02.11.2010 20:34 | von Stefan Lippeck | 7 Kommentare
Kabelbrand bei der S-Bahn war Anschlag
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Allgemeines
Der Kabelbrand, der die S-Bahn zwischen Neukölln und Treptow teilweise lahmgelegt hat, war ein gezielter Anschlag. Davon gehen die Ermittlungsbehörden mittlerweile aus. Ein Bekennerschreiben aus der linksextremen Szene liegt vor. Darin brüsten sich die Verfasser, die Deutsche Bahn gezielt getroffen zu haben.
In der Tat waren gestern auch Telekommunikationsleitungen der Bahn zerstört worden und der Konzern stundenlang von der Aussenwelt abgeschnitten.
Das Bekennerschreiben ist unterzeichnet von einem "Kommando Sebastien Briard", einem französischen Atomkraftgegner, der 2004 bei einer Demonstration gegen einen Castortransport überfahren wurde und starb. In Wirklichkeit hieß der Mann Sebastien Briat, aber die Ermittler halten das Schreiben für authentisch.
Getroffen haben die Atomkraftgegener mit ihrer Aktion aber letzlich nicht den Bahnkonzern, sondern zehntausende S-Bahn-Kunden, die wieder einmal viel Geduld aufbringen und deutlich längere Fahrtzeiten in Kauf nehmen mussten.
Ich bin auch gegen die Verlängerung der Restlaufzeiten für Atomkraftwerke, aber glauben diese irregeleiteten Pseudorevolutionäre, daß sie sich auf diese Weise Sympathie für ihre politischen Ziele verschaffen können?
Wahrscheinlich haben sie darüber nicht mal nachgedacht. Wahrscheinlich reicht es ihnen schon, der "großen" Bahn vermeintlich in die Parade gefahren zu sein. Den Schaden haben dann die Kunden zu tragen.


Herr Lippeck,
den drei letzten Absätzen in Ihren Einleitungstext ist nichts mehr hinzuzufügen.
Gesendet von Toska am 03.11.2010 07:22 #
Der Mann hieß Sébastien Briat. Und das Wort wahrscheinlicht gibt es nicht.
Auch wenn das "Bekennerschreiben" auf indymedia veröffentlicht wurde, wer kann mit Sicherheit einen "linksextremistischen" Hintergrund erkennen? Ich kann in dem wirren Brief keine linke Position finden. Nur wirres Gefasel.
Gesendet von nana am 03.11.2010 08:59 #
Der Kabelbrand bei der Berliner S-Bahn ist nach Angaben des Berliner Polizeipräsidenten Dieter Glietsch höchstwahrscheinlich auf einen Anschlag zurückzuführen.
Man müsse davon ausgehen, dass das am Dienstag bekanntgewordene Bekennerschreiben tatsächlich von einer Splittergruppe militanter Atomkraftgegner stamme, sagte Glietsch am Mittwoch dem rbb. Seit Jahren begingen autonomen Linksextremisten regelmäßig in zeitlicher Nähe zu Castortransporten derartige Anschläge. In diesen Zusammenhang passe auch dieser Anschlag.
Bei solchen Brandanschlägen sei generell immer auch das Leben von Menschen gefährdet, sagte Glietsch. Allerdings machten linksextreme Gewalttäter dies in der Regel nicht zum Ziel ihrer Aktion.
Von einer neuen Qualität linksextremer Gewalt könne man nicht sprechen, so Glietsch. Der legitime Protest gegen Kernkraft werde seit Jahren und Jahrzehnten diskreditiert durch linksextremistische Gewalttäter.
Gesendet von Stefan Lippeck am 03.11.2010 18:09 #
Bei diesen hirnverbrannten Typen dürfte es sich vermutlich um eine besonders verwirrte Sektion der Menschen handeln, die unter dem Deckmantel, Atomkraftgegner zu sein, hier und anderen Orts ihr Unwesen treiben. Sympathie bei der Bevölkerung werden sie durch derart hirnrissige Maßnahmen wohl kaum erlangen.
Gesendet von hani am 05.11.2010 13:51 #
@hani
Jetzt hast du deiner Kleinkrämerseele aber gehörig Luft verschafft, was?
Ansonsten bist du bestimmt selbstverständlich ganz legitim gegen "Atomkraft nein danke" und hegst Sympathien für friedliche Demonstrationen im Wendland.
Gesendet von loop am 06.11.2010 14:47 #
@loop
Warum diese Gehässigkeit? Im Übrigen habe ich, als erklärter Gegner der Weiterverwendung der Atomkraftwerke allerdings etwas gegen den Slogan "Atomkraft - nein danke!" weil ich ihn für völlig unangemessen, besser: für saublöd halte. ("Noch ein Stückchen Torte?" "Nein, danke!") Ferner bin ich der Meinung, daß wir den Atommüll, den wir verursacht haben, auch zurücknehmen müssen. Oder gilt für die Demonstranten wieder mal das Sankt-Florians-Prinzip? Das Ganze ist doch zu einem ungeheuren happening verkommen; der Transport erreicht auf jeden Fall sein Ziel, und alle friedlichen (?) Demonstrationen verursachen lediglich Kosten im zweistelligen Millionenbereich. Und wer trägt die Kosten? Drei Mal dürfen Sie raten!!
Gesendet von hani am 07.11.2010 14:23 #
Also hier stimme ich @hani völlig zu.
Wir alle haben uns ja nun nicht unbedingt so viele Sorgen gemacht, was mit den Atommüll passiert. Der nicht verwertbare Rest muss von Deutschland zurückgenommen werden.
Die Kosten trägt der Steuerzahler, also wir alle, und die Polizeibeamten müssen ihren Hintern hinhalten.
Ich habe gestern ein Bericht gesehen, wo man einen Demoteilnehmer fragte warum er sich an der Demo beteiligt-Äh, na ja, machen doch alle-äh, ich dachte mache ich mal mit.
Dämlicher gehts nicht!!!!!!
Das mit Gorleben ist zu einer Gewohnheit geworden, so nach den Motto, man hat ja sonst nüscht zu tun, genauso wie die Randale zum 1 .Mai
und keiner weiss, um was es überhaupt geht.
Gesendet von Toska am 07.11.2010 17:15 #