09.08.2010 19:51 | von Redaktion | 15 Kommentare
Fahrstuhl außer Betrieb
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Allgemeines
Bärbel Reichelt ist eine aktive Frau und engagiert im Berliner Behindertenverband. Oft ist sie allein mit ihrem Elektrorollstuhl unterwegs. Aber die häufig defekten Fahrstühle bei U- und S-Bahnen machen ihr zu schaffen.
Welcher Fahrstuhl gerade nicht funktioniert, kann man im Internet nachlesen. Sowohl die BVG als auch die S-Bahn weisen auf ihren Webseiten auf die Störungen hin. So fielen nach Auskunft des VBB allein bei der S-Bahn im Durchschnitt täglich dreizehn Lifte aus. Und leider kann jeder einzelne davon zur Sackgasse werden.


Schöner Dienst sicherlich besser als nichts aber er hat auch seine "Schwächen" nachzulesen aus der Sicht eines Betroffenen hier: http://www.raul.de/blog/2010/07/19/deja-vu-am-griebnitzsee/
Gesendet von Alex am 09.08.2010 20:20 #
Die rollstuhlgerechte Stadt Berlin zieht Behinderte aus ganz Deutschland an. Nirgenwo in Deutschland sieht man mehr Rollstuhlfahrer als in Berlin. Jetzt auch motorisiert auf den Gehwegen. Ein Luxus ohnegleichen, sicher Weltspitze, auch wenn mal ein Aufzug defekt ist, dann fährt man ebend zum nächsten Bahnhof. Sackgassen für Rollstuhlfahrer gibt es in Berlin nicht.
Gesendet von Laube am 09.08.2010 20:51 #
Hallo Laube
Gibt ja nicht nur Schwerbehinderte, die im Rollstulh fahren. Menschen mit Einschränkungen im Bewegungsapparat, z.B. mit Gehhilfen können nicht mal eben so Treppen latschen oder zur nächsten Station mit funktionierendem Fahrstuhl und/ oder Rolltreppen...
Der Dienst hat tasächlich einige Schwächen. Eine von mir oft frequentierte Station hat die mittlerweile X. te neue Rolltreppe, die zum X. ten Mal defekt sind. Ebenso der Fahrstuhl. Melde ich das, finde ich es teilweise Stunden später immer noch nicht...und ich hab das Glück z.Z. nicht d'rauf angwiesen zu sein.
Uschi Kowalski
Gesendet von Kowalski am 09.08.2010 22:11 #
Dazu fällt mir nun wirklich nichts mehr ein, @Laube.
Wissen Sie noch, wie Sie hier im Winter wegen der ungeräumten Straßen gegreint haben und was für Sorge Sie hatten, daß Sie sich einige Ihrer kostbaren Knochen brechen könnten? Nochmal Glück gehabt, was? Sonst wären Sie heute wahrscheinlich auch froh um jeden Fahrstuhl, der intakt ist.
Gesendet von ulla am 09.08.2010 22:15 #
Aufzüge sind nicht "von allein" defekt - es sind die Menschen, die sie kaputt machen.
Nach eigenen Beobachtungen werden sie auch häufig von "faulen" Mitbürgern genutzt, die laufen könnten, und durch blödsinnige Herumdrückerei (bzw. Draufhauen - in der Hoffnung, dass es dann schneller geht) die Rufknöpfe außer Gefecht setzen.
Wer wirklich drauf angewiesen ist hat dann die Arschkarte gezugen. Danke :-(.
Gesendet von Merly am 10.08.2010 00:34 #
Ich bin schwerbehindert und habe das Merkmal "G" in meinem Ausweis.
Häufig benutze ich die Fahrstühle der BVG. Auch wenn diese oft nach Urin stinken und dreckig sind, bieten sie doch eine Erleichterung bei der Benutzung der U-Bahn/S-Bahn.
Der hier von Laube geschriebenen Äußerung, man kann ja eine Station weiterfahren, ist ja eigentlich Ungehörig. Was macht der ohne Rolli, oder der mit und einem Termin?
Auch wenn es laut Fr. Reetz (BVG) "nur wenige Fahrstühle sind", so hilft dass dem, der an einer Fahrstuhltür die verschlossen ist, wenig.
Zur Zeit "renne" ich mit Krücken durch die Gegend, dann merkt man eine gewisse Rücksich tder Passanten.
Ohne erkennbares Zeichen der Behinderung geht mman aber manchmal im Verkehr unter.
Gesendet von rg am 10.08.2010 06:50 #
Ich hätte nichts dagegen, wenn die Fahrstühle bei S- und U-Bahn einer bestimmten Gruppe vorbehalten blieben, die sich durch Behinderten-Ausweis beim Verkehrsunternehmen entsprechend legitmieren und einen Schlüssel, eine Chip-Karte o.ä. für die Benutzung erhalten.
So könnte man dem Personenkreis, der wirklich daruf angewiesen ist, die Störungen sicher weitgehend ersparen.
Fahrräder kann man tragen oder per Rolltreppe hochschieben. Für Kinderwagen findet sich sicher eine helfende Hand.
Das eingesparte Geld durch die geringeren Wartungskosten der Aufzüge sollte in mehr und bessere Rolltreppen gesteckt werden.
Gesünder ist Treppensteigen allemal.
Gesendet von Hernando am 10.08.2010 18:23 #
@Laube
Ich kann nicht glauben, was ich da von Ihnen lese. Wie kann man so herablassend über Menschen mit einer Behinderung schreiben. Seien Sie doch froh, dass Sie sich frei bewegen können. Dies kann sich, dies möchte ich Ihnen nun wirklich nicht wünschen, von einer Sekunde auf die andere ändern. Viele Menschen, die heute im Rollstuhl sitzen, hätten dies wohl nie für möglich gehalten, bis ein Unfall, eine Krankheit oder andere Schicksalsschläge sie vom Rollstuhl abhängig machten.
Machen Sie doch einfach einen Test und versuchen einen Tag lang mit dem Rollstuhl durch Ihren gewohnten Alltag zu kommen, so werden Sie merken, wie menschenverachtend Ihr Kommentar ist.
Oder ist Ihnen der Anblick von behinderten Mitbürgern/innen einfach peinlich? Wissen Sie nicht, wie man sich Ihnen gegenüber verhalten soll? Dann gebe ich Ihnen einen Rat, wie ich mich verhalte, wenn ich merke, dass jemand im Rollstuhl Hilfe benötigen könnte, frage ich sehr dezent an, ob ich behilflich sein kann.
Gesendet von herbi am 10.08.2010 18:24 #
Hallo Hernando
Na, lange nicht gesehen und doch wiedererkannt :-)
Sie Fuchs.
Ihr Vorschlag hat was. Zuerst dachte ich, seltsame Idee, aber dann musste ich zugeben, dass wohl nicht alle so denken (können/ wollen) wie ich.
In Phasen, in denen ich nicht auf Fahrstühle und/ oder Rolltreppen angewiesen bin, geniesse ich es geradezu 'laufen' zu können und würde nicht auf die Idee kommen, die Hilfsmittel zu nutzen.
Diese Idee sollte mal an den Behindertenverband herangetragen werden.
Möglich müsste es sein, schließlich gibt es doch auch den EuroSchlüssel für die öffentlichen Toiletten.
Vielleicht diese Beiträge verlinken, dort per E Mail hinsenden?
Allerdings will ich da hoffen, dass dieser besser organisiert ist, als der Behindertensportverein Berlin. Seit Jahr und Tag versuche ich da die Info zu bekommen, wer zuständig ist für eine bestimmte Sportart in meinem Bezirk. Erst die Telefonnummer einer Dame, die seit 2 Jahren nicht mehr zuständig ist, dann eine Nummer, die keinen Anschluss hat und dann wieder die Nummer der ersten Dame...murks.
Uschi Kowalski
Gesendet von Kowalski am 10.08.2010 22:16 #
@herbi
es reicht schon einen Kinderwagen zu schieben (am besten zur Hauptverkehrszeit ;-) )
Da muss ich ja mal ausnahmsweise Hellersdorf-Marzahn loben.
Da gibt es keine Aufzüge sondern Rampen. Die können nicht kaputt gehen...
Ansonsten würde ich aber jeden abraten herzuziehen.
Es ist nicht möglich, von einem allgemein Mediziner behandelt zu werden. ALLE sagen: Wir nehmen keine neuen Patienten auf...
Aber dies ist ein anderes Thema...
Gesendet von lookielookie am 10.08.2010 22:51 #
@laube (2.ter von oben)
"Jetzt auch motorisiert auf den Gehwegen."
Das sagt ja jetzt genau der Richtige, der Fahrrad -fahren auf dem Gehweg gutheißt.
"Ein Luxus ohnegleichen, sicher Weltspitze, auch wenn mal ein Aufzug defekt ist, dann fährt man ebend zum nächsten Bahnhof."
Setzen Sie sich mal in einen Rollstuhl, fahren 1ne Station weiter und rollen Sie diese wieder zurück.
Da es sich hier um Räder dreht, darf man die Frage stellen, ob Ihnen irgendwo ein Rad abhanden gekommen ist?
Gesendet von v-brake am 11.08.2010 11:38 #
@v-brake, richtig ist das Radfahren auf dem Gehsteig, statt auf der Straße oder dem Radweg, wie von mir gefordert, um Unfälle mit PKW/ LKW und das womögliche schwere Schicksal in einem Rollstuhl zu verhindern.
Gesendet von Laube am 13.08.2010 14:57 #
rg
ich bin schwer behindert und habe das Merkmal "G" in meinem Ausweis.
Häufig benutze ich die Fahrstühle der BVG. Auch wenn diese oft nach Urin stinken und dreckig sind"
"Zur Zeit "renne" ich mit Krücken durch die Gegend"
Ich wünsche Ihnen von hier mal still und leise alles gute
laube
"richtig ist das Radfahren auf dem Gehsteig, statt auf der Straße oder dem Radweg, wie von mir gefordert,"
Sie reden einfach Blödsinn und setzen sich über dem Gesetz.
Reihen sich in die Gleiche Liga ein, die mir täglich begegnet.
Deshalb ist diese Stadt so wie sie ist.
Jeder fordert sein Recht, ohne dabei an seine Pflichten zu denken.
Verhindern können Sie gar nichts!
Gesendet von v-brake am 14.08.2010 00:06 #
wenn möglich benutze ich den Bus -die Rampe geht immer- auch wenn die Fahrzeit länger ist. Ich bin auch für die reine Benutzung mittels des €-Schlüssels, denn die Aufzüge gehen zu 90% durch Zweckentfremdete, sprich Fußgänger, spielende Kinder etc. kaputt, aber was solls, die Situation ist so wie sie ist, jeder muß versuchen seinen/ihren Weg zu finden.
Gesendet von rolli am 14.08.2010 18:50 #
Ich bin nicht behindert und benutze auch manchmal die Fahrstühle. Also die Forderung nach einem Schlüssel u dgl. ist doch Unsinn. Auch ein Fußgänger mit Stock muß die Möglichkeit haben, den Lift zu benutzen.
Gesendet von Helen am 14.08.2010 20:45 #