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AbendschauBlog

Ekel-Restaurants am Pranger

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Wie hätten Sie gern ihr Huhn? Mit Maus oder mit Gärfliege? Wie? Mögen sie nicht? Finden Sie eklig?

Dann informieren Sie sich ab jetzt vorher, wo sie essen gehen wollen, auf der Website des Bezirksamtes Pankow. In einer Negativliste sind 39 Kneipen, Imbissbuden und Lebensmittelbetriebe aufgeführt, in denen die Kontrolleure schwere hygienische Mängel feststellten. Das Verbraucherinformationsgesetz erlaubt, diese Sünden öffentlich zu machen.

Dort können Sie lesen, was Lebensmittelkontrolleure so alles zu sehen bekommen: Mausefallen im Handwaschbecken, unsaubere Lebensmittelbehälter, massiver Gärfliegenbefall.

Dagegen bezweifelt der Hotel- und Gaststättenverband den Aussagewert dieser Liste und befürchtet ungerechtfertigte Nachteile für die aufgelisteten Betriebe. Hauptgeschäftsführer Thomas Lengfelder ist heute Abend zu Gast im Abendschau-Studio.

Und im Internet gibt es mehr bei "Lecker essen in Berlin", beim Hauptstadtblog und Antiteilchen hat gleich mal beim Metzger nachgefragt.


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Kommentare (59)

Es ist schon lange überfällig solch eine Liste ins Internet zu stellen. Gleichzeitig sollte das Restaurant sofort geschlossen werden.Dann nämlich erst wird der Restaurant-Betreiber vielleicht handeln. Meckern und uneinsichtig wird er immer sein.

Der Geschäftsführer des Hotel + Gaststättenverbandes findet dieser Negativliste bzw. deren Veröffentlichung nicht gut und bemängelt, wie man zeitnah wieder von dieser Liste runter kommen kann.

Meine Meinung dazu: Er und seine Mitglieder sollten, nee müssen im Interesse des Verbrauchers eigentlich dafür sorgen, dass erst keine Betriebe drauf kommen.

Kurz und bündig: Ich finde Kontrollen und die Veröffentlichung der Ergebnisse gut.
Die mögliche, nicht ausreichende, fehlende flächendeckende Überwachung kann kein Argument für den Wegfall der Liste sein.
Zu Kontrollen ansich:
Schon vor 46 Jahren war die Überprüfung nicht ausreichend, in meiner Lehre zum Konditor konnte ich mich am wachsen des Mäusenachwuchses in einem Schubfach erfreuen, in diesem befanden sich gehobelte Mandeln.

Das Gegenstück dazu waren einige Jahre später monatliche Kontrollen in der Gaststättenabteilung eines Kaufhauses in der Wilmersdorfer Str., obwohl man dort auch vom Fußboden essen konnte.

Ich habe mir die Liste unter berlin.de gleich mal runtergeladen.
Man weiß ja nicht, wie lange die da so stehn bleibt.
Bitte auch für die anderen Bezirke solch eine Liste veröffentlichen.
Schon sehr interessant, wer da alles aufgeführt wird.
Querbeet.
Hotel und Gaststättenverband soll mal ganz stille sein und sich besser um seine schwarzen Schafe kümmern.
Endlich kommt nach Gammelfleisch und sonst ekligem die Wahrheit mal auf dem gedeckten Tisch des Kunden.
Guten Appetit.

Also, wie der Herr vom Fach da rumgeeiert hat, er hat sich ja immer wieder wiederholt. Die Fragen der Fr, Böhme haben ihm nicht geschmeckt. Aber dem Verbraucher soll diese Liste recht sein.

Meine Zustimmung hat diese Negativliste auf alle Fälle, da ich selbst als Koch arbeite.
Und es ist eine "Modeerscheinung" in der Gastronomie geworden, ungelerntes und unwissendes Personal einzustellen, um somit die Kosten, aufgrund unzureichender Bezahlung, zu verringern. Da wird mit Pauschalkräften nur so wild herumgewerkelt, was das Zeug hält und als gelernte Kraft hat man es sehr schwer, eine vernünftige Arbeit zu finden.
Da bleiben dann unweigerlich mal rasch die Hygienebedingungen beim Zubereiten und Servieren auf der Strecke, Hauptsache, der Laden läuft.
Aber warum wird wieder nur halbherzig hier vorgegangen? Bei diesen gezeigten gravierenden Mängeln ist das Geschäft sofort zu schliessen, bis diese restlos abgestellt sind!
Und warum ist die Positivliste nur so kurz? Man vertröstet den Leser mit laufenden Verfahren, aber nein, diejenigen, die sich Mühe geben und den Gast zur Zufriedenheit bewirten, gehören sofort auf diese Liste!!! Und nicht erst Jahre später.

Schade nur, das kein Positiver Betrieb genannt wurde.
Ich habe mir die Positivliste geladen.
Die ist leider, anders als die Negativliste, sehr geballt und wenig informativ...

In dem Interview mit Thomas Lengfelder gab mir dessen Schwarz-Weiß-Einstellung zu dem Thema zu denken. Seiner Meinung nach gehören die "wirklich krassen" Fälle, so wie im Filmbericht gezeigt, sofort geschlossen.

Die anderen, wohl "weniger krassen" Fälle, könnten vollkommen unter Ausschluß der Öffentlichkeit behandelt werden? Ein kleiner "Deal" vielleicht in einem entsprechenden Fall, so wie bei den Gerichten ja heutzutage als Regelfall angestrebt???

Ich finde die Positiv- wie auch die Negativliste im Internet sehr gut.
Bzgl. der Restaurants in der "Grauzone" hat die Öffentlichkeit auch ein Recht auf Information. — Und positive Fälle gehören nun mal belohnt; so wie der "brave Banker" ja auch seinen Bonus erwarten darf... (oder verwechsle ich da jetzt was?)

Herr Lengfelders Argument zieht nicht, dass eventuelle Personalknappheit bei den Lebensmittelkontrolleuren dazu beitragen könnte, ein Restaurant unnötig lange auf der Negativliste zu belassen. Vorübergehende Umsatzeinbußen tun weh und sollen auch weh tun.

Solange nicht alle Mängel nachweislich abgestellt und beseitigt worden sind, hat die Öffentlichkeit m.M.n. ein Recht auf gezielte Information über entsprechende hygienische Mängel vor Ort!

Heute ist die Negativliste ja wohl Stadtgespräch, fast jeder kann dazu etwas sagen.
Immer mehr Einzelheiten über das Procedere der Kontrollen werden bekannt.
Lt. Tagesspiegel gibt es für ca. 7000 infrage kommender Betriebe 12 Kontrolleure.
Scheinbar gibt es auch kein einheitliches Kontroll- und Überprüfungskonzept.
Das ist bedauerlich und macht den in meinen Augen guten und wichtigen Vorgang der veröffentlichten Überprüfung angreifbar.

Man sollte die Zahl der Kontrolleure drastisch erhöhen und dass Kontrollverfahren vereinheitlichen.

@nachtanschluss, volle Zustimmung, im feinsten Restaurant können von Laien zubereitete Speisen verkauft werden aber der Besitzer braucht keine Strafe zu fürchten, denn ein Betrug ist immer schwer zu beweisen.
Gefährlicher jedoch ist die Tatsache, dass diese Laien auch noch schwere Infektionskrankheiten haben können und trotzdem einen Gesundheitspass zur Arbeit in Lebensmittelbetrieben erhalten. Dies habe ich selbst erlebt, nach Krankheiten wird bei diesem Pass nur gefragt, ohne ärztliches Attest. Also sicherer ist es, im Lokal möglichst nur im Notfall zu essen, da der Gast dort auch nicht in die Küche sehen darf. Beim Imbiss sehe ich es dem Koch schon an, ob er ein sauberes Aussehen hat, hustet oder Hautkrankheiten hat, dann suche ich einen sauberen Imbiss.
Diese Suche ist in Berlin aber auch oft ergebnislos.
Die Schliessung von Lokalen wegen Verschmutzung ist mir nicht bekannt. Ich habe noch nie ein geschlossenes Lokal mit der amtlichen Aufschrift : "wegen hygienischer Mängel Geschlossen"
gesehen. Oder ist das ein Trick und es wird plakatiert :" Neue Bewirtschaftung". Also bei den Lokalen muss Transparenz her, es ist eine Grauzone, der Mann vom Gastronomieverband hat es gestern mit seinem Auftritt bestätigt.

ich halte die veröffentlichung von kontrollergebnissen in form zweier listen für rechtlich sehr fragwürdig. das zugrundelliegende gesetz heißt nicht "firmenanprangerungsgesetz", sondern "Verbraucherinformationsgesetz" (VIG). vielleicht hat die gutgemeinte intention des "Smiley Projekts" die behörde ein wenig übers ziel hinausschießen lassen.

wenn es zudem stimmt, was @RG (03.03.2009 08:29) bzgl. zu überprüfende betriebe und anzahl der kontrolleure ausführt, dann bestehen für eine klage gegen die "negativliste" gute aussichten auf erfolg, schon deshalb, weil die behörde nciht sicher stellen kann, daß die listen zeitnah aktualisiert und ggf. abgeändert werden oder betriebe, die beanstandet worden sind, in guter zeit eine nachprüfung vornehmen lassen können, die ein anderes ergebnis in der veröffentlichung ermöglen. das gleiche gilt letztlich auch für die "positivliste", denn u.u. wird aufgrund einer überprüfung des jeweiligen betriebes ein eindruck vermittelt, der zu einem späteren zeitpunkt nicht bestätigt werden kann. dann trüge die postivliste sogar zu einer täuschung der verbrauher bei. wohl gemerkt: die kritik richtet sich nicht gegen eine liste an sich, sondern gegen die aufsplittung in "positiv-" und "negativliste". eine veröffentlichung in form einer informationshinterlegung über stattgefundene kontrollen auf abruf wäre wohl nicht zu beanstanden.

@1704 meinte am 03.03.2009 11:42

"ich halte die veröffentlichung von kontrollergebnissen in form zweier listen für rechtlich sehr fragwürdig. das zugrundelliegende gesetz heißt nicht "firmenanprangerungsgesetz", sondern "Verbraucherinformationsgesetz" (VIG)."

Ich halte es doch eher mit dem Herrn im Filmbericht (vermutlich vom Bezirksamt Pankow — nähere Angaben dazu fehlen!), der da in etwa aussagt:

"Entsprechende Bewertungen von "sehr gut" bis "ungenügend" gibt es etwa seitens der Stiftung Warentest bzgl. aller möglicher Produkte schon seit Jahrzehnten. Wir sehen es daher nicht so, dass wir jemand unberechtigter Weise anprangern."

Und das finde ich dann auch wirklich sehr "verbraucherfreundlich" von Ihnen:

"... eine veröffentlichung in form einer informationshinterlegung über stattgefundene kontrollen auf abruf wäre wohl nicht zu beanstanden."

Dann dürfte es m.M.n. nicht mehr Verbraucherinformationsgesetz (VIG) heißen, denn was dann an Information noch bei rumkäme, wäre absolut nichts sagend!

Womit ich Ihnnen, wie aber auch @RG, Recht geben möchte, wenn die Zahlen so stimmen, dann sind in der Tat wohl leider viel zu wenig Kontrolleure im Einsatz (in erster Linie zum Nachteil der Verbraucher — nicht zum Nachteil der Wirte —, wie ich wohl meine!)

@ Nobbi (03.03.2009 12:34)

es ging in dem posting von 1704 (03.03.2009 11:42) ausschließlich um rechtliche aspekte der veröffentlichung, und um nichts anderes. wäre nett, wenn Sie da nicht mehr hineinlesen als geschrieben steht!

im übrigen ist die Stuftung Warentest rechtlich völlig anders zu sehen als eine behörde, aber das Ihnen näher zu erläutern erspare ich mir an dieser stelle aus zeitgründen...

Die Initiative geht auf jeden Fall in die richtige Richtung. Wichtig ist jetzt, dass die Listen regelmäßig aktualisiert werden, das ist im Interesse sowohl der Restaurants als auch der Kunden. Im übrigen finde ich, dass eine saubere Küche im Restaurant absolut selbstverständlich sein sollte, und die Kontrollen streng.

Wenn genügend Personal vorhanden ist, können sich die Kontrolleure ja als nächstes mal die Coffeeshops und Bäckereien vornehmen und schauen, welche ihre Kaffeevollautomaten und Espressomaschinen regelmäßig reinigen - die sind nämlich, und das ist nicht jedem bewusst - sehr schimmelanfällig.

Wirklich ein toller Vorstoß. Ein großes Lob an die "Grünen", die dieses Projekt erst möglich gemacht haben.

Man kann nur hoffen, dass dies auch eine Signalwirkung für andere Bezirke hat.

Allerdings frage auch ich mich, wie man in Berlin mit den wenigen Lebensmittelkontrolleuren den notwendigen Kontrolldruck aufrechterhalten will.

Hier ist Frau Lompscher gefragt, die ja leider bei vergangenen Lebensmittelskandalen, Stichwort Gammelfleisch, keine so gute Figur gemacht hat.

Nach Ihrem Bericht am 02.03.09 in RBB Aktuell habe ich mich natürlich gleich im Internet erkundigt, ob eines der von mir aufgesuchten Lokale auf der genannten Negativliste erscheint.
Nachdem ich diese Liste im Internet gefunden hatte, musste ich leider feststellen das dies der Fall ist.
Nach genauerer Prüfung der Liste erlangte ich jedoch eine für mich erschreckende Erkenntnis.
Beispiel: Das von Ihnen im Bild gezeigte Dubliner Irish Pub (Gleimstr. 33) wurde laut Liste entgegen anderer Lokale einmalig im Mai 2008 (vor neun Monaten!) geprüft. Ich gehe eigtl. zwingend davon aus, dass die zu dieser Zeit festgestellten Mängel / Verstöße bereits seit langem behoben sind. Anderenfalls müsste man davon ausgehen, dass dieses Lokal mittlerweile von den Behörden geschlossen worden wäre. Oder, wenn nicht, diese Behörden nicht im Sinne der Gesundheit der Bürger die von ihnen festgestellten Mängel ordnungsgemäß nachprüfen, ob diese behoben wurden.
Dies wäre m. E. nach dann auch eine entsprechende Pressemeldung wert, weil für uns Bürger viel weitreichender, als, wenn auch unschöne, einzelne Verstöße wie sie nun in die Öffentlich gebracht wurden.

Das aktuelle Vorgehen der Behörden mit ADAC Pannenstatisken, oder Verbaucherschutzinformationen zu einzelnen Produkten zu vergleichen halte ich für mehr als unzutreffend. Hat z.B. der ADAC jemals einen Autohersteller in Gänze, oder auch nur ein einzelnes Fahrzeugmodell derart, ja, an den Pranger gestellt das man sämtliche Werke sofort schliessen müsste? Mit Sicherheit nicht. Und das, obwohl regelmässig durchaus lebensgefährliche Mängel / Fehlkonstruktionen / Materialfehler bekannt werden, welche dann durch "stille" Rückrufaktionen der Hersteller oder in Nebenartikeln in der Fachpresse "geregelt" werden. Man erinnere sich an den Audi TT, der die Eigenart hatte bei höchsten Geschwindigkeiten mit dem Heck auszubrechen.

Ich bitte mich nicht falsch zu verstehen. Natürlich bin ich grundsätzlich für umfangreiche Kontrollen der Hygiene in Restaurants und Lokalen und drüberhinaus für drastische Strafen oder gar Zwangsschliessungen, sollten sich Betreiber nicht die erforderliche Sauberkeit und Sorgfalt im Umgang mit Lebensmitteln gewährleisten. Dies macht aber nur Sinn und ist vor allem nur fair, wenn festgestellte Mängel sofort zu beheben sind und dieses auch sehr zeitnah nachgeprüft wird. Auch und insbesondere zu unserer aller Gesundheit.
Aber wie gesagt, einmalig prüfen und dann x Monate später daraus eine Marketingwelle, oder politische PR-Maßnahmen zu geneirieren halte ich als Verbraucher und Wähler für mehr als unseriös und durchschaubar.

Frage an den RBB:
Hat der RBB den aktuellen Status im März 2009 zu den genannten Mängeln / Verstößen persönlich und objektiv geprüft und dies insbesondere zu den in dem o.g. Bericht im Bild gezeigten Lokalen? Dies wäre aus meiner Sicht das mindeste im Sinne einer unabhängigen und objektiven Pressearbeit. Oder wurde hier ein Lokal von der Liste "gepickt" welches sich gut ins Bild setzen lässt? So ganz kann ich mich diesem Eindruck nicht erwehren.
Ist sich der RBB bewusst, welchen wirtschaftlichen Schaden er bei den in dem Bericht gezeigten Lokalen u. U. verursacht? Und dies auf Basis veralteter und sehr wahscheinlich nicht mehr der Realität entsprechender Informationen.
Es tut mir wirklich mehr als Leid, ich habe den SFB und nun den RBB eigtl. mein Leben lang als seriös und gut recherchierend und somit als glaubwürdig betrachtet.
Dieses "kleine" Beispiel, auf Basis welcher Informationen, die über das Tresengespräch hinaus interessierte wie ich, sehr leicht im Internet recherchieren kann, Sie kleine Mittelständler in ein existenzgefährdendes Licht setzen, trüben mein Bild eines seriösen Journalismus seitens des RBB deutlich. Ist der RBB nun auf Bild-Niveau angekommen?

Ich bin gespannt auf die Reaktionen der betroffenen Gastronomen und ob der RBB dann auch entsprechend aufwendig darüber berichtet, sollten die aktuell genannten Vorwürfe einer objektiven Prüfung nicht Stand halten.

Unabhängig von den Status Quo, der weiteren Entwicklung und des Wahrheitsgehaltes ist den Gastronomen aufgrund des Vorgehens der Behörden und Ihres Berichtes in jedem Fall bereits ein Schaden entstanden. Wird ein Politiker, oder ein Journalist diesen zu tragen haben?

Nochmal: Ich möchte hier keinesfalls die Presse- oder die Meinungsfreiheit in Frage stellen. Ganz im Gegenteil. Ich wünsche, nein ich erwarte von einer freien Presse eine gründliche und objektive Ermittlung und Prüfung von Informationen, bevor jemand unberechtigt, oder unschuldig angeklagt wird. Denn a) entsteht für den Betroffenen dann bereits unwiederbringbarer, nicht nur materieller, Schaden und b) werden evtl. Richtigstellungen leider nicht mit dem gleichen Aufwand publiziert.
Im Berufsleben nennt man sowas auch Mobbing.

@tba meinte am 03.03.2009 14:28

"Wenn genügend Personal vorhanden ist, können sich die Kontrolleure ja als nächstes mal die Coffeeshops und Bäckereien vornehmen und schauen, welche ihre Kaffeevollautomaten und Espressomaschinen regelmäßig reinigen - die sind nämlich, und das ist nicht jedem bewusst - sehr schimmelanfällig."

Das passiert offenbar bereits (s. Link)

"Der Havelbäcker - Roelckestraße 108, 13086 Berlin
Von moritz.adler gestern zuletzt aktualisiert
Verstöße (auszugsweise)
- Geschirrspüler verkalkt und schmutzig
- Brötchentüten lagerten auf dem Boden
- Kühltemperaturen von Lebensmitteln wurden nicht eingehalten
- unzureichende Grundhygiene "

@1704 meinte am 03.03.2009 14:14

"im übrigen ist die Stuftung Warentest rechtlich völlig anders zu sehen als eine behörde, aber das Ihnen näher zu erläutern erspare ich mir an dieser stelle aus zeitgründen..."

Falls diese doch sehr schnippische Bemerkung wirklich an mich gehen sollte:

Auch auf die Gefahr mich wiederholen zu müssen.
Ich habe (03.03.2009 12:34) die Auffassung eines Mitarbeiters des Bezirksamtes Pankow aus dem Filmbeitrag der AS wiedergegeben, und angemerkt, dass ich mich dem inhaltlich anschließe.

Sie müssen es also bitte nicht so drehen, als bewege sich NOBBI auf rechtlich fragwürdigem Terrain!

Ich finde die Veröffentlichung der Gaststätten, die gegen einfache
Hygienevorschriften verstoßen haben, total in Ordnung !
Diesem Beispiel sollten alle Bezirke folgen !
Was soll nun das Jammern wegen Geschäftsschädigung ?
Soll sich der Verbraucher denn alles gefallen lassen ? Strafe muss
sein und wenn schon keine Schließung, dann wenigstens die
Veröffentlichung der Verstöße. Nur so kann die Sauberkeit in
den Imbissen und Gaststätten besser werden; also weiter Mut zum
öffentlichen Benennen derer, die es mit der Sauberkeit nicht
genau nehmen.

Ich stimme voll und ganz @xyz zu.

Die Überprüfungen datieren vom 17.06.2008 bei einigen.
Es sollte vom RBB sachlich und auch auf aktuellsten Stand berichtet werden.

Darduch , dass es ins Internet gestellt wird, wirds den Inhabern auch nicht besser gemacht.

Ist schon so etwas , wie am Pranger stellen.
Ich habe da eine sehr zwiespältige Meinung, hört sich irgendwie nach Mittelalter an.

Und ausserdem , was nützt das sauberste Lokal mit Note 1 und auf positiv Liste, wenns sich der Koch am Hintern krault, oder in der Nase bohrt, dass sieht man nämlich nicht.

Ausserdem , müssen doch regelmässig Kontrollen durchgeführt werden, denn dann hätten doch die schlimmsten Lokale schon längst geschlossen werden müssen.

Na ja, ab und zu ein Geldschein rübergereicht, wirkt Wunder.

Irgenwie wiedersprichts sich das alles.

@ Nobbi (03.03.2009 16:14)

wenn Sie die meinung des mitarbeiters des bezirksamtes teilen, schließt das keineswegs aus, daß Sie sich, ebenso wie dieser mitarbeiter, in der rechtlichen würdigung dieser sache irren. und in diesem falle meine ich, daß Sie sich da keineswegs auf "rechtlich fragwürdigem terrain" bewegen, sondern auf einem, das unzutreffend ist. Sie mögen daraus den eindruck gewinnen wie Sie wollen...

1704 beansprucht für sich auch nicht, irrtumsfrei zu sein, schon gar nicht, wenn es um rechtsfragen geht - kann doch gut sein, daß die auffassung bzgl. Stuftung Warentest und behörde falsch ist. im gegensatz zu Ihnen hat 1704 keine probleme damit, irrtümer als solche anzuerkennen, aber sicher nicht dadurch, daß Sie einfach das gegenteil behaupten (oder was auch immer Sie jetzt meinen, dahingehend geäußert zu haben)...

1704 "dreht" nichts! das können Sie sich auch gern hinter die ohren schreiben!

So gut, wie es isr, daß Ekellokalitäten überprüft werden - aber hier steht das Wort "Pranger". Und Pranger ist Mittelalter!

Die Negativliste ist für die Verbraucher ein voller Erfog, es wurde nichts geschrieben davon, dass ein Restaurant deshalb Pleite gegangen ist. Jedoch sollten nicht alle Mängel, z. B. unzureichende
Lagerkapazität, oder defekte Fliesen, sofort zur Aufnahme in die Liste führen. Solche und ähnliche Mängel wirken dich nicht auf den Verbraucher aus, hier sollte eine Geldstrafe reichen.
Weiterhin muss auf der Liste eingetragen sein, wann eine neue Liste erstellt wird, z.B. alle 6 Monate, dann brauchen nur diese Listenbetriebe nachkontrolliert werden.

Die Aufnahme in eine Negativliste oder eine Positivliste stellt eine kostenlose Werbung für das Unternehmen dar. Auch eine Negativwerbung kann Erfolg bringen, wichtig ist heute ja nur, dass man im Gespräch ist, ob positiv oder negativ ist völlig egal.
Deshalb sollte für die Aufnahme in diese Listen Gebühren bezahlt werden.

@Toska
"Darduch , dass es ins Internet gestellt wird, wirds den Inhabern auch nicht besser gemacht."

Nö, das Besser-machen obliegt ja eben diesen, den Inhabern.
WIe wäre es, wenn der Koch eben seinen Hoheitsabereich einfach suaber und rdentlich hält? So kann der Inhaber gewiss sein, dass er auf diese Liste erst gar nicht kommt.

Bravo, auch ich bin angenehm überrascht, daß wir Verbraucher endlich einmal ernst genommen werden. Daß schwarzen Schafen in der Gastronomie endlich das Handwerk gelegt wird, ist ein großer Fortschritt.
Auch hat dies nichts mit einer Art Diskriminierung der betreffenden Betriebe zu tun, wie jetzt von einigen argumentiert wird. Wer sich an die Lebensmittelverordnungen hält und wem die Gesundheit und Zufriedenheit der Kunden wichtig ist, der wird auch niemals auf einer solchen Negativliste landen.

Wann gibt es die Liste für ganz Berlin? Endlich mal etwas positives!!!

Endlich, es wurde auch Zeit, dass sich mal ein Bezirksamt wagt so etwas zu veröffentlichen. Was soll das lamentieren der Wirte, das sie jetzt (!) alles gemacht haben, was das Geundheitsamt gefordert hat. Was war denn in diesen Schmudellokalen vorher? Und was wäre, wenn man sie nicht kontrolliert hätte (Personalmangel)?
Das ist zutiefst Scheinheilig von diese Menschen und der "Haupgteschäftsführer" hat seiner Klientel mit seinen Aussagen einen Bärendienst erwiesen. Der einziege Satz, dem ich diesem Menschen zustimmen kann ist: "Diese Lokale gehören geschlossen". Und zwar für immer. Was ist das für ein Herumgeeier: "wir haben gleich nach der Beanstandung alles beseitigt"??? Warum nicht vorher und erst im nachhinein??
Hoffentlich kommen die anderen Bezirke im Sinne der Verbraucher bald aus den Hufen und veröffenlichen auch solch eine Liste. Oder geht hier der Schutz skrupelloser Schmutzfinken vor Verbraucherschutz???

@karla

Wenn Du irgendwo essen gehst, weiss Du , wie es wirklich hinter den Kulissen aussieht?. Kann ich mir nicht vorstellen. Auch Sterne Restaurants kochen nur mit Wasser.

Ich bin der Meinung, dass solch eine Liste ihr 'Für' und 'Wieder 'hat. Durch die Einstellung ins Internet, werden diejenigen ihre Kunden verlieren, obwohl sie seit der Prüfung, die ja etliche Monate her ist, bestimmt was gemacht haben um den Zustand zu verbessern.

Nur das erfährt denn keiner.
Und das meinte ich.

Und Asiaimbiss, nö danke , ich liebe Katzen übers alles.

@Toska
Es kommt niemand sofort auf diese Liste...oder?

Gebt euch Mühe, dann habt ihr zufriedene Gäste, die euch auch gerne weiter empfehlen.

Mundpropaganda hat einen erheblichen Anteil am Erfolg eines Gastronomiebetriebes.

Ich empfehle:

http://www.dicker-engel.com/

Hier ist der Küchenbereich komplett einsehbar, ich sehe, wenn der Koch sich die Nase am Handrückern abwischt...Mir gefälllts, nicht, wenn er es tut, sondern, dass ich sehen KÖNNTE, wenn er es täte.

Zusatzfrage:
Was ist n das für n Vorurteil, mit dem Asiaimbiss?

Diejenigen die hier nun anfangen Witze über Katzen zu machen, sollten zu hause erstmal in die eigenen Töpfe schauen ...

Jetzt muss ich mich selbst korrigieren, denn dieser Aufkleber
"Sauber-dann rein" bietet keinen Schutz vor Gammelfleisch oder
miserables Essen. Er erweckt den Eindruck, dass das Essen von gelerntnen, gesundheitlich geprüften Mitarbeitern produziert wird und hervorragend schmeckt. Genau das wird aber nicht geprüft.
Was nützt mir solch ein Aufkleber, wenn das Lokal sauber ist (ein normaler Zustand eigentlich), jedoch das Personal und Essen miserabel ist.

@ Laube (05.03.2009 09:20)

aus Ihren worten kann man schlußfolgern, daß diese listen mindestens auch dazu beitragen können, daß der verbraucher getäuscht wird, zumindest ein falscher eindruck erzeugt wird.

und, was schon bei der "negativliste" fragwürdig ist, z.b. häufigkeit der kontrollen und anzahl der kontrolleure, das gilt gleichermaßen auch für die positivliste - ich möchte den bezirkspolitiker sehen, der seine hand dafür ins feuer legt, daß ein betrieb, der als "positiv", also beanstandungsfrei und überdurchschnittlich, begutachtet worden ist, das heute und morgen und übermorgen und überübermorgen auch noch ist, und es ist ja wohl abzuwarten, inwieweit tatsächlich für betriebe, die beanstandet worden sind, und in der "negativliste" aufgeführt sind, eine immer zeitnahe "nachkontrolle" gewährleistet ist. zum anderen bedeutet streichen aus der "negativliste" nicht gleichzeitig auf nahme in die positivliste. denn die positivliste hat einen völlig anderen grundcharakter.

"In der Positivliste veröffentlicht das Veterinär- und Lebensmittelaufsichtsamt Pankow Betriebe, deren Inhaber mit dem Bezirksamt eine Vereinbarung über die Teilnahme am Smiley-System abgeschlossen haben und die mindestens 90 Prozent der im Bewertungsbogen ermittelten Punkte für ihren Betrieb erzielen konnten."

"In der Negativliste veröffentlicht das Veterinär- und Lebensmittelaufsichtsamt Pankow Betriebe, die gegen das Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuch sowie die mitgeltenden Rechtsvorschriften und gegen Rechtsakte der Europäischen Union (EU) verstoßen haben. Die veröffentlichten Verstöße erfüllen mindestens den Tatbestand einer Ordnungswidrigkeit. Dies bedeutet, dass eine gewisse Schwere der Tat vorliegt. Kleinere Verstöße werden hier nicht veröffentlicht."

(beide zitate: link im thread-text zu "Negativliste")

wenn man sich diese begründungen einmal genau durchliest, dann begreift man auch, daß "positivliste" und "negativliste" von der zielsetzung bzw. dem aussagewert völlig verschieden zu sehen sind. in der "positivliste" geht es nicht um betriebe, die beanstandungsfrei geblieben sind, sondern um solche, die mit dem bezirksamt eine vereinbarung über die teilnahme am smiley-system abgeschlossen haben, und im smiley-projekt geht es nicht um "beanstandungsfrei", sondern um überdurchschnittlich positive bewertungen. die bewertungskriterien des smiley-bewertungsbogens machen das auch deutlich. die benennung von "positivliste" bzw. "negativliste" ist bereits in der bezeichnung irreführend für den verbraucher, außerdem erhöht es den druck auf andere betriebe, sich ebenfalls dem smiley-projekt anzuschließen. ich halte das für rechtlich unzulässig.

im übrigen denke ich bzgl. dieser listen an Finagle’s Law of Dynamic Negatives von John W. Campbell jr.

In den Listen werden Momentaufnahmen geboten.
Das jeweilige Datum ist vermerkt.
Nicht mehr und nicht weniger.

Für mich liegt der Hauptnutzen in der Abschreckung.

Als Info brauche ich sie weniger. Da hab ich meine eigenen Augen, Ohren und Nase.

Schade, daß das Pankower Projekt von einigen hier schon wieder zerredet wird. Wir sollten doch froh sein, daß es für uns Verbraucher endlich eine Art Klarheit gibt.
Ich selber bin vor Jahren nach einem Besuch in einem italienischen Feinkostladen in der Skalitzer Straße schwer an einer Lebensmittelvergiftung erkrankt. Jeder, der so etwas schon einmal durch hat, wird wissen wovon ich rede. So eine Vergiftung ist echt kein Spaß und ich habe es seither vermieden je wieder in diesen Laden zu gehen. Egal, ob sich die Zustände mittlerweile geändert haben oder nicht.
Durch das Veröffentlichen von Negativlisten können wir Verbraucher schon vorher erfahren, wo man gefahrlos essen kann und wo eben nicht.
Deshalb ist das Ganze eine tolle Sache!

@Uta meinte am 05.03.2009 14:59
"...Ich selber bin vor Jahren nach einem Besuch in einem italienischen Feinkostladen in der Skalitzer Straße schwer an einer Lebensmittelvergiftung erkrankt..."

Das ist doch die Ecke, wo die ganzen Multikultiträumer vehement gegen eine McDonalds-Filiale protestiert haben.
Dabei wird bekanntermaßen diesen Ketten immer Top-Qualität und absolute Sauberkeit bestätigt.

Wär nicht übel, wenn so ein "Weltverbesserer" sich in einem Laden wie von Ihnen beschrieben, mal was holen würde.

@Uta, diese von Ihnen gewünschte Sicherheit gibt es nicht, ein Risiko besteht immer, es sollte zumindest recht klein sein. Die Liste ist ein Schritt zur Verringerung des Risikos, sie müsste jedoch erweitert werden, z.B. jährliche ärztliche Kontrollen der Mitarbeiter, Berufsnachweis für Mitarbeiter, Analysen verwendeter Rohstoffe usw.

@Uta/14:59

Ja, und genau das ist es. Sie waren vor Jahren da !!.

Man geht nicht mehr hin, weil man schlechte Erfahrungen gemacht, egal ob sich was geändert hat oder nicht.

Und genau dass bezweckt diese Negativliste.

So werde Existenzen vernichtet.

@ Hernando Velasquez (05.03.2009 16:06)

es ging bei diesen protesten aber nicht gegen hygiene, sondern gegen fast-food.

machen Sie sich doch einmal die mühe und sehen in der "negativliste" nach, welche betriebe, die in Kreuzberg (SO36) ansässig sind, dort aufgeführt sind...

billiger trick, den Sie hier verwenden!

@ 1704 meinte am 05.03.2009 20:14
"...es ging bei diesen protesten aber nicht gegen hygiene, sondern gegen fast-food."

Bitte genau und ehrlich bleiben!
Um fast-food generell ging es nicht.
Nur gegen den "kapitalistisch-imperialistischen" - gegen "multikulturellen" fast-food gab es da noch nie Proteste.

@Toska

Also wie jetzt?
Warum sollte diese Liste Existenzen zerstören, wenn doch JEDER Gastronom um die Auflagen des deutschen Gesundheitsbehörden weiß?

Im Ernst: Würdest du jemals ein Lokal wieder betreten, nach dessen Besuch dir solches widerfahren ist???

@ 84.191.191.9,
bitte erklären.

Was ist
"kapitalistisch-imperialistischen" - und "multikulturellen" fast-food ?

Danke

@ 84.191.191.9 (05.03.2009 20:57)

das nächste mal werde ich explizit auf den link verweisen, damit das geschriebene so verstanden werden kann wi es gemeint ist. da hatte ich Sie wohl überschätzt! so ein klein wenig habe ich ja den verdacht, daß Sie das thema irgendwie im sinne von "sauberkeit und ordnung" mißverstehen...

@ Aussteiger (06.03.2009 06:29)

da versucht jemand, geschichtsbewältigung auf den aktuellen stand zu bringen, pro Chicken McNuggets, die für die selbstbestimmungsrechte des kapitals als leitkultur stehen, contra döner, das essen des bösen...

"... Und auch Integrationsbeauftragte Maria Böhmer gestand gestern in dem Kreuzberger Schnellrestaurant ihren Hang zum schnellen Imbiss: 'Wenn ich früher abends aus meinem Wahlkreis kam, habe ich mir oft noch schnell eine Portion Chicken McNuggets mit Barbecue-Soße bei McDonald's geholt.'" (--> link)

@Aussteiger meinte am 06.03.2009 06:29:
@ 84.191.191.9,
bitte erklären.
Was ist
"kapitalistisch-imperialistischen" - und "multikulturellen" fast-food ?

a) böser Mac/Burger
b) guter Döner

Im Übrigen: Döner macht schöner.
Und schmeckt mir persönlich auch viel besser.

Aber es geht ja hier um gute Menschen, die gegen schlechten fast-food in Kreuzberg protestieren.
Mac-Burger-Befreite-Zone sozusagen.

@ 84.191.196.60 (06.03.2009 14:25)

"Aber es geht ja hier um gute Menschen, die gegen schlechten fast-food in Kreuzberg protestieren."

das sehen Sie falsch! hier geht es um "Ekel-Restaurants am Pranger", könnte aber gut sein, daß wir hier über dasselbe reden...

"Mac-Burger-Befreite-Zone sozusagen."

bitte genau und ehrlich bleiben! es ging seinerzeit nicht darum, eine zone zu befreien, so viel wahrheit muß schon sein!

@ 84.191.196.60,

von Gammefleisch-Döner habe ich ja schon gehört aber noch nichts davon, das eine der grossen Burgerketten negativ, in Sachen Hygiene aufgefallen ist.

Aber es soll ja Menschen geben, die schon aus Prinzip gegen alles sind, was vermeintlich aus Amerika kommt.

Ach, diese Listen sind doch Luftnummern und nur Effekthascherei vom BA Pankow online, denn:
Die "Überprüfungen" sind meist lang her und nur einmalig.
Die "Mängel" wirken teilweise wie aus dem deutschen Saubermannfinger gesogen... z.B. hat der Obst und Gemüse Laden bei mir ggü in der Winsstr. 16 gar kein Tiefkühlangebot.
Wie kann solches dann unsauber sein. Er hat vielmehr ständig sehr frisches Gemüse und Küchenkräuter...
Das interessiert mich und nicht, ob in seiner Toilette ein Seifenspender hängt.
Das superteure Seniorenheim "Domicil" sei dagegen top?!
Na fein, interessiert aber keinen öffentlichen Gast.
Es ist ja etwas feige, vornehmlich auf kleinen Asia- Geschäften rumzutreten, denn die haben keine Lobby.
Dafür sind sie billig und das ist gut so!
Amen.

WAs man braucht, ist mehr Personal in der Lebensmittelkontrolle! Im Übrigen sollten Restaurants, in denen unhaltbare unhygienische Zustände herrschen ohne Wenn und Aber geschlossen werden und zwar schnell! Den postings von xyz und Toska stimme ich voll zu!
Denjenigen, die jetzt kritiklos hurra schreien (Klara etc.), möchte ich raten, mal einen Monat in einer Restaurant- oder Hotelküche zu arbeiten. In Stoßzeiten, wo es hoch her geht und wenig Personal vorhanden ist, ist es quasi unmöglich dass alles super und sauber wie in einem Krankenhaus OP aussieht. Wobei es natürlich andererseits Beispiele gibt, die echt ekelerregend sind!
Vor 20 Jahren habe ich einige Monate in der Küche eines Steglitzer REsaurants gearbeitet, in der unhaltbare unhygienische Zustände herrschten, was durchaus Anlass gewesen wäre, das REstaurant schnellstens zu schließen. Überraschenderweise hatten die KOntrolleure trotz vorhandener Hygienemängel nichts zu beanstanden, ich konnte es einfach nicht glauben! Das klingt fast unglaublich, ist aber reale WAhrheit!

Das Problem ist zu vielschichtig und komplex, als das man durch Internetveröffentlichung dem beikommen kann!

@Michael Klein 06.03.09/20:00

Mit Ihren letzen Satz haben Sie völlig Recht. Finde Ihren Beitrag sehr gut, weil Sie auch die andere Seite, nämlich als Arbeitnehmer in einem restaurant beschreiben. Da wissen Sie ganz genau wie es abgeht und was die Tatsache ist.

Denn wenn solche Mängel vorhanden sind, fragt man sich wo die Kontrolle ihre Augen hatte.

Sollten wirklich mal einige , wie Sie schon angesprochen haben, den Job machen. Würden sich umschauen und sehr kleinlaut werden.

m.M.n. ist das wieder rausgeschmiessendes Geld, dafür sollte man Personal für Kontrollen einstellen.

Beichspiele von anderen Ländern sollte man sich zu anderen Problemen holen. z.B. kostenlosen Schulessen, kostenlose Kitaplätze u.s.w.. Da sind uns viele voraus.

@ Michael Klein meinte am 06.03.2009 20:00

Es geht bei der Überprüfung/Veröffentlichung zweiflsfrei nicht um Betriebe, bei denen "mal" nicht gereinigt wurde. Es geht um jene, das war auch in den Veröffentlichungen erkenntbar, wo längerfristig der Besen im Urlaub war.

Mich stören hier nicht die Veröffentlichungen an sich, sondern das offensichtlich nicht geregelte Procedere der Kontrolle (siehe die Veröffentlichung im heutigen Tagesspiegel zu einem Betrieb, dessen Besitzer sich einen Rechtsanwalt genommen hat).

wie man in den nachrichten hören konnte, ist eine weitere veröffentlichung in anderen berliner bezirken vom tisch.
bedeutet: der senat macht einen rückzieher, ist eingebrochen.
dann haben die lobbyisten es ja geschafft.
gammeldöner darf anderen orts weiter unveröffentlicht verkauft werden.

@rg

ich sehe das ähnlich wie michael klein, man sollte sich halt schon fragen warum es dort so aussieht, was die ursachen sind, probleme kann man nur an der wurzel lösen und nicht durch eine stigmatisierung.

@all
ich denke noch etwas weiter bei der sache: negativlisten sind eine sache. okey lassen wir es mal so stehen, das es dem verbraucherschutz dient. aber wenn sich zeigt, das sich eine lokalität eines besseren besinnt und die probleme in angriff nimmt und etwas ändert, sollte im gegenzug auch in der negativliste darauf dann auch expliziet hingewiesen werden, damit eine zweite chance nicht automatisch in den ruin führt............

@ Andy,

Sie haben geschrieben:
"Es ist ja etwas feige, vornehmlich auf kleinen Asia- Geschäften rumzutreten, denn die haben keine Lobby.
Dafür sind sie billig und das ist gut so!
Amen."

Soll das heissen, wenn es billig ist kann die Hygiene vernachlässigt werden?

Geiz ist geil & billig will ich !

@ ÖHA meinte am 07.03.2009 12:42

Meiner Meinung liegt es schlicht an der Einstellung der dort Beschäftigten, vom Chef bis zur Hilfskraft, ob eine Küche verkommt oder nicht.
Man muss ja vielleicht nicht täglich alles reinigen, die veröffentlichten Fotos deuten aber auf fehlende Reinigung über einen längeren Zeitraum hin.
Und: wenn es dreckig ist, muss vielleicht auch mal der Chef ran, der steckt ja auch das Geld ein.

In der AS gestern wurde ja gesagt, dass die anderen Bezirke da nicht mitspielen und diese Negativliste erstmal vom Tisch ist.
Mal wieder alles ohne Überlegung .

Deswegen sagte ich ja, alles Geldverschwendung , als wenns keine anderen Probleme gäbe.

Man zieht das beichspiel Dänemark heran, aber dann muss man mit der Herkunft des Fleisches ,eventuelle Unterbrechung der Kühlkette, Herkunft des Fisches, Sauberkeit der Lieferanten u.s.w. anfangen.

Auf den Avus-LKW Parkplatz stehen Nacht für Nacht beladende Kühltransporte, wo die Kühlung einfach ausgeschaltet wird. Wenn mal nachfragt, bekommt man zur Antwort: Na und, ist doch scheissegal, merkt doch keiner wenn die Kühlkette unterbrochen wurde.

Und wenns mal klemmt, wirds schnell vor der Hausstür verkauft, so nach den Motto " ist vom LKW gefallen "
Die Händler nehmen es an, weil sie auch sparen müssen.
Da sollte mal der RBB recherschieren, ist ja quasi vor der Haustür.

Man sollte sich mal die Imbisse am Ostbahnhof anschauen.
billig und dreckig . Müssten einige sofort geschlossen werden.
Am Alex ist es nicht anders. Im Bahnhof der Chinamann- na , Mahlzeit kann ich da nur sagen.
Zigarette im Mundwinkel beim Kochen, asche im Essen.

So, ich gehe jetzt zu meiner Mutter Abendbrot essen, garantiert alles sauber.

Allen schönes Wochenende und guten Appetit beim Sonntagsbrunch im Lokal.
( das sind die Reste von der Woche drin)

@ ÖHA meinte am 07.03.2009 12:42:
"..man sollte sich halt schon fragen warum es dort so aussieht, was die ursachen sind, probleme kann man nur an der wurzel lösen und nicht durch eine stigmatisierung..."

Ganz wichtig, was du da sagst.
Besonders die frühe Kindheit aller Beteilgten sollte nicht unberücksichtigt bleiben.
Gut, dass wir mal darüber gesprochen haben.
Peace!

@Toska

"Wenn mal nachfragt, bekommt man zur Antwort: Na und, ist doch scheissegal, merkt doch keiner wenn die Kühlkette unterbrochen wurde."

Echt?
Ich hab da noch keinen gefragt...Aber gut,. dass wir hier eine Insiderin haben.

Die erwähnten Imbisse, Minipizzen etc. findet man aber auch weitläufig im gesamten berliner Stadtgebiet - oder sehe ich das falsch?

@ÖHA meinte am 07.03.2009 12:42

Zu :
"...sollte im gegenzug auch in der negativliste darauf dann auch expliziet hingewiesen werden, damit eine zweite chance nicht automatisch in den ruin führt......"

Klar, dass diese Listen auch aktualisiert werden müssen. Es geht um Verbraucherschutz, um nicht darum, irgendwen zu ruinieren.

@ nummer:

Nee mein Junge, nicht die Hygiene leidet, wenns billig ist.
Nur sollte man offensichtliche Schuppen und echte Hygieneprobleme benennen und nicht sowas wie "defekter Arbeitstisch"... Das macht diese "Liste" zur dilettantischen und beliebigen Aufzählung... (täglich aktualisiert, achja?)
Wichtigtuerei und Aktionismus das.

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