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Post modern - der digitale Brief kommt

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Der klassische Brief hat es schon nicht leicht. Immer mehr E-Mails graben ihr das Wasser ab. Und obendrein bietet die Deutsche Post jetzt ihre eigene, ganz spezielle elektronische Post an: den „E-Postbrief“.

Er soll so sicher sein, dass mit ihm auch sensible Dokumente verschickt werden könnten. 55 Cent kostet der normale "E-Postbrief", genauso viel also wie ein heutiger Standardbrief. Dafür müssen sich Absender und Adressat aber vorher bei der Post registrieren. Wer nämlich keinen „E-Postbrief“-Account hat, der bekommt die elektronischen Schreiben weiterhin ausgedruckt vom Briefträger zugestellt.

Auch die Konkurrenz drängt mit der vergleichbaren „De-Mail“ auf den Markt. Ende des Jahres soll es losgehen. Experten sehen einen neuen Trend. Und auch die EU-Kommission hat berechnet, dass in zwanzig Jahren bis zu 70 Prozent der Post per Computer verschickt werden wird. Steht der traditionelle Brief also vor dem Aus?

Schwierig wird es für diejenigen, die keinen Computer oder keine Erfahrungen mit dem Internet haben. Sie werden ihre Briefe weiterhin auf Papier verschicken. Das könnte für sie dann teuer werden, meinen Experten. Ähnlich wie bei Banküberweisungen könnte es bald auch bei den Briefen heißen: wer sich selbst drum kümmert, bezahlt nix, wer den Service der Post in Anspruch nimmt, muss löhnen.

Kommentare:

Früher haben sich die Gavoven noch bemüht, um an das Geld Anderer zu kommen. Heute wollen sie von den Opfern noch dafür bezahlt werden.

Gesendet von malaparte am 15.07.2010 22:42 #

Nicht nur die DP-AG wird sich dran beteiligen.
Auch Provider wittern das Geschäft mit DE-Mail.
Will man diesen Dienst nutzen, ist eine Zwangsregistrierung unumgänglich.

Dieser Dienst dient letztendlich auch dazu, dass der Faktor Mensch weiter reduziert wird.
Den Briefträger wird es auf absehbare Zeit noch weiter geben, aber so langsam gehört auch er auf die Liste der "aussterbenden Art".

Wer heute ohne PC und Internet (noch) auskommt, wird wohl spätestens in zehn Jahren die Auswirkungen zu spüren bekommen.

Mit der Zustellung der DE-Mail ist es jedoch nicht getan.
Folgekosten werden auf dem Empfänger abgewälzt: Drucker,-Patronen, Papier muss der User bezahlen.
Wo er seine DE-Mail abspeichert, sollte er sich ebenso überlegen. Wichtige Mails auf den Server Provider ist immer als kritisch zu betrachten. Crasht der PC ist alles weg. Datensicherung ist für über 95% der Benutzer immer noch ein Fremdwort.

Der Fortschritt ist nicht aufzuhalten, in diesem Falle muss man ihn nicht unbedingt fördern.

Gesendet von D.Le. am 16.07.2010 12:17 #

@malaparte, zu kurz gedacht, anfangs sind Neuerungen immer teuer, in einem Jahr kostet so ein Brief dann nur noch 10 Cent,
so war es beim Handy auch.
Also nutzen wir den Fortschritt.

Gesendet von Laube am 16.07.2010 13:40 #

die post kriegt doch schon so nüscht auf die reihe.

Gesendet von tempelhoferin am 19.07.2010 16:21 #

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