunde einsteige, in einer Sardinenbüchse gequetscht werde, womöglich durch unabsichtliche Stösse etc Verletzungen davon trage, soll ich noch nachweisen, dass ich dafür zahle?<<<
Sie nehmen eine Beförderungsleistung in Anspruch und haben dafür ein Entgeld zu entrichten. Alles andere ist Erschleichung von Beförderungsleistung. Der Fahrplan ist stets als "ohne Gewähr" zu betrachten. Ob der Zug kalt ist, nur 4 oder 6 statt 8 Wagen hat, eine neue oder alte Baureihe ist - all das ist nicht festgelegt. Ich verstehe niemanden, der einen gültigen Fahrschein hat und sich über Kontrollen aufregt. Im Gegenteil, das finde ich nur fair. Und die Schwarzfahrer werden berechtigterweise zur Kasse gebeten. Richtig so!
Gesendet von Tom am 30.01.2011 18:50 #
@Tom meinte am 30.01.2011 18:50
"Sie nehmen eine Beförderungsleistung in Anspruch und haben dafür ein Entgeld zu entrichten. Alles andere ist Erschleichung von Beförderungsleistung. Der Fahrplan ist stets als "ohne Gewähr" zu betrachten. Ob der Zug kalt ist, nur 4 oder 6 statt 8 Wagen hat, eine neue oder alte Baureihe ist - all das ist nicht festgelegt. Ich verstehe niemanden, der einen gültigen Fahrschein hat und sich über Kontrollen aufregt. Im Gegenteil, das finde ich nur fair. Und die Schwarzfahrer werden berechtigterweise zur Kasse gebeten. Richtig so!"
Na, dieser Beitrag wird doch den S-Bahn-Vorstand erfreuen.
Es gibt Bürger, die mit solchen Zeilen den ÖPNV der S-Bahn in Berlin beschreiben!!
Worüber macht sich der Senat da eigentlich Gedanken?
Gesendet von Blickwinkel am 30.01.2011 21:12 #
Da ich die Bahn nicht brauche und bisher seit der Wiedervereinigung 4 mal mit dem Regio gefahren bin, betrifft mich dass Desaster nur am Rand. Gleichwohl habe ich natürlich zum Thema eine Meinung.
Eine gewisse Faszination hat die Kritikresistenz der Bahnleitung für mich schon. Genauso die Hilflosigkeit der politisch verantwortlichen (Ramsauer, Junge-Reier und der Klaus vom Kudamm).
Und natürlich bewundere ich Langmut der S-Bahnnutzer. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich am jetzigen Zustand nennenswert etwas ändert, leider. Und wenn man nur Teile der Leistung erbringt, dann sollte man nicht auf den vollen Fahrpreis bestehen.
Gesendet von rg am 31.01.2011 12:47 #
@Tom meinte am 30.01.2011 18:50
"Sie nehmen eine Beförderungsleistung in Anspruch und haben dafür ein Entgeld zu entrichten. Alles andere ist Erschleichung von Beförderungsleistung. Der Fahrplan ist stets als "ohne Gewähr" zu betrachten. Ob der Zug kalt ist, nur 4 oder 6 statt 8 Wagen hat, eine neue oder alte Baureihe ist - all das ist nicht festgelegt. Ich verstehe niemanden, der einen gültigen Fahrschein hat und sich über Kontrollen aufregt. Im Gegenteil, das finde ich nur fair. Und die Schwarzfahrer werden berechtigterweise zur Kasse gebeten. Richtig so!"
So gesehen kaufe ich mit jedem Fahrschein quasi die KATZE IM SACK !
Gesendet von HiLu am 31.01.2011 13:26 #
@ HiLu: So gesehen - leider JA!
Aber sie buchen ja auch den Urlaub ohne vielleicht zu wissen, wie das Hotel wirklich aussieht oder ob das Flugzeug abstürzt. In ersterem Falle können Sie ja noch versuchen, sich das Geld teilweise zurückzuholen.
Was die Entschädigung der S-Bahn angeht - da sehe ich es in puncto ABO-Kunden auch nicht positiv. Als Jahreskarteninhaber ist man quasi Geisel und muss nun abwarten, wie die bereits im Voraus gezahlten monatlichen Anteile zurückerstattet werden. Da bin ich dann wieder beim Beispiel Urlaub.
Gesendet von Tom am 31.01.2011 16:12 #
Hallo Tom, hallo HiLu
Nicht die Katze im Sack, sondern die DB AG geht mir auf selbigen
Ich habe eine 'Jahreskarte', würde nie schwarz fahren. Allerdings kriege ich die mega Krise, wenn ich in Sardinenhaltung die Fahrkarte rauskramen soll, während man versucht die Balance zu halten oder andere nicht zu treten etc.
Mache ich nicht und fertig. Wenn ich aussteige, können die gern mit mir aussteigen, so ist die Chance aus übervollen S Bahnen auch wirklich rauszukommen größer. Pffff.
Uschi Kowalski
Gesendet von Kowalski am 31.01.2011 19:00 #
Alle meckern über die S-Bahn, dabei ist die BVG auch nicht viel besser !!!(die gehört Berlin- da ist ein "schwarzes Schaf " wie die S-Bahn, als Ablenkung mehr als willkommen)
Gesendet von Frank Hennig am 31.01.2011 20:20 #
Tom
"Da bin ich dann wieder beim Beispiel Urlaub."
Urlaub bucht man freiwillig.
Urlaub dient der Entspannung um mit seiner Arbeitskraft später seinem Chef , Dienstherren oder sonst wem wieder zur Verfügung zu stehen.
Urlaub kriegt man sogar (noch) bezahlt bzw. es gibt in Ausnahmefällen sogar noch ein Urlaubsgeld.
S-Bahn fahren dient weder der Entspannung, noch kriegt man es bezahlt. Sondern man muss dafür bezahlen und dient eizig dem Transport von A nach B.
Und dafür erwarte ich eine Leistung und keine Zugausfälle, keine verkürzten Wagen, keine Verspätungen, keine ungeheizten Züge.
Heute durfte ich als Fahrgast wieder an einer sog. Fahrscheinkontrolle in der U-Bahn "teilnehmen" .
Die Kontrolleure waren wie so oft in Zivil und sahen Outfit mäßig wieder mehr als mäßig aus.
Wenn schon Fahrscheinkontrollen dann bitte von Personen, denen man es wenigstens ansieht, dass sie dazu berechtigt sind und nicht aussehen wie irgendwelche daher gelaufenen Penner, die auch noch mit flegelhaftem Benehmen auftreten.
Ich rege mich darüber auf, bei Fahrscheinkontrollen aus den oben geschriebenen Gründen, aber dass können wie sie ja selber oben schreiben nicht verstehen.
Wenn ich eine Monatskarte kaufe, kaufe ich weder die Katze im Sack noch fühle ich mich dabei als Geisel sondern erwarte eine entsprechende Leistung, die jahrzehntelang auch funktionierte und die der Berliner Senat mit Millionen an Steuergelder finanziert(e).
Gesendet von j.debus am 31.01.2011 22:56 #
Wer generell nur auf den Fahrpreis schaut, hat die Komplexität des ÖPNV im Verkehrsverbund nicht berücksichtigt.
Dass die S-Bahn durch Management "Made in Germany" so aus dem Gleis fährt, hat weit zurückliegende Ursachen.
Mit arglistiger Täuschung der Fahrgäste (der Senat wird es mit Sicherheit durchschauen) ist es dem Unternehmen gelungen, eine ganz neue Strategie der Wirtschaftlichkeit hin zu bekommen.
War es noch zu Zeiten des BVG-Streiks eine Wohltat, wenn die S-Bahn mit längeren Zügen und in kürzerem Takt gefahren ist, so richtet sie jetzt einen "Notfahrplan" ein, der darauf hindeutet, dass das alles ist, was dem Management "Made in Germany" zu der selbst verursachten Misere als Ausweg einfällt.
Und das "Gelaaaaaber" über neue Züge, die ja nicht über Nacht herangeschafft werden können, deutet klar darauf hin, dass im Management "Made in Germany" jegliche Kreativität zur bestmöglichen Situationsverbesserung fehlt oder bewusst vermieden wird.
Da die Manager sich nicht als Dienstleister, sondern nur noch als Verdiener sehen, können sie dem Fahrgast "Märchen" erzählen, richtig in die Karten lassen sie sich sowieso nicht schauen.
Und wenn der Senat einen Vertrag für über 500 Zugteile, die unterwegs sein sollen, abgeschlossen hat und uns immer erklärt, dass die Zahlungen an die S-Bahn Monat für Monat gekürzt werden, dann sollte sich der Senat mal sachkundig machen, was eine "Variable" ist.
Diese im Vertrag eingebracht würde eine Abrechnung nach erbrachter Leistung ergeben.
Dann fahren zwar noch nicht mehr Züge, aber die Millionen-Summen, mit denen man beim Wähler immer Eindruck machen will, spielen dann eine untergeordnete Rolle.
Ob ÖPNV besser in "Öffentlicher- oder Privater-Hand" aufgehoben ist, kann sich jeder Fahrgast selber überlegen.
Zur Zeit kann man die S-Bahn nur als "Privaten-Gelegenheits-Verkehr" betrachten, der, "back to the Roots", wieder Schaffner in die Wagen stellen sollte, damit der Kunde selbst entscheiden kann, ob er in seinem Wegekonzept davon Gebrauch macht und dann dafür auch erst bezahlt.
Einfache Formel: Keine Kontrolleure in die S-Bahn, sondern Schaffner!!
Gesendet von Blickwinkel am 31.01.2011 23:49 #
@ Frank Hennig meinte am 31.01.2011 20:20
Ohne die BVG könnte ich mein Jahreskarte in die Tonne stecken.
Es liegt in der Natur der Sache, dass es auch bei der BVG mal zu Ausfällen kommt. Menschen und Material sind halt fehlbar, Einwirkungen von außen nicht steuerbar.
Gleiches passiert aber auch in anderen Metropolen, z.B. London.
Insofern bleibt in Berlin die BVG als einzige, gute, Alternative.
Gesendet von rg am 01.02.2011 07:47 #
@ j.debus:
Zum Ersten ist es eine Beförderung und kein Transport, auch wenn dies zur Zeit den Anschein hat. Zum Zweiten finde ich es sehr gut, dass die Fahrscheinprüfer (aktuelle Bezeichnung) eben NICHT unbedingt zu erkennen sind. Jahrelange Fahrgäste haben aber einen Blick dafür, denn das Aussehen und Verhalten ist strukturell immer das Gleiche. Aber egal.
Im Übrigen möchte ich darauf hinweisen, dass auch Fahrgäste mit dazu beitragen, dass es zu Verspätungen kommt. Da wird eingestiegen und nicht ins Wageninnere durchgerutscht, da werden Türen aufgehalten, usw.. Der Service und die Qualität ist alles andere als befriedigend - DENNOCH muss auch für die Art der Leistung bezahlt werden!
Gesendet von Tom am 01.02.2011 15:25 #
Tom
schön dass der Kleinkrämerseele damit genüge getragen ist ...
Gesendet von j.debus am 02.02.2011 12:40 #
aha !
jetzt mache ich ne umschulung und bekomme fahrgeld vom amt. und wie beim letzten male wird mir das billigere ticket auch noch angerechnet, b.z.w. die differenz abgezogen. da rei?e ich mir schon sprichwörtlich den hintern auf, um von hartz4 mithilfe einer ausbildung runterzukommen, sitze 8 stunden in der schule, habe zwei stunden fahrweg, was sich wegen störungen schon verlängert hat, aber es bleibt mir nix übrig von der entschädigung, weil ich von vornherein nur die 15 euros kriege - und vom einzelticket habe ich nix.
nein ich will keinen sozialneid schüren, aber wer für seine kröten 10 stunden am tag unterwegs ist, weis was das für ein stress ist, nur für unsereins bleibt nix übrig, für ne currywurst oder nen kaffee um sich die finger in der kälte zu wärmen. fördern und fordern war das motto, aber das ich auch noch in anführungsstrichen bestraft werde dafür, das ich mich bewege geht mir gehörig auf die nerven.
Gesendet von ÖHA am 03.02.2011 23:41 #
Öha hallo an Sie
Bitte die korrekte Darstellung!
Das EXTRA Fahrgeld meinen Sie und da ist es nunmal so, dass Sie wie jeder andere nur die tatsächliche Summe bekommen, die Sie ausgeben. Im ALG2 Regelsatz ist ja bereits Fahrgeld enthalten. Das was Sie als Fahrgeld bezeichnen, bekommen Sie
ZUSÄTZLICH zum Regelsatz!
Warum sollten Sie besser dastehen als der, der vom Finanzamt seine KM Pauschale kriegt?
Uschi Kowalski
Gesendet von Kowalski am 04.02.2011 14:41 #