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Demokratie - was ist das eigentlich?

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Die Berlin-Box stand heute gegenüber der Tafel der Demokratie. Deswegen war auch die passende Frage schnell gefunden. Wir wollten von den Gästen des Bundespräsidenten und den anderen Passanten wissen, was sie mit dem Begriff Demokratie verbinden. Hier jetzt die Langfassung der Antworten.  

 

Kommentare:

"Demokratie ist die Notwendigkeit, sich gelegentlich den Ansichten anderer Leute zu beugen." (Winston Churchill)

und das hat er zu dem Thema auch noch gesagt:

"Die Demokratie ist die schlechteste aller Regierungsformen – abgesehen von denen, die wir schon vorher ausprobiert haben."

Gesendet von ulla am 21.08.2010 07:16 #

Demokratie heute:
Die Politiker sind machthungrig, verlogen und realitätsfremd.

Verlogen: Bei den Wahlen wird gelogen was das Zeug hält um nach den Wahlen on den gemachten Versprechen nichts mehr zu wissen (Bsp: Erhöhung der Mwst)

Machthungrig: Wenn man Mist macht muss man auch entsprechend die Konsequenzen tragen (Bsp: Duisburg) Heutzutage fehlt den Politiker ein Fehlerbewusstsein das es einem graut (Bsp: Landowsky, Kohl und Duisburg)

Realitätsfremd: Der Bürgermeister der Stadt findet es gut, dass die Mieten in der Innenstadt steigen - er sieht aber KEINE Gefahr der Verslumisierung und Verdrängung.
Es werden unfertige und unhaltbare Gesetze verabschiedet (Bsp: Hartz 4 für Kinder)

Wen zum Teufel soll man bei der nächsten Wahl wählen?
Darüber mach ich mir jetzt schon Gedanken. Aus meiner Sicht sind die etablierten Parteien nicht mehr wählbar. Eine frische Brise an Parteien muss her!!

Gesendet von lookielookie am 21.08.2010 12:09 #

Ich waere fuer Buschkowsky bei der naechsten Buergermeisterwahl. Der haette das noetige Profil, und meine Stimme haette er zu 100 % !!! Aber leider wird er wohl nicht kandidieren....
Und ansonsten: Ich habe auch viel zu meckern, aber ich bin froh,, in einer Demokratie zu leben!

Gesendet von tempelhoferin am 21.08.2010 18:47 #

Hallo Lokkielookie

Na, die Sonne auf dem Pelz? Ich auch. Wunderbares Berlin im Sommer:-)

"Wen zum Teufel soll man bei der nächsten Wahl wählen?
Darüber mach ich mir jetzt schon Gedanken. Aus meiner Sicht sind die etablierten Parteien nicht mehr wählbar. Eine frische Brise an Parteien muss her!!"

Mir geht es genauso.
Ich zerbrech mir ja jedes Mal den Kopf,aber dieses Mal habe ich nicht mal eine Tendenz. Nur was gar nicht geht, weiß ich: braun, schwarz ,grün, rot.

Demokratie ist Verwaltung und die bedeutet offensichtlich, dass man 2680000 mit Bußgeldern in Kleckerbeträgen unterschlagen kann und keiner merkts.

Demokratie ist der tägliche Bruch der Gesetze in Jobcentern (und schön demokratisch zahlen dann alle die Kosten für Klagen vor Gericht)

Denokratie ist, dass der Regierende sagt, er sagt zu (wichtigen) Themen nix.
Demokratie ist, wenn eine vernünftig handelnde Richterin postum geehrt wird, aber im Leben blockiert wurde.

Demokratie ist zig Gesetze zu erlassen, die dann vom Bundesverfassungsgericht geklärt werden müssen oder gar vor dem EuGh

Und Demokratie ist: ein Stück selbstgebackener Käsekuchen für jeden Blogianer.
Sahne wäre dann Diktatur des Geschmacks. Das geht nun wirklich nicht.

Uschi Kowalski

Gesendet von Kowalski am 21.08.2010 19:32 #

Demokratie fängt bei Parteien an, die "demokratisch" nicht nur im Namen haben, sondern es auch wirklich sind.

"Parteienklüngel" beherrscht seit Jahren unser gelähmtes Land.

Wer als Bürger da noch glaubt, für demokratische Arbeit sei noch Zeit oder Platz, der irrt.

Das beste Beispiel ist z.Z. wieder die Debatte über die Laufzeiten der Atomkraftwerke.

Welche Interessen werden dort verfolgt?

Wir Bürger würden es begrüßen, wenn eine gesicherte Versorgung mit Strom im Vordergrund stehen würde.

Die Stromkonzerne machen Angst und drohen, die Atomkraftwerke sofort ab zu schalten.

Woran ist den Stromkonzernen gelegen?

Wollen sie demokratisch an der Stromzukunft mitarbeiten, oder nur Machtspielchen treiben?

Jede Grundversorgung in diesem Land sollte demokratische Elemente enthalten, um vernünftige Lösungen zu erreichen.

Firmenbosse sind Wirtschaftler, die demokratische Spielregeln ignorieren.
Es kann also nicht klappen, wenn die Politik sich demokratisch "bemühen" will.

Demokratie heißt, alle macht geht vom Volke aus.
Parlamentarische Demokratie vertritt durch gewählte Parteien das Volk.

Das bedeutet, in einer sich demokratisch nennenden Partei darf das, was die Bürger täglich vorgeführt bekommen, egal von welcher demokratischen Partei, nicht Standard sein.

Und hier liegt das größte Übel, Mitglieder die den Zeitgeist rechtzeitig erkennen und offen aussprechen, werden schon parteiintern isoliert und distanziert, obwohl der Mut zur Wahrheit belohnt werden sollte denn viele blinde "Mitläufer" bringen keinen Fortschritt, sondern lähmen.
Aber aalglatte Duckmäuser sind nun mal pflegeleichter in den Parteien zu händeln und zu protektionieren, als demokratisch denkende und handelnde Mitglieder.

Demokratie, ein tolles Wort, aber es fehlen die Menschen in den Führungspositionen, die es ernst meinen und sich gegen "Macht" streuben.

Gesendet von Blickwinkel am 21.08.2010 21:13 #

Aber liebe Leute, Demokratie heißt auch, sich selbst zu engagieren, eigene Gruppen zu bilden, WAHLPROGRAMME AUFZUSTELLEN; BÜRGERINITIATIVEN INS LEBEN ZU RUFEN. Auch Proteste gegen Lobbyeismus organisieren. Das DÜRFEN wir doch alles! Dann macht das doch anstatt zu jammern und faul vor dem PC zu sitzen. Macht was! Unsere Demokratie ist doch eigentlich ganz offen und sehr freiheitlich, bietet viele Möglichkeiten der Mitbeteiligung. -theorethisch-.Funktioniert aber nur, wenn die Menschen sich bewegen Also auch ihr, die ihr hier meckert.

Gesendet von Elisa am 22.08.2010 01:07 #

Deutschland hat überhaupt keine Demokratie. Denn dies würde bedeuten, dass hier geschieht, was das Volk möchte und fordert.

Wir haben eine Deckmäntelchen mit dem die Politiker gerne so tun als ob wir eine Demokratie haben.

Eine Demokratie lebt von Moral, Freiheit, Gerechtigkeit, alles Dinge von denen wir meilenweit entfernt sind.

In Deutschland herrscht eine Wirtschaftsdiktatur, denn die von uns " Gewählten "halten sich nicht an die Meinung und den Willen des Volkes.

Gesendet von Toska am 22.08.2010 07:01 #

@Toska

unsere Regierung ist von der Mehrheit der Deutschen in freien Wahlen gewählt worden - jedenfalls von den Deutschen, die wissen, was Demokratie bedeutet und deshalb wählen gehen.

Wenn Sie das nicht akzeptieren können, weil die derzeitige Politik nicht Ihren persönlichen Wünschen entspricht und Sie meinen, daß ausgerechnet wir in Deutschland meilenweit von Moral, Freiheit und Gerechtigkeit entfernt sind, sollten Sie noch einmal über den Begriff Demokratie nachdenken - der Kommentar von @Elisa ist dabei sicher sehr hilfreich.

Gesendet von ulla am 22.08.2010 09:43 #

Reine Demokratie ist eigentlich nur in der Familie oder in kleinen
Gemeinschaften möglich.
Ob letztlich Demokratie dort möglich ist, scheint mir mehr als fraglich.
Somit bleibt nur die Delegierung von Vertretern (Abgeordneten), um durch diese eine Regierung zu wählen, die dann das Volk regiert.
Was die dann daraus macht erleben wir ja hier seit 60 Jahren.
-Mal sind es gute Regierungen und mal halt solche wie die jetzige-.

Gesendet von rg am 22.08.2010 10:46 #

Guten Tag Elisa

Sonnentag im Sinne des Wortes:-)

was tun SIE für die Demokratie?
Sie sitzen auch faul vor dem PC und äußern sich über Kritik.

Hallo Toska

Hoffe, Sie genießen die Sonne mit all ihren wunderbaren Eigenschaften:-)
Da schmeckt's sogar den Wespen (grrrr)

"In Deutschland herrscht eine Wirtschaftsdiktatur, denn die von uns " Gewählten "halten sich nicht an die Meinung und den Willen des Volkes."

Absolute Zustimmung: wir leben in einer Wirtschaftsdiktatur. Ja. Viel mehr sollten sich mit 'Die Gesellschafter' beschäftigen. Leider eine wenig beachtete Sache :-(

Das schlimme daran ist ja, dass die Wähler nicht mal wissen, was sie genau wählen. 'Schon immer grün, gelb, rot, blau...gewählt, tut eine große Anzahl es munter weiter. Merkt nicht (will nicht merken?), dass keine der Volks (hust, röchel..) Parteien noch irgendwas mitkriegt vom Volk.

Wie sonst sind die Dummheiten zu werten, die Politiker in den Medien absondern? Da schaffte ein Arbeitsminister ein Gesetz, wozu er nicht mal die Befugnis hat, da leyert man von Chipkarten, um die Verfassung zu wahren und will in Wirklichkeit u.a. SODEXO unterstützen und die Chipkartenbesitzer in spe dazu zwingen, bestimmte Produkte zu kaufen/ nutzen.

Mich würde es nicht wundern, wenn wir (hier) wie bei der Einführung des Systems ALG2 in ein, zwei Jahren feststellten, wer so alles Anteile daran hat

Da wird den Banken ein Milliardenbetrag in den Rachen geschoben und Monate später läuft es wie vorher...usw.

Und die Wohlfahrtsverbände fahren Achterbahn mit ihren zu betreuenden, unterstützen Arbeitsplatzabbau, dumpe die Löhne munter mit.... Bäh.

Alles Basisdemokratisch in die eigenen Taschen.

Uschi Kowalski

Gesendet von Kowalski am 22.08.2010 12:19 #

Ich bin für den Atomausstieg, für die Gemeinschaftsschule, für Abitur nach 12 Jahren - das 13. Schuljahr wird sowieso nur vermurkst - , Entschlackung der Lehrprogramme; Afghanistan-Ende des Krieges, Mindestlöhne bzw. Löhne, von denen man auch leben kann ohne Staat, Parlamentarier ohne Lobby-Arbeit - und nun frage ich mich, welche Partei soll ich wählen. - Das sind ja nur einige Punkte auf meiner Liste.

Gesendet von Helen am 22.08.2010 14:58 #

Hallo Helen

na, der Sonnenfrau gehuldigt?

Donnerwetter. So unterschiedlich Sie und ich Beiträge verfassen, hier kann ich all Ihren Forderungen nur zustimmen

Wer hätte das gedacht.

So wird aus uns noch was ;-) Vielleicht die Blogpartei???? In Parteigründungen kenne ich mich aus....

Uschi Kowalski

Gesendet von Kowalski am 22.08.2010 16:09 #

@Helen

Man kann nicht alles haben :-)).

Mein Vorschlag: Gründen Sie doch eine eigene Partei, die alle genannten Punkte, auch die anderen noch auf Ihrer Liste stehenden, zum Ziel hat. Kann ja sein, daß Sie eine Menge Anhänger finden.

Gesendet von ulla am 22.08.2010 16:45 #

@Ulla

Ich habe hier meine Meinung über Demokratie geschrieben und bitte Sie dies zu akzeptieren. Unterlassen Sie bitte Ihre Schulmeisterei und Ihre Hinweise an welchen user ich mich orientieren soll.

Werte redaktion, ich hoffe es kommt durch. Ich bedanke mich

Gesendet von Toska am 22.08.2010 17:01 #

-rg 22.08.2010 10:46
Reine Demokratie ist eigentlich nur in der Familie oder in kleinen
Gemeinschaften möglich.
---
Selbst dort kann es mitunter schon ziemlich brisant werden :)

Demokratie ist das höchste Gut der Freiheit.
Auch das man hier "faul" auf seiner Tastatur seine Meinung äußern kann (ob das Freischalten von Kommentaren eine art zensur ist, sei dahingestellt)

Ob die derzeitige Demokratie auf Dauer Bestand hat, ist zu bezweifeln.
Vielleicht wird dieses Wort in den nächsten Jahrzehnten eine neue "Anpassung" bekommen.
Eine Anpassung an russische+chinesische Verhältnisse.
Wenn die Korruption in den höchsten Etagen immer mehr zur Legalität verkommt, wird die Demokratie eines Tages gro0en Schaden nehmen.

Gesendet von v-brake am 22.08.2010 21:24 #

Ich denke der Mensch ansich ist für eine richtige Demokratie nicht geschaffen oder vieleicht noch nicht reif dafür.
Jeder hat eigene Intressen...Jeder...!
Demokratie ist für den Menschen nur soweit akzeptabel soweit es nicht seine eigenen Interessen oder Bedürfnisse einschränkt.
Es ist eine traurige Erkenntniss meinerseits! Vieleicht bin ich da nicht der Einzige ?

Gesendet von uwelein am 23.08.2010 13:08 #

Nicht die Parteien müssen sich ändern.
Die Bürger müssen sich ändern.
Dann klappt's auch mit den Parteien

Gesendet von Hernando am 23.08.2010 14:53 #

Demokratie muss immer neu erobert werden, sie funktioniert nur mit aktiven Bürgern, aufdeckendem Journalismus und unabhängigen Abgeordneten. Dass man zur Wahl gehen kann, reicht nicht aus.

Es gibt sie ja glücklicherweise auch, die demokratischen Bürgerbewegungen. z.B. terres des hommes, human rights, pro asyl um nur einige zu nennen, es gibt noch mehr.

Rechte für die nicht Privilegierten mussten immer erkämpft werden, das zeigt die Geschichte, denn wer gibt schon gern Vorrechte ab, wenn man sie hat? Ja, der Mensch ist meistens egoistisch (das Tier sorgt auch für sein Überleben).

Ich wünsche mir Veränderungen durch Bürgerengagement, durch Aufdeckung der Vernebelungen durch Lobbyisten, die man aus dem hohen Haus des Bundestages hinaus schmeißen muss; eine blutige Revolution wünsche ich mir und unseren Kindern nicht.

Gesendet von Elisa am 24.08.2010 01:30 #

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