04.01.2010 18:23 | von Stefan Lippeck | 58 Kommentare
Obdachlose drängen in die Notunterkünfte
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Allgemeines
Schnee und Kälte haben einen Andrang auf Berlins Notunterkünfte ausgelöst. Dabei ist die Zahl der Hilfesuchenden in diesem Jahr angestiegen. Im Vergleich zum vergangenen Winter kämen 10 bis 20 Prozent, sagte Ortrud Wohlwend von der Berliner Stadtmission am Montag.
Unter den Obdachlosen seien viele Osteuropäer, die in ihrer Heimat bei Kälte kaum Hilfsangebote fänden. Auch immer mehr Frauen lebten in Berlin inzwischen auf der Straße, ergänzte Wohlwend.
Besonders gefragt ist das Stadtmissions-Zentrum am Hauptbahnhof in der Lehrter Straße. Hier hätten allein in der vergangenen Nacht 163 Menschen Zuflucht gesucht. Viele seien auch krank. „Zur Zeit behandeln unsere Ärzte vor allem Unterkühlungen und beginnende Lungenentzündungen“, so Wohlwend.
In kalten Nächten bleiben U-Bahnhöfe geöffnet
Bei Nächten unter minus drei Grad bleiben in Berlin auch drei U- Bahnhöfe geöffnet (Schillingstraße, Südstern und Hansaplatz). Außerdem fährt ein so genannter Kältebus der Stadtmission Menschen ohne Wohnung in eiskalten Nächten bis 05.00 Uhr früh in warme Quartiere.
Trotz des Schnees campieren Obdachlose nachts aber auch weiterhin draußen. „Bei trockener Kälte ist das mit einem guten Schlafsack kein Problem“, sagte Sprecherin Wohlwend. Ein Quartier fänden Menschen ohne Wohnung auch in Vorhallen von Banken oder Sparkassen. Oft ließen Kunden, die nachts zum Geldautomaten gingen, Obdachlose ins Warme.
Die Verelendung ist insbesondere unter Obdachlosen aus Polen groß. Ein Grund dafür sei das polnische Scheidungsrecht, erläuterte Wohlwend. Nach einer Scheidung müssten Männer die gemeinsame Wohnung sofort verlassen. Da die Mieten hoch seien, fänden viele lange keine neue Bleibe. Ein hoher Prozentsatz der Geschiedenen lande deshalb schnell auf der Straße - insbesondere, wenn zusätzlich Alkohol im Spiel sei.
In Berlin bieten rund 70 Einrichtungen ihre Dienste an - von der Notübernachtung über Tagestreffs, Nachtcafés und Suppenküchen bis hin zu Obdachlosen-Arztpraxen.


werte leser und zuschauer der berliner abendschau!
ich habe am eigenen laibe erlebt wie es ist auf der strasse zu leben.heute ist doch vieles einfacher,weil keiner mehr auf der strasse sein muss.auch ich musste lernen wieder in der gemeinschaft aufgenommen zu werden.bei mir war es der alkohol gott sei dank ist jetzt schluss damit.ich habe wieder angefangen zu leben.nach dem ich mit dem soldiner-treff gescheitert bin,bin von berlin wedding weg und lebe jetzt in helmstedt.hier habe ich wieder einen alkoholfreien treffpunkt und die stadt unterstützt mich.hier ist es zwar ruhiger aber auch hier gibt es probleme mit alkohol.lasst den alkohol aus dem körper nur so gibt es eine chance zum überleben.ich weiss ohne alkohol und dann auf der strasse geht nicht aber es gibt heute sehr viel hilfe wenn man nur will.ich grüsse alle aus dem verschneiten helmstedt.
joachim brunken(tel:05351/399 25 65
Gesendet von joachim brunken am 04.01.2010 20:33 #
Beitrag von gestern...
Zu Zeiten von H4 kann es aber schneller gehen, als wir denken.
Mit einem Blick auf das kürzliche Thema "Obdachloser verstorben" (bei welchem ich einen Seitenhieb extra ignorierte), kann ich nur fragen: Wohin wandert "unser" Sozialstaat?
Nun sollen wir eine Kindergelderhöhung bekommen? Aha, danke. Wird eh angerechnet. Dass die Kinder aber wachsen (nicht nur die Füße), das wird nicht gesehen.
Gesendet von karla am 04.01.2010 20:36 #
"Sicherheitsdienste wegen Obdachlosen", muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Wegen Leuten, die einfach nur irgendwo hocken oder liegen und niemandem was tun. :-/
@karla
So sieht's leider aus.
Einer der Männer im Video meinte ja auch, er sei mal Mittelstand gewesen.
Gesendet von cs am 04.01.2010 21:49 #
Weil hier auch das Theme "Osteuropäer" angesprochen wurde,
es gab gestern ... einen Bericht auf eins-extra (?) über unser Nachbarland Polen, wo dortige Landsleute illegal in den Wäldern unter Tage in größter Lebensgefahr in Schächten Kohle abbauen, um zu überleben um die Familie zu ernähren, oder weil sie den Unterhalt zahlen müssen. Und von der dortigen Polizei regelrecht gejagt wird.
Ist es nicht merkwürdig, wie wenig man über unsere (ost)europäischen Nachbarländer erfährt, aber soviel in den newsweek hört , wenn es mal wieder in den USA geschneit hat.
Interessiert es wirklich, ob's in NY geschneit hat, oder in CN der berühmte Reiskorn von der Leiter kullerte und die dortigen Menschenrechte bestenfalls eine Meldung für ein paar Stunden wert sind?
@joachim brunken
gebe Ihnen völlig Recht.
Jedes Jahr das-Selbe Thema. Nur wird diese Gesellschaft Jedes Jahr ein wenig ärmer, um Menschen die in dieses Loch fallen.
Alkohol zerstört einfach alles. Er macht alles kaputt.
ich kenne in meinem Umfeld auch so einige.
Erst kommt die Arbeitslosigkeit; evtl. noch mit einer (ver)blendenden Abzahlung von paar tausend €uro, dann kommt die Perspektivlosigkeit, dann schlägt "dein bester" Freund der Alkohol zu.
Kennen Sie Ernst am Bundesplatz?
Mein Bekannter erzählte mir von ihm "rau aber ehrlich" soll es da zugehen.
Sicher gibt es genügend Anlaufstellen hier in Berlin, man muss sie nur annehmen, wie viele nehmen sie an, um kurze Zeit hinterher wieder zu scheitern, weil "der-beste-freund" wieder auf der Schulter sitzt und dann wieder alles im Arsch ist.
ziehe mich beschämend zurück,
damit ich mir hier nicht wieder sprüche anhören muss,
in deutschen landen braucht keiner auf der strasse sitzen und frieren,
oder wer in Kennzeichen =D= obdachlos ist, sei selber blöd und unter der Autobahn ist es sogar "schön warm" ...
Gesendet von Rauchzart am 05.01.2010 00:46 #
mein erlebnis in der kälteunterkunft.auch ich wurde von der kältehilfe am bahnhof zoo angesprochen.sie brachten mich in die notunterkunft nach schöneberg dort mussten wir auf einen stuhl sitzen weil die betten besetzt waren,also mit dem kopf auf den tisch.morgens gab es tee und eine harte stulle mit margarine.der hunger trieb es runter.meine reisetasche und meine schuhe waren verschwunden so musste ich um 8.00uhr ohne schuhe die einrichtung verlassen und auf zum nächsten woolwort und paar schuhe besorgen natürlich ohne geld und dann ab zu bahnhof wo es etwas wärmer war.nie wieder habe ich so eine einrichtung aufgesucht.meine wenige kleidung und papiere waren mit einen schlag weg.heute bin zufrieden das ich die kurve bekommen habe und keinen tropfen alkohol mehr brauch.zu tief sitzt die erinnerung aber vielleicht habe ich diese gebraucht.ich wünsche allen lesern und rbb zuschauern ein gesundes und friedliches 2010
es grüsst ein ur weddinger der jetzt in einer ruhigen stadt helmstedt lebt alles gute und vorsicht vor dem alkohol.
joachim brunken tel:05351/399 25 65
Gesendet von joachim brunken am 05.01.2010 13:50 #
@ Rauchzart,
"Erst kommt die Arbeitslosigkeit; evtl. noch mit einer (ver)blendenden Abzahlung von paar tausend €uro, dann kommt die Perspektivlosigkeit, dann schlägt "dein bester" Freund der Alkohol zu."
Aus meiner langjähriger, ehrenamtlicher Arbeit in der Suchthilfe kenne ich die Reihenfolge andersherum.
Zuerst schlägt der Alkohol zu, dann folgt Arbeitslosigkeit und die damit zusammenhängender Probleme. So wird in den meisten Fällen ein "Schuh draus"
Gesendet von Aussteiger am 05.01.2010 13:58 #
Ich finde unsere Gesellschaft einfach nur noch zum ko...., und allen voran diejenigen Leute, die stolz ein "Deutsches Fähnchen" schwenken, egal ob beim Fußball, Leichtathletik sonst was.
Fähnchen schwenken für einen Staat, der so mit seinen Verarmten und Gestrandeten umgeht!
Ich schäme mich für diesen Staat, und fühle mich mitverantwortlich, dass man diesen Menschen ein menschewürdiges Zuhause nicht anbietet!!!
Es gäbe genug Räumlichkeiten (Wohngelegenheiten) und Möglichkeiten in dieser Stadt. Man muss diese nur entsprechend herrichten und für Obdachlose bereit halten!
Gesendet von Norbert Starke am 05.01.2010 15:19 #
Ich stimme hier @Aussteiger völlig zu.
Ich arbeite ehrenamtlich mit Sozialarbeiter zusammen.
Bei den von uns betreuten Personen, hat immer der Alkohol die Rolle gespielt. Unweigerlich folgt die Kündigung wegen alkoholisierten Erscheinen am Arbeitsplatz. Dann ist die Ehe kaputt.
Das ist wie ein Dominoeffekt.
Häufig ist ja auch der Stress und die Jobangst ein grosser Faktor dass zum Alkohol gegriffen wird.
Ich selber, habe nach dem Tod meines Sohnes auch zum Alkohol ind Medikamente gegriffen, aber sehr schnell gemerkt, das die Trauer und der Schmerz nach dem Rausch schlimmer war. Ich habe mich in gute ärztliche Behandlung begeben.
Ich will damit nur sagen, das es immer Hilfe gibt, auch wenn das Problem noch so gross ist. Aber man muss sich auch helfen lassen wollen.
Ich kann nur den Hut vor @Joachim ziehen und hoffe, dass er mit seinen Erfahrungen andere helfen kann aus den Dilemma rauszukommen.
Es ist leider so wie @Joachim es beschreibt, man muss sprichwörtlich erst ganz unten sein um irgendwie zur Besinnung zu kommen.
Und auch wenn Sie @Rauchzart eine andere Meinung haben, ich kann es aus meiner Perspektive als Ehrenamtliche sagen, dass die Obdachloskeit hausgemacht ist.
Irgendwann muss man sich den Ruck geben, und seine Anträge stellen. Deutschland hat ein sehr gutes soziales Netz.
Aber es kommt nun keiner vorbei, den Hintern muss man selber hochbekommen.
Gesendet von Toska am 05.01.2010 17:07 #
@joachim brunken
Schön, dass Sie Ihr Werk in Helmstedt weiterführen können. Hoffentlich mit mehr Unterstützung der örtlichen Behörden. Diese wurde Ihnen in Berlin leider nicht zuteil, oder nur halbherzig.
Weiterhin viel Glück für Ihre Einrichtung und Ihnen viel Gesundheit, damit Sie dem Treff noch lange erhalten bleiben. Solche Einrichtungen hängen immer mit großem Engagement der Betreiber zusammen und kosten vermutlich auch ne menge Kraft.
Viele Grüße nach Helmstedt, nicht zuletzt an @Dagmar.
Gesendet von herbi am 05.01.2010 17:24 #
@rauchzart
natürlich kenne ich "ernst"vom bundesplatz dort finden immer sonntags selbsthilfegruppen statt,er hat ja auch den verdienstorden.ich selbst mag seine art nicht weil er mir zu staubtrocken ist.er hatte es ja auch einfacher bei dieser erbschaft.
die trockenheit bekommt man nicht umsonst man muss schon was dafür etwas leisten.
nochmal zu der obdachlosigkeit.der "ernst"hat ja mehrere wohnungen in kreuzberg die er vermietet und davon von der stadt berlin viel geld erhält.ich betreibe hier wieder den helmstedter-treff (anlaufstelle für alkoholkranke)was mir natürlich auch bei meiner trockenheit hilft.es ist keine schande ein alkoholiker zu sein,nur eine schande nichts dagegen zutun.
liebe grüsse aus helmstedt joachim brunken
Gesendet von joachim brunken am 05.01.2010 18:06 #
@herbi
ja herr herbi die wohnungsbaugesellschaft"degewo"hat mir den laden geschlossen.habe jetzt seit 1 jahr einen neuanfang und arbeite mit der diakonie helmstedt zusammen.bekomme hier meine grundsicherung.
des öfteren denke ich an meiner obdachlosigkeit es ist aber auch gut so denn dort möchte ich nie wieder zurück.ich kenne die strasse 30jahre(den alten bahnhof zoo)viele kumpels schon tod eine auch erfroren.aber heute gibt es hilfe und es braucht kein mensch mit klaren kopf auf der strasse zu sein.
liebe grüsse auch von dagmar euer joachim
Gesendet von joachim brunken am 05.01.2010 18:41 #
@JB
Schön, wieder von Ihnen zu lesen.
Ich denke gern an meinen (unseren) Besuch im SoldinerTreff zurück.
Es sollte ja ein größeres Treffen werden, damals, aber auch so fand ich Ihre Einrichtung toll.
Was ist daraus geworden? Die GSW kündigte sicher doch :-( .
Mich hat vor allem Ihr Engagement beeindruckt (neben dem cleansein, klar), mit dem Sie auch Räumlichkeiten zur Verfügung stellten, in denen Frauen in Notlagen Unterkunft finden konnten. Oder wie Sie Ihre Arbeit mit den Kindern darstellten, welche zum Malen, "Interneten" etc. zu Ihnen kamen.
Ich wünsche Ihnen und Dagmar alles Gute für das Jahr 2010 und hoffe, wieder öfter von Ihnen beiden zu lesen.
Gesendet von karla am 05.01.2010 19:09 #
@joachim brunken / 05.01.2010 18:41
„... aber heute gibt es hilfe und es braucht kein mensch mit klaren kopf auf der strasse zu sein.“
Dann haben die im gezeigten Leute, die auf der Straße leben, keinen klaren Kopf?
Die kommen mir aber ziemlich klar und realistisch eingestellt vor.
Was würde wohl passieren, wenn einer dieser im Film Gezeignten im nüchternen Zustand zum Sozialamt geht – oder welches Amt auch immer zuständig sein mag (hier fängt es schon mal an) – und die Worte spricht:
„Ich bitte um Hilfe, ich möchte ganz ernsthaft weg von der Straße?“
Und da wir schon mal beim Du waren, bleibe ich auch beim Du, falls das für Dich okay ist. (Das kann Karla gern anders halten.)
Du hast es damals weg von der Straße geschafft, begehst aber m.M.n. genau den Fehler, den viele begehen, die es wieder in eine Arbeitsstelle geschafft haben. Sie sagen nur allzu oft:
„Wer ohne Arbeit ist, der ist selbst schuld!“
Nur die Menschen ohne Arbeit werden ständig mehr und mehr.
Und die Menschen auf der Straße werden ständig mehr und mehr.
Die Gründe dafür hier zu diskutieren, und dass es eine wirklich logische Erklärung dafür gibt, das würde hier aber schon nicht mehr zum Thema gehören. Auch dass diese Entwicklung ständig immer besser und besser verschleiert und statistisch weggetrickst wird.
„Der Wirtschaftsweise Wolfgang Franz spricht sich für die Kürzung des Arbeitslosengelds II um 30 Prozent aus.“
http://www.welt.de/wirtschaft/article5730959/Alle-Bezieher-von-Hartz-IV-sollen-dafuer-arbeiten.html#reqRSS
Dann wird jeder ehrenamtlich Sozialarbeit machen können dürfen müssen, dem es so wie mir, jetzt noch „viel zu gut geht“.
Dir für Deine neue Wirkungsstätte und Frau Tomowski alles Gute für 2010 aus Berlin-Hohenschönhausen (weil hier die Linke das Sagen hat, gibt es offiziell nicht einen Obdachlosen, klingt doch gut, oder?)
Nobbi
Gesendet von Nobbi am 05.01.2010 20:04 #
@ J. Brunken
Als ich gestern Ihren Beitrag gelesen habe, fiel mir auch wieder die Diskussion um Ihren Treff ein. Es ging wohl um die Miete, wenn ich mich irre, bitte ich um Entschuldigung. Es freut mich, daß Sie nicht aufgegeben und noch einmal neu angefangen haben.
Gesendet von Helen am 05.01.2010 22:01 #
Ich weiß, es ist hier kein Grußblog, aber ich habe mich über
die Grüße von Karla, Herbi und Nobbi gefreut. Ihnen allen
ein gesundes glückliches Neues Jahr.
Ja, der Joachim hat hier in Helmstedt wieder sein Ehrenamt
aufgenommen. Mir tut es immer noch weh, dass er in Berlin
so wenig Unterstützung bekam, ich habe mir die Finger wundgeschrieben und telefoniert. Wenn ich dann noch im
Tagesspiegel Artikel las, man muss was gegen den Alkoholismus
unternehmen, das Komatrinken der Jugend usw.?
Und dann scheitert das Projekt, der Treffpunkt im Kiez, weil
die gleichen Politiker, die gegen den Alkoholismus angehen,
keine finanzielle Unterstützung gewähren? Wenn mir damals
der Drogenbeauftragte Clemens Koller telefonisch sagte,
er wird "versuchen" irgendwo Gelder aufzutreiben.
Das war es dann, habe nichts mehr gehört... waren wohl
keine Gelder vorhanden?
Tja, traurige Welt. Und ich denke, es wird noch schlimmer,
noch mehr Hartz IV Empfänger (die nichts von der Kindergelderhöhung haben werden)
Noch mehr Obdachlose? Ich habe mal in Berlin einen jungen Mann getroffen, der auf der Straße lebte. Ich fragte und Ihre Eltern?
Schlechtes Elternhaus. Oft denke ich, keine Ahnung, ob ich recht habe, aber Kinder, die im Elternhaus noch Liebe und Geborgenheit
erfahren werden im späteren Leben, wie immer das auch sein wird, einen Halt haben und vielleicht nicht so schnell zum Alkohol
greifen. Durch Joachims Ehrenamt lerne ich auch einige Menschen
kennen, die Probleme haben und habe dadurch eine etwas andere
Einstellung bekommen. Und bin dankbar, dass ich diese Erfahrungen in meinem Leben nicht machen musste.
Herzliche Grüsse aus Helmstedt
Dagmar
Gesendet von Dagmar am 05.01.2010 22:03 #
ich sehe es nicht so das jemand der keine arbeit hat selber schuld ist,nur eins sehe ich wenn jemand sozialleistungen bezieht kann er auch etwas für die gemeinschaft tun.natürlich kann nicht jeder ein ehrenamt ausführen ,aber 3stunden am tag irgendetwas für die gemeinschaft leisten ist doch nicht zuviel verlangt.ich kenne in berlin sehr viel menschen die sich selbst nicht helfen können aber wer gesund ist und mobil sollte sich seinen Ar--- bewegen.einfach auf menschen zugehen die hilfe brauchen und davon gibt es genug ist doch eine gute tat schaut euch mal in der nachbarschaft um.ich denke wer hilfe leistet bekommt auch hilfe zurück sehe es also posetiv trotzdem ich viele nackenschläge einstecken musste.meine erfahrung beim sozialamt war als ich mich bekannte alkoholiker zusein wurde mir geholfen natürlich mit auflagen aber daran musste ich an mich arbeiten.ohne eine vernünftige selbsthilfegruppe ist es schwer zuschaffen und ehrlich werden nur so geht es dann kommt man auch von der strasse.ich staune nur das so wenige eintragungen zu diesen thema sind.da sieht man das es vielen menschen wenig angeht was mit seinen nachbarn passiert gruss joachim brunken
Gesendet von joachim brunken am 06.01.2010 06:51 #
@nobbi
wie kann ein mensch ohne obdach einen klaren kopf haben.er hat nurdamit zutun wo bekomme die nächste pulle her wo kann ich mich aufwärmen.heute gibt es wärme stuben aber geht einmal rein und seht euch das an.1972 wurden wir vom bahnhof zoo vertrieben und mit einen mannschaftswagen der polizei zum grunewald gefahren und dort unseren schicksal überlassen.mit einer bauplane mit 6leuten im schnee haben wir versucht zu schlafen.ohne schlaf hat man keinen klaren kopf.@nobbi wie kannst du denken das die menschen in den beitrag vom rbb einen klaren kopf haben das wundert mich das ein mensch solch eine einstellung haben kann.viele menschen sind auf der strasse weil sie das elend in obdachlosenheime oder wärmestuben nicht teilen wollen.ich schlief auf dachböden oder irgendwo im keller um etwas ruhe zuhaben aber voller verzweiflung konnte ich nicht schlafen.ich bin froh das ich diese zeit nicht vergesse habe das gibt mir jetzt kraft soetwas nie wieder erleben zu müssen.ehrlich werden,alkohol weg und das selbstbewusstsein wieder erlangen das hilft für das weitere leben.meine schulden kann ich nie bezahlen aber damit muss ich leben und nicht den kopf in sand setzen.meine familie hat sich von mir getrennt weil ich den treffpunkt in berlin am leben halten wollte aber ich wusste mit einen klaren kopf wie es weiter gehen kann.ich habe hier die miete für meine einrichtung frei und übernehme dafür eine kleine hauswartsstelle.natürlich fehlt mir meine familie aber wenn sie mir in meiner trockenheit nicht beisteht muss ich alleine leben die trockenheit geht über alles.ein obachloser kann keinen klaren kopf haben. gruss joachim
Gesendet von joachim brunken am 06.01.2010 08:14 #
"(Das kann Karla gern anders halten.)"
Sie können es nicht lassen, was? Immer ein kleiner Seitenhieb, wie dümmlich der auch sein mag, Hauptsache pieken.
Es gibt mit Sicherheit verschiedene Gründe, Menschen zu siezen. Sie können davon ausgehen, dass diese im Fall Dagmars und JBs gänzlich anders geartet sind, als meine Anrede an einen N.
(sorry, @Red., aber irgendwann muss doch mal gut sein)
Gesendet von karla am 06.01.2010 08:46 #
@brunken, Sie wundern sich, dass so wenig Eintragungen zu diesem Thema sind.
Nun , Sie müssen wissen, dass es in Berlin eine Kontrolle der Eintragungen gibt und viele Eintragungen nicht veröffentlicht werden. Vielleicht gibt es so etwas in Helmstedt nicht.
Ich habe konkrete Vorschläge gemacht, wie das Problem der Obdachlosigkeit von der Politik angegangen werden muss. Diese wurden nicht veröffentlicht. Schade für die Obdachlosen, vielleicht hätte es ihnen geholfen.
Gesendet von Laube am 06.01.2010 10:12 #
@joachim brunken / 06.01.2010 06:51
„wer gesund ist und mobil sollte sich seinen Ar--- bewegen.einfach auf menschen zugehen die hilfe brauchen und davon gibt es genug ist doch eine gute tat schaut euch mal in der nachbarschaft um.“
Anscheinend habe ich es mit meiner Denke als nicht eben einfach:
Als ich mich als Freiwilliger z.B. bei der einzigen Obdachlosenunterkunft im Bezirk Lichtenberg schon einmal persönlich beworben hatte, musste ich feststellen, dass dort bereits eine Beschäftigungsgesellschaft mit ihren 1-Eurojobbern alles fest „im Griff“ hat.
... Und dasselbe bei einer Ausgabestelle an Bedürftige im Bezirk.
Ich für mich vergleiche solche kommerziellen Beschäftigungsgesellschaften, die sich vom JobCenter finanzieren (mästen) lassen, gern mit üblen, ständig anwachsenden Riesenkraken:
Während die Nachfrage an Arbeitskräften im kapitalistischen Verwertungsprozess ständig rückläufig ist, nimmt die gesellschaftlich notwendige Arbeit im öffentlichen und sozialen Bereich eher zu, für die aber so recht kein Geld in den öffentlichen Kassen vorhanden ist. Doch statt dass man hier nun einfach unkompliziert ehrenamtlich tätig sein kann und darf, wird lieber durch JobCenter und Beschäftigungsgesellschaft Hand auf diese Möglichkeiten freiwilliger und ehrenamtlicher Tätigkeit gelegt:
a) wird so an der Arbeitslosenstatistik manipuliert
b) wird dem obrigkeitsstaatlichen Bürokratismus – ohne den nichts existieren kann und darf – ständig neu gehuldigt. Wer einmal in einem 1-Euro-Job war, der weiß, das ein nicht unerheblicher Teil mit Tätigkeitsberichten und Formalitäten fürs Jobcenter drauf geht! (vom Stress, von verquerem Drill, von Subordinationsspielchen einmal ganz abgesehen)
Ich lasse mir mein ehrenamtliches Engagement aber nicht vom Staat verwalten!
Mit der Nachbarschaft ist das hier, speziell in Hohenschönhausen, so eine Sache. Einfach mal alten Leutchen helfen, im roten Hohenschönhausen, die DDR und Schießbefehl womöglich gut, konsequent und richtig fanden, das widerstrebt mir.
Beste Grüße
Gesendet von Nobbi am 06.01.2010 11:05 #
@laube
wie kann die politik helfen?
meinen treffpunkt in berlin-wedding musste ich aufgeben.dort gibt es ein qartiersmanagement die viel geld für unnützige einrichtungen bekommen.dort wird das geld in den sand gesetzt.auch "zipp"rbb sender hatte über mich berichtet.nach der sendung wurde viel versprochen aber nichts gehalten.ich kann mir einfach nicht vorstellen das der abendschaublog ihre vorschläge nicht veröffentlicht.ich freue mich aber das es leute gibt die an die obdachlosen denke.so wie sie.ich denke die politik kann den rahmen setzen doch laufen muss man allein.ich bekomme hier auch keine hilfe von den behörden,aber ich habe diesmal eine wohnung mit laden und so kann ich ohne miete meine arbeit fortsetzen.ich bin zufrieden das ich den rbb meine abendschau sehen kann und bin deshalb bestens informiert über meine heimatstadt das hilft bei meinen heimweh.ich habe keine angst vor kontrollen.ich weiss wer ich bin und werde so bleiben.
Gesendet von joachim brunken am 06.01.2010 11:15 #
"Ich lasse mir mein ehrenamtliches Engagement aber nicht vom Staat verwalten!"
Schon klar, dann lieber gar nicht helfen...
"Einfach mal alten Leutchen helfen, im roten Hohenschönhausen, die DDR und Schießbefehl womöglich gut, konsequent und richtig fanden, das widerstrebt mir."
Jaja, daran wirds liegen.
Lieber immer wieder lamentieren, wie schlecht es Ihnen geht, nicht wahr? Sie sind arm, man lässt Sie weder arbeiten noch ehrnamtlich tätig sein, alle Nachbarn sind Verbrecher oder laut..
Ich wünsche Ihnen, dass man Ihnen, sollten Sie einmal wirklich (nachbarschaftliche) Hilfe benötigen, diese auch zukommen lässt. Und sie damit beschämt.
Gesendet von nana am 06.01.2010 12:09 #
Mal so, mal so. Sie wussten doch, wo Sie hinziehen, als Sie nach Hohenschönhausen zogen.
Ich hatte auch einen älteren Nachbarn (wäre im Mai 80 geworden), der sich mit den wenigsten im Hause verstand. Er roch auch nicht gut, seine Wohnung auch nicht.
Durch seine Art hatte er es geschafft, es sich mit so ziemlich jedem zu verscherzen.. Und trotzdem haben mein Kind und ich ihm seinen Rollator die Stufen vor dem Haus hochgetragen, trotzdem saßen wir so manch Stund ezusammen und unterhielten uns.
Er hat mir nie was getan und was geht mich die rote, grüne, gelbe was-weiß-ich Vergangenheit an? Er erzählte vom Krieg... "Vielleicht bin ich ja ein Mörder, aber wir waren im Krieg".
Also das Argument: Im roten Hohenschönhausen widerstrebt es mir, Menschen zu helfen" finde ich absolut daneben.
Gesendet von karla am 06.01.2010 12:22 #
@nobbi
ich habe mir Ihre Erfahrungen zwecks ehrenamtlicher Tätigkeit
und Hilfe durchgelesen. Im letzten Jahr stand in der Helmstedter Zeitung auch ein Leserbrief, der mich betroffen machte.
Dort wollte ein Mann ohne Bezahlung ehrenamtlich bei einer
Ausgabestelle (Tafel) helfen. Und? Dort waren wohl auch schon
genug 1 Euro-Jobber tätig. Man mobte ihn dort sogar, weil er
anstatt morgens um 9 Uhr erst um 9.05 Uhr ankam.
Ich las auch die Antwortbriefe einiger Menschen.
Irgendwie "verstand" ich die Welt nicht mehr. Jede Stelle die
Menschen hilft sollte sich doch eigentlich freuen, wenn jemand
dort helfen möchte. Ich kann durchaus verstehen, dass jemand,
der diese Erlebnisse hatte nicht mehr den Mut hat, seine Hilfe
irgendwo anzubieten. Aber Nachbarschaftshilfe ist doch eine
gute Sache. Und ich denke, sie wird besser angenommen als in
diesen Einrichtungen.
Gesendet von Dagmar am 06.01.2010 13:11 #
Hallo ihr Blogger
Ich kann Nobbi nur zustimmen, was die 'Hürden' des Ehrenamtes betrifft.
Zwar nicht bei/ mit Obdachlosen, sondern im Altenstift um die Ecke.
Zeit habe ich, dachte mir, wenn die Gesundheit es erlaubt, kann ich doch...
Auf den entsprechenden Seiten geschaut und den...Stift gefunden, Leute zum vorlesen, ein alter Herr würde gern Skat spielen, na da bin ich dabei. Nur Rollstühle könnte ich nicht schieben.
Termin gemacht und...
der zuständige Typ hat 15 Minuten gehabt für mich, führte mich rum, mit einer Dame war ich gleich grün..nein, sie eher mit mir und mit einer gar nicht.
Ich traf vier(4!!) ein Euro Jobber...
Dann verabschiedete sich der zuständige und ich sollte mit der Pflegeleitung sprechen. Die "sie haben ja Frau x und Frau y kennenglernt, können sie ja mit denen..."
Mehr nicht. Ich saß da wie Pik Blöd, mir wurde, auch auf Nachfrage, nicht gesagt, wann, wie, was...
L***Ar***
Habe ich in meiner Nachbarschaft einer sehr alten Dame meine Hilfe angeboten. Dolle Geschichten konnte die erzählen, zwar wiederholt, aber schön war es. Was passierte?
Der Fett***von gegenüber verbreitete das Gerücht, ich wolle nur an das Erbe der Frau. Die hatte gar nix und wenn, darum geht es doch nicht.
Fazit: ein Ehrenamt geht nur dann, wenn man vor Selbstbewußtsein strotzt und alles selbst in die Hand nimmt.
Meine (zu klein, zu jung) Klamotten gebe ich lieber in die Tonne, DRK, Caritas und Co, in deren Kleiderkammern ich selber gucken musste vor einiger Zeit, wollten Geld. 5€ für ein Shirt. Da geh ich zum Discounter.
Zum Thema konkret:
Geld ist da, Berlin baut aber lieber sonstwas, statt z.B. alte Kasernen der Alliierten in Unterkünfte zu wandeln. Die lässt man schön verfallen, um dann...
Uschi Kowalski
Gesendet von Kowalski am 06.01.2010 15:58 #
@ karla (06.01.2010 12:22)
kann Ihnen nur zustimmen. wenn humanitäre hilfe davon abhängig gemacht wird, welche gelebte vergangenheit ein hilfebedürftiger als biografie vorzuweisen hat, hätte man seit jahrenden schon einen großteil der altersheime schließen bzw. reduzieren, die sozialhilfe entsprechend eindampfen können. noch schlimmer wäre es dann noch, wenn man hilfebedürftige menschen für etwas verantwortlich macht, in dem sinne, daß man ihnen hilfe verweigert, für das sie gar nichts können oder von dem man gar nicht weß, ob sie etwas dafür können könnten. mal abgesehen davon, daß das ganze nicht nur eine recht inhumane einstellung zeigt, sondern z.b. auch eine sehr unchristliche (schreibe letzteres, weil ja immer von vielen auf die christliche tradition des abendlandes verwiesen wird)...
die wahrung der menschenwürde ist ein universeller anspruch, völlig unabhängig von irgendwelchen persönlichen vorgeschichten, politischen oder religiösen ausrichtungen. deshalb steht in Artiekl 1 (1) unserer verfassung: "Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt." und falls man meinen sollte, man sei ja schließlich keine "staatliche Gewalt" hat der verfassungsgeber auch noch den absatz 2 eingefügt: "Das Deutsche Volk bekennt sich darum zu unverletzlichen und unveräußerlichen Menschenrechten als Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt."
übrigens kann man auch einfach ein paar euro spenden, man muß nicht gleich ein ehrenamt anstreben. und, das nur noch nebenbei, nicht jeder, der ein ehrenamt machen will, ist deshalb dazu auch geeignet. gerade der umgang mit obdachlosen oder alten menschen fordert viel von denen, die helfen wollen, und nicht jeder ist dazu mental/psychisch oder von seinen einstellungen her geeignet...
Gesendet von 1704 am 06.01.2010 17:23 #
Ja, die Sache mit dem Ehrenamt, da kann wohl jeder seinen Kommentar zu leisten.
Ich habe mehrfach ehrenamtlich gearbeitet: In einem Katzenasyl in Wedding ca 2 Jahre, in einem Altenheim 4 Wochen, in einer integrativen Kindertagesstätte 4 Wochen, auf einem Pferdehof ebenfalls 4 Wochen.
Klar das man gemobbt wurde. Insbesondere in der Kita und in dem Altenheim. Die bezahlten Angestellten gegen die Ehrenamtlichen...
Woran das lag? Keine Ahnung! Trotzdem hat mir die Arbeit immer auch Spaß gemacht. Und sobald sich die Möglichkeit wieder bietet, werde ich sicher wieder ehrenamtlich tätig.
Wenn jemand spenden möchte, ich bring immer alles zu Jenny de la Torre. Sie gibt alles umsonst an die Bedürftigen ab. Sie ist jemand, vor der ich meinen Hut ziehe.
Aber das bleibt selbstverständlich jedem selbst überlassen
Gesendet von lookielookie am 06.01.2010 18:23 #
1704
Guten Abend
"übrigens kann man auch einfach ein paar euro spenden"
Ziemlich weltfremd, nicht wahr.
Wer spenden kann, tut es auch, wer nicht, eben nicht.
" gerade der umgang mit obdachlosen oder alten menschen fordert viel von denen, die helfen wollen, und nicht jeder ist dazu mental/psychisch oder von seinen einstellungen her geeignet."
Erklären Sie sich mal...
"hätte man seit jahrenden schon einen großteil der altersheime schließen bzw. reduzieren, die sozialhilfe entsprechend eindampfen können. "
Das nenne ich mal fundierte Argumentation.
Wenn es um Nazis geht, die eine Pension/ Rente beziehen, ist das Geschrei groß. Wenn ehemalige Stasi Mitarbeiter (Kurras als Ausnahme) Rente kriegen, findet man das legitim?
Ich nicht.
Ich kann Nobbis Argument, Leuten, die andere Leute drangsaliert haben, Leben zerstört haben, Familien getrennt und Biografien vorgegeben haben, nicht helfen zu w o l l e n verstehen.
Sie kennen sicher die alten Seilschaften oder leugnen Sie?
Uschi Kowalski
Gesendet von Kowalski am 06.01.2010 21:04 #
Aus gegebenem Anlaß möchten wir daran erinnern, hier zum Thema Obdachlose zu schreiben und nicht zu Nazi- opder Stasithemen!
Gesendet von Redaktion am 06.01.2010 22:40 #
@ Kowalski 15.58
Habe ich das richtig verstanden, beim DRK u.a. muß man für die Sachen bezahlen? Ich frage deshalb, weil ich einige Wintersachen, zuviel, zu groß, zu klein gekauft, abgeben wollte, allerdings bei der Stadtmission, die sich in vielen Bahnhöfen befinden.
Gesendet von Helen am 06.01.2010 22:44 #
@ Kowalski (06.01.2010 21:04)
was ist daran weltfremd, ein paar euro zu spenden? von einem "muß" war keine rede, aber ich bin mir sicher, daß etliche, die sich hier und anderswo zu diesem thema zu wort melden, das ohne probleme auch können. die, die nicht können, können eben nicht, ich schrieb auch ganz bewußt "ein paar euro", jeder halt wie er kann (und will, natürlich). sogar HartIV-empfänger könnten, 1-euro-jobber sowieso, und alle anderen erst recht...
wenn es um die rente von nazis geht/ging, war in diesem lande das geschrei noch nie wirklich groß, wenn es um die rente ehemaliger stasi-mitarbeiter geht, ist das gesschrei weithin hörbar, vor allem auch lesbar! ist schon merkwürdig, daß Sie hier mit der rente kommen, wo von sozialhilfe die rede war. keine ahnung, wozu Sie das jetzt für sich brauchen, aber ich vermute einmal, daß Sie sich damit so etwas wie eine moralische rückenlehne bauen wollen. leider völlig verquer!
ich kann @Nobbi durchaus verstehen - trotzdem ist seine haltung m.m.n. falsch - zumal er nicht wisswen kann, ob seine vermutungen/mutmaßungen bzgl. der tatsächlich hilfebedürftigen überhaupt zutreffend sind! möglicherweise, um IHre verquere argumentation aufzunehmen, bestraft er damit sogar jene, die seinerzeit aktiv gegen eben dieses regime gekämpft haben, jahre lang in Bautzen z.b. einsitzen mußten. aber selbst, wenn es ein ehemaliger Stasie-mitarbeiter wäre, so ist diesem schon aus einem christlichen anspruch heraus ein mindestmaß an hilfe zuzugestehen, und gemäß dem sozialstaatsgebot dieses unseres landes sowieso, und das, werte @Kowalski, ist auch gut so. wundere mich sehr über diese art von argumentation...
im übrigen hat 1704 sich nicht zu erklären.
Gesendet von 1704 am 06.01.2010 22:57 #
Eigentlich geht es ja im Eingangstext um die Menschen, die in diesen winterlichen Tagen versuchen zu überleben.
Und darum, wie geholfen werden kann.
Es ist so dermaßen absurd, dass es hier im thread inzwischen darum geht, dass ein blogger seine (ganz privaten, persönlichen) Ängste und Eitelkeiten pflegt und er dafür noch Applaus bekommt. Schade. Wirklich. Um mal Kowalski zu zitieren: Ich könnte k*****.
1704 hat ganz recht - JEDER kann. Ob es nun der eine Euro für den "Straßenfeger" oder fürs Hundefutter (viele der jungen Obdachlosen müssen/wollen ja auch noch ihren Begleiter mit durchbringen) ist oder ob man einfach mit wacherem Blick durch die Stadt geht (und im Notfall Hilfe holt...) ...
Gesendet von nana am 06.01.2010 23:32 #
@helen
ich schreibe ihnen meine erlebnisse mit kleidung für hilfsbedürftige.als ich meinen treffpunkt in berlin-wedding (soldiner-kiez)noch hatte kamen viele menschen mit kleiderspenden,sie hatten mir erzählt das sie erlebt hatten das sie vorher die kleidung bei der drk abgeben hatten.doch leider mussten sie erfahren das diese kleidung verkauft wurde.auch in den container in jeden bezirk wurden beschädigt und der inhalt auf den flohmarkt verkauft .sollten menschen ihre kleidung an hilfsbedürftige abgeben würde ich sie bitten sich doch an die bahnhofsmission zuwenden,dort kommen die sachen100% den obdachlosen zugute.ich habe der bahnhofsmission viel zu verdanken den dort gibt es sofort hilfe.bitte liebe mitmenschen solltet ihr etwas übrig haben die obdachlosen danken es euch
mit frl.gruss joachim brunken
Gesendet von joachim brunken am 07.01.2010 07:03 #
sogar HartIV-empfänger könnten, 1-euro-jobber sowieso, und alle anderen erst recht...
Gesendet von Kowalski am 07.01.2010 09:07 #
@brunken, wir haben ein längeres Telefonat geführt, indem ich dir
meine Vorschläge zur Besserung der Obdachlosensituation mitgeteilt habe, was die Politik machen muss.
Ich versuche hier nochmal den wichtigen Gedanken zu vermitteln:
Als erstes müssen alle Obdachlosen sich melden und erfassen lassen! Freiwillig und ohne Verpflichtung. In anderen Städten gibt es das, wie du mir sagtest. Es wird von Organisationen gemacht.
Es kann nicht sein, dass der Abendschaureporter von 10 000 Obdachlosen + Dunkelziffer spricht, und niemand hat sie gezählt.
Nur eine schriftlich gemeldete Zahl zwingt einen Beamten / Politiker zum Handeln, auf Gerüchte und Phantasiezahlen reagiert doch niemand. Wer sich von den Obdachlosen nicht meldet, der muss ebend auch auf kostenlose Verpflegung der Hilfsorganisationen verzichten. Anders geht es nicht und nur so
hat ein Politiker die Möglichkeit zu handeln.
Gesendet von Laube am 07.01.2010 09:33 #
Hallo Redaktion
Öhm, da hat sich ein Teil, der größte Teil meines Kommentars verflüchtigt...oder es war ihm zu kalt und er ist erfroren?
Hallo Helen
Ein schönes neues (nun schon ein paar Tage altes) Jahr auch für Sie.
Joachim Brunken schreibt es ja schon.
Ich, vom Cortison aufgeschwemmt, nicht klar, welches Amt zuständig, kurz vor der Obdachlosigkeit (dass die nicht entstanden ist, habe ich meiner Vermieterin zu verdanken) war ich bei benannten Kleiderkammern. Man sah, dass ich krank war und ich hatte sogar Kontoauszüge mit, zwei Monate ohne alles...
Ich hatte auch den Vorschlag gemacht, meine (zu kleinen) Sachen im Tausch abzugeben. Null, nada, keine Chance. Die Teile kosteten und ich stand da wie Pik Blöd.
Geben Sie Ihre Sachen direkt ab, irgendwo. Das ist sinnvoller und Sie beugen dem Reibach vor, der mit sowas gemacht wird. Wenn Sie sich trauen, sprechen Sie Menschen an, die iirgendwo stehen und betteln.
Hallo 1704
Einen Schneegruß auch an Sie
", ich schrieb auch ganz bewußt "ein paar euro", jeder halt wie er kann (und will, natürlich). sogar HartIV-empfänger könnten, 1-euro-jobber sowieso, und alle anderen erst recht."
Sag ich doch: weltfremd.
Sie erwähnen Torre, eine tolle Person, keine Frage. Genau wie alle anderen, die etwas tun, aber vom Senat nicht unterstützt werden.
Wer aber hilft denen, die von ALG2 leben, in deren Budget der Arztbesuch nicht vorgesehen ist? Die einen Besuch so lange hinauszögern bis es noch teurer für die Gemeinschaft ist?
Ich weiß wovon ich rede.
Eintritt, Medikament, Hilfsmittel, Physiotherapie etc.
Ja, irgendwann wird man befreit (Alg2: ca 80€, Chroniker ca 40€). Aber bis dahin?
Diese Leute sieht keiner.
Diese Leute müssen ihre Fahrkarte kaufen. Die ist nicht vorgesehen. Und viele andere Dinge auch nicht.
Es gibt die Tafel, aber selbst dort zahlt man manchmal einen Euro, bekommt abgelaufene Lebensmittel.
Ein Ein Euro Jobber, der bereit ist, Sklavenarbeit zu machen, der tut dies für seine Kinder, für ein etwas besseres Essen oder ich, könnte ich arbeiten, würde ich es tun, auch wenn ich absolut gegen diese Jobs bin. Ich würde mir einen MP3 Player kaufen, Luxus, aber für Klinikaufenthalte einfach schön.
Von meinem ALG2 leiste ich mir den Luxus, Geld für Hilfsmittel und Dinge, die mein Leben erleichtern.anzusparen. Wie schön, wenn ich einen Staubsauger mit Stil kaufen kann für 30, 40 Euro, dann kippe ich nicht so schnell um.
Sehen Sie diese Leute? Ich bin ja nun beileibe kein Einzelfall und ich habe ein Wahnsinnsglück, denn ich kann kämpfen. Andere sind hilflos(er)
Zur Debatte, wem man helfen will und warum nicht...
Ich frage Sie, warum es Opferorganisationen gibt? Kann es sein, dass (nicht nur in der Stas i und /oder Nazidebatte) sich um Opfer nicht adäquat gekümmert wird, die Täter aber fein Renten beziehen und ihre Pfründe abgesahnt haben?
Niemand will den Tätern Sozialleistung entziehen, deshalb bat ich Sie um eine Erklärung.
Zum Thema zurück:
Obdachlosigkeit ist meiner Ansicht nach ein Zeichen der Verwahrlosung unserer Gemeinschaft.
Fakt ist (SGB XII; §38 i.v.m. §73, SGB II; §22, Abs6), dass Sozialamt/ Jobcenter vom Gesetz her den Schuldner anschreiben MÜSSEN. Eine Räumung und somit Obdachlosigkeit verhindern (die nämlich teurer ist, als Mietschulden zu übernehmen)
Warum werden Menschen dennoch obdachlos?
Weil durch Arbeitslosigkeit, Scheidung/ Trennung, Zusammenbruch des sozialen Gefüges im Umfeld, der Alkohol ein Freund wird. Ich bin in der glücklichen Lage, keinen zu trinken, aber der Zugriff auf dieses Mittel des Vergessens ist so einfach. Macht die Sorgen (in dem Moment) weg.
Mir ist es persönlich unbegreiflich, wie jemand so absinken kann und dennoch, es passiert und zwar denen, die zu schwach sind, zu kämpfen und hier habe ich wieder Verständnis.
Die Hürden zum Sozialsystem niedrigschwelliger machen, Grundeinkommen für alle ohne Zwang (und ich rede nicht vom FDP Modell!)
Nicht umsonst ist ein Verfahren anhängig beim BUndesverfasungsgericht. Es geht um die ALG2 Sätze und die obersten Richter haben bereits festgestellt, dass der Satz von der Bundesregierung schöngerechnet wurde.
Es ist davon auszugehen, dass dieser angehoben werden wird.
Das wird allerdings nichts ändern an der Tatsache, dass viele sich noch immer schämen, Hilfe in Anspruch zu nehmen.
Und unser Senat MUSS endlich Mittel in die Hand nehmen, um den Obdachlosen ein WÜRDIGES Unterkommen zu ermöglichen.
Ich selber würde, wäre ich in deren Lage mich überall hinlegen und riskieren zu erfrieren, wenn ich die Zustände sehe. Obdachlose sind Menschen und die Würde des Menschen muss gewahrt werden. Das tut der SEnat nicht, wenn er Helfenden nicht hilft
Uschi Kowalski
Gesendet von Kowalski am 07.01.2010 12:21 #
@ Laube meinte am 07.01.2010 09:33
Inhaltlich gehen die Pferde mit ihnen durch. Obdachlose müssen sich......... /aber alles freiwillig.
Man kann niemanden zwingen in Unterkünften zu wohnen wenn er dies nicht will. USW.
Gesendet von rg am 07.01.2010 13:03 #
@ Kowalski (07.01.2010 09:07)
Sie scheinen sich mit dem gedanken etwas schwer zu tun - dann sage ich es einfach so: alle hartzIV-empfänger, die ich persönlich kenne und die alle so ihre finanziellen probleme haben, konnten, ebenso die 1-euro-jobber, die ich kenne und denen es auch mit MAE nicht rosig geht, konnten auch, und die anderen, die ich so kenne und denen es weitaus besser bis sehr gut geht, konnten ebenfalls. das war für alle auch keine sache, über die sie tagelang nachdenken mußten...
trotzdem kann es menschen geben, die, selbst wenn sie wollten, es nicht könnten. völlig okay. ich kann mir aber tatsächlich nur schwer vorstellen, daß man nicht einmal 1 euro übrig hat - und den muß man auch nicht überweisen, sondern kann den auch vobeigringen, z.b. hier: AG Leben mit Obdachlosen c/o Evang. Kirche Heilig Kreuz-Passion, Zossener Str. 65, 10961 Berlin. das gleiche gilt für sachspenden (link)...
Gesendet von 1704 am 07.01.2010 14:20 #
@rg, inhaltlich können Sie mir nicht folgen: ich sage es gibt in Berlin nur 450 Obdachlose, wir sollten nicht so viel Wind darum machen und niemand kann mir ernsthaft widersprechen, weil niemand die richtige Zahl kennt. Jetzt verstanden ?
Gesendet von Laube am 07.01.2010 17:32 #
1704
Hallo an Sie
"Sie scheinen sich mit dem gedanken etwas schwer zu tun "
Geb ich gern zurück:
Soll ich meine Adresse bekannt geben und Spenden sammeln? Und zwar nicht nur für mich, sondern auch für die Alleinerziehenden, die im Jobcenter quasi betteln müssen, um die Klassenfahrt gezahlt zu bekommen (obwohl es ihnen zusteht), die Alten, die sich schämen ins Sozialamt zu gehen in mittlerweile als Normalos in den Mülltonnen stöbern? Die Lumpensammler, die hier (und anderswo in Mülleimern nach kleinen Sachen suchen, die sie aufmöbeln und verkaufen können.
Sie kapieren es einfach nicht. Sie kennen...diesen und jenen. Schön für sie und ich sag Ihnen noch was: behalten Sie für sich, dass ein ALG2 Empfänger spendet. Es könnte passieren, dass eine Überprüfung der Bedürftigkeit ins Auge gefasst wird.
Uschi Kowalski
Gesendet von Kowalski am 07.01.2010 17:38 #
@1704 meinte am 07.01.2010 14:20
Also irgendwo ists auch gut, oder?
Ich muss da Kowalski wirklich zustimmen: Egal, ob Sie sich das nun vorstellen können oder nicht ("ich kann mir aber tatsächlich nur schwer vorstellen, daß man nicht einmal 1 euro übrig hat "): Ich gebe auch den Einkaufswagen - €uro nicht ab. Wohl aber biete ich eine Banane oder einen actimekl-Verschnitt an, wenn ich von Aldi oder sonstwo komme... Und habe noch nie Ablehnung erfahren.
(Selbst nicht grad auf der Sonnenseite derzeit)
Gesendet von karla am 07.01.2010 22:26 #
@ Kowalski (07.01.2010 17:38)
langsam fällt es schwer, Ihre kommentare wirklich ernst zu nehmen. Sie basteln sich hier etwas zusammen - aber ich laß das mal unkommentiert, weil Sie vom stöckchen auf´s höckchen kommen, und man müßte über jedes einzelne stöckchen & höckchen reden, um Ihnen aufzuzeigen, was Sie da so miteinander vermengen - da wird aber die moderation nicht mitspielen...
blühender unsinn übrigens: "Es könnte passieren, dass eine Überprüfung der Bedürftigkeit ins Auge gefasst wird." wer hat Ihnen diesen unsinn erzählt? oder sind Sie da jetzt selbst drauf gekommen? wird ja immer schlimmer, was Sie da so schreiben... es geht hier um einen einmalbetrag in einer letztlich verschwindend geringen höhe, und Sie meinen allen ernstes... ?? Sie wissen doch gar nichts von den menschen, die ich erwähnte, Sie haben doch überhaupt keine kenntnis darüber, worauf diese leute zugunsten dieser spende verzichten, denn natürlich fehlt das geld. und, nein, sie sparen es nicht bei den kindern ein, und es sind auch keine, die irgendetwas versaufen, wie man oft und gern in den medien über jene so hört...
wenn Sie nicht wollen oder nicht können, dann ist das eben so, aber deshalb müssen Sie nicht diesen wust an zusammengesammelten "argumenten" aufhäufeln, der zudem alles andere als überzeugend ist. und natürlich sind obdachlose nicht das einzige soziale problem in diesem land, im moment sind es aber die, die am dringendsten hilfe brauchen. es geht ja nicht darum, denen nun ein leben in saus und braus zu ermöglichen, es geht hier schlicht und ergreifend ums überleben, und klar, es gibt auch andere fälle, bei denen es darum geht, und da will ich hoffen, daß die menschen, die davon wissen, nicht Ihre position einnehmen und auf all das andere elend in diesem land verweisen und deshalb meinen, nichts tun zu können...
@ karla (07.01.2010 22:26)
ist doch Ihre sache, ob Sie den einkaufswagen-euro nun weggeben oder nicht - es ging um das können, nicht wahr? und es war auch von sachspenden die rede. wer eine banane weggeben kann, ohne dann selbst hungers sterben zu müssen, der kann eben eine banane weggeben, oder eben diesen "actimekl-Verschnitt"... aber selbst das muß er nicht, nur dann, wenn er es will, ist doch eigentlich wirklich einfach, daß es nun wirklich jeder verstehen können müßte, oder etwa nicht?
man kann manches auch bewußt mißverstehen (wollen), nicht?
ich sehe es nunmal genau so, wie es @nana (06.01.2010 23:32) in ihrem kommentar formuliert: "... JEDER kann. Ob es nun der eine Euro für den 'Straßenfeger' oder fürs Hundefutter... ist oder ob man einfach mit wacherem Blick durch die Stadt geht (und im Notfall Hilfe holt...) ..." letztgenanntes kostet dann evtl. nicht einmal den besagten euro!
Gesendet von 1704 am 08.01.2010 01:58 #
@1704, gemeint ist nicht der eine Euro, gemeint ist das Dauerproblem der Obdachlosigkeit. Ich komme täglich an etwa
20 Bettlern vorbei, denen kann ich nicht täglich nur einen Euro oder nur eine Banane geben. Im Monat 30 Tage x 20 Bedürftige sind 600 Euro, ich kann nicht mal einem täglich 1 Euro geben, sind 30 Euro im Monat. Also wem gebe ich etwas und wem nicht?
Der Staat muss hier helfen, dafür zahlen wir doch Steuern.
Und als erstes müssen die Obdachlosen gezählt werden.
Dass es in Berlin 10 000 Obdachlose gibt, glaube ich einfach nicht.
Gesendet von Laube am 08.01.2010 09:38 #
@ Laube (08.01.2010 09:38)
das thema hier im thread lautet: "Obdachlose drängen in die Notunterkünfte", weil es draußen einfach zu kalt ist. darum geht es und so ist das auch mit dem 1 euro zu verstehen. daß das nicht insgesamt das problem beseitigen kann, ist mir auch klar, daß da der staat in der pflicht ist, ist auch völlig klar. und daß jemand, der selbst nur über wenig geld verfügt, nun nicht allen obdachlosen helfen kann, ist auch völlig klar. darum ging es hier aber auch nicht, zumindest mir nicht.
bzgl. der 10.000 obdachlosen hier in Berlin: "... Zur Zahl der gemeldeten Wohnungslosen wird in Berlin eine Statistik geführt (durch die Senatsverwaltung für Soziales, auf der Basis der Meldungen der Bezirksämter). Der Höhepunkt der Zahl Wohnungslosen wurde 1993 mit 11.603 Personen erreicht. Seit 2001 ist die Zahl der Wohnungslosen wieder auf 6800 (2003) angestiegen - nachdem sie 2001 bei 6045 lag." (quelle: link) ich kann aber hier nicht ersehen, aus welchem jahr die quelle stammt. da aber in den publikationen, die mir zu diesem thema bekannt sind, von einer sockelzahl von 7.000 registrierten obdachlosen gesprochen wird, kann man sich also mindestens an diesen ca. 7.000 personen von den zahlen/"regstrierungen" her gesichert orientieren...
Gesendet von 1704 am 08.01.2010 12:56 #
@1704, danke für die Mühe, das Ergebnis überrascht mich nicht, die Obdachlosenzahlen werden nicht (mehr) erfasst. Es interessiert offensichtlich niemand. Also etwa 4 000 Personen halte ich für denkbar. Ihre 7000 Personen sind nicht fundiert.
Trotzdem werden beharrlich falsche Zahlen in den Medien verbreitet. Heute in der Zeitung wird wieder von 10 000 Personen
berichtet.
Also wir brauchen dringend exakte Zahlen, Ziel muss die Beseitigung der Obdachlosigkeit, soweit wie möglich, sein.
Gesendet von Laube am 08.01.2010 21:18 #
@ Laube (08.01.2010 21:18)
"... Zur Zahl der Obdachlosen existieren nur Schätzungen. Der Berliner Senat nennt seit über 10 Jahren die Schätzzahl von 2000 - 4000 Obdachlosen. Viele Hilfsverbände schätzen die Anzahl als weitaus höher ein..." (link/1704, 08.01.2010 12:56 )
"... 6800 Wohnungslose wurden im letzten Jahr in Berlin gezählt. Das sind ca. 150 mehr als 2002. Wer aber wirklich obdachlos ist, taucht in keiner Statistik auf. Wohnungslos oder obdachlos zu sein, macht im Amtsdeutsch einen Unterschied. Die Gruppe der Wohnungslosen bilden diejenigen, die ihre Mietschulden nicht mehr bezahlen können, zu einem Bezirksamt gehen und dort um Hilfe bitten. Die Bezirksämter sind verpflichtet, jedem ein Dach über dem Kopf zu gewährleisten. Das bedeutet meist, in einem überfüllten Wohnheim untergebracht zu werden. Mieterrechte gibt es für Wohnungslose nicht, aber es gibt Sozialhilfe und Wohnungslose können gezählt werden, sind also statistisch erfaßt. 'Obdachlose' meiden Wohnheime, in denen oft viel geklaut wird, und sie meiden vor allem die Ämter. Genau weiß deshalb niemand, wieviel Menschen in Berlin 'die Platte machen' oder 'obdachlos' sind." (der artikel stammt aus dem jahr 2004, quelle: link)
Gesendet von 1704 am 08.01.2010 22:42 #
@laube
wir wollten bei dem thema keine statistiken beugen. sind sie schonmal in einen bankvorraum getreten und auf einen obdachlosen getroffen? ich schon! mehrfach!
packen sie dann auch ihre zahlen aus????
Gesendet von Stefan Lippeck am 08.01.2010 23:33 #
In unserem Land dürfte es keine unverschuldete Obdachlosigkeit geben.. Das ist mit Artikel 1 der Verfassung unvereinber... Unsere Gesellschaftspolitik die das bewußt zuläßt und unsere unseliege Bürokratie die nicht nur solche Menschen unwürdig, herablassend und zynisch behandelt und abschreckt nimmt das bewußt in kauf. das ist Teil ihrer Strategie. Sie produzieren " Unterschichten " und zwar ganz bewußt. Das sind Menschen die Lebenshilfe brauche aber die ist unerreichbar. Sicher wird es immer Außenseiter geben. Da helfen auch die sogenannten Gutmenschen ,die überall ihren Seim ablassen nicht weiter . Der Grundwerte unserer müssen neu entwickelt werden " Nicht der Stärkere frißt den Schwachen " Dies darf nicht Maßstab unseres Denken sein sondern Fürsorgepflicht anbieten für Menschen in Not .Es sind doch Menschen oder nicht ???
Gesendet von mala am 08.01.2010 23:35 #
@1704, die Trennung von Wohnungslosen und Obdachlosen ist
ein guter Hinweis und reduziert die Obdachlosenzahlen erheblich.
Probleme haben Obdachlose offenbar nur im Winter und werden dann gern zur Ablenkung der Bevölkerung von anderen wichtigen Problemen eingesetzt.
@Lippeck, in einem Bankvorraum haben Obdachlose nichts zu suchen, dafür haben die Polizei oder Wachdienste zu sorgen.
Gesendet von Laube am 09.01.2010 11:52 #
@ Laube
Die Obdachlosen suchen in den Bankvorräumen nichts, sie wärmen sich auf und wenn es die Banken gestatten, können sie auch dort schlafen.
So habe ich es in einem Bericht verstanden.
Gesendet von 85.178.68.181 am 09.01.2010 21:18 #
Menschen, die auf der Straße gelebt haben, gab es immer. Ich wollte mal selber dazugehören. Ein Leben ohne Zwänge, alles abwerfen, davon laufen aus diesem Kreislauf von Erwartungen und Pflichterfüllen . Einfach nur frei sein! Ans Frieren hab ich nicht gedacht. Ich hab es aber nie gemacht. Und sitze heute in einer warmen Stube. Ich fürchte mich nicht vor ihnen. Und wenn sie was erzählen wollen, dann höre ich ihnen zu. Wenn sie Hilfe wollen, dann versuche ich, sie ihnen zu geben.
Gesendet von Elisa am 09.01.2010 23:23 #
Obdachlosigkeit und soziale Mißstände ändert man nicht durch
Reden oder Briefe. Ich beziehe auch H4. Es ist entwürdigend, wie
man vom Staat behandelt wird, wenn man seine Rechte durch-
setzen will.
Gesendet von diana am 10.01.2010 10:00 #
Eigentlich wollte ich an dieser Stelle einen Beitrag in Richtung Laube schreiben, aber ich erspar mir das.
Habe den doch sehr lang gewordenen Text wieder gelöscht.
Nur eins @ Laube:
Einen derart obeflächlichen und herzlosen Menschen wie sie, möchte ich niemals in meinem Bekannten- oder gar Freundeskreis wissen.
Gesendet von lookielookie am 10.01.2010 15:50 #
Nr. 85,,,,
bin ich.
Gesendet von Helen am 10.01.2010 22:28 #
@lookielookie, alle müssen sich an Regeln halten, auch Obdachlose, das ist so in einer Demokratie.
Gesendet von Laube am 11.01.2010 07:10 #
Ist immerwieder seltsam, dass jene Leute sich auf die Demokratie berufen, die sich als am wenigsten tollerant zeigen.
Gesendet von lookielookie am 11.01.2010 09:58 #
@ lookielookie,
mich persönlich würde es nicht stören, falls sich Obdachlose in den Bankvorräumen aufwärmen oder übernachten dürften aber es gibt Menschen, darunter gerade auch viele Frauen, deren subjektives Sicherheitsgefühl dadurch stark eingeschränkt würde.
Entschuldigung, das ich so hart formuliere aber eine Bank ist nun mal nicht das Sozialamt.
Gesendet von Aussteiger am 11.01.2010 12:06 #
obdachlose zählen ?? wie soll das denn gehen ?? vor allem haben die im moment wahrscheinlich andere probleme als zu ner datenerhebung gewehr bei fuss zu stehen, und geholfen wird durch so eine erfassung gar nicht und wenn dann bittesehr im sommer aber nicht gerade jetzt wo der kampf ums überleben vorrang hat...........
@laube
ausserdem muss man nicht jedem jeden tag einen euro spenden, vielleicht gelegnetlich mal so hin wieder, oder nem hundehalter mal ne dose mitbringen oder so...........
die argumentation ich sehe jeden tag so und soviele und muss ne auswahl treffen ist gelinde gesagt blödsinn, weil es da whl nur ums eigene gewissen geht das beruhigt wird aber nicht einen millimeter ein gedanke dran verschwendet wird, das es schon hilfe wäre, seine pfandflasche vom feierabendbier stehen zu lassen oder den kältebus in berlin zu informieren wenn man weis wo not am manne oder der frau ist - das kostet dich nämlich keinen cent, nur ein wenig mühe - übrigens kostet es keine mühe sie in den vorräumen der bank einfach in frieden zu lassen und wegzusehen - ja hilfe kann so einfach sein, wenn man nur will.........
@all
na dann lass ich mal verspätete neujahrgrüße da und wünsche jedem das er sein persöhnliches glück findet und/oder behält ;-)
Gesendet von ÖHA am 11.01.2010 17:41 #