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Gedenken an Hatun Sürücü

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Mit einer Mahnstunde ist am Sonntag in Berlin an den Mord an Hatun Sürücü erinnert worden. Die 23 Jahre als Deutschtürkin war vor fünf Jahren am 7. Februar 2005 von ihrem jüngsten Bruder wegen ihres westlichen Lebensstils mit drei Kopfschüssen getötet worden.

Wenige- zuwenige Menschen folgten dem Aufruf des Türkischen Bunds in Berlin-Brandenburg sowie der Frauenrechtsorganisation "Terre des Femmes".

Berlins Frauensenator Harald Wolf (Linke) hatte es jüngst als ein zentrales Anliegen des Senates bezeichnet, dass alle Mädchen und Frauen unabhängig von ihrer ethnischen Herkunft oder religiösen Überzeugung ihr Leben nach eigenen Vorstellungen und frei von Gewalt gestalten könnten.

Zwischen der allein erziehenden Mutter Hatan Sürücü und ihrer strenggläubigen muslimischen Familie war es vor ihrer Ermordung über Jahre hinweg zu erheblichen Spannungen gekommen. Die junge Frau hatte sich geweigert, zu ihrem geschiedenen Ehemann in die Türkei zurückzukehren und in Deutschland eine Ausbildung als Elektrotechnikerin begonnen.

Für die Tat, die eine Debatte über so genannten Ehrenmorde und Versäumnisse in der Integrationspolitik ausgelöste, wurde ihr Bruder Ayhan zu einer Jugendstrafe von neun Jahren und drei Monaten verurteilt.
Die beiden älteren Brüder, Alpaslan und Mutlu, sprach das Landgericht Berlin aus Mangel an Beweisen frei. Der Bundesgerichtshof hob diese Freisprüche allerdings 2007 auf.

Zu einer Neuauflage des Prozesses ist es aber bisher nicht gekommen, da die beiden Angeklagten mittlerweile in der Türkei leben und die türkische Staatsbürgerschaft haben. Das Land liefert eigene Staatsbürger nicht aus.

Die beiden Hauptbelastungszeuginnen im Prozess gegen die Sürücü-Brüder, Ayhans Ex-Freundin Melek und deren Mutter, befinden sich im Zeugenschutzprogramm und leben unter neuer Identität.

 

Kommentare:

Im Tagesspiegel war heute u.a. zu lesen, dass der Familienclan zerbrochen sei. Gut so!!!

Gesendet von rg am 07.02.2010 17:40 #

@rg
Ja, das find ich auch.

Allerdings stand dort auch zu lesen, dass der Mörder im Knast der King ist.

Der ist noch jung genug für alles, wenn er rauskommt.

Gesendet von Hernando am 07.02.2010 18:07 #

Haben wir für solche Täter in unserer Gesellschaft noch Platz....?
Bei diesem Täter liegt weder Reue noch die Einsicht seines verbrecherischen Handelns vor, eher das Gegenteil.
Er würde jederzeit das Gleiche wieder tun....!

Gesendet von uwelein am 08.02.2010 10:03 #

Ein Teil der türkischen Bevölkerung erkennt das Gewaltmonopol der deutschen Polizei und Justiz nicht an. Daher ist es nur richtig, dass unsere Bundeskanzlerin die Aufnahme der Türkei in die EU strikt ablehnt.

Gesendet von Laube am 08.02.2010 12:23 #

@ uwelein (08.02.2010 10:03)

"Er würde jederzeit das Gleiche wieder tun....!"

ach, Sie sind mit dem täter persönlich bekannt? erzählen Sie doch einmal, was er sonst noch so denkt!

@ laube (08.02.2010 12:23)

dann wollen wir einmal hoffen, daß andere länder ihre (außen)politik nicht nach dem ausrichten, wie sich deutsche oder deutschstämmige minderheiten in ihrem land so verhalten. es gibt sicher gute gründe, warum ein beitritt der Türkei zur zeit sehr problematisch wäre, aber ihr argument gehört nicht zu diesen guten gründen1

Gesendet von 1704 am 08.02.2010 16:19 #

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