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AbendschauBlog

Lange Wege zum Hauptbahnhof

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Auch über drei Jahre nach der Eröffnung des Berliner Hauptbahnhofs ist die Vernetzung in die Stadt nicht optimal. Seit 2006 hat sich für viele Berliner die Anbindung an den Fernverkehr der deutschen Bahn verschlechtert. Um ihren Zug zu erreichen, brauchen heute rund 65 Prozent der Bahnkunden mehr Zeit. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie der London School of Economics and Political Science des Stadtökonomen Gabriel M. Ahlfeldt.

Besonders benachteiligt sind der Südwesten, das klassisches Einzugsgebiet des Zoologischen Gartens und der Ostteil der Stadt. Die Anbindung der daran angegrenzten Gebiete hat sich nur leicht verschlechtert. Dagegen haben der Norden und Nordwesten und das Gebiet um den Bahnhof Südkreuz leicht profitiert, am deutlichsten hat sich die Fernbahnanbindung nördlich des Hauptbahnhofs und westlich von Spandau verbessert.  

Zudem sollen neuen innerstädtischen Verbindungen die Wege wieder kürzer machen. Doch bis die Straßenbahn aus dem Osten, die S-Bahn 21 (Verbindung mit dem Ring) oder die U5 vollständig fertiggestellt sind,  werden die Unterschiede in der Stadt bleiben. 

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Kommentare (31)

Seit Jahren habe ich dargelegt, dass der Hbf Berlin eine Schnapsidee und Geldverbrennungsmaschine ist. Jetzt kommt die
amtliche Bestätigung. Baulich ein Armutszeugnis, ohne Heizung oder Klimaanlage wie beim Ostbahnhof oder Bahnhof Zoo, strukturell überflüssig wie ein Kropf.
Das technische "Weltwunder" der Büros des Bahnhofes eine Pleite,
bis heute, also jahrelang stehen diese leer. Als Ausgleich werden die Bahnpreise laufend erhöht. Die Verantwortlichen haben sich mit Millionen aus dem Staube gemacht. Es lebe die Bananenrepublik Deutschland.

@ Laube,

was hat die schlechte Anbindung des Hauptbahnhofs, an den innerstädtischen Nahverkehr, mit den Fahrpreisen zu tun?
Billige Stammtischparolen werden durch Wiederholung nicht zur Wahrheit.

Eine Schnapsidee ist es wohl nicht. Ein Kreuzungsbahnhof ist allemal besser. Die Verbesserung der innerstädtischen Erreichbarkeit braucht Geld, das Berlin fehlt. Deshalb dauert es mit dem Bau der U5 und der S25 länger. Ich finde diese Komplettierungen der Verkehrsanbindung auch im Kontex mit dem Ostkreuz als wahrliches Verkehrskreuz als gute Adresse für alle Reisenden.

Also, dass habe ich schon immer gewusst.
Dessen hätte es nun echt keiner Studie gebraucht.

Nun sollen neue innerstädtische Verbindungen geschaffen werden. Na, das hätte man ja vorher wissen müssen - oder.?

Dieser Hauptbahnhof hat den Charme eines amerikanischen Einkaufszentrums.
Wenn ich mal da hin muss, habe ich immer als Autofahrer das schleichende Gefühl mich in ein Ausbildungszentrum für Stassenbeschilderung zu befinden.

Man kanns ja nicht allen recht machen, aber
hätte man nicht vorhandende Bahnhöfe , wie z.B. den Zoo, restaurieren können? Muss immer alles neu sein?

Na ja , wat soll man sich aufregen. Und genauso wirds mit Schönefeld werden, gehe ich jede Wette ein.

Schöne Woche

die anbindung aus richtung norden ist vor allem deshalb so gut, weil die meisten züge über hauptbahnhof vorher schon am gesundbrunnen halten. wer schlau ist, muss dann gar nicht erst am hauptbahnhof umsteigen, sondern sitzt schon drin in seinem zug - was den hauptbahnhof allerdings dann wieder für diese leute völlig überflüssig macht.

Laube und Toska

Hallihallo an Sie beide

Völlig richtig. Und Toska
"Und genauso wirds mit Schönefeld werden, gehe ich jede Wette ein."

Ich würde nicht dagegen wetten

Das bescheuerte Gerenne, wenn man ein Handicap hat- auf den Fahrstuhl kann man warten, bis man grün im Gesicht wird (und grün steht mir nicht), also muss man die Rolltreppen runter und wieder rauf...

Entgegen der Ansicht, dass Südkreuz se i ein *guter* Bahnhof, halte ich diesen für völlig überdimensioniert und das Gelatsche von Ost nach West, um z.B. zum Bus zu kommen völlig hirnirissig für einen wenig frequentierten Möchtegernfernbahnhof.
Auch wenn er wesentlich näher als Bahnhof Zoo für mich persönlich ist.

Debema

Hall o auch an Sie

Erklären Sie doch mal bitte den Sinn der U 55 in der jetzigen Form...Ich kapiere das überhaupt nicht.

Uschi Kowalski

Ach wie nett, dass das nun hier auch wieder Thema sein muss. Wir haben ja gerade sonst nichts, worüber man sich aufregen kann.

Komisch, ich halte das für völlig logisch, dass die Fahrzeit zu einem zentralen Fernbahnhof sich proportional zur Entfernung von eben diesem Bahnhof verlängert. Also müssen die Leute entweder in die Nähe ziehen oder es akzeptieren.

Was die Bahn tun könnte, um es maximal allen recht zu machen und ihr Pilzkonzept voll auszulasten: Jeden Fernzug an jedem Fernbahnhof halten lassen. Einige wenige halten ja nur am Hauptbahnhof, darin besteht der "Zwang", bis dorthin zu fahren. Würde jeweils die volle Nord-Süd-Strecke auch an jedem Bahnhof gehalten (Gesundbrunnen, HBF, Südkreuz), und selbiges auch entlang der Ost-West-Achse, würde es für einige leichter. Ich merke grad, dann verlängerten sich wiederum die Fahrzeiten der Fernzüge...aber mein Gott, man kann nun nicht alles haben.

Irgendjemand wird immer nen Nachteil haben; wir können mit der Verbesserung der innerstädtischen Anbindung lediglich versuchen, dass es möglichst wenig Leute sind. Wobei ich mich auch frage, ob man es denn unbedingt für jeden mundgerecht machen muss, nur weil keiner gerne umsteigt.
Gibt es demnächst vielleicht noch ne U-Bahn nach Brieselang (könnte sich in Spandau ja mit der U7 vereinigen, das wiederum schafft Anbindung an die Berliner City-West, und das ist schließlich essentiell!) ...
:-)
Man merkt, wo diese Bequemlichkeitsmentalität uns am Ende hinbringen könnte. Wie war das - Straßenbahn bis zum Südkreuz und von da aus gleich nach Schönefeld (BBI)?:-)

@Laube: Stammtisch lässt grüßen.
"Amtlich bestätigt" ist bisher nur, dass die meisten Leute länger brauchen (5-10 Minuten, ausgehend vom Bahnhof Zoo?) um einen Fernzug am HBF zu bekommen. Alles andere sind Ihre Behauptungen, von denen lediglich "ohne Heizung" als wahr bezeichnet werden kann (was aber außer Zoo u. Ostbahnhof jeden Bahnhof betrifft). Der Ausbau der Bürogebäude geht voran, dass er sich verzögert hat, ist internen Entscheidungsschwierigkeiten der Bahn anzulasten und nicht dem Bauwerk, das nach wie vor eine technisch-logistische und architektonische Meisterleistung bleibt.
Alles Weitere ist Gewäsch :-)

@debema: Vollkommen richtig.
In Berlin liegen im Meinungsbild der Bürger "Geldverschwendung" und "unbedingt notwendig" nah beieinander, und es wird sich gedreht, wie es gerade passt. Ich habe auch schon gelesen, die S21 sei Geldverschwendung.

@Toska:
Also, entweder Sie waren noch nie am HBF, oder noch nie in einem amerikanischen Einkaufszentrum. Der Unterschied ist Himmelweit. Ob man das Flair dort mag, bleibt einem selbst überlassen (ich liebe es, eben weil es weder typisch Shoppingcenter noch typisch (schmuddelig-unbehaglich) Bahnhof ist, es hat was von einer Kathedrale, nur die Züge und Geschäfte erinnern einen daran, wo man ist), man muss ja auch nicht da Shoppen gehen. Heutzutage sind fast alle dt. Großstadtbahnhöfe Kaufhäuser mit Gleisanschluss, da nimmt sich der HBF Berlin mit anderen nicht viel - außerdem mussten hier 25m Höhenunterschied zw Stadtbahn- und Nord-Süd-Trasse (3 Etagen) möglichst sinnvoll gefüllt werden. Und es scheint ja gut angenommen zu werden, denn leer ist es nie :-)

"Das habe ich schon immer gewusst" - Was denn?
Sie kommen als Autofahrerin zum HBF - die Studie bezieht sich aber auf den Berliner ÖPNV. Dass die Verkehrssituation rund um den Bahnhof ne Katastrophe ist, nee, dafür braucht man wirklich keine Studie ,-) Da kann ER aber nix für, es ist der Berliner Senat, der hier nicht aus dem Hintern kommt; wahrscheinlich wird's auch auf lange Zeit nicht besser dort, denn das Areal wird langfristig ne Großbaustelle sein (Hotels, Stadtquartier, Straßenbahn, S-Bahn) ... :-(
Wenn Sie wirklich zum HBF müssen (ist eigentlich bei nur wenigen Fernverbindungen der Fall), gibt es da keine Möglichkeit für Sie, mit den Öffentlichen anzureisen?

"Muss immer alles neu sein?" - sicher nicht, aber in dem Fall schon. Der Bahnhof Zoo taugt nicht zum zentralen Kreuzungsbahnhof, außerdem hätte sich dann das Gleiche Problem (längere Anfahrtszeiten) Richtung Osten verschoben.
Ach, und ich würd nicht wissen wollen was da los wäre, würde jemand mit Sanierungsplänen für den guten alten Zoo aufwarten - das löst ja beim Ostkreuz schon ganze Trauer-Arien aus! :-)

Warum nicht zwischenzeitlich wieder Fernzüge am Zoo (dann aber bitte auch am Alex) halten lassen? Dem HBF würde das nicht schaden, aber es würde wahrscheinlich so einigen Leuten entgegenkommen. Also ich wär dafür :-)

Hallo Kowalski

Ich antworte mal stellvertretend :-)

U55:
Übergang zur Nord-Süd-S-Bahn am Bahnhof Brandenburger Tor, als Alternative zur Friedrichstraße (Stadtbahn derzeit übervoll, Bahnhof Friedrichstraße sowieso katastrophal)

U5:
später Verbindung Alexanderplatz-Hauptbahnhof und ggf. Hauptbahnhof-Turmstraße. Ist das nichts?

Es ist ein Teilstück.
Es ist der Versuch einer Verbesserung, aber klar, es hat erheblich (zu) viel gekostet, damit wird es automatisch unnötig.
Genau dasselbe prophezeie ich der S21, der Bau wird Unsummen verschlingen, also wird er anschließend als unnötig bezeichnet werden.
Daraus kann man doch nur schließen, dass die derzeitige Anbindung des HBF vollkommen reicht.
"Verbesserungen gerne, aber sie dürfen nichts kosten..."

Das Südkreuz kann ich nicht für überdimensioniert halten, die Ringbahnhalle vielleicht, allerdings finde ich es gut, dass es mal breitere Bahnsteige gibt, woanders sind sie (den Leuten) ja wieder zu eng.
Die komplizierte Wegeführung dort ist eine andere Sache ;-)

Und das leidige Thema Aufzüge.
Tja, die Dinger werden leider immer von mehreren Menschen auf unterschiedlichen Etagen gleichzeitig beansprucht, können aber logischerweise nicht auf jeder Etage gleichzeitig sein.
Hinzu kommt ihr Missbrauch durch nicht gehbehinderte Menschen ohne Gepäck, solche die einfach nur zum Spaß fahren und alle Knöpfe gleichzeitig drücken, Leute, die eine Sekunde nach Drücken des Rufknopfs wieder abhauen (sodass der Aufzug umsonst hält, was anderen wieder Zeit klaut), und Leute die absichtlich die Technik lahmlegen. Das kann man natürlich nur beobachten und reflektieren, wenn man öfter mal etwas Zeit mitbringt. Mir ist schon klar, dass jemand der es eilig hat und angwiesen ist auf den Aufzug, in dem Moment nicht auf die Idee kommt zu hinterfragen, warum es so ist, wichtig ist in dem Moment dass es funktioniert. Trotzdem gilt: Die Aufzüge in Bahnhöfen sind, genau wie in jedem Gebäude, nur harmlose Maschinen, die tun, was Mensch ihnen befiehlt. Wenn Mensch sich doof anstellt, dann kann der Aufzug nicht anders, als entsprechend zu reagieren. Leider gibt es genügend Menschen die sich doof anstellen, und das wirkt sich dann leider auf alle aus, die mitfahren wollen.

@Central Station

Also Ihre Liebe zum Hauptbahnhof ist ja unüberlesbar. Das nenn ich wahre Zuneigung.

Aber zur Info: ich war schon mehrmals am HBF und auch in amerikanischen Einkaufszentrum.
Aber Sie haben völlig Recht, alles Geschmacksache. Allerdings der Vergleich mit einer Kathedrale- na ja. Wenn Sie meinen. ;-)

Mit dem " das habe ich schon immer gewusst " meinte ich das die Verkehrsanbindungen nicht optimal sind, egal ob man mit der Bahn kommt oder mit dem Auto. Das war von Anfang an klar.

Ich finde es immer schade, dass alte Gebäude , egal ob nun Bahnhof oder was anderes abgerissen werden, anstatt den Versuch zu machen alt mit neu zu verbinden. Berlin hat so viel an Gebäude zu bieten gehabt, aber nee, Deutschlandhalle wird abgerissen und so eine potthäslische 02 -Arena gebaut.

Das ist das was mich ärgert. Sinnlose Geldverschwendung.

@Uschi

Habe Sie vermisst :-))

Würde Sie gerne zum Kaffee im Zoo-restaurant einladen, ach gibst ja auch nicht mehr , ja bleibt nur noch Kaffee to go im HBF.

@Toska

Jo. Den hassen genug Leute, da schadet es nicht, wenn jemand ihn liebt :-)

Doch, ich finde den Vergleich mit ner Kathedrale passend (passender als 0815-Shoppingmall :-)), allein das räumliche Ausmaß, die Dimensionen und eine Vielzahl architektonisch-gestalterischer Elemente (Kreuzgewölbe beim Dach, die Gabelstützen welche die Bahnbrücken tragen lassen Gotik erahnen (natürlich auf modern gestylt), auch im Tiefgeschoss die Säulen, deren Wirkung mit der geplanten Gewölbedecke noch mehr zur Geltung gekommen wäre, aber auch mit Flachdecke sieht's gut aus...).
Zugegeben, es ist ne recht laute und zugige Kathedrale ,-)

Wo wohnen Sie? Vielleicht wäre ein anderer Bahnhof für Sie günstiger zu erreichen?

Zu Deutschlandhalle und O2-World kann ich gar nicht so viel sagen, weil ich keine von beiden je besucht hab. Optisch gefällt mir die auch nicht, die Schüssel in Friedrichshain. Genau wie der ganze Mediaspree-Kram. Bin genau wie Sie auch der Meinung, dass man nicht alles abreißen und neu machen sollte (deswegen ja: Bahnhof Zoo stehen gelassen und woanders den Zentralbahnhof gebaut :-)), ab und zu muss wegen hohen Alters eines Objekts aber saniert werden. Siehe Ostkreuz: Der muss dringend behindertengerecht werden und tragfähige Brücken bekommen, sonst passiert irgendwann ein Unglück. Ob er deswegen gleich ne gläserne Halle braucht, da kann man drüber streiten. Die Bahn will hier alt und neu verbinden. Wir dürfen gespannt sein, ob's gelingt.

Übrigens, bin zwar auch mehr der Kaffee-to-go-Liebhaber, aber soweit ich mich erinnere gibt es sowohl im HBF als auch Zoo auch Cafés, wo man sich reinsetzen und gemütlich plaudern kann :-)
(Im HBF allerdings immer sehr voll, weil da wegen der schlechten Anbindung keiner weg kommt ;-))
Bahnhof Zoo hat sich in meinen Augen übrigens deutlich erholt von seiner Zeit als überlasteter Fernbahnhof, er hat sein Schmuddel-Image verloren (nun ist er halt so schmuddelig wie ein durchschnittlicher Berliner Bahnhof, aber in 10 Jahren sieht's am HBF ähnlich aus), was ich sehr positiv finde. Und selbst da kann, wer möchte, shoppen gehn.

Für Alle hab ich hier mal noch was, das sowohl zum Thema als auch zum heutigen Herbst-Beitrag in der Abendschau passt:

"Sehenswürdigkeiten hinter bunten Blättern"

So als kleine Entschädigung für meine Kilometertexte :-)

@Central Station

Ihr Link ist toll. Und von Kilometertexte kann ja nicht die Rede sein, ( da gibs Steigerungen )und in vielen haben Sie auch recht z.B. das Schmuddelimage vom ZOO, und so zeitgemäß ist er ja auch nicht mehr.

Meine Anbindungen zum Bahnhof sind o.k. Ich wohne in Charlottenburg, da war der ZOO optimal, aber bewegung tut gut.

Und bin ich mal weg , dann richtig weit , und da wird geflogen.

Man sieht sich -zum Kaffee im HBF.

"auf den Fahrstuhl kann man warten, bis man grün im Gesicht wird"

Dann nutze ich einen anderen Hauptbahnhof?

@Central Station, wer stolz darauf ist, dass der Super Hauptbahnhof im Winter nicht beheizt werden kann, im Sommer keine Klimaanlge hat, sollte besser hier nicht mit diskutieren.
Ein solch niedriges Anspruchsniveau haben Berliner nun mal nicht.
Vielleicht hat der neue Flugplatz diesen Komfort nach dem Vorbild des Hauptbahnhofes auch nicht. Nach Ihren Ansprüchen wäre das auch nicht nötig, da könnten sich ja Obdachlose aufwärmen und die Reisenden haben im Flieger eh eine Klimaanlage. Toll.

@karla

Wenn Du mal richtig gelesen hättest, wäre Dir aufgefallen, dass @Uschi ein Handicap hat. Sie muss an Krücken gehen . Nicht weil es ihr Spaß macht, sondern weil sie krank ist.

Und da macht es bestimmt kein Spaß am Fahrstuhl zu warten. Und bei den HBF ist das mit den Fahrstühlen solch eine Sache, sehr voll und zu wenige.

Also nicht so überheblich schreiben, kann jeder ganz schnell auch in solch eine Situation kommen.

@ Laube,

der Hauptbahnhof ist wie der Name schon sagt, ein Bahnhof und keine Wärmestube für Obdachlose.

@Toska

Ich habe gelesen, dass von einem Handicap die Rede war.
Hat aber mit meinen Fahrstuhlerfahrungen am HBF nichts zu tun.

Was ist daran überheblich, wenn meine sich von denen anderer unterscheiden? Vielleicht ist ja auch nur die Wahrnehmung eine andere?

(Hauptsache überall Senf dazu, Toska, nicht wahr?)

Laube,

Wo habe ich geschrieben, ich sei stolz drauf? Wieder eine Behauptung von Ihnen, die Sie nicht belegen können :-)
Wie gesagt, "ohne Heizung" ist korrekt, es ist unangenehm, und es ist ein Minuspunkt des HBF (und der meisten Bahnhöfe), da brauchen wir ja gar nicht streiten. Keiner kann das besser nachvollziehen als ich, denn ich frier mir im Winter doch genauso den Hintern da ab (nee, ich bin kein Stammkunde in der tollen DB-Lounge).
Die Bahn täte hier gut daran, geschlossene Warteräume auf den Bahnsteigen zu installieren, ähnlich wie am Bahnhof Spandau.
Ne Klimaanlage für'n Sommer ist vorhanden, zur Be- und Entlüftung sind spezielle Lüftungsklappen in der Glaskonstruktion eingebaut, und spätestens ab Ebene -1 ist es sowieso angenehm kühl im Gebäude :-)
Ist zudem auch besser für den Kreislauf, wenn man von draußen aus der brütenden Hitze kommt und es sich auf dem Weg nach unten dann in Nuancen abkühlt; diese Schocktherapie von extrem heiß zu extrem kalt (wie in den meisten künstlich klimatisierten Gebäuden) hat schon so einige Leute umgehauen.

Die etwas hochgeschraubten Ansprüche der Berliner bezogen sich auf möglichst umsteigefreie ÖPNV-Verbindungen. Nicht auf Komfort in Bahnhöfen.

"Könnten sich ja Obdachlose aufwärmen" - was wollen Sie mir damit sagen? Die Schublade funktioniert nicht, da muss ich Sie leider enttäuschen.

Und wo ich mitdiskutiere oder nicht, das überlassen Sie mal ruhig mir :-)

@Toska

Guten Abend und der Kuchen zum Kaffee :-)

Ich gehe (nicht mehr immer) an Krücken -die übrigens Französische Gehhilfen heissen, so wurde ich belehrt. Nun nenn ich sie Jean und Jacque;)

Karla

Guten Abend auch für Sie

Wieviele Fahrstühle hat denn der HBF?

Central Station

auch an Sie ein guten Abend

Man merkt, dass Sie *ihn* lieben.
Ich finde übrigens Ihre Texte nicht Kilometer, aber den Trost hab ich gern genommen.

Beim Banhof Papestr. meine ich nicht die breiten Bahnsteige allein oder die Halle. Der Gesamtkomplex ist überdimensioniert. Überlegen Sie mal: welche Fernzüge kann man von dort nutzen, ohne Umsteige im HBF. Eben. Dafür so ein Riesengebäude mit Parkplätzen, zwei (hässlichen) Hallen und der Busbanhof ist ja wohl eine Verschwendung. Wieviele Busse fahren denn dort ab? Eben!

Klar, man kann den HBF mit Ihren Augen sehen, aber auch für Sie bleiben die Mängel ja nicht unsichtbar und, so leid es mir tut, ich finde die Architektur völlig überdimensioniert und auch nicht schön.
Als Fan von Bahnhöfen kennen Sie vielleicht den Leipziger HBF? Der ist 'ne Wucht...und das sag ich, als

Uschi Kowalski

Hallo Uschi Kowalski

Ach, das muss Ihnen nicht leid tun, es ist Ihre Meinung.
Schön und hässlich sind doch eh subjektive Gefühle :-)
Was man nicht machen sollte ist nur, Tatsachen zu verdrehen oder zwecks Polemik Zusammenhänge falsch darzustellen (Laube).

Die meisten Leute mögen eher alte Gebäude (weil die ne "Seele" haben) und können mit modern im Sinne von Stahl-Glas-Beton nichts anfangen (weil "kalt, unpersönlich und steril"). Ich bin da eher so, dass ich mir jedes Objekt individuell begucke und dann für mich entscheide, wie ich's finde; ich kann sowohl alte als auch neue Bauwerke (und Bahnhöfe) spannend und reizvoll finden. Oder eben hässlich. Seele und Charakter hängen in meinen Augen nicht von Material oder Alter ab.

Klar fallen mir auch die Mängel des HBF auf, ich würde nie behaupten, dass der fehlerfrei ist. Aber so wie man nen Menschen auch mit seinen Macken und Fehlern akzeptieren und lieben kann, lieb ich auch den HBF mit seinen Macken. :-)
Und ganz allgemein finde ich, Mängel feststellen und blos nörgeln hilft nicht, man kann und sollte konstruktive Vorschläge bringen oder für sich irgendwie ne Möglichkeit finden, mit dem Zustand umzugehen.

Beim HBF auch immer bedenken, der ist für die Zukunft gebaut, Berlin wird sich verändern, auch infrastrukturell, und das wird seine Notwendigkeit (auch die der Größe) schon noch unter Beweis stellen. Seine fehlenden Verkehrsanbindungen wird er zwangsläufig bekommen (müssen), genau wie ein Umfeld, wo jetzt noch Wüste ist. Das Problem war halt, der ist im Eilverfahren gebaut worden (Fußball-WM war Pflichttermin), und der Bau selbst war äußerst aufwändig und kompliziert. Es gab Unterbrechungen, Zwischenfälle, Verzögerungen, trotzdem musste alles schnell, schnell gehen, dass der nur ja 2006 fertig wird. Daraus resultierten am Ende dann Planungs- und Konstruktionsfehler. Klar, man hätte ihn lieber später eröffnen sollen, dafür aber rundum fertig und top-funktionell, aber eine nachträgliche Verbesserung ist besser als gar keine, oder? :-)
Na, und dass das Umfeld erst wachsen kann, wenn sein Kernstück, der Bahnhof, steht, dürfte eigentlich logisch sein.

Südkreuz mag ich ebenfalls, nicht der Schönste, aber er hat was, nur ist es da tatsächlich von einem Bahnsteig zum anderen ne übelste Rennerei. Und wenn da eine Rolltreppe defekt ist, hat man (wenn mobilitätseingeschränkt) anders als im HBF ein Problem.

Leipzig HBF? Ja, hier gefällt mir die Kombination von alt und neu sehr gut. Auch hier wurde eine Shoppingmall in einen Bahnhof integriert, blos hier stört das keinen ;-)

Im Berliner HBF gibt's übrigens 9 Aufzüge:
6 Panoramaaufzüge (jeweils 3 für die Gleise 3-6; jeweils 2 für die Gleise 11-16), 2 normale Aufzüge, die zu den äußeren Tiefbahnsteigen führen (die allerdings sehr versteckt liegen, außerdem muss man im Gebäude umsteigen, weil die aufgrund der Bauweise nicht bis ganz nach oben fahren können - auch das ein eindeutiger Mangel, halte ich sogar mit für den schlimmsten!) und einen für die U55.
:-)

P.S. Ich find das ja irgendwie sympathisch, dass Sie ihren Gehhilfen Namen geben ;-)

@U. Kowalski

Ich hatte die Aufzüge nie gezählt, aber kürzlich wieder einmal eine Freundin zu Besuch, die eine Gehbehinderung hat. Was soll ich sagen? Wenn ein Aufzug voll ist, dann muss man eben warten, bis er wiederkommt....Das hat man in Kaufhäusern ebenso.

Klar will man immer Komfort, will raus aus dem Bahnhof oder an sein Gleis - da hilft nur: Frühzeitig da sein.

Ich finde manche Wege auch lang im HBF, ich hätte auch gern mehr Klos, kalt ist es auch im HBF ... Aber was nutzt es? Das ist nunmal jetzt unser Zentralbahnhof, da können wir lamentieren, wie wir wollen.

Ich sehe übrigens wohl, das in unserer Gesellschaft zu wenig auf die Bedürfnisse Behinderter eingegangen wird, dass abgesengte Bordsteinkanten/ Fußgängerüberwege zugeparkt werden etc.

Ach so: Wie viele Aufzüge hat(te) der Bahnhof Zoo?

also ich find den bahnhof klasse.
verstehe gar nicht was ihr habt ^^
da ich gleich moabit wohne, hab ich kein problem hin zu kommen.
kalt ist mir da auch nicht, da zieht man sich halt warm an.

und es gibt mehrere fahrstühle zu jedem bahnsteig, kommt einer nicht, nehmt einen andern.
ist doch klar wenn so viele sich um die fahrstühle reißen, dass das länger dauert. die touris benutzen die oft auch nur zum gucken.

gab es am zoologischen nicht nur 1 fahrstuhl pro bahnsteig, also 3 stück gesamt?

hauptbahnhof, auf alle fälle besser als stinke-zoo!!!

Karla

Guten Abend an Sie

Zu Zeiten des Bahnhof Zoo waren mir Aufzüge noch egal. Die Wege waren aber auch nicht derart wie im HBF

Central Station

"P.S. Ich find das ja irgendwie sympathisch, dass Sie ihren Gehhilfen Namen geben ;-)"

Wenn Sie wüssten, wem und was ich so alles Namen gebe :-)))

Ihren Hinweis auf die Eile beim Bau des HBF finde ich prima, denn das ist ein typisches Merkmal für Berliner Politik. Unüberlegt irgendwas * abreissen, schliessen und was neues hinklatschen lassen*: Spreedreieck- wir ham ja nicht jenuch in Mitte, Riesenrad- wozu sollte sonst der Plänterwald verrotten, Palast der Republik- wir brauchen dringendst ein Schloss, Voreilige Schließung Tempelhof- wir haben noch nicht genug Hundekackgebiete usw.

Ich stimmwe Ihnen übrigens zu: Seele und *Charakter* eines Gebäudes hängen nicht von Neubau oder Altbau ab, sondern, für mich, hängen diese mit der Geschichte zusammen. Wie oben geschrieben, Berlin ist Spitze darin, die eigene Geschichte zu vernichten und allet schick und neu zu machen.

Ich war gegen den Reichstag in der jetzigen Form...nein, eher hatte ich Bedenken. Diese sind vollends zerstreut seit Fertigstellung.

Im Thread geht es ja um Entfernungen zum HBF und die bevorzugen eindeutig die hippe Mitte der Stadt.
Wie mit BBI. Tolle Idee, die jetzt schon überholt ist :-(

Egal, alles eh auf Sand gebaut und irgendwann holt sich das Meer den Sand zurück ;)

Uschi Kowalski

Es gab und gibt viele Vorschläge, den HBF besser anzubinden, aber sowie eine Straße oder ein Platz betroffen ist, regt sich Widerstand. Der eine will Platz für Autos, der andere eine breite der nächste eine engere Straße - wie soll da entschieden werden? Es ist doch wie immer, alle wollen etwas haben, aber nicht bei mir, sondern beim Nachbarn, und dann dauert das, dauert......

Ach, feder, lassen Sie mal gut sein, hier wird stets alles bis ins kleinste Detail zerredet und schlecht gemacht - typisch AS-Blog mit seinen immer gleichen usern...frischer Wind wird hier nicht wehen, solange es Leute gibt, die "neuen" Leuten das Kommentieren hier vermiesen:-D

Snowball

Hallo an diesem Regentag

Nö, Ihr Kommentar von 0.53h ist doch Quatsch.

Ich bin erst kurz hier und als ich mich (meiner Art nach sehr deutlich und Stammtisch like) die ersten Male äusserte, wurde natürllich gegenargumentiert.
Holla, Tempelhof- da ging es heiß her und auch bei 60 Jahre Deutschland...um nur einige Beispiele zu nennen.
Ich wurde aber nie beleidigt oder ähnliches. Den *Mund* verboten hat mir auch niemand und selbst wenn jemand versucht hätte (machte aber keiner) mir das kommentieren zu vermiesen, hielte das eine Kowalski doch nicht ab ;-)

Wer sich das vermiesen lässt, duckt auch in der Realität.

Mööönsch, Helen hat mich angefahren und ist im nächsten Thema nett zu mir. 1704 zerlegt vieles und nöhlt doch nicht mich sondern meine Krawallski Parolen an. Hernando mampft meinen Teller leer, oft sind wir ähnlicher Meinung und doch nicht eins. So what? Ist doch Sinn der Sache.

Gucken Sie mal auf die Beschreibung des AS Blogs: Genau so isses. Berliner (und Zugezogene) schnoddern, blaffen rum und...
vertragen sich trotzdem.

Leute, die Ringbahn fuhr heute hintereinander weg alle 5 Minuten, bin ich doch glatt erstmal 30 Minuten aufm Bahnsteig geblieben um mir das anzugucken :-)

friert jetzt

Uschi Kowalski

Hier ging's ja weiter :-)

@Helen

So ist es! So ist es generell, wie man's macht, ist es verkehrt! :-(

@feder

"und es gibt mehrere fahrstühle zu jedem bahnsteig, kommt einer nicht, nehmt einen andern."

Kleine Ergänzung: Wer nicht mobilitätseingeschränkt ist oder nicht viel Gepäck hat, sollte ganz auf die Aufzüge verzichten. Ist ja nicht so, dass es keine Rolltreppen gäbe im HBF. Es hält nur den Verkehr für die drauf Angewiesenen auf, wenn Leute spazieren fahren, oder einfach nur mal drücken.
Vor allem weil viele ja nach 1 Minute gleich schon die Geduld verlieren und weglaufen, sodass der Aufzug dann oftmals umsonst in einer Etage hält (wobei: die Dinger scheinen lernfähig zu sein - gestern mal wieder so ne Situation beobachtet, und gedacht, da nehm ich den Aufzug halt damit der nicht wieder umsonst hochfährt, aber oha, der fuhr glatt an mir vorbei!
Sowas nenn ich eben auch Charakter ;-))

@Kowalski

"Ihren Hinweis auf die Eile beim Bau des HBF finde ich prima, denn das ist ein typisches Merkmal für Berliner Politik. Unüberlegt irgendwas * abreissen, schliessen und was neues hinklatschen lassen*: Spreedreieck- wir ham ja nicht jenuch in Mitte, Riesenrad- wozu sollte sonst der Plänterwald verrotten, Palast der Republik- wir brauchen dringendst ein Schloss, Voreilige Schließung Tempelhof- wir haben noch nicht genug Hundekackgebiete usw."

Ich widerspreche vehement!
Es wurde nichts hingeklatscht und auch nicht unüberlegt.
Es war wirklich nur der Vorsatz, zur Fußball-WM fertig zu sein, der hier unüberlegt war und einiges durcheinander brachte, ansonsten ist das Ganze sehr gut durchdacht (kommt aber eben jetzt alles verspätet daher).
Wie ich oben schrieb, der HBF ist notwendig und das wird sich vor allem in den kommenden Jahren zeigen. Berlin verändert sich, Berlin wächst, da ist eine Eigendynamik die wir gar nicht kontrollieren können. Stadtentwicklung und -erweiterung, mehr Einwohner, Strukturveränderung. Es gibt keinen Stillstand!
Ich gebe Ihnen mein Wort, die Stadt wird in 20 Jahren ganz anders aussehen als heute, und das nicht nur architektonisch. Die Menschen, die heute am Meckern sind, leben auch nicht ewig. Man muss auch in Richtung Zukunft denken. Der Bahnhof ist zudem nicht nur als Drehkreuz Berlins, sondern Europas konzipiert, auch hier fehlt zur Vollständigkeit noch viel an Verbindungen, die aber alle kommen werden, so wie Europa sich weiterentwickelt.
(Das Schöne am HBF ist ja, dass er flexibel ist, und erstmal nicht aus- oder umgebaut werden muss, sobald die Ansprüche sich ändern....)

Irgendwann jedoch ist auch der HBF nicht mehr zeitgemäß und wird weichen müssen, aber das wird nicht früher als in 100-150 Jahren der Fall sein (gut, dass ich das nicht mehr erlebe ;-)). Der *schreckliche* Potsdamer Platz wird auch wieder abgerissen, vertrauen Sie mir. Das ist nicht unsere Politik (die lässt höchstens manche Dinge zu früh abreißen), sondern eine Gesetzmäßigkeit. Nichts ist von Dauer.

Wo wurde denn eigentlich für das Spreedreieck etwas abgerissen? Auf dem Grundstück stand doch vorher Ewigkeiten nichts, und es gibt seit 100 Jahren schon Pläne, da ein Hochhaus zu errichten. Der Grundstücksskandal, der jetzt öffentlich wurde (da wurde einfach ein Teil mitverkauft, der der DB gehört) und die Architektur des Gebäudes (die man mögen kann oder nicht) sind zwei Paar Schuhe. Ein Bürohaus wäre so oder so hingekommen..

Das Riesenrad scheint sich erledigt zu haben. Wäre zwar nicht auf des Steuerzahlers Kosten gegangen (eben darum klappt es jetzt nicht, gibt nicht genügend Investoren :-)), aber ich hielt es trotzdem für Fehl am Platz (wenn, dann doch bitte am HBF :-)).
Außerdem wär's nur ne Kopie vom London-Eye, und im Kopieren ist Berlin ja eh großartig (O2-Halle, Wolkenkratzer a la Manhattan am Alex - kommen noch).

Über THF kann man streiten, aber das gehört nicht hierher, denke ich. Nur so viel: Ich würde es auch für sinnvoller und verantwortungsvoller halten, würde zusätzlich zum BBI noch ein weiterer Ausweichflughafen offen bleiben. Ob nun Tegel oder THF.
Die Anwohner der Flughäfen werden's anders sehen. Da ist wieder der Interessenkonflikt. Genau wie jetzt bei den Nachtflügen - BBI mit Nachtflugverbot=doof, BBI mit (eingeschränkter) Nachtflugerlaubnis=auch doof ...

Palast der Republik/ Stadtschloss: Bin ich Ihrer Meinung.
(Den Palast hätte ich gern kennen gelernt, ich war nie drin, nur damals 2005, als er schon halb abgetragen war).
Am besten find ich aber jetzt die Wiese. :-)

"Wie oben geschrieben, Berlin ist Spitze darin, die eigene Geschichte zu vernichten und allet schick und neu zu machen."

Ich versteh was Sie meinen.
Es wird in der Tat einiges zu früh getilgt.
Aber irgendwann verschwindet alles, konservieren können wir nichts. Was heute schick und neu ist, wird auch einmal alt und verfallen sein, es wird den Leuten ans Herz gewachsen sein. Genauso wie umgedreht das, woran wir heute hängen und gewöhnt sind, auch einmal schick und neu und nicht unbedingt beliebt war (das Brandenburger Tor ist ein berühmtes Beispiel; die Reaktionen als es gebaut wurde glichen in etwa den heutigen zum... ja, zum Spreedreieck).
Wenn mal die Leute das nur einsehen könnten, dass alt und neu alles nur temporäre Begriffe sind, die mit der Zeit unbedeutend werden, wenn sie mal nur nicht alles durch ihre subjektive Brille betrachten würden. Dies ist hier nur ein winziger Ausschnitt aus der gesamten Geschichte Berlins. Beschäftigen Sie sich mal mit der Geschichte der Stadt, sie werden sehen, was alles vergangen und nicht mehr da ist, und wie klein und unbedeutend in Relation dazu unsere Epoche gerade ist. Die Stadt hat schon ganz andere Umbrüche gesehn, auch vor den großen Kriegen schon.

"Im Thread geht es ja um Entfernungen zum HBF und die bevorzugen eindeutig die hippe Mitte der Stadt.
Wie mit BBI. Tolle Idee, die jetzt schon überholt ist :-("

Also, ich wüsste nicht, dass der Wedding oder der Westen von Spandau oder auch das Gebiet ums Südkreuz (also die, die profitiert haben vom HBF) zu der "hippen Mitte" gehören. Prenzlberg (Stichwort hippe Mitte) profitiert zB gar nicht so, noch fehlt denen nämlich die Tram-Anbindung direkt zum HBF.
Und zu BBI passt das erst recht nicht, denn der ist ja wohl in Brandenburg und generell (noch) sehr schlecht zu erreichen.

Ach, und Wedding... Schöne Grüße an den Mann ausm Wedding im Video, der sagte, da sei keine direkte Anbindung zum HBF: Komisch, ich tingel so richtig oft zwischen HBF und Wedding (Gesundbrunnen - das ist Euer Tor zur Stadt und zum Fernverkehr!) hin und her, alles ohne Probleme, und die S21 kommt ja auch schon bald, und zwar zuerst zu Euch im Wedding:-)

@snowball

Glabe nicht, dass das typisch ASB ist. Eher ist es typisch Berlin.
:-)

Zu
@central station meinte am 23.10.2009 16:26
letzter Absatz

Äääh - direkter als den 120er zu nehmen gehts ja nun gar nicht.

Central Station

Einen schönen Abend für Sie

Hmpf, Sie pflücken ja alles auseinander...tsss..

Meine Beispiele sind symbolisch gemeint und sorry, wo befindet sich die Invalidenstr respektive der HBF? Ist das nicht Mitte?????
Die Mitte wird aufgerüscht und was ist mit den Strassen in Zehlendorf, Steglitz, Schöneberg und, wenn Sie ihn so mögen: Wedding?

Ich lass mich gern eines Besseren belehren: Wo sind die Plätze, die rund ums Südkreuz vom HBF profitieren?

Wenn Sie sich so auskennen: die Anwohner Nähe BBI konnten doch Entschädigungen nehmen (oder erinnere ich das falsch?) Neuwohner wussten, dass BBI kommt, sollen sich nicht beschweren. Ist ja, als zöge ich neben eine Kirche und beschwere mich dann über das Gebimmel

Wer entschädigt die Kleinbetriebe rund um THF?

Ihrer Vision eines Riesenrades am Lehrter Bahnhof und einer großen Wiese statt Beton DAVOR teile ich.

Uschi Kowalski

@ snowball

Ich gebe Ihnen in einem Punkt Recht - als ich hier neu eingestiegen war, mit Lesen wohlgemerkt war ich entsetzt über den Stil der User untereinander. Als ich mich dann auch mal gemeldet hatte, habe ich mich voll in die Nesseln gesetzt un d habe aufgegeben. Aber warum sollte ich den Nörglern und Besserwissern das Feld überlassen, wenn sie mich angemacht haben, habe ich sie verhungern lassen oder meine Meinung bekräftigt.
Allerdings habe ich eines festgestellt, ich nehme manchmal genau diesen Ton auf und das will ich eigentlich nicht.

Also nicht verzagen, vielleicht bringen Sie und @ Feder etwas Neues hier rein, vertragen kann es das Blog oder heißt es der Blog.

Helen

Guten Morgen an diesem grauen Samstag

Öhm, die user feder und snowball sind neu?????
Aha.
Wenn jemandem der Ton in einem Blog (oder sonstwo) nicht gefällt, warum steigt man dann ein?

Um im Thema zu bleiben: ich steige überall anders ein, wenn es sich vermeiden lässt im HBF einzusteigen.

Uschi Kowalski

Hallo liebe Diskussionsteilnehmer

Bevor ich heute zum HBF fahre (aus Richtung Westen, ich sollte mich also mit Proviant und Lesematerial eindecken für die lange Reise ;-)) hier noch ein paar Worte.

@karla

Tja, Busse werden als Verkehrsmittel nicht sonderlich ernst genommen, drum brauchen wir für die Invalidenstraße ja auch noch die Straßenbahn :-)
Und was der Mensch im Video meinte mit "keine direkte Verbindung"... also, Gesundbrunnen ist eigentlich bestens angebunden. Und von da aus zum HBF - Katzensprung, manchmal auch mit Umweg (über Friedrichstraße oder Brandenburger Tor), deswegen soll ja zur Verstärkung die S21 kommen.

@Kowalski

Einen schönen Samstag Ihnen (Sie sind ja auch immer so nett hier :-))

Mit der südlichen "Nase" schaut der HBF vielleicht in Richtung schicke Mitte (Regierungsviertel), nur wohnt da nicht wirklich wer (Frau Merkel dürfte sich chauffieren lassen), der profitieren könnte. Die nördliche "Nase" aber zeigt in Richtung Moabit (und Wedding :-)), gehört zwar zu Mitte, aber kann man nicht wirklich als hip bezeichnen. Wird sich vermutlich aber wohl ändern, wenn erst die beiden neuen Stadtquartiere da sind, denen auch ich mit Skepsis entgegen blicke. Wunderbares Potsdamer Platz - Flair wird dann da einziehen :-/
Insofern können Wedding & Co. sich doch freuen, dass diese Art von "Aufwertung" sie (noch) nicht trifft. Wir wissen ja, dass Aufwertung und Gentrifizierung nicht selten Hand in Hand gehen.
Was die Straßen betrifft, da kann ich zu Zehlendorf jetzt gar nichts sagen, da bin ich nicht oft. Sind aber wohl auch zwei verschiedene Dinge, einmal reden wir über Bahnhof und Anbindung, dann wieder über Straßen...

Der Süden Berlins profitiert indirekt vom HBF, eben weil das Südkreuz jetzt da ist. Wenn BBI fertig ist, werden die Leute auch die ersten am Flughafen sein. Habe jetzt nicht den Fahrplan im Kopf, aber am Südkreuz starten und enden eine Menge Fernzüge der Nord-Süd-Achse. Wer doch am HBF umsteigen muss, der hat es vom Südkreuz nicht weit. Eigentlich ist (nach meinem Empfinden) alles im Vorteil, was an den Ring angeschlossen ist, der (bei normalem Betrieb, S-Chaos jetzt nicht eingerechnet) wirklich verdammt viele Bahnhöfe verbindet, von denen aus man in kurzer Zeit wiederum am HBF ist, oder die selbst ein Regional-/Fernbahnhof sind. Also ist man da mit maximal 1x Umsteigen dabei.
Und denken Sie ein paar Jahre weiter, dann haben wir mit dem Ostkreuz noch einen weiteren wichtigen Knotenpunkt, ein S- und Regionalbahnkreuz, und der (laut Studie) jetzt so abgehängte Osten (gibt ja eigentlich noch den Ostbahnhof, da hält so gut wie jeder Ost-West-Fernzug), wird sich freuen.

Es ist verkehrstechnisch gar nicht möglich, jeden Ort in Berlin direkt mit dem HBF zu verbinden (auch ohne HBF und den ganzen Kram; zum Zoo kam auch nicht jeder ohne Umweg), es hängt davon ab wo man wohnt. Wohnt man direkt am S-Bahnhof, hat man's gut, ist der S-Bahnhof ein Ringbahnhof, noch besser, wohnt man direkt an einer Tram oder Bushaltestelle....
Ist doch für jeden anders -
Es gibt keinen Bahnhof, der für alle Berliner gleich gut erreichbar ist.

Bezüglich BBI stimme ich Ihnen zu, ich versteh's ja auch nicht. Einmal ist der Flughafen zu weit draußen, dann wieder stört er irgendwelche Anwohner. Irgendwer hat nun mal leider immer die A...-Karte, das wäre auch so, würde das Flughafenkonzept mit drei Flughäfen bestehen bleiben. Oder wir können eben keinen Flughafen haben und müssen alle Bahn fahren bis nach Köln oder Frankfurt :-)

_________________________________________

Kleiner Tipp für Alle:

Wenn's mal wieder kalt ist am HBF und man warten muss, und (wie ich) keine Lust auf Shopping hat - einfach in die U55 setzen und bisschen hin und her fahren. Hey, dafür ist die da!
Da isses warm und man trifft jede Menge interessante Leute... und die Wartezeit vergeht ganz schnell :-)

Übrigens kommt an sehr kalten Tagen auch schon mal jemand von der Bahnhofsmission rum und bietet Leuten an, sich in deren Räumen aufzuwärmen. Alternativ kann man sich, wie feder sagt, ja auch warm anziehen.
Es gibt kein Problem, welches nicht irgendwie zu lösen wäre.. :-)

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