19.06.2010 20:39 | von Redaktion | 21 Kommentare
Rückkehr der Dose
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Allgemeines
Was waren das noch für Zeiten, in denen man aus der Dose trinken konnte, ohne gleich zum Umwelt-Sünder zu werden? Pünktlich zur Fußball-WM dürften die Augen von Nostalgikern jetzt wieder leuchten. Denn die Getränkedose ist wieder da.
Supermarktketten haben die Büchse wieder entdeckt. Nun stolpern die Kunden wieder über stapelweise Dosenbier. Bald sollen Erfrischungsgetränke folgen. Dosenproduzenten wie „Rexam“ in Zehlendorf freuen sich über neue Aufträge. 10 Millionen Dosen wurden allein in Berlin für die neue Kampagne der Supermärkte produziert.
Umweltverbände kritisieren die Neuauflage der Dose und bezeichnen sie immer noch als klimaschädlich. Schon kontert die Industrie mit einer selbst in Auftrag gegebenen Studie. Darin heißt es unter anderem, das Aluminium der Dosen sei unendlich oft recyclebar und damit ökologisch genauso gut aufgestellt wie Mehrwegglas.
Dem widersprach der Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe, Jürgen Resch, im Interview mit der rbb Abendschau. Er forderte sogar eine Einwegabgabe von 20 Cent pro Dose, zusätzlich zum Pfand von 25 Cent: „Alle ökologisch nachteiligen Verpackungen, wie Getränkekartons, wie Plastikflaschen, wie Getränkedosen sollten mit einem 20-Cent-Betrag belastet werden.“
Sieben Jahre ist es her, dass mit der Verpackungsverordnung das Ende der Dose eingeläutet schien. Nun streiten sich Umweltschützer und Industrie wieder ums gleiche Thema. Ob sich die Dose wirklich durchsetzt oder ihr Image nicht mehr zu retten ist, entscheidet einzig und allein der Verbraucher.


Voller Entsetzen sah ich heute in der Abendschau, daß die Blechbüchsenarmee der Umweltsünder wieder aufmarschieren will. Ich kann nur hoffen, daß der Umweltminister dem sofort und rigoros Einhalt gebietet. Es hat lange genug gedauert, den Unfug der Dosen zu beenden. Er darf auf keinen Fall wieder aufleben.
Gesendet von Herbert Neumann am 19.06.2010 21:26 #
Wenn man das Verhalten einiger mobiler Biertrinker in der Öffentlichkeit beobachtet, ist durchaus zu erwarten, dass ein wesentlicher Teil der Bierdosen sowieso in den Mülltonnen landet, aus denen sie dann erst einmal von Pfandflaschensammlern abgeholt werden müssten. Da nützen die Beteuerungen der Dosenindustrie zur Recyclingfähigkeit nur noch wenig! Hoffentlich erledigt sich das Problem kurzfristig von alleine, d. h. durch Kaufverhalten...!
Gesendet von surveyor am 20.06.2010 06:40 #
@HerbertNeumann Warum?
Auf jede Büchse sind 25 Centner Pfand. Bei der Wirtschaftlichen Lage, werden die Leerbüchsen garantiert nicht die Umwelt "verschmutzen".
Außerdem waren die Büchsen nicht wirklich vom Markt verschwunden.
Gesendet von malaparte am 20.06.2010 07:44 #
endlich gibt es wieder Getränke in Dosen zu kaufen. Sie sind leichter, leichter zu kühlen und im Gebrauch besser zu handhaben als Flaschen. Ich begrüße es, nun wieder Dosen mitnehmen zu können, wenn auch die Rückgabe noch problematisch ist, weil die Dose zu nicht zerquetscht werden darf. Die Getränkeindustrie, die Glasflaschen verkauft, hatte anno duz diese Verordnung lanziert und nun geht es in die nächste Runde. Auf einen neuen Vormarsch der Getränkedose, wer damit Probleme hat, soll sich Flaschen kaufen.
Gesendet von ach-was am 20.06.2010 08:16 #
Das mit dem Entsetzen klingt ja hochdramatisch - kann sich aber nichts desto trotz durchaus in Grenzen halten, weil auf jeder Dose 0,25 € Pfand sind.
Wer jemals beim Flaschenabgeben einen Leergutsammler vor sich hatte - und eine Bierflasche z.B kostet nur 0,08 € Pfand - kann sich ausmalen, wie die Jagd auf die Getränkedosen losgeht, zumal die wesentlich leichter zu transportieren sind als Flaschen.
Gesendet von ulla am 20.06.2010 08:55 #
Die Frage Dose / Mehrwegflasche lässt sich sicher nur bei Kenntnis einer neutral berechneten Umweltbilanz beantworten. Eindeutig ökologischer Irrsinn ist der jedoch der Transport stillen Wassers über Hunderte von Kilometern. Hier gibt es nun wirklich die Alternative des qualitativ vermutlich hochwertigeren Leitungswassers.
Gesendet von Joachim am 20.06.2010 08:59 #
Keine Rückkehr der Dose. Am besten keine Alu u.-Blechdosen herstellen...Redbull, Cola, Limo, Bierdosen ade! dann wird das Problem der Entsorgung gelöst!
Gesendet von 188.106.104.129 am 20.06.2010 09:16 #
Die Beliebtheit der metallenen Bierbüchse hat zwei unschlagbare Gründe: - die Verpackung ist exrem leichtund platzsparend, d.h. geringe Transportkosten,-aufwand für Hersteller, Handel und Verbraucher und, das ist noch wichtiger, die Ware Bier ist extrem lichtempfindlich, deshalb gibt es auch keine weißen Bieflaschen,
und den besten Schutz gegen künstliches Licht und schädlicher, krebserzeugender Sonnenstrahlung und allgemeiner Weltraumstrahlung. bietet nunmal Metall. Diese Einflüsse vermindern den Geschmack des Bieres deutlich. Deshalb schmeckt Bier aus Dosen oder als Fassbier aus Alu-Fässern auch deutlich besser. Wer also Wert auf guten Geschmack des Bieres legt, dem sollte man die Blechdose nicht verbieten.
Gesendet von Laube am 20.06.2010 09:54 #
Seit Einführung des Pfandes für Einwegflaschen ist der Gebrauch der Pfandflaschen deutlich zurück gegangen.
Insofern ist die Verwendung der A-Dose nur ein weiterer Fakt in der fortschreitenden Umweltverschmutzung.
Das Pfand von Einwegflaschen wurde von Herrn Trittin(Grüne) eingeführt.
Daraus ergibt sich für mich, dass die Grünen auch nicht anders sind als die CDU/SPD.
Gesendet von rg am 20.06.2010 11:09 #
Endlich!!! Führt vielleicht auch dazu ,dass keine Bieflaschen auf der Straße zerkloppt werden.Und den Leuten mit dem großen ökologischem Umweltbwußtsein sei folgendes gesagt: Lassen Sie Ihr Auto stehen ? ,der Umwelt zu Liebe ? Da seid Ihr viel zu bequem ,Ihr Gutmenschen.
Gesendet von Achim am 20.06.2010 14:24 #
Hier regt man sich ueber die Alubuechsen auf und im Golf von Mexiko, laufen stuendlich, tausende Liter Oel unkontrolliert ins Meer! Und kein Ende ist abzusehen! Das ist Umweltverschmutzung !
Gesendet von Mampe am 20.06.2010 14:53 #
Ich finde es super das es wieder vermehrt Dosen zu kaufen gibt. Wenn ich wählen kann ob ich Dosen oder Flaschen kaufe, dann natürlich Dosen!
Ich hab einfach keine Lust kiloweise Glas scheppernd durch die Gegend zu schleppen. Ausserdem sparen Dosen Platz. Die 25 Cent Pfand sind ok - man bekommt es ja zurück. Und gerade der hohe Pfand sorgt dafür, das kaum Dosen weggeworfen werden. Wer will sich das leisten?
Ein weiterer Vorteil von Dosen ist doch auch, wenn Sie auf den Fussweg "fallen" hinterlassen sie keine Scherben. In Berlin hab ich es oft genug, das ich mit dem Fahrrad Slalom fahren muss wegen der vielen Scherben auf den Radwegen und so.
Alles in allem schaden Dosen keinem - haben nur Vorteile finde ich.
Gesendet von XinChao am 20.06.2010 16:41 #
Nein dies ist aber auch ein unhaltbarer Zustand, welchen @Ulla da beschreibt. Da muss man seine kostbare Zeit an diesen Rückgabeautomaten verbringen. Nur weil ein armer Mensch die gesammelten Flaschen vor einem einwirft. Da würde ich aber die Security rufen oder noch besser solche Sammler dürfen ihr Leergut nur zu festgelegten Zeiten einwerfen. Damit sie nicht die ehrenwerten Kunden belästigen.
Die Dosen sollten rigoros verboten werden. Schon aus Umweltgründen. Aber wen interessiert schon die Umwelt.
Gesendet von herbi am 20.06.2010 16:41 #
Endlich kann man wieder zur Dose greifen!
Sollen doch die selbsternannten Umweltgutmenschen weiter ihre Brause aus hormonähnlichen Substanzen absondernden PET-Flaschen trinken.
Ach ja, die PETs werden im allgemeinen nicht wiederverwendet, sondern mit einer grauenerregenden CO2-Bilanz nach China transportiert um dann als Microfaserstoff wieder zu uns transportiert zu werden - ein Wahnsinn!
Gesendet von Karl Napf am 21.06.2010 05:15 #
@Herbi
Was haben Sie denn da gelesen, @Herbi? Schließen Sie jetzt von sich selbst auf andere?
Ich finde die Büchsen ganz praktisch, sie verschmutzen die Umwelt sicher nicht mehr als die Trinkbecher von McPommes oder die von den "Coffee to go"-Läden. Diese Becher und Verpackungen sammelt, im Gegensatz zu den Dosen, nämlich keiner ein weil: Ist kein Pfand drauf.
Gesendet von ulla am 21.06.2010 06:46 #
@Mampe
Recht haben Sie!
Aber mit solchen Dingen lenkt man von den großen ,akuten Umweltbedrohungen ab.
Wo sind hier die großen Umweltverbände?
Warum wird nicht zum Boykot gegen BP und deren Tochtergesellschaften aufgerufen?
Gesendet von uwelein am 21.06.2010 10:55 #
Wer kam nur auf diese Idee die Dosen wieder hervor zu kramen?
Früher klickte man die Dosen mit der Hand ein und ab in den Laternen Mülleimer.
Heute gibt es immer weniger dieser Behältnisse, zwecks Sparmaßnahmen des Senats.
Nimmt dieser Automat auch zerbeulte Dosen an?
Egal, ich kaufe weder Dosen noch Plaste Flaschen .
Zu Hause steht bei mir ein Wasserautomat mit Sprudel Aufbereitung.
Das kostbare und trinkbare Berliner Leitungswasser wird gefiltert und getrunken.
Für unterwegs werden ab und wann Plaste Wasserflaschen gekauft und mehrmals wieder verwertet, da ist mir das Pfand egal wenn sie dann in den Mülleimer gelangen.
Viel schlimmer ist aber von all diesen Dosen,-Plaste Behältnissen der Inhalt, der davon konsumiert wird.
Schon mal drauf geschaut, wieviel Zucker in so'ner angeblichen Apfelschorle und wie die Dinger alle heißen drin steckt?
Der Konsument ist selber dran Schuld, wenn er das alles in sich rein kippt.
Der Konsument hat die Macht.
Gesendet von aneroid am 21.06.2010 12:06 #
@uwelein
ich empfehle einen Kurzbesuch auf der Greenpeace-Seite...
Und man sollte was das Umweltbewusstsein betrifft die Augen nicht nur auf das Offensichtliche lenken. Jeder könnte etwas tun.
Bio kaufen.
Fair-Trade kaufen.
Effiziente (energiesparende) Technologien verwenden.
Fahrrad und BVG fahren.
Aber wenn ich Fahrrad und BVG fahre, kann ich keine Kisten mit Glasflaschen kaufen. Die sind einfach zu schwer und ich wohne im 5.OG ohne Fahrstuhl.
Wenn ich Fair-Trade kaufe, kommt das in der Regel aus dem Land "Weit weit Weg". Es muss eingeflogen werden.
Ähnlich ist es mit Bio aus selbigen Lande. Keine übermäßige Düngung. Keine Schadstoffe im Gemüse & Obst etc. aber dafür CO² in der Luft, da es ja hierher transportiert werden musste.
Was passiert mit den Technologien, wenn die nicht mehr effizient sind? Ich erinnere mich an einen Bericht aus Afrika mit dieser riesigen Deponie voll mit alten Computern...
Ein wirkliches "Richtig" gibt es nicht. Man kann nicht alles Richtig machen. Ist doch nun egal ob Plastikflaschen oder Blechbüchsen oder Glas. Am Ende ist es nur eins: Müll! Jeder Müll wird auf seine unökologische Art entsorgt oder wiederverwertet.
Gesendet von lookielookie am 21.06.2010 13:51 #
Her mit den Dosen! Ich hatte in den vergangenen zwei Wochen drei (!) Plattfüße an meinem Rad - und alle waren glasscherbenbedingt. Das hat mich alles in allem rund 50 Euro gekostet. Also her mit den Dosen! Und auch alles andere (Wein, Sekt, Schnaps) bitte in Dosen oder Getränkekartons abfüllen. Die ökologisch sinnvollen Glasscherben können mir gestohlen bleiben!
Gesendet von basti am 21.06.2010 20:16 #
Diese ganze "Ökologie" ist VERARSCHE!!
Angst ist seit menschengedenken ein Mittel Untergebene zu kontrollieren!
Gesendet von malaparte am 21.06.2010 23:05 #
Glückwunsch Herbert Neumann, sie haben somit die Inquisition wieder ins Leben gerufen, nur das es diesmal eine andere Zielgruppe trifft. Ich darf sie nachträglich zum Henker von 26000 Arbeistplätzen krönen, den Menschen wie Sie scheinen nicht weit genug zu denken um zu verstehen das die Dose keinenfalls schlechter als jede andere Einwegverpackung im Getränkesektor ist und das daran 26000 Arbeitsplätze in Deutschland hingen durch alle Bereiche wie Metall Hersteller, Verarbeiter, Transport bis hin zum Einzelhandel. Diese 26000 Menschen hängen dank unseres guten sozialen Systems jetzt in Hartz 4 oder haben sich aus der Gesellschaft verabschiedet. ( weil man keine Menschen einstellt die älter als 40 Jahre sind.usw......
Deswegen Hirn einschalten bevor Klappe aufgemacht wird, schlechte Luft gibt es schon genug..
Gesendet von canmakerberlin am 23.06.2010 14:27 #