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Die Jahn-Behörde

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Der frühere DDR-Bürgerrechtler Roland Jahn ist vom Bundestag zum neuen Beauftragten für die Stasi-Unterlagen gewählt worden.

535 Abgeordnete stimmten am Freitag in Berlin für Jahn als Nachfolger von Marianne Birthler, 21 Parlamentarier enthielten sich und ebenfalls 21 votierten gegen Jahn. Der 57-jährige Journalist war der einzige Kandidat für den Posten. Er wurde für eine Amtszeit von fünf Jahren gewählt.

Jahn sagte nach seiner Wahl in der Abendschau, er sehe sich in seinem Amt als Anwalt der Opfer. Es sei ein Zeichen gegen das Vergessen und für die weitere Aufarbeitung der SED-Diktatur. Er empfinde Genugtuung, dass er jetzt die Akten verwalten werde, nachdem er selbst so lange den Repressalien durch die Stasi ausgesetzt war, so Jahn. Zugleich warb er dafür, alle DDR-Biographien differenziert aufzuarbeiten, auch die der Täter. Ein Schlusstsrich jedenfalls dürfe nicht gezogen werden.

Jahn hatte 1983 die oppositionelle "Friedensgemeinschaft Jena" in seiner Heimatstadt mitgegründet. Noch im selben Jahr wurde er nach verschiedenen Protestaktionen gegen das SED-Regime ausgebürgert.

Seit 1991 arbeitete Jahn als Redakteur des ARD-Politikmagazins "Kontraste" und für den rbb. Seit 2006 war er Chef vom Dienst und stellvertretender Redaktionsleiter.



Kommentare:

Es wäre für mich interessant zu wissen wer die Abgeorneten waren die gegen Herrn Jahn gestimmt haben ??.

Gesendet von uwelein am 30.01.2011 07:11 #

@ uwelein

Meiner Meinung nach waren es welche der "die Linke", braucht wohl auch nicht viel Nachdenken.

Im Übrigen wird eine gute Tradition durch Herrn Jahn fortgesetzt!!!.

Gesendet von rg am 30.01.2011 19:05 #

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