Kontakt |

AbendschauBlog

Die Opel-Krise

in > Allgemeines

Der Opel Insignia ist noch nicht auf dem Markt, aber schon von Fachjournalisten zum Auto des Jahres gekürt worden. Derweil bangen 25.000 Beschäftigte bei Opel  um ihre Jobs.  Die Realität ist manchmal so. Eine milliardenschwere Staatsbürgschaft soll jetzt her. Der Mutterkonzern General-Motors steht kurz vor der Pleite und Opel fürchtet, schon 2009 könnte  dem Konzern das Geld ausgehen.

Im nächsten Jahr ist Bundestagswahl und da möchte natürlich jeder gern als Retter dastehen.Erst empfängt Angela Merkel im Kanzleramt Manager und Betriebsräte von Opel. Am abend dann wird die Lage in ähnlicher Konstellation im Auswärtigen Amt mit Frank-Walter Steinmeier beraten. 

Ist es aber wirklich angebracht, zur Rettung der angeschlagenen Autoindustrie Steuergelder in die zu Hand nehmen? Das Problem: nach Opel könnten dann schon bald weitere Konzerne die Hand aufhalten.

Opel in Berlin, das ist Heidi Hetzer. Ihr würde die Milliardenbürgschaft nicht helfen.  Seit 1919 gibt es das Berliner Traditionsunternehmen. Seit 40 Jahren leitet es Heidi Hetzer. Seit Ausbruch der Finanzkrise laufen die Geschäfte schlecht. Nicht nur, daß kaum jemand einen Neuwagen kaufen will, reihenweise kommen Kunden und kündigen ihre Leasingverträge. Ende des Jahres wird sie wohl ihre Filiale in Mitte schliessen müssen.

Kommentare (30)

Leider habe ich gerade vergeblich nach einer Preisliste für die Fahrzeuge von OPEL im Netz gesucht. Natürlich unverbindliche Preisempfehlungen, für die ganz schlauen unter uns.
Ein Sparauto habe ich mir doch etwas anders vorgestellt. Es sollte sparsam sein, nicht vom Steuerzahler subventioniert. Ist es nicht schön, in schlechten Zeiten erinnern sich die hoch bezahlten Manager daran, dass man von der Gewinnspanne etwas abgeben kann. Autos werden billiger. Obwohl ich der Meinung bin, sie sind noch weit überbezahlt. Ich jedenfalls werde mein Auto, immerhin schon 13 Jahre alt, so lange fahren, bis es einfach nicht mehr geht.
Danach lasse ich mich dann von der Automobilindustrie umwerben. Mit zinslosen Krediten, einem Schleifchen um das neue Auto, vielen Extras. Ach dann bin ich der Kunde König. Habe ich eine Frage zu einem Modell, wird mir kein mitleidiges Lächeln verraten, sie Dummerchen, wie kann man nur solch eine Frage stellen. Nein man wird mir geduldig alles erklären. Welch herrliche Zeiten für Autokäufer.
Nur weshalb habe ich so gar kein Mitleid mit diesen Autokonzernen?

Herbi,
da sind wir schon zwei mit einen 13 Jahre alten Fahrzeug. Ich unterstütze Ihre Ausführungen auf´s Wort!

Ich halte die Subventionierung einzelner Hersteller schon allgemein für problematisch (wie wäre es denn mit einer deutlichen Senkung der Mineralöl- oder Kfz-Steuer zur Absatzförderung?), insbesondere bei Opel halte ich die Subventionierung für besonders problematisch, weil ich unseren fähigen Politikern nicht zutraue, eine nicht gewollte(?) Subventionierung von General Motors mit deutschen Steuergeldern zu verhindern.
Im Übrigen sind wir jetzt schon drei mit den „Oldtimern“.

@ herbi, atlantis, Werner

mit ihren postings haben sich 3 user dahingehend geoutet, daß sie sich systemschädigend verhalten und noch nicht einmal einsicht in die verwerflichkeit ihres tuns zeigen. fast könnte man von notorischen wiederholungstätern sprechen, die nicht nur wissentlich, sondern auch willentlich, durch ihr schädigendes verhalten familien um lohn und brot bringen und frohlockend in die H4-wüste schicken...

negativ anzumerken ist auch, daß besagte 3 user nicht einmal soviel regionalgeist aufzubringen in der lage sind, der frau Heidi Hetzer ihre filiale durch kauf eines neuwagens auf leasingbasis zu erhalten. die geiz-ist-geil-mentalität nagt an den geistig-materiellen grundlagen dieser gesellschaft.

positiv anzumerken ist, daß sich die AS nicht zu schade ist, auch konkurrenzsender wahrzunehmen, sogar so weit zu gehen wagt, sich von diesen anregungen geben zu lassen (Maybrit Illner - Heidi Hetzer). dabei wurde in dieser sendung frau Hetzer durchaus ein weg gewiesen, wie sie aus der momentanen klemme kommen könnte, und das auch ohne mithilfe dieser 3 konsumverweigerer...

Da sie ja ansonsten dadurch aufzufallen wissen, uns Unwissenden die Welt erklären zu können, wäre es ja durchaus hilfreich, wenn sie ihr Posting nicht mit einer Andeutung enden lassen würden.......

Wenn man damit Arbeitsplätze retten kann, dann soll man auch dafür Steuergelder ausgeben. Aber nur dann und nicht, dass die Gelder in irgendwelchen Manager Kanälen versickern.

Dann wäre es endlich mal Zeit, diese Herren (und Damen, von denen man in den Führungsetagen wenig hört) hinter Schloß&Riegel bei Wasser&Brot in einem Schuldenturm zu sperren und den Schlüssel dafür ganz tief in einem Brunnen zu werfen.

Im Augenblick scheinen die Regierungen dieser Welt ja sowieso die Lizenz zum Geld drucken zu haben.

Da klingt es doch schon wie blanker Hohn wenn ein Dagobert Sarrazin den Bürgern hier immer von der Schuldenlast für kommende Generationen erzählte.

Wie viele Jahrhunderte, sollen zukünftige Generationen denn für die derzeitige Wirtschaftskrise ab bezahlen?

Geld spielt doch derzeit keine Rolle in dieser Kasino Welt.
Mit Volldampf in den Abgrund. Das ist die Devise.

Na, ein letzter Versuch: versteht jemand den Versuch der Rettung von Opel, auch wenn keiner die Autos kauft? Rettung der Arbeitspläzte - ja (unbedingt!), aber mit welchem Erfolg, wenn anschließend niemand die Autos kauft?

@ candide (18.11.2008 00:31)

fühle ich mich jetzt angesprochen, heißt es wieder: siehste, hamwas doch jewußt - fühle ich mich nicht angesprochen, bleibt ihre frage wohl unbeantwortet im thread-dichten raum - echte zwickmühle...

(aber soviel kann ich dazu sagen, ohne evtl. gemeint gewsen zu sein: es wurde die KfW genannt und auf das bankenhilfsprogramm verwiesen, das ja eben aus 3 teilen besteht, was in der öffentlichkeit aber selten erwähnung findet...)

@ Elisa (18.11.2008 00:40)

das hat viel mit psychologie zu tun - wenn der verbraucher/konsument das gefühl hat, es geht alles den bach runter, dann hält er sein geld ängstlich zusammen, hat er hingegen das gefühl, es läuft alles (wieder) rund, dann zückt er öfters auch einmal seine geldbörse und spendiert sich was feines. nimmt sogar, wagemutig wie er dann ist, auch schon einmal einen kredit auf oder überredet omama sogar, vielleicht doch endlich mal eine neue kaffeemaschine, waschmaschine etc. zu kaufen, und wenn die gören quengeln, sie wollten jetzt endlich auch ihr eigenes auto haben, weil der mp3-player langsam langweilig wird, na dann spendiert vati eben eins, vielleicht...

;-)

Ich hatte in der tat 1704 angesprochen.
Ich habe den Bericht in der Abendschau gesehen. Ich bin kein Wirtschaftswissenschaftler, aber ich meine doch verstanden zu haben, daß es dem Unternehmen Hetzer nicht allzu gut geht. Nun könnte man anmerken, was geht mich das an? Aber ich bin mir recht sicher, daß die Geschäftsfrau Heidi Hetzer ziemlich genau Bescheid weiß, wie sie ihr Unternehmen retten kann, wenn es denn möglich ist. Ich kann mir allerdings nicht vorstellen, daß sie da ihren Ratschlag braucht.
Sie sollten nicht immer so tun, als könnten sie jedem Menschen den rechten Weg weisen.

@ candide (18.11.2008 01:06)

da haben wir nun den salat, denn mit den "andeutungen" gab ich gar nicht wieder, was ich zu der ganzen geschichte meine/denke, sondern, was innerhalb der sendung von Maybrit Illner der frau Hetzler mit auf den weg gegeben worden ist - wenn Sie nun meinen, das sei mumpitz, so trifft mich das nicht wirklich (ich bin doch nur der bote, nicht der absender)... aber: in der sendung, die ich gesehen habe, wurde von frau Hetzler das problem mit den autokäufen auf leasing-basis und der notwendigen zwischenfinanzierung als das momentane hauptproblem angesprochen, bei dem ihre hausbank nicht mehr mitspielt, möglicherweise hat frau Hetzler (oder andere für sie) aber auch erkannt, daß man manchmal auch für sich und sein produkt werben muß...

und manchmal geht es kleinen wie den großen: wenn geld alle, dann laden dicht, aber auf mich machte sie nicht den eindruck, daß sie sich unterkriegen lassen wolle von der momentanen krise...

ist jetzt wieder alles gut?

@1704 die Dame heisst Hetzer! nicht Hetzler. soviel Zeit muss sein. ich glaub Berliner sind da nachtragend.
ich habe "maybritt illner" auch nicht gesehen, könnte einigen anderen hier aber auch so gegangen sein.
was mich gestört hat, ist ihr Habitus der Rechthaberei.
Mit ihrer letzten Bemerkung gehe ich allerdings konform.

@ candide (18.11.2008 01:45)

der "habitus" von 1704 wurde schon oft interpretiert, und 1704 kommt dabei oft gar nicht gut weg: das reicht von oberlehrerhaft und professoral über besserwisser bis arrogant und schlimmeres - diese ansichten über 1704 haben, glauben Sie es mir, oder glauben Sie es mir nicht, viel mit denjenigen zu tun, die zu diesen ansichten über 1704 gelangen, aber nur sehr wenig mit 1704 himself...

aber ncihts für ungut, ich bin (eigentlich) nicht nachtragend...

@1704: Vielleicht sollten sie sich mal selbst fragen, warum sie ein solches Bild abgeben.
Aber da es ja hier eigentlich um Opel geht: Ich kann nicht nachvollziehen, warum jetzt die Steuerzahler für eine verfehlte Geschäftspolitik einspringen sollen.
Noch dazu: wenn wir die aktuellen Tarifauseinandersetzungen betrachten, dann werden die Beschäftigten überall zur Mässigung ermahnt. Gleichzeitig werden den Vorständen enorme Gehaltssprünge genehmigt. Und jetzt bitten die Vorstände die Steuerzahler um Hilfe?
Mein Mitleid hält sich in sehr, sehr engen Grenzen. Auf der anderen Seite geht es um Tausende Jobs. Schwierig!

@ candide (18.11.2008 02:09)

ein wenig licht ins dunkel bringen könnte evtl. der artikel (--> link)

- Opel steht eigentlich relativ gut da, nur könnte es sein, daß der ins trudeln geratene mutterkonzern die tochter mit in den abgrund zieht - für die regionen, in denen Opel ein großer arbeitgeber ist, eine sehr bedrohliche aussicht - deshalb auch wiederum das interesse der politik, Opel nicht einfach untergehen zu lassen (fehlende jobperspektiven für die dann freigesetzten arbeitnehmer).

p.s. "Vielleicht sollten sie sich mal selbst fragen" - klar, vielleicht...

p.s.2 der autohändler in dem kaff, in dem ich nicht nur laufen lernte, sondern auch noch autofahren, hieß Hetzler (Opel), alte verbundenheit, aber der war mir immer zu teuer...

;-)

Rettungsversuch für Opel? Schön und gut aber was bringt es (wie oben bereits geschrieben) wenn die Autos dann auf den riesigen Werksparkplätzen vergammeln.
Es muss der Neuwagenverkauf angekurbelt werden werden und da hilft nicht das Rumgeeiere mit der KFZ Steuer. Da müssen echte Kaufanreize geschaffen werden.
Daher Fordere ich:

Totale Abschaffung der KFZ Steuer und keine Mehrwertsteuer für Neuwagenkäufe, Ende der Subventionen des öffentlichen Personennahverkehrs und eine Zusatzsteuer auf Bahnfahrkarten (mit dem Geld kann die Mineralölsteuer gesenkt werden). Keine Tempo 30 Zonen und Verkehrsberuhigten Zonen mehr. Busspuren stören nur den Verkehrsfluss, also weg damit. Parkraumbewirtschaftung brauch kein Mensch, freies Parken wo immer Platz für einen PKW ist, und vieles mehr.

Ok, einige der Forderungen sind "leicht übertrieben", aber mal im Ernst, warum sollte sich denn der "Normalarbeitnehmer", von den HartzIV lern ganz zu schweigen, jetzt einen Neuwagen kaufen?
Sinkende Realeinkommen, Gängelungen der Autofahrer durch die Politik. Viele Menschen haben einfach die Nase voll davon,die "Melkkuh" der Nation zu sein und dann in der Nutzung ihres Autos immer mehr eingeschränkt zu werden.

So, und nun darf auf mich eingeprügelt werden.

Mein Auto steht meist Cognac ... nein, rum!
Das Vehikel ist inzwischen 17 Jahre alt.
Wenn es dann bald, – so wie ein Mensch –, wählen gehen dürfte (und könnte, jetzt ohne Scherz), dann würde es sicher die Partei der Autos wählen, die sich für extrem sparsame Motoren, Hybrid-Technologie usw. stark macht.

Dann dürfte das Wägelchen sich nämlich wieder auch mehr unter seinesgleichen umtun, will sagen: „am gesellschaftlichen Leben teilnehmen“, und müsste nicht immer so einsam und allein geparkt herumstehen, weil seinem Hartz-IV-Herrchen kein Sprit-Geld aus dem Portemonnaie zu leiern ist.

Ich möchte mich ja nicht in Spekulationen verlieren, aber vielleicht hat Opel mit dem neuen „Insignia“ ebenso auf das falsche Pferd gesetzt, wie man die Signale der Zeit auch schon jahrzehntelang verschlafen hat.

Bei der Muttergesellschaft GM in den USA wurde als neuster „Hit“ ein Hybridfahrzeug jüngst präsentiert, das, – man lese und staune –, „nur“ 12 Liter auf 100km schluckt!
Nicht schlecht, Herr Specht! –

Und was fällt mir zum Hause Opel in Deutschland ein?
Die gute Bundesregierung lässt „Nachbar Opel“ jede Menge Moos rüberwachsen, damit der sich Tag für Tag zum Kiosk trollen kann, um seinen Level zu halten...

Kann’s das denn wirklich sein?

Den armen Opelhäusern kann man nur raten, sich nicht über die Banken zu beklagen, die jetzt keine Kredite mehr geben, sondern von den Banken, wie Herrn Ackermann u.a. zu lernen : die Gewinne privatisieren und die Verluste dem Steuerzahler zu schenken. Für Frau Opel Hetzer bedeutet das, sämtliches Bargeld aus dem Betrieb ziehen, die 200 PKW zum halben Preis verkaufen, Grundstücke verkaufn und Insolvenz anmelden, damit
das Arbeitsamt die Löhne weiterzahlt. Das Geld obendrein in eine
Stiftung anlegn, in der Frau Hetzer Präsident ist, damit auch das
Finanzamt nichts bekommt. Das ist geil !

@ Aussteiger (18.11.2008 07:26)

mal ganz im ernst gefragt: warum sollte sich denn ein "normalarbeitnehmer"* jetzt keinen neuwagen kaufen?

------------------------

* was ist eigentlich ein "normalarbeitnehmer"?

@1704 / 18.11.2008 11:22

Da möchte ich mal gerne einhaken:

Warum soll sich denn die Hartz-IV ler (so @Aussteiger) jetzt keinen neuen Wagen kaufen?

Ich geb die Antwort schon mal selbst:
a) Er darf gar nicht so viel Geld gespart haben, um sich einen Neuwagen, geschweige einen guten Gebrauchten zu leisten!

b) Hätte er solch einen Wagen, innerhalb der Grenzen des Schonvermögens (was regelmäßig abgefragt/ abgeprüft wird) wird ihm dieser u.U. als Vermögen angerechnet. Entweder darf er dann sonst kein Barvermögen mehr haben, oder er muß den Wagen veräußern ...

Das ist alles sehr undurchschaubar und tricky.
Auf jeden Fall soll verhindert werden, dass der Hartz-IV ler Kapital still und heimlich auf öffentlichem Straßenland unauffällig herum stehen hat... :-/

Also mein Opel ist 18 Jahre alt und er hat dieses Jahr schon im Sommer keinen neuen TÜV
bekommen (der Rost...).Ich war soweit ganz zufrieden mit meinem Auto. Nun hab ich mich bei diversen Opel-Händlern umgesehen.Aber wenn mir Autos angeboten werden mit 30.000km auf dem Tacho und ich sehe das Kupplungspedal ist sehr abgenutzt ,bin ich der Meinung, die Händler wollen mich verarschen.So nicht! Also ich werde mein Auto im Dezember abmelden und es dann mal ohne probieren.Notfalls leihe ich mir ein Auto aus.
Und Arbeitsplätze –interessiert sich einer für meien Arbeitsplatz???

@ Nobbi (18.11.2008 12:01)

bzgl. H4 ist mir die problematik/rechtslage relativ gut bekannt, deshalb hatte ich auch diesbezüglich gar keine frage(n)...

in letzter zeit habe ich mich allerdings des öfteren gefragt, warum man eigentlich nicht dem australischen beispiel folgt (--> link), auch, warum das in den hiesigen medien so wenig beachtung gefunden hat...

Ich glaube im Automobilbau wird es zu einer drastischen "Marktbereinigung" kommen . Opel wird dies wohl nicht überleben.Einzige Chance als Staatsunternehmen. Auch alle andreren Auobauer werden in Schwierigkeiten kommen. Ich sehe es so: in absehbarer Zeit wird wohl in Deutschland nur noch die Entwicklung bestehen bleiben.Zusammenschrauben können andere auch. Und das "Made in Germany" ist doch heute schon kaum noch Realität. Denken Sie an die ganzen Rückruf-Aktionen.

Und zur Frau Hetzer :eine rührige Unternehmerin,aber jede Tradition hat ihr ENDE. Sollte man irgendwann auch mal einsehen.

Ich glaube nicht das staatliche Unterstützung da viel hilft, weil das Geld in fremde Kanäle fliest.

Die Leidtragenden sind die Arbeitnehmer. Da ist auch kein Egoismuss wie von von einen Opel-Fahrer /13:18 angebracht.

Meiner Meinung nach sollte man die Steuerabgaben senken, wenn den Leuten mehr Geld übrig bleibt, werden auch viele bereit sein es auszugeben.

Die Autoindustrie hat jahrelange fette Gewinne gemacht, konnten ihre Vorstände reichlich bedienen, war sogar noch Puffbesuche drin.

Schuld eigende.

Mir ist das sowieso ein Rätsel, für nichts ist Geld da , und auf einmal spielt Angie die Fee- nach dem Motto- wieviele Millionen dürfens denn sein.!!

Wo kommen die denn her. Werden Überstunden bei der Bundesdruckerei gemacht ?

@Toska 17:51
Schön dich zu lesen.

Mit den Steuersenkungen das haut terminlich nicht so richtig hin.
Wenn sie das jetzt machen, dann haben die Leute das bis zur BT-Wahl 2009 vergessen.
Kurz davor werden wir sicher mit irgendwas "beglückt". Könnte aber zu spät sein.

Jetzt setzt man sich lieber in Szene mit Kümmern um die Arbeitsplätze. Selbst der Außenminister tut mit.

Die 1994 privatisierte Bundesdruckerei soll ja demnächst wieder verstaatlicht werden.
Konnte ich ohnehin nie begreifen, wie man sowas ja nun wirklich Hoheitliches verstaatlichen konnte, aber auch die Post, die Bahn, der Strom sollten Volkseigentum sein.
Naja, das Umdenken hat begonnen.
Für die freie Marktwirtschaft gibt es immer noch genügend Betätigungsfelder.

Früher mit VW in 100% Staatsbesitz lief und lief und lief der Käfer von einem Rekord zum nächsten.
Von mir waren auch zwei dabei.

Einen schönen Abend wünsch ich allerseits!

1704 meinte am 18.11.2008 00:18
Sie und ein Anflug von Satire. Man glaubt es kaum. Aber warum sollte der Verbraucher gerade jetzt ein Auto kaufen? Nur weil es der Autoindustrie gerade gut passen würde? Damit der Jahresabschluss für die Manager doch noch gut ausfällt? Soll man den Autokonzernen als Verbraucher auf den Leim gehen, jahrelang wurden Arbeitsplätze abgebaut, wurde die Gewinnmaximierung über alles gestellt. Aktionäre tobten und standen auf den Stühlen vor Begeisterung, wenn es ihnen vom Podium entgegenschallte, dass Hunderte von Mitarbeitern entlassen werden. Die Ausschüttung der Dividenden aber abermals gesteigert werden konnten. Oder soll ich nicht auch an jenen Manager einer Nobelmarke im Stuttgarter Raum denken, der Millionengewinne für sich verbuchen konnte. Mit sehr dubiosen Geschäften. Die sich schon längst verboten gehörten? Oder fällt mir da nicht auch noch ein Arbeitskampf der Mitarbeiter von Opel ein. Die vor nicht all zu langer Zeit von ihren Managern rüde behandelt wurden.
Nein der Verbraucher hält sein Geld nicht nur wegen der Finanzkrise zusammen. Manche Verbraucher möchten sich einfach nicht verschaukeln lassen.

Und noch ein Aspekt zum Autoneukauf. Soweit ich weiß, darf ein Hartz4-Empfänger kein Auto besitzen, das jünger als 10 Jahre ist. Was macht man nun, sollte man in den nächsten 2-3 Jahren arbeitslos werden und hat sich ein neues Auto gekauft? Man muss es verkaufen. Auch kein sehr gutes Geschäft und auch kein überzeugender Kaufanreiz für manche. Dieser Aspekt wurde in der jetzigen Diskussion bisher leider vernachlässigt. Ich gebe zu, dass ich damit auch nicht so richtig Bescheid weiß. Eventuell könnte da jemand zu Stellung nehmen, der sich besser mit Hartz4 auskennt.

@ herbi (18.11.2008 21:07)

bzgl. pkw und H4 (--> link) - das alter des autos ist nicht so entscheident, sondern der zeitwert des wagens...

im konsumptiven bereich rächt sich nun, daß man mit den Hartz-gesetzen den arbeitslosen arbeitnehmer im sinne einer sozialgesetzgebung alimentiert, und er deshalb immer erst einmal bedürftig sein muß, bevor er einen anspruch auf unterstützung begründen kann. aber das ist nicht nur ein fehler der damaligen oder heutigen regierung 8oder der diese politik unterstützenden parteien), sondern auch ein fehler der mainstream-meinung in der bevölkerung, die lauthals die falschen formeln nachbetete (Sie erinnern sich sicherlich der debatten um den sogenannten "sozialmißbrauch" und anverwandte ärgerlichkeiten...). hinzu kam die haushaltsnotlage, die vieles möglich machte, was vordem undenkbar gewesen wäre, aber fast alle haben eben geklatscht oder zähneknirschend zugestimmt. am ende des liedvortrages stehen nun eben sehr, sehr viele nahezu tonlos da...

das absenken der reallöhne/realen gehälter gehört natürlich auch dazu, oder die rigide haushaltspolitik, die der haushaltskonsolidierung den vorrang vor sonst üblichem antizyklischem verhalten gab (nun wundern sich einige, woher das viele geld herkommt, das vorher angeblich immer fehlte)...

Sie haben durchaus recht mit dem, was Sie schreiben, aber das nützt eben alles nichts - man muß dabei immer an den kreislauf denken (nein, nicht Ihren oder meinen, sondern den der wirtschaft). die (freie/soziale) marktwirtschaft funktioniert nur, wenn auch konsumiert wird. wenn, in welchen bereichen auch immer, kaufzurückhaltung als generelle haltung praktiziet wird (oder praktiziert werden muß), dann kommt das früher oder später über den absatz auch in der produktion an - es rächt sich nun, daß man den leuten seit langem schon die konsumptiven möglichkeiten eingeschränkt hat, vielzuviele sozusagen auf kante genäht leben (müssen). in zeiten einer krise verstärkt sich das rasant, weil dann zu den realen (un)möglichkeiten noch die psychologisch bestimmten bedenklichkeiten hinzukommen...

in der automobilindustrie sehen wir im grunde einen längst überfällligen strukturanpassungsprozess, ich habe es nie so recht verstanden, warum die autobauer so offensichtlich gegen die trends produzieren zu müssen meinten. einer der gründe ist sicher dahingehend zu suchen, daß ein großteil der neuproduktion gar nicht im eigenen land abgesetzt wird, weswegen sich nun der einbruch auf dem us-amerikanischen automobilmarkt so rigide auf die hiesige produktion auswirkt, hinzu kommt, daß auch der absatz auf den anderen märkten durch die finanzkrise ins stocken geraten ist. der dritte faktor zur automobilkrise ist weiter oben schon beschrieben... der 4te grund, der zur erklärung der krise herangezogen werden muß, ist ja nun schon seit einiger zeit mit dem schönen wort"kasino-mentalität" beschrieben, das setzen auf das spiel der finanzen statt auf den tatsächlich vorhandenen markt (mit seinen beiden gesichtern, wirtschaft hier, verbraucher da). der 5te grund ist die exportorientierung der deutschen wirtschaft, die dazu beigetragen hat, daß der binnenmarkt hauptsächlich als kostenfaktor betrachtet worden ist (das gespenst der "globalisierung" und die meinung bzgl. "zu hohe löhne und gehälter")...

nun stehen wir langsam alle mit offenem mund ziemlich dumm da, obwohl es viele kritiker gab, die sehr frühzeitig ein umdenken eingefordert haben. immerhin bietet die krise auch die chance, ein längst fälliges umdenken befördern zu können, nachdem man die realen einkommen recht kräftig abgesenkt und eine gigantische umverteilung gesellschaftlichen vermögens hingelegt hat...

aber schön, daß Sie Ihren sinn für satire noch nicht verloren haben! denn immerhin können wir sagen: so lange wir noch lachen können, so lange können wir wohl mit einer gewissen berechtigung davon ausgehen, noch nicht ganz tot zu sein...

geht es hier nicht um mehr, als nur die arbeitsplatzsicherung bei opel? geht es hier nicht auch um den bäcker, metzger, zahnarzt?
auch die opel-vertragshändler mit ihren familien sind hier betroffen.
wieviel ist eine milliare euro im vergleich zu dem was dann kommt?
sicher werden hier auch noch andere folgen. bmw und mercedes stecken in der krise, da der absatz in usa zurück gegangen ist. aber diese firmen haben keinen mutterkonzern in usa sitzen, der ihnen gewisse dinge auferlegt, die für den deutschen/europäischen markt so nicht umsetztbar sind. und.....noch keine insolventz angemeldet hat!
opel sollte sich von gm lösen. die eigenen brötchen backen. keine rabatte mehr geben. dies sollte dann aber auch von allen gehandhabt werden. nicht nur die konkurenz unter den automobilherstellern ist hoch. selbst die eigenen händler handeln sich mit peisvorteilen oder wir zahlen ihre kfz steuer runter.
das darf nicht weiter geschehen. hier muß von oben herab ganz klar die politik betrieben werden, wenn ich ein gutes produkt baue, dann zahl als kunde auch dafür.
das opel nicht mit kia, toyota oder hyundai konkurieren kann ist klar. diese produzieren in billigländern.

hier geht es aber um deutsche arbeitsplätze!

Die Krise der Auto-Industrie ,nicht nur bei Opel ist doch der jahrelangen Arbeit der Wirtschaft und der Helfershelfer in der Politik geschuldet.Angefangen bei Schröders Agenda 2010.Billigjobber ,Minijobber haben nunmal kein Geld für Autos.Hinzu kommt natürlich eine verfehlte Modellpolitik.Es sind genau diese Früchte die wir jetzt ernten.Ich glaube mit Steuergeldern wird das Siechtum von Opel nur verlängert. Übrigens produziert Opel auch in Billiglohnländern!Komisch auch das Autos im Ausland teilweise nur etwas mehr die Hälfte kosten. Es werden einfache ,billige Autos gebraucht.Ich brauch keine Klima-Anlage –ich leb ja nicht am Äquator.Ich brauch auch keinen Bord-Computer-ich will ja nicht zum Mond mit dem Auto.Wie gesagt ich probiers demnächst mal ohne Auto.

entweder ist das alles ein bluff der industrie und der wirtschaft gehts nicht schlecht, oder wir haben das problem, das das einen rattenschwanz vom zulieferer bis zum transportunternehmen und damit gestiegener transportpreise auch auf den lebensmittelmarkt und einzelhandel nach sich zieht, das jedes unternehmen früher oder später die hand aufmachen wird, was dann aber dem supergau gleichkommen wird...........................

klar sollen die den firmen helfen, was aber auch mit einschliesst das der lohn nach oben muss - sonst kriegen wir die verkaufszahlen nie angekurbelt - aber es stellt sich die frage ob wir uns nicht dann auch langsam von der freien marktwirtschaft, mindestens mal von der börse, verabschieden sollten, damit das dann auch mal irgendwann stabil bleibt das wirtschaftssystem..........

Senden Sie einen Kommentar:

Kommentare sind ausgeschaltet.

Themen

Blogger in AbendschauBlog

 

Neueste Kommentare

Blogroll

Schlagwörter

RSS Feeds